Freitag, 23. Januar 2015

Frei von der Leber weg...

Hühnerfilet, Fischfilet, Rinderfilet und und und. Die Gesellschaft heute will nur das Beste vom Fleisch. Und weiß eigentlich gar nicht, was gut ist...

Von den Nährwerten her sind andere Stücke des Fleisches - sofern man Fleischesser ist - deutlich höher einzuordnen.

Ich ließ mich im Vorjahr ein Monat von Top-Trainer Borge Fagerli coachen. Eine seiner Anweisungen an mich. Traditionelle Kost aus früheren Zeiten forcieren, Leber zweimal am Tisch die Woche. Hab ich nicht bereut. Habe mich vermehrt eingelesen in die Materie, Werke wie "Nourishing Traditions" von Sally Fallon waren eine große Hilfe auch.



Um TC Luoma von t-Nation.com zum Thema zu zitieren:

Harvard nutritionist Mat Lalonde looked at all the definitions of nutrient density and found the same problems I did, so he decided to compile his own list. Unlike other systems, he essentially took nutrients per serving and divided it by weight per serving so that foods could be on a relative equal footing when measured against each other.
He then defined "essential" by listing those things that were truly important to human health. The list included essential fatty acids, essential amino acids, and a host of crucial vitamins and minerals. After compiling and crunching the numbers, the group of foods that topped the list was organ meats, and in particular, liver.
Oddly enough, more "primitive" societies have long recognized liver and other organ meats as the consummate nutrient-dense foods. For instance, liver is so full of good stuff that the Inuit classify it as both a meat and a vegetable. Indian tribes in the continental U.S. used to feed the muscle meat of hunted animals to the dogs while they themselves would feast on the hugely more nutritious organ meats.
Consider that while an apple has 7 grams of Vitamin C per 100 grams, liver has 27. Or look at B12. An apple has zero B12 per 100 grams, red meat has about 1.84 mcg. per 100 grams, and liver has 111.3 mcg. per 100 grams.
And it's not much different for liver (or organ meats in general) when you look at nutrients like phosphorus, magnesium, potassium, zinc, iron, copper, vitamins A, D, and E, and thiamin, riboflavin, pantothenic acid, folic acid, or practically any of the nutrients on Lalonde's list.
Liver, as well as other organ meats, might the most nutritionally complete foods in existence, and the fact that we don't eat very many of them here in the States might well correlate with a whole lot of degenerative diseases that plague us.

Das sagt einiges. Ich bin ein Fan von Leber geworden, WENN und das gilt es zu unterstreichen, sie ordentliche Qualität hat.

Ich hole mir seit einiger Zeit von einem Bauernhof ein ganzes Huhn. Gibt es nur einige Mal im Jahr dort, da einfach nicht massenhaft produziert wird. Das ist gut so. Die Tiere sind ganzjährig im Freien, haben damit viel Licht und eine natürliche Ernährungsweise.

Das Huhn brate ich im Ganzen. Die ganzen Knochen verkoche ich später als Brühe.

Leber, Herz und Co. kommt schon davor auf den Tisch. Gut zubereitet schmeckt das ganze auch lecker. Zwiebel und Knoblauch abbraten in einer Pfanne mit Butter, Hühnerleber rein, 2-3 Minuten durchbraten auf mittlerer Hitze, dann etwas Chili-Sauce rein noch und 150 Gramm abgekochten Reis. Hammer nahrhaftes Gericht, wenn man als Beikost noch Salat dazu isst.

Schaut am Ende so aus:



Nicht empfehlen kann ich übrigens Leberwurst. Da muss der Hersteller nur höchstens 18 Prozent Leberanteil reingeben.

Aber wie schon anfangs erwähnt: Traditionelle Küche gehört wieder forciert. Vergessene Lebensmittel wieder auf den Tisch gebracht5. Damit sie nicht nur im Tierfutter oder Abfallkübel enden. Würden wir mehr verwerten davon, dann bringt das uns und der Umwelt was!

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