Dienstag, 22. August 2017

Sonder-Angebot Inch und ein sehenswerter Film

Die Leser hier wissen sicherlich, dass ich ein Riesenfan der Old-School-Inch-Hantel bin. Wer starke Pranken entwickeln will, einen Griff, der wirklich was wert ist, kann das damit bestens tun.

Mein Freund Mark Dorninger bietet die Dinger in seinem Shop nur noch bis in den Herbst an. Sind schwer erhältlich diese Hanteln, die viele Jahre Strongman-Geschichte auf dem Buckel haben und lange Tradition. Hier mehr dazu: https://www.spodo.at/products.php?product=1_16&products_id=1630&Action=Search&searchstring=inch&searchresult=4

Dann gibt es noch eine neue Dokumentation über "Mr. Movement" Ido Portal. Sehr gut gemacht, wie ich finde:



Ich bin mal gespannt, was der groß gehypte Boxkampf Conor McGregor gegen Floyd Mayweather am kommenden Samstag so bietet! Ido ist ja einer der mithelfenden Trainer an der Seite des Iren...

Meine Rennradfahr-Ambitionen sind ebenfalls weiterhin voll am Laufenden. Ich sammle Kilometer und Höhenmeter en masse. Oft nebenher, da mich der etwas ältere Drahtesel von Zuhause in die Arbeit begleitet. Ich spare mir Geld und tanke Kondition. Ne feine Kombi. Obendrein macht es richtig viel Laune. Auch oft auf nüchternem Magen in der Früh. Ein herrliches Gefühl, wenn du die Vögel zwitschern hörst, die Sonne grad aufgeht und du kurbelst, was das Zeug hergibt. Daneben erhalte ich mit Simple&Sinister, dem genialen Kettlebell-Programm von Pavel Tsatsouline, hauptsächlich die Kraft. Alles andere läuft nebenher mit. Ich bin letzte Woche mit Mark im geschätzten Powerhaus in Salzburg zu einer spontan einberufenen Einheit zusammengekommen. Das Seil ging ich dabei hoch wie Butter. Obwohl ich es schon lange nicht mehr gemacht habe. Auch Kreuzheben und allerhand andere Challenges gingen gut von der Hand. Simple&Sinister kann ich einmal mehr nur heftigst empfehlen. Ist halt "uncool" und man kann damit in sozialen Medien nicht herumprahlen so wirklich.

Schöne Woche allerseits,

Dominik

Dienstag, 25. Juli 2017

Immer eine Reise wert


Die Nachricht traf mich vor wenigen Wochen wie ein Blitz, um Pumping Ercan's legendäres Gym in München soll es bald (2019) geschehen sein. Gestern Montag gabs einen weiteren Besuch dort. Wie immer eine Reise wert. Erstens, weil der Ort magisch ist und zweitens, weil auch der Hausherr immer der geblieben ist, der er ist: ein klasse Kerl, von dem man viel lernen kann, der megasympathisch ist und eine gewaltige Aura hat.

Wir haben uns da drin wieder mal nichts geschenkt. Wie ihr am Bild oben seht, war sogar ein Pump im Unterarm das Resultat :-) Meine beiden Begleiter und und Kameraden Sesi und Thomas haben feine Berichte auf ihren Seiten abgeliefert. Sehr lesenswert.

Sesis Bericht: https://www.workout2day.at/2017/07/25/pumping-ercan/

Thomas Bericht: http://wordpress.trainingsnomaden.de/ins-blaue-trainieren/

Wer dieses Stück deutsch-türkische Bodybuilding-Geschichte noch nicht gesehen hat, der sollte sich also sputen. Noch dazu, wenn man auf Maschinen trainieren kann dort, auf denen auch schon ein gewisser Arnold Schwarzenegger geackert hat. Mehr zum Thema Motivation braucht man also nicht zu sagen.

In dem Sinne, Angriff!

Bei Sesi und Kollegen läuft die Vorbereitung auf das Projekt "Red-Bull 400", einem unvergleichlichen Schanzenlauf in Bischofshofen. Megaharte Geschichte, Laktatübelkeit pur. Ich mache bei einigen Einheiten mit. Nebenher trete ich auch noch vermehrt in die Pedale. Habe mein Uralt-Rennrad wieder aktiviert und fahre damit zum Bahnhof von mir zuhause. Immerhin 44 Kilometer sind das pro Tag, mehrmals die Woche ergibt das ein nettes Nebenher-Pensum, wenn obendrein sportlich gefahren wird, weil man die letzten Tage und Wochen zuviel Tour de France geschaut hat :-)





Sonntag, 23. Juli 2017

Veranstaltungs-Hinweis Münga



Mein Kamerad Thomas Wulff veranstaltet im September einen sehr besuchenswerten Workshop. Ein phänomenales Vortragenden-Feld für einen lächerlichen Preis. Der Frühbucher-Bonus läuft heute ab, schrieb er mir.

Alle Infos gibt es hier: http://www.motionimpulse.com/event-bookings/free-arts-of-movement-convention-munich

Hier am Blog wurde es in letzter Zeit etwas ruhig. Liegt es an der Hitze oder an Schreibfaulheit, ich will keine Ausreden suchen. In Balde gibt es hier wieder einiges zu berichten aber auch!

Es tut sich auch nicht die Welt in meiner Trainingswelt. Ich arbeite weiter intensiv an Simple&Sinister (bestes Programm ever für mich!), gehe auf Berge, fahre viel mit dem Rennrad und auch ans Eisen geht es nach wie regelmässig. Morgen etwa auch nach München wieder mal.

Haltet die Ohren steif und habt einen genialen Sommer!

Montag, 5. Juni 2017

Janis Bond - Liftergrüße aus Moskau

Ein Beitrag geteilt von Janis.Pro (@raja_athletics) am

Zugegeben, der Titel ist an einen bekannten Filmhelden angelehnt. Aber mein Freund Janis Rajaonarivelo ist quasi ebenfalls ein Undercover-Agent, der eine Mission verfolgt. Wissbegierig, so habe ich ihn schon 2009 bei einem Hangel-Seminar bei Farmer Karl kennenlernen dürfen. Nach sechs Stunden Autofahrt aus Kreuzlingen in der Schweiz tauchte er bei uns auf und hinterließ einen bleibenden Eindrück. Training ist die Leidenschaft des Grenzpolizisten, der vor vielen Jahren aus Lettland flüchten musste.

Bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere stand nun eine "Bildungsreise" nach Moskau an. Dort, wo wahre Legenden des Langhantel-Sports zuhause sind seit Jahrzehnten und Olympisches Gewichtheben seit jäher groß geschrieben wird.

Dmitry Klokov und Dmitry Berestov sind zugkräftige Protagonisten dieser Sportart und ihre sportlichen Höchstleistungen sind dank Internet und sozialen Medien vielen bekannt. Sie waren auch Gastgeber des "5. Weightlifting Camp" und Janis in den zwei aufregenden und auch schweißtreibenden Wochen erneut ein interessierter Zeuge des Geschehens in den altehrwürdigen Hallen von Chehov. Er war so frei und hat mir danach ein Interview über das Erlebte gegeben.


1)      Janis du bist retour  aus Moskau, warst schon das zweite Mal dort. Kannst du schon wieder gehen oder hast du im Vergleich zum ersten Mal etwas anders gemacht?
Im Mai 2015 war ich beim aller ersten Weightlifting-Seminar von Dmitry Klokov und Dmitry Berestov. Damals hatte ich absolut keine Ahnung, was da auf mich zukommen würde. Ich hatte zwar schon erfahren, wie Klokov lehrt, da ich im Vorfeld bereits drei seiner Workshops besucht hatte, aber was in Moskau an Anforderungen an mich gestellt werden würde, hatte ich keinen blassen Schimmer. Dementsprechend hatte ich nach dem ersten Seminar einen Fersensporn vom aller Feinsten. Kannte ich bis dato nicht. Ich kann nur sage, dass ich die Menge an Nahrungsergänzungsmitteln diesmal hochgefahren wurde. Wir, die Teilnehmer, hatten das Glück von der Firma Trec Nutrition mit BCAA, Aminos, Creatin und Weightgainern versorgt zu werden.


2)      Dmitry Klokov ist der Mann, den man mittlerweile weltweit als DAS Gesicht des Gewichthebens kennt. Wie ist dein momentaner Eindruck von ihm? Was hat er in Zukunft noch vor?
Du sagst es! Er hat 50 Länder besucht, tausende von Menschen trainiert, ihnen das russische Gewichthebesystem gelehrt!!! Ich glaube es gibt kaum einen Anderen der in dieser Hinsicht an ihn heranreicht! Mein Eindruck von ihm ist, das er immer noch auf dem Teppich geblieben ist! Haben ein super Verhältnis zu einander. Er ist ein Arbeitstier, davon zeugen nicht nur seine Leistungen an der Stange und die Unterhaltung mit allerlei Spielereien mit der Langhantel, sonder auch seine anderen Unternehmungen. Sein neuestes Projekt nennt sich "Crosslifting".   

3)      Wie viele Einheiten habt ihr absolviert?
In 12 Tagen 18 Trainingseinheiten. Montag, Mittwoch, Freitag zwei Einheiten von 11:30-14:00 Uhr und 16:30-19:00 Uhr. Dienstag, Donnerstag, Samstag 11:30-14:00 Uhr plus am Nachmittag Sauna.


4)      Was waren die drei bewegendsten Momente, die du von dieser Reise mitnimmst?
Diese Frage ist nicht sehr leicht zu beantworten! Es sind so viele Momente die erwähnenswert wären. Wir sind am Flughafen wieder vom Olympiasieger von 2004, Dmitry Berestov, abgeholt worden, wo gibt es sowas?! Im Camp selbst haben sich so ziemlich alle an uns erinnert. Somit habe ich auch sehr viele alte Gesichter wieder getroffen. Desweiteren das Treffen mit zwei Freunden aus dem ersten Camp, @marcusphou aus Schottland und @mmajed aus Kuwait. Klokov zu sehen war natürlich auch der Hammer. Natürlich auch das Treffen mit einem der stärksten Gewichtheber und Strongman Russlands sopwie weltweit, Mischa Koklyaev.
Auch das Coaching von einem der besten russischen Trainer, Karaktscheew Dschumberi, der selbst noch aktiver Gewichtheber mit seinen 80 Jahren ist. Er kann noch immer Kniebeugen mit 100kg x 5 Wdh ausführen. Er ist der Trainer. 


5)      Du hast auf deinem übrigens sehr verfolgenswerten Instagram-Account RajaAthletics ein tolles Video mit einem alten Coach gepostet, der dich kniebeugen lässt. Um wen handelt es sich da und was genau hat er dir beigebracht?
Genau dieser Dschumberi hat mich auf meine falsche Atmung und meinen offenen Griff hingewiesen. Unverzichtbar, auf diese Sachen zu achten. Man muss gewillt sein zu lernen, um besser zu werden. 




6)      Was unterscheidet die Russen von den West-Athleten? Man sieht sie in ihrem Training viele Zusatzübungen machen und sie sind umfassend athletisch ausgebildet. Ist das ein großes Erfolgsgeheimnis?
Es gibt das RUSSISCHE SYSTEM!!! Ich glaube man kann sehr viel darüber in einschlägiger Literatur nachlesen. Ich habe gelernt, das es wichtig ist dynamische und statische Übungen zu trainieren. Wir sind sehr schwach in statischen Übungen. Wer schon mal ein Seminar von Klokov besucht hat, wird mir recht geben. Um Klokov zu zitieren, es ist wichtig seinen "muscle skill und muscle memory zu trainieren, believe in that position and understand the position!"
Es würde zu weit führen, jetzt das ganze System zu beschreiben, aber ich weiß und habe gesehen, dass nicht nur klassische Übungen trainiert werden, sondern auch einige "Bodybuilding Übungen". Genauso wichtig wie das Training, wird im russischen System die Regeneration betrachtet. Wer keine Sauna aufsucht oder sich nicht regelmäßig massieren lässt, wird nicht weit kommen!


WICHTIG: Diese Nachricht von meinem Kollegen Mark Dorninger trudelte nach meinem letzten Post herein:

Hi Dominik, ja das kann ich nur bestätigen! Das Assault Air Bike ist mörderisch.
Aus diesem Grund gibt es hier ein Sonderangebot für all deine Leser!
Statt 1099,- jetzt bei uns um 999,- inkl. Transport nach AT/DE
(oder auch Abholung in 6850 Dornbirn möglich nach Vereinbarung)

https://spodo.at/1_13/_/2052/fitness_athletik/fitnessgeraete_baenke/assault_air_bike.html

6850 Dornbirn möglich nach Vereinbarung)

Donnerstag, 1. Juni 2017

Teufelsritt auf einem Laktat-Feuerstuhl



Wie im Leben generell gilt, das beste für die jeweils anstehende Aufgabe zu finden.

Aufs Training heruntergebrochen: Die Langhantel ist nach wie vor das A und O, wenn man ganzkörperliche Kraft entwickeln will. Wer Kraftausdauer fördern will, hat mit Kettlebells oder auch dem eigenen Körpergewicht beste Mittel zur Wahl.

Im Bereich Conditioning sind die Wahlmittel ebenfalls nicht enden wollend. Etwa das Concept2-Rudergerät, eine sehr geschätzte Maschine. Auch der Skilanglauf-Ergometer der Firma hat es in sich. Alles Dinge, die es schon einige Zeit gibt und die von Wert sind. Doch es gibt eine Sache, die all diese noch übertrumpft.

Es gab vor zwei Wochen ein "nettes Kennenlernen" damit. Das "Assault Airbike", früher produzierte die Firma Schwinn mit dem "Airdyne" ein ähnliches Folterinstrument, ist gnadenlos. Gepusht wird es in letzter Zeit durch die Crossfit-Bewegung, die damit teuflische Workouts bestreitet. Fahrradergometer oder Crosstrainer ist eine Bezeichnung, die das Ding aber sowas von verharmlost... Der Werbe-Slogan dafür, “Bring on the Burn”, trifft es schon eher.

Ich durfte es bei einem Kollegen mit meinem Trainingspartner Sesi testen. Und wir sind nach nur kurzem Gebrauch allesamt gelegen. Sauerstoffarmut machte sich breit und die Beine brannten wie Feuer. Ich habe schon schwere 20er- und 50er-Kniebeugensätze hinter mir und auch schnelle Berggänge sowie steile Hügelsprints sind mir nicht fremd. Aber das Gefühl nach ein paar Sekunden auf dem Bike ist echt ein wildes Erlebnis. Gefühlte zehn Minuten fühlten sich meine Beine immer noch wie Blei an und das Herz pochte wie wild.

Tabata-Intervalle damit sind mehr als ein tollkühner Ritt. Bestätigen auch renommierte Trainer wie Joe DeFranco. Der schwört ebenso auf das Assault Bike und macht es maßgeblich dafür verantwortlich, dass er einen so niedrigen Körperfettwert wie noch nie besitzt.

Sesi hat auf seinem Blog ebenfalls einen Bericht verfasst:
https://www.workout2day.at/2017/05/07/angriff-auf-s-nervensystem/

Ich kann nur sagen, zwei Daumen hoch für das Ding, das schon (hoffentlich) bald ein Neuzugang in unserem Arsenal sein wird...

P.S.: Schon in kürze hier wieder vorbeischauen. Kamerad Janis war im Mai erneut bei Gewichthebe-Gott Dmitry Klokov und seinen Kameraden in Moskau zugegen. Ein Interview darüber wird hier zu lesen sein!

Dienstag, 4. April 2017

Wadenkater

Die Wiener Pürzel-Brüder (www.intelligentstrength.com) beschreiben es so schön als "Kampf gegen Dünnheit und Schwäche". Von der gerade Muskelgruppen wie Unterarme und Waden oft betroffen sind.

Wir haben uns gestern im gemeinsamen Turnhallen-Training einmal die Waden vorgenommen. Danke Steve Maxwell für die Idee und den guten Kater im Nachhinein :-). Schon 2010, als wir bei seinem Besuch in Österreich diese Routine machten, konnten wir länger nicht gehen. Aber Waden sind ein Muskel, die nur mit Schockwirkung wirklich einen Wachstumsreiz bekommen. Hier die Tortur für die untere Haxenpartie:

"Here is a calf program that has never failed to give great results.
Do 25 smooth, full range, single leg calf raises, stretch for 10 sec. and immediately do 100 single leg hops as high as you can. With no rest, go back and do 10 or 15 more calf raises, stretch for 10 sec.and perform 50 more single leg hops. Stretch the calf for thirty seconds. Now do the other side. Your calves will really be pumped. You may want to massage them to get the blood flowing. Do several sets of 20 tibial dorsi flexion on a leg curl machine or use a Dard if you have one. I have seen clients add some serious size from this workout."

Steve Maxwell

Ich sag nur Autsch...

Donnerstag, 23. März 2017

Ein Erfolgs-System

Mein Trainingspartner und Kamerad Sesi betreibt einen guten Blog auch seit kurzem:

Und berichtete nun von der Sache:

https://www.workout2day.at/2017/03/22/die-sache-mit-dem-kraftaufbau/

Ich habe ihm vor einigen Wochen eben dieses System ans Herz gelegt. Und zack, die irren Erfolge sprechen für sich...

GTG von Pavel ist eine tausendfach erprobte Strategie! Er ist dafür auch wieder ein Beweis. So verhält es sich übrigens auch mit Simple&Sinister, ebenfalls aus der Feder des "Evil Russian".

Dranbleiben lohnt sich...

Sonntag, 19. März 2017

An was es oft mangelt

Ich habe mir kürzlich eine Vollblutanalyse gegönnt, um eventuelle Mikronährstoff-Mängel aufzudecken. Sehr unterschätzte Geschichte, die aber im Hinblick auf das Große Ganze nicht unerheblich ist.

Die sehr fundiert arbeitenden Kollegen von www.edubily.de veröffentlichten kürzlich einen sehr guten Artikel samt sehr informativem Video:

http://edubily.de/2017/03/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/



Bruce Ames kennt man hierzulande nur wenig. Aber im Bereich der Mikronährstoff-Forschung gibt es wenige, die ihm das Wasser reichen können. Er sprach schon vor vielen Jahren von Vitamin-D-Mangel in unserer Gesellschaft. Boom, was ist in den letzten Monaten das empfohlene Supplement Nummer eins auf einmal: richtig, Vitamin D. Hier das angesprochene Interview:

http://www.doctoryourself.com/ames.html

Vielleicht sollte jeder einmal seine momentane Versorgungslage überdenken. Nicht, weil er damit vielleicht eine Wiederholung mehr oder ein hartes Workout mehr herauskitzeln kann. Sondern weil es um die Gesundheit an sich geht. Die merklich leiden und leiden wird, wenn man unterversorgt ist mit Bausteinen, die man eigentlich brauchen würde...Nur wissen es viele von uns nicht. Stattdessen wird ins Blaue hinein supplementiert. Wer weiß, wo er ansetzen muss, fährt dagegen besser und auch günstiger...

Das waren meine Worte zum Sonntag :-) Haut rein.

Hab übrigens einige nette Simple&Sinister-Rückmeldungen schon bekommen. Wer mit dem Programm Erfahrungen gemacht hat oder sie machen will, einfach melden auf "info et naturtraining punkt net". Unter allen Einsendungen wird ein Preis verlost...

Montag, 6. März 2017

Ein lohnendes Experiment


In einer Zeit, wo vieles auf Maximierung ausgerichtet ist, tut der Weg retour zu etwas Minimalen, das aber sehr gewinnträchtig ist, gut. Auch wenn es vielen von uns schwer fällt...

Ich war letzte Woche selbst überrascht, als ich ohne spezielles Hintrainieren darauf die 40-kg-Kettlebell links und rechts jeweils einmal strikt drücken konnte. Schnell war aber der Grund dafür ausgemacht.

Pavels Programm "Simple&Sinister" begleitet mich seit einigen Monaten stetig im Training und macht den Hauptteil meiner Arbeit aus. Mit teilweise sensationellen Erfolgen. Und den "What the hell"-Effekt, von dem Kettlebeller gerne oft sprechen, also dem überraschenden Übertrag auf vielerlei andere Dinge (Kreuzheben und Co.) kann ich auch nur unterschreiben.

Das Programm besteht aus "nur" zwei Übungen. Einarmiger Swing und Turkish Get-Up. Zwei hochpotente Kettlebell-Übungen, die so gut wie alles abdecken, was es abzudecken gilt. Pavel hat diese als die Allerbesten der Besten in punkto Eisenkugel-Training herausgefiltert. Ich habe mich langsam und stetig hochgearbeitet. Der "Simple"-Status ist die 32er, "Sinister"-Rang erreicht man, wenn man die 48er, das "Beast", beherrascht. Ein weiter, ein harter aber ein lohnender Weg.

Ich will hier auch gar nicht zu sehr ins Detail eingehen, denn das Programm ist simpel und soll auch so bleiben. Es gibt ein Buch darüber, aber auch hier steht eigentlich alles, was man wissen muss:

http://www.livestrong.com/article/1011808-lazy-guys-simple-strippeddown-kettlebell-routine/

Nun mein eindringlicher Rat und der ist für jeden der Programme mehr wechselt als seine Unterhosen und der einmal einen neuen Kick braucht und der es auch in seinen dicht gedrängten Tagesplan reinbringen will.

Probiert das mal über einen Zeitraum von vier Wochen intensiv aus. Nur die zwei Übungen (und nur diese zwei sowie das Warm-Up und Cool-Down), für das angeschaffte Volumen, nicht mehr, nicht weniger. 4-5mal die Woche. Fangt klein an! Arbeitet euch hoch. Langsam. Aber ihr werdet überrascht sein, was sich in dem Monat alles ändern kann.

Griffkraft wird mehr. Rumpfkraft sowieso. Schmerzende Schultern werden geheilt (saubere Technik und Beherrschen der beiden Übungen vorausgesetzt!!!). Auch die Ausdauer leidet nicht. Ganz im Gegenteil.

Ein Monat ist nicht viel, eigentlich rate ich in Hinblick auf dieses Programm auf viel viel mehr an. Aber einfach mal austesten. Nur diese zwei Übungen. Das nur kann man dann nach diesem Monat getrost streichen. Und man ist vielleicht genauso verliebt wie ich in dieses Programm, das von vielen unterschätzt wird. Aber nur solange, bis man es selbst einmal gemacht hat. Man kann damit halt nicht auf den sozialen Medien so wirklich prahlen (außer man beherrscht die 48er :-)), weil es simpel und einfach jedes Mal das selbe ist. Aber vielleicht ist das grad in Zeiten wie diesen der richtige Weg. Retour zu den Wurzeln, retour zu Stärke, die man nicht davon abhängig macht, wieviele "Likes" man auf Instagram, Facebook und Co. kriegt...

Haut rein. Wer es macht, berichte mir bitte! Unter den Teilnehmern wird ein feiner Preis verlost!

Dienstag, 28. Februar 2017

Der Körpergewichts-Clean&Jerk

Die Zugstemme (Muscle-Up) ist wie ein "Clean&Jerk mit dem eigenen Körpergewicht", schreibt Carlo Paoli in seinem empfehlenswerten Mega-Wälzer "Free+Style".



Das ist wirklich so. Eine höchst komplexe Übung, die viel Arbeit erfordert. Dreidimensional, viele Muskelgruppen synergistisch beteiligt.

Gestern in der Turnhalle von uns beackert wieder in Komplexen mit L-Sitz, Hangwaage und weiteren Dips. Ringe sind herrlich simpel. Und sie geben eine enorme Grundkraft im Griff, Bauch, Rücken. Kein Wunder, dass daraus oft auch überraschend starke Leistungen beim Kreuzheben und Co. generiert werden. Der anabole Akrobat Jujimufu (www.acrobolix.com) ist mit seinen fast 100 Kilo Lebendgewicht ebenfalls ein Riesenfan von Ringen: https://acrobolix.com/ask-jujimufu-8/

Hier spricht auch ein Meister in höchsten Tönen davon. Ido Portal im Gespräch mit London Real. Sehr sehr geniale Sendung generell. Auch die mit Steve Maxwell übrigens.



In diesem Sinne, ein Hoch auf die Zugstemme!

Dienstag, 21. Februar 2017

No easy way out....


Wie es um unsere Gesellschaft in punkto Fitness steht, sieht man auch am Bahnhof. Was soll das nun? Hier nur ein Beispiel: Wenn der Mensch die Wahl zwischen Rolltreppe und Stiege hat, was nimmt er? Richtig. 80% oder mehr nehmen den leichten Weg. Schon sensationell. Es darf einen einfach auch nicht wundern.

Heutzutage wird man blöd angeschaut, wenn man nicht in diesem Faulheits-Becken mitschwimmt. Im Podcast mit dem schon einmal erwähnten Joe de Sena, dem Gründer der Spartan Races, sagt dieser, dass er auf seine kilometerlangen Spazierwege oft eine 20er-Kettlebell mitschleppt.

Es erinnert mich dieser Tage an meinen fleißigen Trainingskameraden Sebastian. Jungvater. Keine leichte Zeit, wie viele hier sicher wissen. Was tut er, wenn er zum Training kommt zu uns? Er macht das zu Fuß, oft auch mehrere Kilometer, oft abends in der Finsternis. Und schleppt eine Kettlebell auch mit. Oft auch mit einem weiteren Kameraden.

Das der Kerl bei einem Bergmarsch ein horrendes Tempo anlegt, ist auch klar bei den Grundlagen. Und selten Muskelkater habt. Klarerweise bei der Laktatverträglichkeit.

Es zeigt aber auch, dass man sich nicht einfach mit ein bisschen Training die Woche begnügen sollte und sich dann zurücklehnt. Vielmehr ist die Alltagsbewegung das, was einen fitten von einem unfitten Menschen unterscheidet. Dicke Leute sitzen, liegen, rasten, dünne tun das Gegenteil. (genetische Ausnahmen gibt's immer, doch der Stoffwechsel schläft bei jedem einmal ein, wenn er ihn nicht befeuert).

Lasst uns weiter das tun, was nicht unbedingt Mainstream ist! Kontinuierliches Ackern, gleichzeitig auf den Körper horchen. Es geht hier keinesfalls um eine Kultur des sich Vernichtens. Was momentan aufgrund diverser Bewegungen (ich nenne keine Namen) sehr in Mode ist. Dort wird der Körper oft über die Grenzen hinaus niedergemacht. Er macht das brav mit. Früher oder später bricht er aber. Die Dosis macht das Gift. Wer in einem Becken aus Cortisol schwimmt, das er sich durch High-Intensity-Aktionen und Vernichtungs-WOD's anhäuft, der wird dafür seinen Preis zahlen. Junge lachen darüber, aber wie lange?

Dennoch macht es Sinn, seinen Körper zu benutzen. In vernünftigem, aber fordernden Maße. Und hegen und pflegen. Langfristigkeit ist hier immer wieder ein wiederkehrendes Thema. Auch mit 50, 60, 70 wollen wir agil sein und Freude an der Bewegung haben.

Montag, 6. Februar 2017

Für solche Dinge ist NIEMAND zu stark...


Übungen mit dem eigenen Körpergewicht werden oft verschmäht. Und wenn sie gemacht werden, dann müssen es coole "Zirkustricks" sein (damit man auf Instagram und Co. gut dasteht...), oder Herumgehample mit schlampiger Ausführung und übermäßigem Abfälschen. Nur damit eine schnelle Zeit am Ende herauskommt, obwohl das niemals der Weisheit letzter Schluss ist. Und um es wie mein Freund und Mentor Steve Maxwell (im Bild oben) auszudrücken: "You will pay the prize for all those sloppy reps. Not now maybe, but soon enough...."

Doch exakt ausgeführte und respektvoll behandelte Basics wie der simple Liegestütz oder aber auch die Kniebeuge ohne Zusatzgewicht sind Dinge, die jedem etwas bringen. Und das in jeder Lage. Ob stark oder schwach, dünn oder dick. Es macht keinen Unterschied. Für solche Sachen ist man NIE ZU STARK. Kein Weltmeister in irgendwas, niemand.

Ich durfte es selbst gestern auch wieder einmal am eigenen Leibe erleben. Eine simple Sache aus dem Buch "Habitual Strength" von Tim Anderson hat mir einen Kater beschert, der seinesgleichen sucht :-)

Liegestütze-Kniebeuge abwechselnd ausgeführt ohne Pause dazwischen:
1-1, dann 2-2, dann 3-3 hoch bis 10-10 und dann das Spiel wieder gleich runter auf 1-1

Ergibt pro Übung jeweils 100 Wiederholungen. Wir haben das ganze schön langsam ausgeführt, sauber und volle Range of Motion.

Auch heute sind die Nachwirkungen noch gut spürbar. Wer sagt, hohe Wiederholungen bringen nix, weit gefehlt... Das auch die Pumpe gut in Gang kam, erklärt sich von selbst. Dan John schrieb darüber schon einmal. Dieses dauernde Aufstehen und wieder zu Boden gehen, ist eine höchst wirkungsvolle Kombo.

Garniert noch mit mehreren Durchgängen Seilklettern, Swings und Turkish Getups sowie Seilspringen haben wir alles abgedeckt, was abzudecken ist. Alle Grundpfeiler. Push, Pull, Squat, Hinge, Groundwork, Cardio...

Guten Wochenstart, möge der Muskelkater mit euch sein...

Samstag, 28. Januar 2017

Olympisch bewegte Tage auf Video

Schöne Erinnerungen, nun veröffentlicht auf Video:

Als der Olympiasieger bei uns war:




Ist mit englischen Untertiteln eh!

Kraft frei,

Dominik

Montag, 9. Januar 2017

Ein sensationelles Buch

Guten Jahresstart liebe Leser,

Ich empfehle hier immer wieder Bücher, die ich auch alle vorher selbst lese. Eines hat mich die letzten Tage schwerst gefesselt und ist eines der besten, das ich bisher in der Hand hatte.



Tim Ferriss hat hier nicht viel ausgelassen. In punkto kleine Tipps, die einen großen Unterschied machen können, hat er alles zusammengetragen, was wichtig ist.

Zwei Daumen hoch dafür!