Freitag, 30. Januar 2015

Stress...

..hat heutzutage fast ein jeder in irgendeiner Form.

Wichtig ist, dass man sich dennoch selbst Ruhephasen verordnet. Nicht alles ist immer wichtig!

Aber nicht immer kommt man auch aus. Ein jeder hat solche Zeiten. Und es gibt Strategien, wie man damit umgeht. Frische Luft, gute Ernährung und Co. sind und bleiben das A und O. Ausreichend Schlaf ebenfalls. Aber das ist nicht immer so einfach.

Ich bin kein Hardliner bei Supplementen und auch kein Vielfach-Konsument, aber in Zeiten erhöhten Tempos hab ich mir eine kleine Geheimwaffe schon des Öfteren zunutze gemacht. Das ganze ist natürlicher, pflanzlicher Natur, etwas das schon tausende Jahre erfolgreich im Einsatz ist.

Rhodiola Rosea oder zu deutsch Rosenwurzel. Genauergesagt das Extrakt davon. Die Pflanze wächst vorrangig in Sibirien. Ich vertraue nur auf beste Qualität. Von einem, den ich bereits persönlich kennenlernen durfte. Dr. Rudi Pfeiffer ist ein absoluter Experte auf solchen Gebieten. Ein langjähriger Mentor auch von Jürgen Reis. Viele kaufen oft in Supermärkten irgendwelche Supplemente, davon rate ich schärfstens ab. Erstens, weil dort die Dosierungen oft himmelschreiend niedrig oder zu hoch sind und die Inhaltsstoffe minderwertig. Gutes ist auch oft etwas teurer, aber dafür auch wirksam. Wenn ich mir schon was kaufe, soll es auch was können!


Hier gibts die gute Ware:

Ich kann das Material von Dr. Pfeiffer wärmstens empfehlen.

In Zeiten erhöhten Stresses gilt es das volle Arsenal auszuschöpfen. Rhodiola Rosea ist ein kleiner, aber doch wichtiger Baustein, damit ich leistungsfähig bleibe, trotz 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht derzeit...

Ein gutes Wochenende, fight on!

Mittwoch, 28. Januar 2015

Hinweis

Leser Florian wies mich letztens auf ein Seminar hin. Mach ich normal nicht, dass ich sowas hier publiziere, aber er bat mich höflich drum. Hier seine Zeilen:

Anfang des Jahres werde ich mit Patrick Ressler im Raum Steiermark ein zweitägiges Senshido-Seminar abhalten...
http://senshido.com/instructors/name/patrick-ressler/

Er wurde mir persönlich vom Gründer Richard Dimitri empfohlen.

Senshido befasst sich mit schneller, effektiver, resourcenschonender und realistischer Selbstverteidigung. Realistische Selbstverteidigung für eine reale Welt.

Es geht stark in Richtung ursprüngliches Kali und Kravmaga, verzichtet aber auf Grade, Kurse, Zertifakte, komplizierte Techniken und tolle Tritt/Schlagkombinationen. Es kann nach dem Grundlagenseminar gleich weitergeübt werden um erlerntes zu verfeinern und condition darauf zu betreiben. Was Senshido ganz wesentlich von anderen Systemen unterscheidet ist, daß änhlich der Behördenausbildung auch auf die psychologischen Effekte in Kampf und Opfersituationen eingegangen wird und dem Erlernenden gezeigt wird, welche Resourcen er im Stressfall zur Verfügung hat und wie er sich dieser effektiv bedient um wieder Herr der Lage zu werden (genannt aus der Ethologie der Raubgreifer: Predator-pray-switch) Besonders auch für Frauen geeignet als Vorsorge gegen physisch-sexuelle Gewalt...

Die Ausübenden halten sich natürlich mit effektiven Krafttraining fit: Crossfit, KDK, Prisonworkouts, Pavels PowertothePeople

Drei kurze Videos:





Preis po Teilnehmer, für 2 Tage zu 10-12h, 50€ es ist stark angestrebt danach kleine Trainingsgruppen zu etablieren. Aber: no label, no belts, no fees.. ;)



Falls Interesse, hier seine Email-Adresse: wate85@gmx.at

Sonntag, 25. Januar 2015

Die Wissens-Falle oder Karl, der Attackierer

Tagtäglich prasseln "neue" Trainings-Informationen aus dem Internet, Büchern und Co. auf uns ein. Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen - das erwähnte ich kürzlich schon einmal und Hand aufs Herz, es geht uns wohl allen oft so. Trainer gibt's zu tausenden auf Youtube, sie geben ihr (Nicht)wissen zum Besten und nicht zu selten darf man auch noch ein paar Euros dafür berappen. Dabei trainieren diese Kollegen oft keine 3-4 Jahre selbst...

Karl ist von einem anderen Schlag. "Farmer Karl" wie er genannt wird seit dem Gastspiel von Coach Maxwell.



Der Typ liest weder die hippsten Trainingspläne noch läuft er irgendwelchen Gurus nach. Er macht einfach die Basics. Lässt SEIN Gefühl walten, gibt Gas, wenns geht, lässt locker, wenns mal nicht so läuft. Was aber wirklich selten ist. Meist beißt er auf die Zähne. Jammern hat Seltenheitswert.

Wir haben gestern gemeinsam wieder trainiert, wie so oft die letzten 15 Jahre. Ein Blitzkrieg wie immer. Karl macht wenig Pause zwischen den Sätzen. 30 Sekunden um genau zu sein gestern. Die anderen 30 Sekunden der Minute war Arbeit. Das kann hart werden auf einige Sätze. Wir haben die Arme und Schultern zerlegt in kürzester Zeit. Der Gymboss-Timer ist gnadenlos. Sowas kann eine tolle Abwechslung mal sein.

Wir legen oft viel zu sehr Fokus auf Wiederholungen. Nehmen uns oft eine gewisse Zahl vor, die wir erreichen wollen. Das beschränkt eigentlich. Was ist, wenn wir stattdessen lieber in einem gewissen Zeitfenster Arbeit verrichten. Man konzentriert sich viel mehr auf die einzelne Wiederholung, die Qualität steigt. Karl hatte da wieder einmal intuitiv den richtigen Riecher. War für mich eine super Abwechslung.

Dann zerrte Karl gestern im Fitnessstudio auf einmal noch ein 55 mm dickes Kletter-Seil aus seiner Trainingstasche heraus. Hängt es an die Klimmzugstange und weiter gings mit einem Brutalo-Finisher. Die Jungs, die vorher meist auf ihr Handy gafften in den Satzpausen, schauten ungläubig.

Karl ist das schnuppe. Er zieht sein Ding durch und ist erfolgreich damit. Er hat mit 48 Jahren einen Körper, den viele jüngere gern hätten. Und vor allem ist er eines, was ihn fast noch mehr auszeichnet. Ein Arbeiter, ein bescheidener Kerl dabei und einer, der Taten statt große Worte sprechen lässt.

Obendrein hat er auch Sinn für Humor. Hat ein nettes Video geschnitten von unserem letztwöchigen Besuch im Powerhaus. Die "schwarzhaarige" Dame war stark unterwegs dabei :-)



Einen guten Rest-Sonntag!

Freitag, 23. Januar 2015

Frei von der Leber weg...

Hühnerfilet, Fischfilet, Rinderfilet und und und. Die Gesellschaft heute will nur das Beste vom Fleisch. Und weiß eigentlich gar nicht, was gut ist...

Von den Nährwerten her sind andere Stücke des Fleisches - sofern man Fleischesser ist - deutlich höher einzuordnen.

Ich ließ mich im Vorjahr ein Monat von Top-Trainer Borge Fagerli coachen. Eine seiner Anweisungen an mich. Traditionelle Kost aus früheren Zeiten forcieren, Leber zweimal am Tisch die Woche. Hab ich nicht bereut. Habe mich vermehrt eingelesen in die Materie, Werke wie "Nourishing Traditions" von Sally Fallon waren eine große Hilfe auch.



Um TC Luoma von t-Nation.com zum Thema zu zitieren:

Harvard nutritionist Mat Lalonde looked at all the definitions of nutrient density and found the same problems I did, so he decided to compile his own list. Unlike other systems, he essentially took nutrients per serving and divided it by weight per serving so that foods could be on a relative equal footing when measured against each other.
He then defined "essential" by listing those things that were truly important to human health. The list included essential fatty acids, essential amino acids, and a host of crucial vitamins and minerals. After compiling and crunching the numbers, the group of foods that topped the list was organ meats, and in particular, liver.
Oddly enough, more "primitive" societies have long recognized liver and other organ meats as the consummate nutrient-dense foods. For instance, liver is so full of good stuff that the Inuit classify it as both a meat and a vegetable. Indian tribes in the continental U.S. used to feed the muscle meat of hunted animals to the dogs while they themselves would feast on the hugely more nutritious organ meats.
Consider that while an apple has 7 grams of Vitamin C per 100 grams, liver has 27. Or look at B12. An apple has zero B12 per 100 grams, red meat has about 1.84 mcg. per 100 grams, and liver has 111.3 mcg. per 100 grams.
And it's not much different for liver (or organ meats in general) when you look at nutrients like phosphorus, magnesium, potassium, zinc, iron, copper, vitamins A, D, and E, and thiamin, riboflavin, pantothenic acid, folic acid, or practically any of the nutrients on Lalonde's list.
Liver, as well as other organ meats, might the most nutritionally complete foods in existence, and the fact that we don't eat very many of them here in the States might well correlate with a whole lot of degenerative diseases that plague us.

Das sagt einiges. Ich bin ein Fan von Leber geworden, WENN und das gilt es zu unterstreichen, sie ordentliche Qualität hat.

Ich hole mir seit einiger Zeit von einem Bauernhof ein ganzes Huhn. Gibt es nur einige Mal im Jahr dort, da einfach nicht massenhaft produziert wird. Das ist gut so. Die Tiere sind ganzjährig im Freien, haben damit viel Licht und eine natürliche Ernährungsweise.

Das Huhn brate ich im Ganzen. Die ganzen Knochen verkoche ich später als Brühe.

Leber, Herz und Co. kommt schon davor auf den Tisch. Gut zubereitet schmeckt das ganze auch lecker. Zwiebel und Knoblauch abbraten in einer Pfanne mit Butter, Hühnerleber rein, 2-3 Minuten durchbraten auf mittlerer Hitze, dann etwas Chili-Sauce rein noch und 150 Gramm abgekochten Reis. Hammer nahrhaftes Gericht, wenn man als Beikost noch Salat dazu isst.

Schaut am Ende so aus:



Nicht empfehlen kann ich übrigens Leberwurst. Da muss der Hersteller nur höchstens 18 Prozent Leberanteil reingeben.

Aber wie schon anfangs erwähnt: Traditionelle Küche gehört wieder forciert. Vergessene Lebensmittel wieder auf den Tisch gebracht5. Damit sie nicht nur im Tierfutter oder Abfallkübel enden. Würden wir mehr verwerten davon, dann bringt das uns und der Umwelt was!

Sonntag, 18. Januar 2015

Power im Haus - Ein weiterer Nachmittag zum Einrahmen

Ausreden oder keinen Bock aufs Training. Hat mein Kumpel Thomas Wulff (http://trainingsnomaden.blogspot.com)  nicht in seinem Wörterbuch stehen. Einer meiner besten Kameraden geworden. Weil diese No-Excuses-Mentalität auch mir nicht fremd ist. Ich habe heftige Wochen hinter mir mit erzwungenermaßen wenig Schlaf, viel Arbeit, einem Todesfall und auch schönen, aber zeitintensiven Ereignissen. Aber dennoch wurde ich stärker offenbar. Wie das? That's life.

Gestern Samstag wurde wieder mal gemeinsam das Powerhaus unsicher gemacht, weil Training einfach wichtig ist als Ausgleich, Ventil, Freude. In Hallwang. Hammer Nachmittag. Wie immer, wenn wir uns treffen. Mit dabei natürlich: Der unverwüstliche "Farmer Karl" und meine Schützlinge Patrick und Matthias, zwei absolute Angreifer auch. Gewaltige Truppe. Wir haben uns zwei Stunden die Kante gegeben.

Nicht eine Stunde Foam Rollern und eine Stunde plappern über irgendwelche neuen, abstrakten Trainingsmethoden. Sondern Action. So wie es sein soll. Heute brennt der Buckel, die Beine sind schwer und die Trapezmuskeln lassen grüßen.

Strongman-Equipment liegt dort vom feinsten herum. Das gehört genützt, da die Möglichkeit dazu sonst nie ist. Umso erstaunter sind wir über den Übertrag, den unser Training zuhause darauf hat. Kollege Thomas trug die 80er-Koffer (also doppeltes Körpergewicht) auf drei Bahnen. Etwa 60 Meter. Time under Tension über eine Minute. Also Wachstumsreiz vom Feinsten. Klar, dass ich mich dann nicht verstecken durfte und es ebenfalls gehen musste. Auch wenns weh tat.

Hier Thomas in Aktion:



Davor wurde der 280-Kilo-Reifen geflippt. Und der schwere Baumstamm im Gym angegriffen. Der ging wie ich mich erinnere, bei meinem ersten Besuch noch schwer nach oben. Weil es anders ist wie eine Langhantel. Völlig anderer Winkel. Unhantlich. Nun gingen lockere Doubles mit Luft nach oben.



Ebenfalls schön. Kollege Patrick, seit mehreren Monaten mit meinen Trainingsplänen arbeitend, zeigt gewaltige Kraftsprünge. Dominierte den Baumstamm ebenfalls. Vor mehreren Wochen ging nicht eine Liegestütze sauber...

Danach gaben wir uns mit Frontkniebeugen und Unmengen an Seilklettern den Rest.

Thomas machte seit unserem Kennenlernen vor einem Jahr wieder einen Riesensprung. Brutal, wie der Kerl explodiert. Kraft steigt, Muskelmasse steigt, Selbstvertrauen steigt. Verantwortlich dafür der vermehrte Einbau von Eisentraining. Plus Erhaltung der außergewöhnlichen Fähigkeiten im BWE-Bereich. Eine perfekte Mischung. Eine alleine ist zu wenig.

Behaltet den Kerl im Blickwinkel. Auch hier:
https://www.facebook.com/trainingsnomaden

Wir machen im Frühjahr bei einem feinen Projekt gemeinsame Sache. Das Powerhaus spielt dabei eine gewichtige Rolle auch. Mehr dazu in Kürze. Und auch ein Video kommt noch. Eine etwas männliche Frau mit langen schwarzen Haaren "störte" mehrfach unser Training im Powerhaus. Sogar Karls Beinprothese war vor ihr nicht sicher. Aber dazu bald mehr....

Schönen Sonntag,

Dominik

P.S.: Und hier noch eine ganz wichtige Message, die einem Kraft gibt in schwereren Momenten. Von Ian Duckett, dessen Interview mit mir auf www.power-quest.cc seit einigen Wochen steht.

http://www.twitlonger.com/show/n_1sjt7r3

Freitag, 16. Januar 2015

Gefängnis-Training

Um das Training in Gefängnissen ranken sich viele Mythen und noch viel mehr Marketing-Gags von findigen Fitnessbuch-Verlagen. Was einem da alles verzapft wird, grenzt schon an zuviel Fantasie.

Doch es gibt auch erfrischende Sachen. Josh Bryant ist so ein Schreiber, dessen Bücher ich sehr schätze seit längerem. Sein Buch "Jailhouse Strong" beinhaltet Interviews mit Insassen, darunter Ex-Knackis wie dem späteren Mr. Olympia Dorian Yates.



Die Kindle-Version ist genauso gut und weitaus günstiger:



Klarerweise ist Training im Gefängnis meist nur mit einfachsten Mitteln möglich. Doch es sind die Basics, die immer Numero Uno sind. Ob drinnen oder draußen. Daran ändert sich nichts. Doch während außerhalb der Gitterstäbe der Informationsfluss unbegrenzt ist und viele vor lauter Wald (Langhantel, Kuzrhantel, Kettlebell, Körpergewichtstraining und und und) die Bäume nicht mehr sehen, haben die Leute im Gefängnis dieses "Problem" oft nicht.

Worauf greifen sie meist zurück. Klar, Training mit dem eigenen Körpergewicht.

In den letzten Wochen habe ich inspiriert auch durch dieses super Buch einige Sachen ausprobiert. Eine Methode nennt sich "Juarez Jail Ladder". Markiger Name, aber viele Insassen im Juarez County Jail haben das tatsächlich gemacht.

Auf Liegestütze etwa umgemünzt:
20 Wiederholungen, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
1 Wiederholung, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
19 WH, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
2 WH, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
18 WH, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
3 WH, 8 Schritte vor, 8 zurück (wie in der Zelle)
und so geht das Spiel weiter, bis man sich bei 11/10 trifft. Damit wären 210 Wiederholungen in der Tasche.

Ein nettes System. Hab das neben meinen Haupteinheiten an "Ruhetagen" quasi als Zubringer-Sache gemacht, Ziel ist es, das ganze unter 8-10 Minuten zu schaffen. Saubere Wiederholungen natürlich Pflicht. Keine halben Sachen! Damit sind pro Woche bis zu 800 Wiederholungen an Liegestützen zusammengekommen. Schönes Volumen. Brust, Schultern, Trizeps dankten es mit einem durchgängigen Völlegefühl und die Kraftausdauer hat darunter wahrlich nicht gelitten.

So etwas geht nebenher, ob in der Mittagspause, am Morgen vor der Dusche oder am Abend vorm Abendessen zum Beispiel.

No excuses, ein gutes Wochenende!