Dienstag, 29. Juli 2014

What a good day

Ein wahrhaftig guter Trainingstag mit Kumpel Thomas liegt hinter mir. Ich kenn ihn seit November des letzten Jahres und was da seither weiterging, ist unter die Kategorie brachial einzuordnen. Griffkraft war schon immer da, ja Klettern ist schon was feines, aber nun kommt durch Eisen und eine von mir empfohlene Ernährungsweise eine ganz andere Dimension noch hinzu. Turnerisch ist er sowieso eine Klasse für sich. Ein Video von seinen Muscle-Ups an Ringen wird in Kürze auf seinem verfolgenswerten Blog http://trainingsnomaden.blogspot.com zu sehen sein. Das erklärt auch seine massiven Unterarme. "Wrist Curls mit dem Körpergewicht" sind das, was er da fabriziert.

Wir haben an vielen Schauplätzen Gas gegeben. Auch natürlich an schon bekannten. Und dort war einer, der immer schon beeindruckte. Thomas schreibt hier auch von ihm:

http://trainingsnomaden.blogspot.com/2014/07/das-phanomen.html

Hier entstand auch dieses Video. Seilklettern auf Reps.



Weitere gute Trainingstage werden folgen...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Auf den Punkt

James Steel ist auch so ein Schreiber, dessen Wörter zu lesen es jedesmal wert ist. Hier eines seiner neueren, einmal mehr auch zeitkritischen Meisterwerke. Ich unterschreibe vieles:

http://www.basbarbell.com/2014/06/all-too-much.html

Dinge, über die man nachdenken sollte...

Dienstag, 22. Juli 2014

Ein Teufelsding


Ich erinnere mich an den vergangenen Winter, an harte Einheiten. Der 50-WH-Satz Kniebeugen mit 90 Kilo ist mir genauso in Erinnerung geblieben wie eine Einheit bei Minus 10 Grad draußen auf der Hangelanlage bei Karl. Gestern aber gab's ein Deja-vu mit einem besonderen Gerät. Dem Prowler. Vor einigen Jahren von meinem Spezi Gregor bekommen. Ein gewaltiges Teil.

Ein Satz damit fühlt sich an wie ein 400-Meter-Lauf und ein 20er-Satz schwere Kniebeugen zusammen. Keine Übertreibung. Das Ding raubt einem den Atem und treibt das Laktat in die Beine. Brutalst. Man keucht und es brennt. Werde den Prowler nun wieder regelmäßiger bedienen. Schwer unterschätzt.

Mehr dazu in Kürze, aber nicht hier. Soviel sei verraten.

Glück Auf,

Dominik

Freitag, 11. Juli 2014

Neue und "alte" Spielzeuge


Diese Eisenkollegen hier wiegen pro Stück 65 Kilogramm. Nette Spielzeuge und ein Geschenk eines neuen Trainingskollegen, von dem hier sicher bald noch mehr steht. Trainiert drei Wochen mit. Und bewegt die 54er-Inch und die Geräte hier oben lockerlässig. Noch nie eine Hantel vorher in seinem Leben in der Hand gehabt und gleich mal Überkopfdrücken mit 50 Kilo auf 10 Wiederholungen und 5 Wiederholungen an der Trapbar mit 120 Kilo gemacht. Da ist ein Rohdiamant am Start. Wie haben wir ihn vorbereitet. Mit dem PLP-System, also Körpergewichtstraining auf hohe Frequenz. Das macht sich bezahlt.

Um wieder zum Thema zu kommen und obigem Bild. Farmers Walk - für mich eine der am meisten unterschätzten Übungen, die es gibt. Um an den letzten Post mit der Frage um Leber, Rohmilch und Co. anzuschließen - wer macht das heute noch?

Der Benefit ist enorm. Und wie bei diesem Modell zu sehen: Luft nach oben gibt's genug.

Mindestmaß an Kraft ist meiner Meinung nach (und auch der des geschätzten Dan John), das halbe Körpergewicht pro Hand tragen zu können. Sprich wenn wer 80 kg hat, sollte er 40 pro Seite locker tragen können. Der Game Changer dann: Körpergewicht pro Seite. Und mehr immer willkommen.

Auch Karl ist wieder eifrig am Werken. Wie eigentlich eh immer. Der Kerl ist fast 50 und noch immer richtig gut im Saft. Beweist er hier in seinem neuen Video. Das schaut alles recht einfach aus. Karl macht die Übungen mit dem Kollegen, einem sehr talentierten Parkours-Läufer, oft in Zeitlupe. Das ist HAMMERSCHWER. schaut nur am Video leicht aus. Ist es aber nicht...



Ein gutes Trainingswochenende,

Dominik

Dienstag, 1. Juli 2014

Die vergessenen Kraftbringer

Mal Hand aufs Herz: Wer isst regelmässig Leber? Wer kocht sich Brühen aus Hühner- oder Rindsknochen? Wer genießt wirklich rohen Käse und rohe Milch?

Es ist ein gewisser Aufwand, den man dafür betreiben muss. Aber er ist es aller Ehren wert. Wer sich die Nährstoffe von Dingen wie Leber und Co. anschaut, der weiß, was los ist.

Stattdessen wollen die Leute von heute Filet, alles am besten schon fein und fertig zubereitet. Einseitig ist die Ernährung geworden. Es gibt erklärte Feinde, momentan sinds grad die Kohlenhydrate. Zwischen Kartoffel und Weißbrot wird kein Unterschied gemacht. Bin gespannt, wenn Fett wieder ins Visier genommen wird. Anzeichen dafür gibt es bereits.

Ich hab mir erst kürzlich wieder fünf Kilo Fleisch vom Bauern geholt. Von einem Rind, dass auf der Weide stand lange Zeit seines Lebens, mit Artgenossen in Kontakt kam und für das es selbstverständlich war, mit Gras und Heu zu leben.

Was witzig ist. Das ganze ist mich billiger gekommen, als hätte ich dieselbe Menge im Supermarkt in Bioqualität gekauft. Es war halt Arbeit dabei, es zu zerlegen, zu portionieren und einzufrieren.

Aber auch das gehört zum Ernährungsprozess. Ein Steinzeit-Mensch hatte auch nicht das fertige Filet am Tisch. Deswegen nervt mich manchmal auch das gesamte Paleo-Getue. Die Leute kaufen dann oft Nüsse und Co. fertig in einer Packung. Wie wäre es, wenn man stattdessen mal in den Wald geht und sammelt. Dann sieht man auch, wie mühsam das ist. Und das ein Steinzeit-Mensch nicht täglich 300 Gramm Fleisch, 200 Gramm Nüsse und Co. essen konnte, wie einem vielleicht heute manchmal aufgetischt wird. Dazu war der Tag zu kurz, oft war tagelang nicht wirklich Futter da.

Stattdessen mixen sich die Leute von heute in Wasser ihre Eiweißshakes, mit allerlei künstlichen Süßstoffen, Füllern und sonstigem Dreck. 200 Meter entfernt wäre der nächste Bauer, der allerfeinste Milch anbietet. Oder der Bauernmarkt, der einmal die Woche ist und tolle Ware bietet. Der Griff zum Shake ist halt bequem. Aber ist er wirklich zielbringend?

Hat sich schon mal wer Gedanken gemacht, wie man diesen Shake eigentlich konsumieren sollte. Wissen aus alter Zeit. Die Bodybuilder von damals haben ihren Shake, der obendrein aus Schlag ("cream") und Rohmilch neben Pulver bestand, also auch so schon einmal hochwertiger war, schluckweise getrunken. Nicht runtergeschlungen. Langsame Schlucke. Don Howorth soll eine halbe Stunde für einen viertel Liter gebraucht haben, erzählte mir mein Freund Randy Roach kürzlich am Telefon. Er meinte ganz drastisch: "Wer sowas schnell trinkt, hat nur teure Pisse. Der Körper kann die Nährstoffe nur schwer aufnehmen." Macht auch Sinn. Auch ein Säugling nimmt die Muttermilch ganz langsam auf.

Alles Dinge, auf die man näher eingehen sollte. Sachen, die heute oft in Vergessenheit geraten. In Zukunft möchte ich darauf noch näher eingehen. Einiges ist in Planung. Noch ist es zu bald, um wirklich darüber zu reden. Aber es kann ein Game Changer sein, wenn man die Dinge berücksichtigt...