Mittwoch, 17. September 2014

Naturerlebnis

Dieses Gym kostet nix, man hat es fast alleine für sich, es liefert einem reine, frische Luft und wenn es sonnig ist, auch noch kostenlos das so lebenswichtige Vitamin D - die Rede ist von der Natur, das für mich nach wie vor beste Fitness-Studio der Welt. Viel zu wenige nutzen es aber.

Heute früh war wieder so ein Erlebnis, das man am besten in seinen Erinnerungen positiv einfrieren möchte, wenn wieder einmal schlechtere Zeiten kommen.

Im Tal hing noch der Nebel und der fast allmorgendliche Walkspaziergang war deshalb ein Volltreffer. Denn amWeg nach oben lichtete sich der graue Vorhang, oben blinzelte die Sonne schon hervor. Was für ein erhebendes Gefühl, das Herz pumpt, der Atem ist schwer, weil das Tempo hoch gewählt war und dir kommt vor, als ob du einem Ziel näher kommst. Die Belastung in entspannender Umgebung hat etwas kraftvoll Medidatives an sich.

Und dann noch als I-Tüpfelchen ein Aussichtsturm. 208 Stufen, acht Stockwerke, 38 Höhenmeter.


Fünfmal sprintete ich da rauf. Stiegen und Hügel sind schwer unterschätzt. Machte jedes Mal oben angekommen und Sterne sehend noch 20 Liegestütze. Ein Hoch auf das Keuchen!

Die Stiegen dort haben mich die letzten Wochen sehr oft gesehen und werden es auch noch öfters tun.

Ross Enamait, die personifizierte Maschine, schreibt auch über das Erlebnis "Hügel" kürzlich hier: http://rosstraining.com/blog/2014/09/15/hill-training-no-expiration-date/

Ross ist auch einer, der immer wieder die vielfache tägliche Bewegung, das dauernde Aktivsein propagiert. Wer glaubt, mit 3-4 Einheiten die Woche viel für seine Fitness zu tun, liegt falsch. Denn wenn der Rest der "Bewegung" Sitzen und Liegen und Faulenzen ist, dann läuft was in den Graben. Diese Taktik mag den Durchschnittsbürger fitter machen. Den Vollblut-Athleten aber nicht. Dazu braucht es mehr. Viel mehr. Heißt jetzt aber nicht: immer Vollgas. aber dauernde und stetige, kurzgesetzte Reize. Stichwort "Work Capacity". Wer ständig dran bleibt, wird ernten.

In diesem Hinblick auch noch zum Abschluss ein sehr sehr guter Buchtipp. Eines der besseren Werke der letzten Zeit, die ich lesen durfte. Auch ein Aufwecker. Für wohl viele:



Als nächster Post kommt das bereits angeteaserte Interview mit meinem Freund Oliver Klettner. Hochinteressanter Kerl. Bleibt dran!

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