Freitag, 8. November 2019

Reife Athleten und was man lernen kann


Meine derzeitigen Trainingspartner treiben mich zu Höchstleistungen. Woche für Woche. Sind allesamt über 60 Jahre alt, zwei sogar 76 und 74. Und diese Kameraden sind richtig motiviert. Man kann sich einiges abschauen.

Zielstrebigkeit: Diese Leute setzen sich nach wie vor Ziele. Sei es ein Wettkampf, sei es eine Sache, die sie erreichen wollen. Sie arbeiten nicht ins Blaue, sie haben etwas vor Augen nach wie vor und ackern dafür. Pepi, mein Radfreund etwa, fuhr heuer wieder ein 24-Stunden-Radrennen. Und legte mit 74 Jahren satte 550 Kilometer am Stück zurück. Das man ihm erst mal einer nachmachen. Wie er dorthin kam? Richtig, regelmässiges, durchdachtes Training. Keine Herumwixerei!

Verlässlichkeit: "Wos wiegt, des hot's" lautet ein Sprichwort hier bei uns. Auf Deutsch: Was ausgemacht ist, ist ausgemacht! Wir treffen uns jeden Sonntag um punkt 9 Uhr im Wald und gehen Skirollern. Obs sonnig ist oder regnet, die Typen stehen da. Hochmotiviert. Kein Gejammere davor auf Whatsapp oder gar dreimal Absage und Zusage und Verschiebung. Bam. Aus. Angriff.

Einfachheit: Den heiligen Gral in punkto Training oder Ernährung sucht von den Leuten keiner. Die essen sehr simpel, was auf den Tisch kommt durch die werte Frau Gemahlin. Paleo, Low Carb, Vegan - für diese Athleten im reifen Alter Fremdwörter, die nur ihre wertvolle Zeit vergeuden würden. Klar könnte man ein paar Sachen optimieren. Aber warum? Ein Running System  läuft und es darf so bleiben.

Langfristigkeit: Mit 3x10 Minuten die Woche Training oder dergleichen Schmarrn, wie einem heutzutage gerne verkauft wird, wären diese Leute auch nicht weit gekommen. Dieser Tage wird man gerne veräppelt, wenn man einmal mehr Zeit in sein Training investiert. Ist ja jeder so gestresst, hat ja jeder so viel um den Hals. Doch ehrlich? Ist das wirklich so oder wird auch viel Zeit verplempert mit Dingen, die nicht weh tun. Diese Kameraden investieren Zeit in das was sie schon jahrzehntelang gern tun. In Training. Weils einerseits schön ist, weils aber auch viel bringt. Hier wird stundenlang geradelt, skigerollert, Kraft trainiert oft. Und diese Männer gehen so schnell nicht ein. Sind gestählt, auch durch viel Arbeit ums Haus. Holz machen, dem Sohn beim Hausbau helfen und solche Dinge - wird als gut erachtet, weils der eigenen Fitness ebenfalls hilft.



Zu guter Letzt in diesem Eintrag noch ein kleines Rezept, dass bei mir oft auf den Frühstückstisch kommt. "Berend Breitenstein Hafer-Palatschinken". Inspiriert durch den bekannten Natural Bodybuilder.

Vermischen in einer Schüssel:
- 75 Gramm Haferflocken (vermahlen zu Mehl)
- 25 Gramm Whey
- 2 Eier
- etwas Vanillezucker
- 100 ml Milch

ab in die Pfanne damit, Palatschinken machen. Mit der Menge werden es etwa drei Stück. Genießen. Das Ding hat über 40 Gramm Eiweiß, gut verwertbare Kohlenhydrate und Fette und hält lange satt!

Auch mein Sohn isst sich damit oft satt vor dem Kindergarten und hat Freude damit. Kann gerne mit Marmelade oder Nutella (lecker) bestrichen werden!

Mahlzeit und haut rein!

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