Dienstag, 23. Dezember 2014

Keksezeit und Alternativen

Weihnachtszeit = Keksezeit. Darf es auch sein :-) Wer hart trainiert, soll auch schlemmen können. Aber es muss nicht nur sowas auf den Tisch kommen. In letzter Zeit war viel Zeit zum Kochen und das habe ich genützt. Meiner Familie bekommts gut. Rinderbrühe (30 Stunden ausgekocht), "Milchreis" aus Wasser, Kokosfett, Mango und einer untergerührten, zerquetschten Banane, Hühnerleber und vieles mehr. Sachen, die hierzulande leider viel zu selten noch auf den Tisch kommen.
 
Dabei aber überlegene Nährwerte zu den herkömmlichen Lebensmitteln haben! Leber ist dabei King, ausgekochte Brühe nach alter Art hergestellt Queen.
 
Gut zubereitet, schmeckt das auch ungemein lecker. Man muss sich halt etwas Arbeit machen. In Zeiten des Fast Foods durchaus die Gegenbewegung.
 


Ich wünsche in diesem Falle eine gesegnete Weihnachtszeit und frohe Feiertage allen Lesern hier, Mahlzeit obendrein und vergesst nicht: Feiertagszeit kann auch für intensive Trainings genützt werden. Denn man hat mehr Zeit als sonst über.

Fight on, bis bald,

Dominik

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Bildhafte Eindrücke vom Kleiderschrank-Treffen

Vom Strongman-Gig in Rosenheim letzten Samstag, an dem wir teilgenommen haben, gibt es nun eine Menge Bilder. Hier zu sehen:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.398715383627042.1073741828.397016813796899&type=1

War ein Spitzentag.

Kollege Thomas von http://trainingsnomaden.blogspot.com gibt auf seinem lesenswerten Blog noch tiefere Einblicke!

Dann gilt es nur noch, das in die Praxis umzusetzen. Genau das ist der Trick dann dabei!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Ein Meeting mit Kleiderschränken

Lebendige Kleiderschränke oder Hebemaschinen allererster Güteklasse - die gabs kürzlich in Rosenheim zu bestaunen. Die deutsche Strongman-Legende Heinz Ollesch, Österreichs stärkster Mann und aktueller Champions-League-Sieger Martin Wildauer sowie der Litauer Vytautas Lalas waren dort zugegeben. Ein Hands-On-Seminar, etwas völlig neues im deutschen Raum. "Wir wollen nicht oberlehrerhaft vorne stehen und dozieren, sondern euch Wissen weitervermitteln. Wissen aus der Praxis", sagte Wildauer und der Tiroler Hüne hatte absolut recht damit. Taten die Hünen dann auch. Ich habe mehrere Seiten vollgeschrieben mit Informationen.
 
Die Reise nach Bayern am Samstag zahlte sich wirklich aus. Trotz brutalem Arbeitseinsatz die ganze Woche über und wenig Schlaf auch am Tag davor. Kurz zweifelte ich, ob ich mir die Fahrt dorthin überhaupt antun sollte. Aber es lohnte sich, gewisse Chancen darf man nicht auslassen.
 
Hier ein Foto mit mir und Lalas. Dessen Maße: 1,78 Meter Körpergröße und satte 145 Kilo Lebendgewicht. Pure Muskelmasse. Ich könnte mich wohl zweimal hinter ihm verstecken. Noch nie in meinem Leben hab ich so breite Schultern gesehen. Und ich durfte schon mit IFBB-Bodybuildern trainieren wie einem Antoine Vaillant. Aber niemals, noch niemals, hab ich sowas gesehen. Ich habe auch keine kleinen Hände. Ganz im Gegenteil. Aber das sind keine Hände mehr bei Lalas, das sind riesige Deckel.
 

Strongman ist für mich schon lange der ultimative Kraftsport. Dreidimensionale Stärke ist hier gefragt, samt einer guten Pumpe. "Starke Burschen aus dem Kraftdreikampf oder Olympischen Heben waren bei uns schon öfters da. Und waren nach einem Training platt, weil das eine andere Dimension einfach ist noch einmal", erzählte Ollesch. Kein Wunder. Schwere Dinge auf Distanz zu tragen, über Kopf zu wuchten und solche Späße erfordert einfach noch mehr Power vom Allerfeinsten. Eben dreidimensionale Kraft.

Lalas, Wildauer und Ollesch zeigten nach einem Theorieteil auch praxisnah die verschiedenen Disziplinen. Hier Lalas beim Frame Walk, eher ein Frame Sprint. Eigentlich unvorstellbar, wie schnell und wendig solche Kolosse sind. Athletik erster Güteklasse. Der Normalo von der Straße glaubt immer, wenn er einen Schrank sieht, dass das sowieso unbewegliche Kollegen sind. Da täuscht er sich mehr als gewaltig.




Die Kollegen Thomas und Janis war natürlich auch vor Ort. Thomas berichtete schon hier:
http://trainingsnomaden.blogspot.co.at/2014/12/strongman-strength-and-development.html


Ein baldiger, gemeinsamer Angriff im Powerhaus ist geplant. Dort liegt Strongman-Spielzeug vom Allerfeinsten herum. Nur wenige nehmen es. UND eine wichtige Mitteilung dazu hab ich auch noch. Der Inhaber, selbst ein Kleiderschrank, plant ein Seminar mit Wildauer im Frühjahr. Ich gebe Bescheid, wenn der Termin steht. Wer sich sowas entgehen lässt, ist eigentlich selber schuld. Das Seminar gestern kostete 80 Euro!!! Neben unendlich viel Wissen nahm man auch ein Leibchen, Verpflegung, Gutscheine sowie vieles weitere mit. Von Motivation brauche ich gar nicht reden.

Secret-Trainingsmethoden wurden auch hierbei nicht vorgestellt. Wie Lalas es in einem Gespräch in der Pause auf den Punkt brachte: "There is no holy grail, just hard work. Do the Basics, over and over again...!"

Vollgas voraus!

P.S: Übrigens, ein Podcast-Interview mit Heinz Ollesch für www.power-quest.cc ist längst im Kasten und kommt in Kürze. Auch das ist ein Ohrenschmaus. Der Bayer lässt gute Sachen vom Stapel. Wie er etwa trotz neun Stunden Arbeit auf der Baustelle dennoch noch 6mal die Woche trainierte und dabei noch 9 Stunden pro Nacht schlief und Gewicht aufpackte. Und und und.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Beispielgebend

Beispielgebend ist das, was am kommenden Samstag in Rosenheim Brachiales abgeht. Um wohlgemerkt 80 Euro. Da können sich einige selbsternannte Trainer-Gurus, die für ihre Seminare hunderte Euros verlangen und dann massenhaft Leute reinstopfen, ein gewaltiges Beispiel nehmen:

* Vytautas LALAS
Sieger Arnold Classic 2013, Zweiter World’s Strongest Man 2012

* Martin WILDAUER
Strongman Champions League WORLD CHAMPION, World's Strongest Man Finalist

* Heinz OLLESCH
12-fach stärkster Mann Deutschlands, World's Strongest Man Finalist

* Dr. Martina HERGET
langjährige Nationaltrainerin des DBFV, erfahrene Ernährungsberaterin in der Kraftsportszene...

Das sind die Hochkaräter, die da am Samstag referieren werden! Der Gig ist längst ausverkauft. Kein Wunder...

Mein Kollege Thomas (http://trainingsnomaden.blogspot.com) ist dort natürlich vor Ort auch und er hat mir grade ein sehr bemerkenswertes Zitat dagelassen:

"Metcon, BWE Turnen alles hin oder her. Nix ist so zerstörerisch wie Eisen."

Der Kerl ist führwahr kein Schwächling, was Training mit dem eigenen Körpergewicht betrifft, ich sage nur multiple Muscle-Ups an Ringen in Slow-Motion und und und. Dennoch schätzt er das Eisen. Wie er auf seinem sehr lesenswerten Blog nun auf seiner neuen Erfahrungsreise bei den Olympischen Gewichthebern auch berichtet.

Ich habe es schon mehrfach und seit Jahren am Blog geschrieben. Die Kombi aus Langhantel und BWE ist wohl die perfekte Kombo. Mit dem man Jahre erfolgreich trainieren kann. Fit und stark wird. Immer Abwechslung hat.

Ein Hoch auf das Eisen! Und auf das Seminar am Samstag. Strongman-Training bürgt für dreidimensionales Training mit dem Eisen. Vereint Kraft, Kraftausdauer und auch Geschicklichkeit und mentale Stärke. Das wird ein absolut interessantes Ding...

Montag, 1. Dezember 2014

Eiweiß-Pulver, das es in sich hat

Ich bin immer ein neugieriger, wissbegieriger Mensch gewesen. Einer, der viel austestet, der versucht, auch über den Tellerrand hinauszuschauen. Das wissen Leser dieses Blogs.

Auch beim Thema Eiweiß-Pulver natürlich. Etwas, dass ich nicht als zwingend nötig erachte. Weil solide Nahrung Nummer eins ist. Und Nummer zwei, drei, vier, fünf. ABER, wer kennt es nicht, das Zeitproblem. Jeder ist ab und an auf dem Sprung und schnell soll noch eine (gute) Mahlzeit her. Außerdem jeden Tag den Eiweißbedarf zu decken (2 Gramm pro kg Körpergewicht erachte ich als solide Grundlage), ist nicht immer einfach. Und kann zudem auch kostspielig sein. Und Protein, griechisch für "das Erste", ist nunmal Nummer eins am Esstisch.

Ich habe in der Vergangenheit schon mal über Molke berichtet. Das ich ohne Zusatzstoffe und Geschmack trinke. Plain Whey. Nicht jedermanns Sache. Aber gesundheitlich sicherlich am vertretbarsten und mir schmeckts gewaltig gut, ob in Wasser oder Rohmilch.

Die meisten Hersteller heute bieten oft zwar qualitativ gutes Material, aber was da alles beigemengt und auch getrickst wird, das steht auf einem anderen Blatt Papier. Ich habe mit einigen "Insidern" der Szene gesprochen und da wird oft einiges berichtet. Zwar kommen viele dieser Dinge aus dem amerikanischen Bereich, aber auch hier ist man davor nicht gefeit.

Nun traf es sich gut, dass in meiner näheren Umgebung ein äußerst findiger Mann was Neuartiges am großen und übersättigten Eiweiß-Markt zu bieten hat. Christian Rohrhofer, der die Seite www.roc-sports.at betreibt, hat ein Eiweißpulver kreiert, dass nicht "nur" Bio-Qualität hat. Nein, noch dazu liest sich die Packungsbeilage kurz und bündig. Drei Zutaten etwa bei Schoko-Geschmack. Milcheiweiß, Hühnereiweiß und Kakaopulver. Alles Bio-Qualität. Von strenger Stelle zertifiziert, kein Nepp. Selbiges bei Vanille. Milcheiweiß, Hühnereiweiß und Vanilleschoten.

Ich habe Christian mittlerweile persönlich getroffen, weil mich dessen Pioniergeist einfach inspiriert auch. Und siehe da. Der Gute sieht auch noch so aus, wie wenn er trainiert. Ein Baum von einem Kerl, einer der Theorie und Praxis also vereint. Ihn störte einfach die Gesamtsituation am Eiweißmarkt und er nahm das Heft selbst in die Hand, weil er sich selber auch was gutes tun wollte, wenn er sich schon ein Eiweiß-Pulver reinpfeift. Wer weiß, wie schwierig es ist, sowas zu tun in Eigenregie, der zieht den Hut vor ihm. Doch sein Pulver kommt immer besser an. Es kostet ein wenig mehr, doch Qualität darf ihren Preis haben. Es ist 1A-Qualität. Bei mir vor dem Schlafengehen ist seit einigen Tagen ein neuer Kraft-Trunk am Start:

- 30 Gramm Vanille-Pulver Roc-Sports
- 300 ml Rohmilch
- 1 Banane
- bisschen Zimt

Schmeckt herrlich. Und obendrein pfeife ich mir keine unnötige Chemie rein.

Hier die Links zu Christians Pulver, ich kann einen Test nur empfehlen. Ich bin wie gesagt kein Werbeblog, noch empfehle ich Sachen, die mir nichts bringen. Aber dafür gibt's von mir zwei Daumen hoch einfach.





Einen guten Wochenstart. Hört nie auf, neugierig zu sein,

Dominik

Sonntag, 30. November 2014

Das gewisse Etwas...

Ich habe seit einigen Wochen einen Kollegen als Trainingspartner, dessen Weg nach oben auch für mich beeindruckend ist. Der Bursche hat bereits einiges an überflüssigem Körperfett verloren. Hat keine übermenschliche Genetik, einfache, solide Grundlagen. Noch immer ist einiges da, was weg muss. Aber ich weiß, dass es das Stück für Stück tut.

WEIL der Kerl eines hat, das viel viel viel mehr wert ist als jedes noch so große Talent, jedes noch so tolle Equipment: er hat die richtige Arbeitseinstellung, er hat den Willen und er investiert hart in mehr Fitness, mehr Wohlbefinden. Die meisten Tage der Woche Low-Carb unterwegs zu sein, dennoch am Limit zu trainieren und alte Ernährungs- und Essgewohnheiten über Bord zu werfen, ist alles andere als einfach. Aber er tuts, Tag für Tag. Weil er merkt, dass es es wert ist. Dass es ihn voranbringt. Was für ein gutes Gefühl, wenn man auf einmal Muskeln an sich spürt, die vorher im Dornröschenschlaf waren. Das gibt Motivation. Dennoch brechen oft viele Weg. Suchen Ausreden, warum nichts vorangeht. Dabei fehlt es einfach an folgendem: harte Einstellung gegen sich selbst. Immer dabei aber einen Grundsatz beachten, denn mir Ercan Demir mitgab: "Nicht gegen sich trainieren, sondern für sich." Aber das mit dem gewissen Maß an Intensität!

Wir arbeiten an einer kleinen Zahl an Grundübungen. Die sind es, die ausschlaggebend sind. Nicht das Volumen-Blitz-Programm mit tausenden Übungen, tausenden Trainingsgeräten und den neuesten Hypes und Trends. Die gute alte Langhantel und das eigene Körpergewicht. Das funktioniert seit Jahrzehnten. Und hat alle Neuheiten noch überdauert!

Dinge wie Kreuzheben, Umsetzen&Drücken, Kniebeugen, Rudern, Bankdrücken und Konsorten. Auf Dinge wie Klimmzüge arbeiten wir hin. Das sind die Money-Movements für ihn. Damit zahlt er bestens auf sein neuerrichtetes Fitnesskonto ein. Jeden Tag ein paar Cent. Herauskommt neuer Reichtum, der ihn glücklich macht. Mehr wahrscheinlich als vieles Geld der Welt. In einer konsumorentierten Gesellschaft vergessen nämlich neben Werten wie Familie auch oft auf eines: die eigene Gesundheit und den gesunden, starken Körper.

Tausende Wege führen zu ihm, aber man muss diese Wege begehen. Wie beginnt man sie. Mit dem ersten Schritt. Und dann vielen weiteren. Aber man muss sie gehen. Auch wenn sie einem oft nicht auffallen. Wert hart und bedächtig an sich arbeitet, der geht diese Schritte. An einem Tag mehr, an einem anderen vielleicht weniger. Aber wird immer dem voraus sein, der stehenbleibt oder dauernd Pause macht.

Auch mein Kollege könnte tausende Ausreden gelten lassen. Tut er aber nicht. Er hat ein ganz klares Ziel vor Augen. Ich werde ihm dabei helfen, dass er es erreicht. Weil es auch mich dabei stärkt.

Einen guten Rest-Sonntag!

Montag, 17. November 2014

Ein außergewöhnlicher Champion


Es gibt Champions und es gibt außergewöhnliche Champions. Martin Wildauer ist nun einer von ihnen. Er gewann am Wochenende in Malaysia sensationell die Strongman Champions League.

Und das mit gerissener Achillessehne. Wer weiß, wie schmerzhaft so eine Verletzung ist, der weiß, was das bedeutet. Und wer weiß, wie knallhart Strongman-Disziplinen an sich schon sind, schätzt das noch umso mehr.

Eine wahre Heldengeschichte, aber man lese hier selbst, es lohnt sich: http://www.ironmind.com/ironmind/opencms/Articles/2014/Nov/SCL_Kuala_Lumpur_and_World_Championships.html

Ich ziehe den Hut vor dem "Wuidara". Absoluter Hammer...

Freitag, 14. November 2014

Die unbekannten Könige


Typen wie Joe Kinney heischen nicht nach Aufmerksamkeit. Haben keinen Youtube-Channel, wo sie täglich mehrere Videos veröffentlichen und man sie dabei fast bis aufs Klo mitverfolgen darf. Pseudowissenschaftliche Erklärungen zum Thema Training, Ernährung und Co. inklusive...

Typen wie er trainieren hart, bringen außergewöhnliche Leistungen, aber nur wenige bekommen es mit. Der Kerl war der erste, der den Ironmind-Gripper No. 4 schließen konnte. Eine Ausnahme-Leistung. Die sie bis heute geblieben ist. Typen wie er trainieren mit "primitiven" Mitteln. Das dafür intensiv.

Kinney hatte in seinem Garten ein einfaches "Squat Rack". Zwei Bäume, darin zwei Eisennägel. Darauf platziert seine "Langhantel". Eine selbstgeschweißte mit Betongewichten (siehe Bild). Dennoch war und ist er damit stärker geworden als viele, die heute auf dicke Hose machen und glauben, alle Wege führen nach Rom. Tun sie nicht. Was am Ende zählt, ist die harte Arbeit, die man investiert. Ob das nun Training mit dem eigenen Körpergewicht, mit selbstgebauten Geräten oder einer Eleiko-Hochglanzhantel ist. Unter dem Strich bringt der Außergewöhnliches zustande, der imstande ist, das beste aus seinen Möglichkeiten rauszuholen. Koste es, was es wolle.

Nur davon reden oder zu träumen, ist zu wenig. Kompromissloses Tun ist am Ende das, was den Unterschied macht.

(Erfolgs)-Geschichten wie die von Kinney gibt es nachzulesen. Im höchst empfehlenswerten Milo-Magazin von Ironmind. Erscheint seit Jahren, viermal im Jahr. Themen, die fernab des Mainstreams sind. Über die Strongman-Szene, Olympisches Gewichtheben und und und. Artikel von Hardcore-Leuten wie Dr. Ken Leistner und weiteren exzellenten Schreibern. Die Magazine in den Zeitungsständen zum Thema Training sind heute großteils Schrott. Doch es gibt wie Milo beweist, Ausnahmen.

Ein gutes Wochenende. Eine weitere Fahrt zum Powerhaus steht an für eine Trainings-Attacke. Eines der letzten richtigen Gyms im bayrisch-österreichischen Raum. Ein Interview mit dem Besitzer ist für www.power-quest.cc übrigens in Vorbereitung...

P.S.: Danke an meinen Kärntner Kollegen Thomas für die "Get a Grip"-DVD von Joe Kinney.

Dienstag, 11. November 2014

Ein legendäres Oktoberfest...


Höchst professionell war das, was Thomas Wulff und Karl Humer (nicht Hummer :-)) vor kurzem gemacht haben. Ein kleiner Nachgeschmack, für alle, die es versäumt haben:

https://www.dropbox.com/s/hrb2u4w9nh4hxt2/Trainingsnomaden%20Oktoberfest%202014%20.mp4?dl=0

Ich hab ihm von Christian Müller geschnittenen Video auch ne kleine Nebenrolle gehabt, da ich dort auf Besuch auch war. Und zu meiner Überraschung unter anderem 27 Ring-Dips raushauen konnte. Volle Streckung, Brust berührt Ringe unten. Also keine halben Sachen. Hatte noch Luft für 2-3 mehr, aber die Schulter gehört derzeit geschont.

Für weitere kommende Angriffe. Stay tuned...

Dienstag, 4. November 2014

Jeder kann von jedem lernen


"Jeder kann von jedem etwas lernen."

Ein Satz der mir von vergangenem Freitag hängen geblieben ist. Gesagt von Ercan Demir. Ehemaligem Bodybuilding-Weltmeister. Eine Fix-Größe in München in der Ehrengutstraße, sein Gym über die Grenzen bekannt. Harter Arbeiter, ehrlicher, bodenständiger Kerl.

Kollege Janis und ich waren auf ein Training bei ihm, wir konnten in der Tat viel von ihm lernen.

Ich respektiere jede Sportart, jede Trainingsrichtung, schaue mir viel ab von vielem. Denn viele denken zu einseitig. Denken zu einspurig.

Vor zwei Wochen hab ich als Besucher einem Ernährungsvortrag bei Crossfit gelauscht. War interessiert, der Referent klang kompetent. Aber wie es halt so war: ein paar Scherzchen der Teilnehmer zum Thema Bodybuilding waren auch dabei. "Disco-Curler" und und und. Jeder kennt diese Sätze. Einigen hätte ich eine gemeinsame Trainingseinheit mit Ercan gegönnt. Ihnen wäre der Arsch aufgerissen worden, die Welt des Bodybuilding besteht aus mehr als nur Curls. Der Arsch wurde auch mir aufgerissen. Mit für mich ungewohntem Training.

Gleichzeitig nehmen sich viele Bodybuilder auch Anleihen aus anderen Sportarten. Und das ist gut so.

Einseitigkeit und dogmatisches Denken bringt einen irgendwie nur schleppend voran beziehungsweise gleicht es oft eher sogar einem Rückmarsch. Doch es gibt viele erfreuliche Ausnahmen. Nicht anders ist es zu erklären, dass etwa das große und erfolgreiche Crossfit München meine Kollegen Oliver Klettner und Thomas Wulff für zwei Seminare gebucht hat. Weil sie im Bereich BWE einfach Ausnahmekönner sind. Auch sie wollen von ihnen lernen. Und das zu einem Bruchteil des Preises von heutzutage selbsternannten "Guru-Trainern".

Gleichzeitig sind solche Begegnungen auch immer wieder die Chance, selbst etwas zu lernen. Steve Maxwell sagte einmal zu mir frei übersetzt: "Bei noch jedem Seminar lernte ich selbst einige neue Sachen dazu". Das sagt einer, der 45 Trainerjahre am Buckel selbst hat. Was können wir dazu sagen?

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Interview Oliver Klettner - der Ausnahme-Shaolin

Sodala, hier nun ein neues Interview mit einem weiteren Ausnahmeathleten. Kollege Oliver Klettner. Über die Jahre ein guter Freund auch geworden! Das Interview wurde zuletzt wieder von einem werten Leser eingefordert, Versprechen werden hier natürlich gehalten. Wenngleich ich mir eins nicht verkneifen möchte. Ich liefere hier am Blog seit Jahren gewaltig Content, for free! Auch auf www.power-quest.cc übrigens. Seit 2007. Fast 500 Sendungen....Die dafür geopferten Stunden will ich nicht zählen, zahlen tut sie auch keiner! Das einzige was ich mir rausnehme, ist, das ich entscheide, wenn ich was poste.

Apropos Podcast. Da gibt's auch ein super Interview mit Oliver zu hören - siehe Archiv. Hier gibt's Action. Nicht nur Blablabla. Schwätzer gibt's viele da draußen im Internet-Bereich. Die mehr auf die Tastatur hacken als zu trainieren. Lasst uns nicht dazugehören! Ran ans Eisen! Aber nun Bühne auf für Oliver:

 
Deine Website oder wo kann dich der Leser erreichen?

Momentan nur via Facebook bzw. meine email oliver.klettner@gmx.at

Daten und Fakten zu dir?

1.10.1983 ca 84kg, ca 180cm

Erzähl dem Leser aber selbst, wie du zum Training gekommen bist, deine Anfänge und alles weitere?

Ich hatte das Glück in einer ländlichen Umgebung unter vielen Gleichaltrigen aufzuwachsen, war den ganzen Tag im Freien, sehr viel im Wald. Wir haben ständig irgendwelche Spiele gespielt wie z.B. Fangen, diverse Ballspiele usw. Das hat mir sicherlich eine gute Grundlage gegeben. Später hat auch Skateboardfahen und Inlineskaten eine wichtige Rolle gespielt. Meine große Leidenschaft waren aber schon immer die ostasiatischen Kampfkünste. Diese haben mich auch damals in erster Linie wegen der Bewegung an sich fasziniert (besonders Taekwondo und Wushu), der kämpferische Aspekt war mir noch nie wirklich wichtig. Durch meinen Kontakt zu den Kampfkünsten, vor allem als ich mich viel über Bruce Lee informierte hat auch meine Leidenschaft für das körperliche Training begonnen, die mich seither nicht mehr losgelassen hat. Angefangen habe ich mit BWEs sowie ein paar Kurzhanteln (die mich aber sehr schnell gelangweilt haben). Später bin ich dann auf Kettlebells gestoßen, die nach meinem Trainingsjahr in China 2007/08 ein sehr wichtiger Bestandteil meines Trainings wurden und bis heute relativ regelmäßiger Bestandteil in meinem Training sind. Seither habe ich einige Seminare von Leuten wie Steve Maxwell, Steve Cotter, Ido Portal, Alvaro Romano, chinesischen Meistern usw. besucht und deren Erfahrungen und Lehren in mein eigenes Training integriert. Meine Grundlage wurde aber über all die Jahre immer von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht gebildet. Diese sind für mich auch heute noch der wichtigste Bestandteil in meinem Training.   

Wie hat sich deine Ernährungsweise verändert im Laufe der Zeit? Hast du irgendeine Philosophie?

Meine Ernährungsweise hat sich in den letzten Jahren nicht großartig verändert. Klar gibt es Lebensmittel die von Zeit zu Zeit eine mehr oder weniger große Rolle in meiner Ernährung spielen aber im Großen und Ganzen war bzw. ist der Fokus immer auf echter Nahrung. Bis auf gelegentliche Ausnahmen vermeide ich alle übermäßig industriell produzierten Produkte. Das ist zum Glück kein harter Kampf, bis auf dunkle Schokolade reizt mich nichts davon. Den größten Teil in meiner Ernährung machen Obst & Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte und Reis aus. Ich halte überhaupt nichts von übertriebenen Ernährungsprotokollen mit high this und low that und timing usw und halte mich immer mehr fern von dem ganzen Quatsch der hauptsächlich aus den USA zu uns rüberkommt. Meiner Meinung nach ist der wichtigste Faktor das bereits erwähnte real food. Darüber hinaus ist alles sehr individuell und schwer zu pauschalisieren. Jeder muss für sich selbst herausfinden was ihm gut oder weniger gut tut, in welchen Mengen und wann es am besten vertragen wird. Das ist harte Arbeit aber man kommt nicht drum herum. Steve Maxwell hat kürzlich in einem Tweet folgende Aussage gemacht:  „One man's antioxidant is another man's inflammation.“ Das trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt.

Was erachtest du in punkto Training als DEINE „Big-Money-Übungen“?

Die Übung die mich im letzten Jahr am weitesten vorangebracht hat ist definitiv Crawling in all seinen Varianten. Ich habe selten eine Übung praktiziert die so viel Übertrag auf sämtliche Bereiche im Training hatte. Darüber hinaus bin ich begeistert von Handständen (und Varianten davon) und die zahlreichen Möglichkeiten und Überträge die sich daraus ergeben. Ohne eine Squat- bzw. Lunge- Variante, und wenn es nur das Rasten im ATG Squat ist, geht es meiner Meinung nach auch nicht. Last but not least muss natürlich noch der König der upper body pulls erwähnt werden, der Klimmzug (natürlich wieder in all seinen Variationen), besonders möchte ich hier das Seilklettern hervorheben. All die von mir erwähnten Übungen haben einen gemeinsamen Nenner: man kann (und sollte) sie immer komplexer machen. Das ist mittlerweile in meinem eigenen Training durch den Einfluss von Leuten wie Portal und Sommer ein extrem wichtiger Faktor geworden, dem Gehirn Nahrung durch immer komplexere Übungen zu geben. So bleibt das Training auch spannend und es kommt neben Intensität und Volumen noch eine weitere Challenge hinzu.

Wohin geht bei dir die Reise die nächsten Wochen, irgendwelche Schwerpunkte die du setzt?

Auf konkrete Ziele will ich nicht eingehen, da ich diese erst verwirklichen möchte.  Ich arbeite zur Zeit sehr viel an meiner Handstandline und Mobility spielt eine sehr, sehr wichtige Rolle, da sie freie, komplexere Bewegungsabläufe überhaupt erst ermöglicht. 

Was wäre in Zeiten der Masseninformation und des allmächtigen Internets dein Rat an einem, der ganz frisch zum Training kommt?

Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig sich eine Basis in Physiologie, Anatomie und grundlegender Trainingslehre anzueignen. Dadurch bekommt man schon einen relativ guten „Bullshitfilter“. Sich konkrete Ziele zu setzten und zu wissen was man wirklich will ist auch ein wichtiger Faktor. Denn letztendlich kräht kein Hahn danach ob man diese oder jenen Grundübung, die ja ach so wichtig ist macht oder nicht, wenn man sich über die Konsequenzen und seine eigenen Ziele bewusst ist. Es ist zwar abgedroschen bzw. schon tausendmal gesagt worden, aber klarerweise ist auch Kontinuität im Training sehr wichtig. Wenn man ständig von einem Programm/von einer Philosophie zur nächsten wechselt wird man nicht weiter kommen. Viele suchen ständig nach dem nächsten, noch viel besseren Programm welches noch dazu auch noch viel einfacher erscheint und erreichen so nie etwas.

Wieviele Stunden in der Woche investierst du etwa in Training?

Das variiert sehr stark, aber ich komme im Durchschnitt auf ca. 2-3 Stunden/Tag, 6 Tage die Woche. Davon ist natürlich ein großer Teil auch Mobility und weniger intensives Training. Darüber hinaus verbringe ich seit einem Jahr fast täglich eine halbe Stunde (über den Tag verteilt) im Squat und lese dabei, trinke Kaffee usw…  

Welche drei Bücher kannst du empfehlen, egal ob Training, Ernährung oder Mentales?

Im Trainingsbereich ist es definitiv das Buch Original Strength von Tim Anderson. Man mag über den Schreibstill sagen was man will aber das System funktioniert großartig und hatte einfach einen riesen Einfluss auf mein Training.

Ich meide es schon seit längere Zeit noch irgendwelche Bücher über Ernährung zu lesen.

Auf der mentalen Seite ist ein Buch welches mir sehr gefällt und auf viele Bereiche des Lebens anwendbar ist Antifragilität von Taleb. Seine Ideen werden nicht umsonst von wie Portal, Wolf usw. in höchsten Tönen gelobt.

Ich bin ein großer Fan von Reisen und Expeditionen aus früheren Zeiten, zwei Bücher die mir in letzter Zeit besonders gut gefallen haben sind „Zum heiligsten Berg der Welt“ von Herbert Tichy und „Kon-Tiki“ von Thor Heyerdahl. Aus solchen Büchern kann man unglaublich viel interessantes Wissen heraussaugen, selbst was die drei oben genannten Bereiche angeht.

Welche Vorbilder hast du bzw. Mentoren, die dich anspornen?

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass mich Ido Portal sowie Coach Sommer sehr stark beeinflusst haben.  Auch Thomas Kurz mit dem ich sehr viel Kontakt hatte ist ein großes Vorbild für mich. Man muss aber nicht immer in die Ferne schauen und das ist mir auch wirklich wichtig zu betonen, Trainingskameraden wie Du, Karl, Thomas und Alex aka Onearmchinner motivieren mich ungemein und ich konnte bzw. kann von euch allen durch zahlreiche gemeinsame Trainingseinheiten und ständigen gegenseitigen Austausch unheimlich viel lernen und für mein Training mitnehmen, und zwar ehrlich gesagt weit mehr als von jedem dieser Gurus.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ich habe einen Komplex...


Dan Johns höchst empfehlenswertes Buch "Mass made simple" hab ich hier ja schon mal erwähnt.



Für diesen Preis eigentlich unschlagbar. Und einfach ein Standardwerk.

Eins der Kernpunkte im Buch sind die hier auch schon oft erwähnten Langhantel-Komplexe. Also aufeinanderfolgende Übungen, back to back ausgeführt. Schwer unterschätzt. Leichtsinniger Weise...

Gestern durfte ich im Training wieder die Wucht dieser Komplexe erfahren. Beim Beintraining. Ich habe eine Kombo gewählt die es in sich hatte: Umsetzen der Hantel auf die Schultern, dann sieben Frontkniebeugen mit 2 Sekunden Pause unten, dann Hantel hinten auf die Schultern hieven und wieder sieben Kniebeugen dann runter (wieder mit Pause unten) und direkt gefolgt von siebenmal Rumänisches (steifbeiniges) Kreuzheben. Alter Verwalter. Pumpe ging, Muskeln brannten und der Effekt war noch einige Stunden danach wirksam spürbar.

Nette Abwechslung sowas einmal. Unbedingt ausprobieren. Für den Oberkörper hab ich auch einen Lieblingskomplex. Acht Wiederholungen Umsetzen, dann acht WH Drücken, dann achtmal vorgebeugtes Rudern und wenn noch Kraft und Luft da ist, acht WH (Cheat) Curls.

Das schöne an dem Zeugs, so schmerzhaft es während dem Training ist. Man trainiert damit zeitsparend und höchst effektiv.

Einfach mal Ausprobieren. Ich bin froh, dass ich (nur) solche Komplexe habe :-)!

P.S.: Der Herr oben hat übrigens auch liebend gerne in seinem Training oft Umsetzen und Drücken eingebaut. Und auch heute noch sagt er in Interviews, dass Clean&Press für ihn die Königsübung ist.

Montag, 6. Oktober 2014

Vergessene Dinge


Vergessenheit I: Heute früh ist der Schweiß geflossen. Nicht erwartet in dieser Heftigkeit eigentlich. Die Trapbar wurde wieder einmal ausgepackt nach längerer Abstinenz davon - fataler Fehler. Kreuzheben und Kniebeugen - das beste aus beiden Welten kombiniert ist und bleibt und wird immer bleiben: die Trapbar. Ein Hybrid aus beiden Königsübungen, aber dennoch eine eigenständige Übung und einfach unheimlich wertvoll. Ein- bis zweimal die Woche schwer beugen oder heben ist einfach unersetzlich und mit dieser Hantel macht es auch "Spass". Ich kann nur Lobeshymnen drüber schreiben, denn sie fühlt sich einfach herrlich an. Das tun auch viele andere, hoch respektierte Trainer.
Wer wirklich eine Trap- oder Hexbar wie sie auch heißt, braucht, der kann sich ja hier einmal informieren: http://D000006.spodo.at/00100003
Für mich ist sie eine nicht mehr wegzudenkende Komponente in meinem Training.

Vergessenheit II: Die starken Männer von einst waren wirklich stark. Und dennoch kennen sie nur mehr wenige. Helden von heute sind ein Dmitry Klokov oder ein Rich Froning. Doch wer weiß noch etwas über einen wie Hermann Görner. Der wohl beide, mit Verlaub und ohne Wertung, in die Tasche gesteckt hätte. Zumindest hätte er sie beide mit einer Hand gehoben. Die 330 Kilo, die er einarmig kreuzheben konnte, sind bis heute Weltrekord. Hier ein interessanter Artikel über ihn, danke Kamerad Janis, fürs Aufmerksam-Machen: http://www.spiegel.de/einestages/der-staerkste-mann-der-welt-a-989688.html

P.S.: Noch was zum Brühe-Kochen, ebenfalls was viel Vergessenes. Hier ein guter Link: http://wellnessmama.com/5888/how-to-make-bone-broth/

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Großmutters Kraftbrühe


Das hier oben schaut nicht besonders ist, umso mehr ist es das aber!


Wir sind heutzutage Wohlstandskinder. Essen oft nur Filet und beste Stücke vom Fleisch. Das andere vergessen wir. Oder aber vernachlässigen es. Ich meine damit Dinge wie Brühe. Wie Leber und Innereien generell. Das sind die wahren "Superfoods". Nicht das teure Supplemente-Zeug aus Übersee. Das ist vor eurer Haustür. Aber halt mit Arbeit verbunden. Die es wert ist zu tun! Großmutter gab diese Suppe bei Verkühlung. Auch für Schwangere ein wahrer Krafttrunk. Und für Trainierer wie uns ohnehin. Mineralstoffe im Überfluss drin, Kollagene, Eiweißbaustoffe und und und und! Wer sowas nicht regelmässig isst, vernachlässigt was Das in diesem Fall ist eine 9 Stunden ausgekochte Hühnerbrühe, verfeinert mit Karotten, Sellerie und einem Eiklar. Das Eigelb wurde davor schon roh genossen! Ein wahrer Zaubertrank! Mahlzeit... P.S: Schaut auf www.team-andro.com vorbei! Neuer Artikel über eine seltene Trainingsart ist online!

Dienstag, 30. September 2014

Heiße Neuigkeiten von der Hangelanlage...

Gut, dass ich solche Dinge oft schon vorab erfahre. Und Geheimniskrämerei liegt mir nicht:

Auf der legendären Hangelanlage bei meinem Freund Farmer Karl geht's diesen Monat noch einmal rund, ein etwas anderes "Oktoberfest" quasi. Und niemand geringerer als mein nicht minder starker Kamerad Thomas Wulff (http://trainingsnomaden.blogspot.com) ist ebenfalls als Referent mit von der Partie. Die beiden haben sich zusammengetan und geben am 25. Oktober was Einmaliges!


Kollege Wulff (siehe Bild oben) brauch ich hoffentlich nicht mehr vorstellen hier. Muscle-Ups an Ringen mit 20-Kilo-Plus, Handstände und Co. sowie auch mittlerweile beeindruckende Zahlen an der Hantel sind ein Beweis, dass er ein umfassender Athlet ist. Der obendrein einen Griff hat wie ich ihn bisher nur bei wenigen gesehen habe.

Und Karl ist sowieso legendär. Nicht nur Rafter-Klimmzüge kann er wie kaum ein anderer. Dieses Video hat mittlerweile Legendenstatus:



Wer nun die einmalige Gelegenheit nützen will, die beiden mal live kennenzulernen UND vor allem herausfinden will, wie sie trainieren und welche Tipps&Tricks sie weitergeben können, der sollte dieses "Come-together" in der schönen Natur Oberösterreichs nicht verpassen.

Bei Thomas gibt es in wenigen Tagen auf seinem Blog alles zu erfahren. Aber ihr könnt auch mit ihm in Kontakt treten vorab, denn Plätze sind rar und wohl schnell vergriffen: trainingsnomaden@gmail.com

Haut rein, das "Oktoberfest" naht!

Mittwoch, 17. September 2014

Naturerlebnis

Dieses Gym kostet nix, man hat es fast alleine für sich, es liefert einem reine, frische Luft und wenn es sonnig ist, auch noch kostenlos das so lebenswichtige Vitamin D - die Rede ist von der Natur, das für mich nach wie vor beste Fitness-Studio der Welt. Viel zu wenige nutzen es aber.

Heute früh war wieder so ein Erlebnis, das man am besten in seinen Erinnerungen positiv einfrieren möchte, wenn wieder einmal schlechtere Zeiten kommen.

Im Tal hing noch der Nebel und der fast allmorgendliche Walkspaziergang war deshalb ein Volltreffer. Denn amWeg nach oben lichtete sich der graue Vorhang, oben blinzelte die Sonne schon hervor. Was für ein erhebendes Gefühl, das Herz pumpt, der Atem ist schwer, weil das Tempo hoch gewählt war und dir kommt vor, als ob du einem Ziel näher kommst. Die Belastung in entspannender Umgebung hat etwas kraftvoll Medidatives an sich.

Und dann noch als I-Tüpfelchen ein Aussichtsturm. 208 Stufen, acht Stockwerke, 38 Höhenmeter.


Fünfmal sprintete ich da rauf. Stiegen und Hügel sind schwer unterschätzt. Machte jedes Mal oben angekommen und Sterne sehend noch 20 Liegestütze. Ein Hoch auf das Keuchen!

Die Stiegen dort haben mich die letzten Wochen sehr oft gesehen und werden es auch noch öfters tun.

Ross Enamait, die personifizierte Maschine, schreibt auch über das Erlebnis "Hügel" kürzlich hier: http://rosstraining.com/blog/2014/09/15/hill-training-no-expiration-date/

Ross ist auch einer, der immer wieder die vielfache tägliche Bewegung, das dauernde Aktivsein propagiert. Wer glaubt, mit 3-4 Einheiten die Woche viel für seine Fitness zu tun, liegt falsch. Denn wenn der Rest der "Bewegung" Sitzen und Liegen und Faulenzen ist, dann läuft was in den Graben. Diese Taktik mag den Durchschnittsbürger fitter machen. Den Vollblut-Athleten aber nicht. Dazu braucht es mehr. Viel mehr. Heißt jetzt aber nicht: immer Vollgas. aber dauernde und stetige, kurzgesetzte Reize. Stichwort "Work Capacity". Wer ständig dran bleibt, wird ernten.

In diesem Hinblick auch noch zum Abschluss ein sehr sehr guter Buchtipp. Eines der besseren Werke der letzten Zeit, die ich lesen durfte. Auch ein Aufwecker. Für wohl viele:



Als nächster Post kommt das bereits angeteaserte Interview mit meinem Freund Oliver Klettner. Hochinteressanter Kerl. Bleibt dran!

Montag, 25. August 2014

Ein erfolgreiches Erstes Mal


Am abgelaufenen Wochenende wurde allerhand bewegt, Schweiß vergossen, geredet und getan. Bei einem Trainingslager in Obertraun. Malerische Gegend, Top-Infrastruktur. Viele Highlights.

Einer davon wurde auch auf Video gebannt. Gottseidank. Farmer Karl, der Hangelmeister. Hat noch nie in seinem Leben Kreuzheben gemacht. Eine eigentlich fundamentale Grundübung. Aber wer eine Beinprothese wie er am Unterschenkel hat, nimmt diese nicht unbedingt in sein Programm. Verständlicherweise. Doch Karl kennt keine Ausreden. Lief schon am Vortag die brutalen 400 Meter mit. Und dann nach mehreren Stunden Training am nächsten Tag am Ende noch sowas. Seine Herangehensweise. Bei 90 kg eingestiegen, erstmals die Übung gemacht, aber nach kurzer Technik-Einweisung sauber gehoben, 110 drauf, auch easy und dann gleich mal das Doppelte seines Körpergewichts drauf. 125 kg. Zack, gezogen. Hier auf Video. Noch einmal: erstmals überhaupt diese Übung gemacht. Zeigt nebst Karls Willen auch den Übertrag seiner Trainingsaktionen auf solche Grundübungen. Da soll noch mal einer sagen, der hängt nur auf seiner Hangelanlage herum :-)



Guten Wochenstart, no excuses!

Donnerstag, 21. August 2014

10.000 Schritte...

...sind gar nicht so wenig. Pro Tag. Etwa 7-8 Kilometer.

Aber seit Jahrzehnten die WHO-Empfehlung für den Menschen. Habe seit wenigen Tagen einen Pedometer im Einsatz. Und erkenne, dass die besagten 10.000 gar nicht so einfach immer zu erreichen sind. Also zumindest nicht für Leute mit vorrangig sitzender Arbeitstätigkeit. Und das sind in der heutigen Zeit (leider) sehr viele.

Umso besser ist diese Empfehlung für solche. Wer dieses Mindestmaß an täglicher Bewegung in seinen Alltag integrieren kann, wird über kurz und lang enorm gutes für seinen Körper tun.

Sei es nun bessere Regeneration, aktivere Erholung, Fettverbrennung, frische Luft. Gehen ist eine dem Menschen naturgebundene Eigenschaft. Doch leider ersetzen wir sie immer mehr durch Sitzen, Liegen und Nichtstun.

Gehen ist eine Tätigkeit, die man niemand verkaufen kann. Deshalb wird sie auch zu selten empfohlen. Weil die Industrie damit kein Geschäft machen kann...

Meine Eltern sind mir hier seit jäher ein großes Vorbild. Tagtäglich, auch bei heftigem Regenwetter, schauen sie, dass sie täglich eine Stunde flott marschieren, vorrangig im Wald.

Seit einigen Jahren walke ich vermehrt, auch ein Marty Gallagher oder auch Jürgen Reis haben mich dazu bewogen. Auch ein Steve Maxwell achtet täglich auf seine mindestens 10.000 Schritte, dazu setzt er sich auch das Gehen von insgesamt 20 Stockwerken weiters als Ziel.

Nicht nur meinem Körper tu ich mit dem Gehen Gutes. Auch dem Geist. Denn wer schon einmal alleine im Wald marschiert ist, kehrt schnell zu sich und sammelt gute, positive Gedanken. Schon einige gute Ideen wurden so geboren.

In diesem Sinne, geht mehr, sitzt weniger, ein gutes Wochenende, mir steht ein brachial-geniales Trainingslager bevor,

Dominik

Dienstag, 19. August 2014

Essen im Biorythmus


Man muss nicht über den großen Teich immer schauen, wenn man Wissen finden will. Seit jäher ein Grundsatz von mir.

Und ein Beweis dafür ist Borge Fagerli. Der Norweger, "Erfinder" der Biorythm-Diät, stand mir erstmalig für einen Podcast überhaupt für ein Interview zur Verfügung. Die Diät hab ich vor einigen Monaten schon einmal angesprochen. Nun also mehr und das exklusiv!

Nachhörbar auf www.power-quest.cc

Wer Insider-Infos zum Thema Ernährung hören will, was es mit seiner Diät wirklich auf sich hat, was der selbst durchtrainierte Kerl von Rohmilch, Essen unter Tage und Co. hält, sollte da mal reinhören.

Vor allem ist seine Diät einfach implementiert in den Alltag. Ich habe damit gute Erfolge, nachdem ich schon mit der auf mich zugeschnittenen Kämpfer-Diät gut gefahren bin. Das Wort "Diät" ist hierfür vielleicht etwas irreführend. Denn ich sehe meine Essweise als langfristig und unproblematisch durchführbar. Den heiligen Gral gibt's nicht, aber wer sich gut und sinnvoll und vor allem sportgerecht ernährt, hat mehr vom Training.

Wie Jack Lalanne zu sagen pflegte: "Training is King, Nutrition is Queen, together we have a kingdom"

Happy Hearing!

Freitag, 15. August 2014

Interview Thomas Wulff - der aufsteigende Athlet


Einen Kerl, den ich nicht mehr als Trainingskameraden aber auch mittlerweile guten Freund missen möchte, ist Thomas Wulff. Bescheidener, ruhiger Kerl, der es aber so richtig drauf hat. Fachlich, wie auch in athletischer Hinsicht. Ein Typ, der aus dem Nichts auftaucht und sofort Wellen schlägt. Ein multifunktioneller Sportler, der auf dem Weg nach vorne ist in vielen Bereichen! Wer ohne spezifisches Training fast einen Dreier-COC-Gripper zumachen kann und vieles mehr, der hat enorme Talente auch. Sein Blog http://trainingsnomaden.blogspot.com ist nach mehreren Monaten Bestehen bereits eine Fundgrube an Praktiker-Wissen. Ein Blick dorthin lohnt sich. Wer ihn mehr kennenlernen will, kann ihn dies nun auch hier in diesem Interview tun. Vorhang auf:

Deine Website oder wo kann dich der Leser erreichen?
http://Trainingsnomaden.blogspot.de
Email: Trainingsnomaden et gmail punkt com

Daten und Fakten zu dir?
Aktuell 27 Jahre 1,88 Meter groß, 85-90 kg Gewicht

Ich kenn dich nun seit November 2013 persönlich und will dich nicht mehr missen. Erzähl dem Leser aber selbst, wie du zum Training gekommen bist, deine Anfänge und alles weitere?
Angefangen hat es mit einer aktiven Kindheit.Über die üblichen Verdächtigen Fussball,Tennis bin ich dann zur Leichtathletik gekommen und für einige Jahre geblieben.Von 13-15 habe ich recht intensiv mit Breakdance beschäftigt bis ich dann den Sport gegen absolute Untätigkeit und das Sofa eingetauscht habe.Wieder aufgerafft habe ich mich dann mit ca. 16- 17 und für 2 Jahre sehr intensiv Teakwondo, Kickboxen und Training mit dem eigenen Körpergewicht betrieben. Hier ist eigentlich der Ausgangspunkt gewesen für den Weg den ich bis heute verfolge auch wenn bis 21 nochmal alles an den Nagel gehängt wurde. Zu besagter Zeit hat mich schon immer einfaches Training fasziniert. Besonders auch selbstgebaute Trainingsgeräte standen schon immer hoch im Kurs. Daraus hat sich irgendwie auch eine Begeisterung für die Methoden und Mittel der alten Generation entwickelt. Vor ca. 6 Jahren klappte dann der letzte Absprung. Seither bin ich ohne größere Unterbrechung aktiv. Zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich das Klettern für mich. Damit bin ich dann über die Jahre langsam wieder zu Kräften gekommen. Zurück auf dem Pfad der Tugend hab ich dann auch das körperliche Training wiederentdeckt. Vom BWE-Training ausgehend hab ich dann nach und nach meine alten Trainingsgeräte wieder entstaubt und verfolge mittlerweile einen vielseitigen Ansatz. Wie schon erwähnt hat es mir auch und vor allem die alte Schule angetan. Seit November 2013 habe ich mich dann mit dem Eisentraining angefreundet. Aktuelle Herausforderung für mich ist es die Brücke zwischen Powerlifting, Gewichtheben, Turnen, Griffkrafttraining, Klettern usw. irgendwie zu meistern. Im Grunde kann ich mich für fast jede Art der körperlichen Ertüchtigung begeistern und bin gespannt wohin mich diese Reise führt. Nachdem ich nun eine gewisse Kraftbasis besitze werde ich mich demnächst intensiv mit Olympischem Gewichtheben beschäftigen. Daneben versuche ich mir meine Turnerische Kraft zu erhalten und Plane vor allem dem Seilklettern besonders nachzugehen. Ich habe sicherlich noch das ein oder andere Auf und Ab vergessen. Irgendwo dazwischen hab ich auch noch meine Physiotherapie-Ausbildung abgeschlossen und ein Sportstudium begonnen.

Du hast mir einmal erzählt, dass du auch Low-Carb eine zeitlang unterwegs warst. Bist du das noch immer oder wie sehr hat sich deine Ernährung im Laufe der (Trainings)jahre verändert bei dir?
Ganz früher war das Recht chaotisch. Sagen wir mal von Binsenweisheiten und Informationen aus der Fernsehzeitung geprägt. Dann kam die „ALL U CAN EAT“ Phase in der ich mir mal ca. 95 kg angefressen hab. Auf den Low Carb Zug aufgesprungen bin ich dann Anfang 2013. Innerhalb weniger Monate hat sich mein Gewicht dann bei knapp über 80 kg eingependelt. Da kam dann allmählich auch die Kehrseite der Medaille zu Tage. Leistungsabfall, Kältegefühl, Schlafprobleme usw. Wendepunkt war dann sicherlich unser Aufeinandertreffen im November des gleichen Jahres. Du bist ja schon jeher einer der wenigen der bei der Verteuflung von einzelnen Makronährstoffen auf die Barrikaden gegangen ist. Gewusst wann und warum können Kohlenhydrate Wunder für das Wohlbefinden, die Leistung und Regeneration bewirken. Kurz gesagt wie übrigens schon damals in meinem Revier der Naturwerkstatt. http://trainingsnomaden.blogspot.de/2013/12/gegenwart.html Deine Tipps haben die vielleicht gravierendsten Veränderungen bewirkt. Seitdem hat sich eigentlich alles nur noch mehr vereinfacht. Wenn irgendwie möglich esse ich saisonal, regional, ökologisch und aus artgerechter Haltung. Idealerweise traditionell zubereitet. Das heisst auch das ich viel koche und um Fertigprodukte einen Bogen mache. Vor Innereien und Knochenbrühe habe ich genau so wenig Angst wie vor gesättigtem Fett oder Kohlenhydraten.

Was erachtest du in punkto Training als deine „Big-Money-Übungen“?
Seilklettern, Frontkniebeugen, Muscleups wenn ich mich auf Drei beschränken müsste. Da ich das glücklicherweise nicht muss, würde ich noch Farmerswalk, Sprints und Trapbarkreuzheben hinzufügen. Könnte da noch einige ergänzen, denke aber Big Money gibt es immer bei Übungen die einem besonders schwer fallen. Das ist auch irgendwie eine wichtiges Trainingsmantra für mich geworden. Solange an einer Schwäche arbeiten bis sie zu einer Stärke wird. Wer mich nicht kennt weiß ja was aus Griffkraft, Muscleups und Co geworden ist.



Wohin geht bei dir die Reise die nächsten Wochen, irgendwelche Schwerpunkte die du setzt? Definitiv das Gewichtheben. Daneben wie Grad erwähnt die nächste Schwäche ausmerzen. Den unteren rücken. Idealerweise schaffe ich es daneben noch mich auf einen Seilkletterwettkampf für nächstes Jahr vorzubereiten. Think Big ist mein Motto. Daher soll alles andere nicht zu kurz kommen und vor allem meine Griffkraft soll wieder dahin wo sie im März gestrandet ist.

Was wäre in Zeiten der Masseninformation und des allmächtigen Internets dein Rat an einem, der ganz frisch zum Training kommt?
Sehr interessante Frage. Ganz klar Informationen filtern und sich von Leuten ferngehalten die einem den heiligen Gral versprechen. Idealerweise orientieren an Methoden und Leistungen vor der Steroidära Daneben ganz wichtig viel selber ausprobieren, unbedingt Spaß haben und nach gleichgesinnten Ausschau halten. Ausserdem mal gucken was man vor Ort so an Gewichthebe- und Turnvereinen zu Verfügung hat bevor man den Gurus sein Geld in den Rachen wirft. Es gibt ja ein Sprichwort das besagt, in jeder Stadt ist jemand von dem Du lernen kannst. Oft leiten diese Vereine alte Haudegen mit Tonnen von Erfahrung und Mangel an Mitgliedern. Um es nochmal auf den Punkt zu bringen, lernt von Leuten die lange im Geschäft sind. Irgendwas machen die richtig. Ach ja mein Blog (oder deiner!) will ich hier jetzt nochmal ganz uneigennützig empfehlen. Ich versuche da genau solche Informationen zu kanalisieren.

Wieviele Stunden in der Woche investierst du etwa in Training?
Schwer zu sagen. Ist alles eher outcome abhängig. Ich versuche täglich kurz zu mobilisieren und meine eingeschränkte Beweglichkeit zu erhalten. Dazu 1-2 x pro Woche um eben diese zu erweitern. Dann kann es sein, dass ich noch 2-5 Einheiten aus Krafttraining, Konditionstraining und Klettern durchführe. Wenn man Wandern, Radfahren und sonstige Aktivität noch dazurechnen will, kommt sicher manchmal ordentlich was zusammen.

Welche drei Bücher kannst du empfehlen, egal ob Training, Ernährung oder Mentales?
Trotz aller Kritik unbedingt:“Overcoming gravity“ von Steven Low „Nourishing traditions“ von Sally Fallon Dazu „advances in functional training“ von Michael Boyle. Auch wenn sich das brauchbare auf wenige Informationen beschränkt sind diese umso wertvoller für mich gewesen.

Welche Vorbilder hast du bzw. Mentoren, die dich anspornen?
Mir ist es neulich wieder in Erinnerung gekommen. Früher hab ich immer gesagt wenn ich mal groß bin will ich so stark werden wie du oder Karl Humer. Bis das erreicht ist motiviere ich mich z.b. durch Leute wie euch . Grundsätzlich sind es allen voran Trainierer aus Leidenschaft, idealerweise bescheiden dazu. Neben euch fallen mir da spontan Leute wie Kollege Janis oder ein Johann Martin ein. Leute die ihre Leidenschaft leben egal ob Sport oder sonstwas. Oft neben Beruf und stressigem Alltag.



Der Kerl steht absolut für das was ein Mentor für mich verkörpern sollte. Einfaches, vielseitiges, ehrliches Training kombiniert mit einer sozialen Ader und dem Drang vor allem anderen Menschen zu helfen und sie zu motivieren. Mich motiviert im Grunde aber vor allem auch, wenn ich es irgendwie mal schaffe Leuten zu helfen. Oder sie zu motivieren. An dieser Stelle Danke für die Fragen und auch Danke an alle meine Leser für das konstruktive Feedback und den Support!

Nächste Woche folgt: Oliver Klettner - das ultramobile Powerhaus

Freitag, 8. August 2014

Brachiales Event


Freunde, Freunde, morgen wird es brachial! Eines der wohl genialsten Kraftsport-Events der letzten Zeit steht vor der Tür. Morgen messen sich in Leeds die stärksten Athleten der Welt in einer Disziplin, die wie nur wenige wahre Kraft wiederspiegelt. Es wird der stärkste Kreuzheber der Welt ermittelt aus den besten Kraftdreikämpfern, Strongman und sonstigen Topleuten. Noch nie zuvor kam so ein illustres Feld zusammen. Damit sind alle Spekulationen vorbei, wer den wirklich der stärkste Deadlifter ist. Ein für allemal. Die Jungs legen ihre Karten auf den Tisch.

Würde ich nicht verpassen das Ding. Wird hochinteressant. Ich drücke natürlich dem Österreicher Martin Wildauer, derzeit auch Führender in der Strongman Champions League, die Daumen. Ebenfalls ein gewaltiger Kreuzheber!

Ein gutes Wochenende, haut rein,

Dominik

P.S.: Das erste Coach-Interview erscheint am Montag.

Dienstag, 5. August 2014

Neuigkeiten allerlei


1. In Balde erscheint hier eine neue Rubrik und zwar die Interview-Serie "Näher betrachtet", wo ich Freunde, Trainer, Mentoren und Fitnessgrößen interviewen werde. Kommt in unregelmäßigen Abständen. Ein von mir mittlerweile sehr geschätzter Kamerad (siehe oben) wird den Anfang machen!

2. Auf der feinen Trainings-Seite www.team-andro.com wird in Kürze ein weiterer Artikel von mir folgen. Einer ging schon letzten Herbst online und zwar der hier: http://www.team-andro.com/so-wird-man-zum-drueckeberger.html

3. Kürzlich fand in meiner Gegend ein Vielseitigkeits-Wettbewerb statt mit dem Namen "Atzbach Games". Einige Crossfitter aus der Gegend nahmen teil, ein starkes Feld mit guten Athleten generell. Gewonnen hat aber mein Schwager, der meine Trainingsprinzipien verinnerlicht hat. Er hatte den ersten Eisenkontakt in der Hütte und baute danach kontinuierlich selbst weiter auf. Mit harter Arbeit, linearen Progressionen und keinem Hokuspokus. Grundübungen, was sonst. Gewonnen hat er den Wettbewerb, weil er wie schon der Name sagt, am vielseitigsten war. Vor allem aber am schnellsten. Ein fieses Medley mit Hangeln, Reifenwuchten, Kettlebell-Werfen und Hügelsprint bildete den Abschluss. Da hat er im Zweikampf der Reihe nach die anderen aus dem Bewerb genommen. Hari, herzliche Gratulation dazu.

In diesem Sinne verspätet guten Wochenstart,

Dominik

Dienstag, 29. Juli 2014

What a good day

Ein wahrhaftig guter Trainingstag mit Kumpel Thomas liegt hinter mir. Ich kenn ihn seit November des letzten Jahres und was da seither weiterging, ist unter die Kategorie brachial einzuordnen. Griffkraft war schon immer da, ja Klettern ist schon was feines, aber nun kommt durch Eisen und eine von mir empfohlene Ernährungsweise eine ganz andere Dimension noch hinzu. Turnerisch ist er sowieso eine Klasse für sich. Ein Video von seinen Muscle-Ups an Ringen wird in Kürze auf seinem verfolgenswerten Blog http://trainingsnomaden.blogspot.com zu sehen sein. Das erklärt auch seine massiven Unterarme. "Wrist Curls mit dem Körpergewicht" sind das, was er da fabriziert.

Wir haben an vielen Schauplätzen Gas gegeben. Auch natürlich an schon bekannten. Und dort war einer, der immer schon beeindruckte. Thomas schreibt hier auch von ihm:

http://trainingsnomaden.blogspot.com/2014/07/das-phanomen.html

Hier entstand auch dieses Video. Seilklettern auf Reps.



Weitere gute Trainingstage werden folgen...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Auf den Punkt

James Steel ist auch so ein Schreiber, dessen Wörter zu lesen es jedesmal wert ist. Hier eines seiner neueren, einmal mehr auch zeitkritischen Meisterwerke. Ich unterschreibe vieles:

http://www.basbarbell.com/2014/06/all-too-much.html

Dinge, über die man nachdenken sollte...

Dienstag, 22. Juli 2014

Ein Teufelsding


Ich erinnere mich an den vergangenen Winter, an harte Einheiten. Der 50-WH-Satz Kniebeugen mit 90 Kilo ist mir genauso in Erinnerung geblieben wie eine Einheit bei Minus 10 Grad draußen auf der Hangelanlage bei Karl. Gestern aber gab's ein Deja-vu mit einem besonderen Gerät. Dem Prowler. Vor einigen Jahren von meinem Spezi Gregor bekommen. Ein gewaltiges Teil.

Ein Satz damit fühlt sich an wie ein 400-Meter-Lauf und ein 20er-Satz schwere Kniebeugen zusammen. Keine Übertreibung. Das Ding raubt einem den Atem und treibt das Laktat in die Beine. Brutalst. Man keucht und es brennt. Werde den Prowler nun wieder regelmäßiger bedienen. Schwer unterschätzt.

Mehr dazu in Kürze, aber nicht hier. Soviel sei verraten.

Glück Auf,

Dominik

Freitag, 11. Juli 2014

Neue und "alte" Spielzeuge


Diese Eisenkollegen hier wiegen pro Stück 65 Kilogramm. Nette Spielzeuge und ein Geschenk eines neuen Trainingskollegen, von dem hier sicher bald noch mehr steht. Trainiert drei Wochen mit. Und bewegt die 54er-Inch und die Geräte hier oben lockerlässig. Noch nie eine Hantel vorher in seinem Leben in der Hand gehabt und gleich mal Überkopfdrücken mit 50 Kilo auf 10 Wiederholungen und 5 Wiederholungen an der Trapbar mit 120 Kilo gemacht. Da ist ein Rohdiamant am Start. Wie haben wir ihn vorbereitet. Mit dem PLP-System, also Körpergewichtstraining auf hohe Frequenz. Das macht sich bezahlt.

Um wieder zum Thema zu kommen und obigem Bild. Farmers Walk - für mich eine der am meisten unterschätzten Übungen, die es gibt. Um an den letzten Post mit der Frage um Leber, Rohmilch und Co. anzuschließen - wer macht das heute noch?

Der Benefit ist enorm. Und wie bei diesem Modell zu sehen: Luft nach oben gibt's genug.

Mindestmaß an Kraft ist meiner Meinung nach (und auch der des geschätzten Dan John), das halbe Körpergewicht pro Hand tragen zu können. Sprich wenn wer 80 kg hat, sollte er 40 pro Seite locker tragen können. Der Game Changer dann: Körpergewicht pro Seite. Und mehr immer willkommen.

Auch Karl ist wieder eifrig am Werken. Wie eigentlich eh immer. Der Kerl ist fast 50 und noch immer richtig gut im Saft. Beweist er hier in seinem neuen Video. Das schaut alles recht einfach aus. Karl macht die Übungen mit dem Kollegen, einem sehr talentierten Parkours-Läufer, oft in Zeitlupe. Das ist HAMMERSCHWER. schaut nur am Video leicht aus. Ist es aber nicht...



Ein gutes Trainingswochenende,

Dominik

Dienstag, 1. Juli 2014

Die vergessenen Kraftbringer

Mal Hand aufs Herz: Wer isst regelmässig Leber? Wer kocht sich Brühen aus Hühner- oder Rindsknochen? Wer genießt wirklich rohen Käse und rohe Milch?

Es ist ein gewisser Aufwand, den man dafür betreiben muss. Aber er ist es aller Ehren wert. Wer sich die Nährstoffe von Dingen wie Leber und Co. anschaut, der weiß, was los ist.

Stattdessen wollen die Leute von heute Filet, alles am besten schon fein und fertig zubereitet. Einseitig ist die Ernährung geworden. Es gibt erklärte Feinde, momentan sinds grad die Kohlenhydrate. Zwischen Kartoffel und Weißbrot wird kein Unterschied gemacht. Bin gespannt, wenn Fett wieder ins Visier genommen wird. Anzeichen dafür gibt es bereits.

Ich hab mir erst kürzlich wieder fünf Kilo Fleisch vom Bauern geholt. Von einem Rind, dass auf der Weide stand lange Zeit seines Lebens, mit Artgenossen in Kontakt kam und für das es selbstverständlich war, mit Gras und Heu zu leben.

Was witzig ist. Das ganze ist mich billiger gekommen, als hätte ich dieselbe Menge im Supermarkt in Bioqualität gekauft. Es war halt Arbeit dabei, es zu zerlegen, zu portionieren und einzufrieren.

Aber auch das gehört zum Ernährungsprozess. Ein Steinzeit-Mensch hatte auch nicht das fertige Filet am Tisch. Deswegen nervt mich manchmal auch das gesamte Paleo-Getue. Die Leute kaufen dann oft Nüsse und Co. fertig in einer Packung. Wie wäre es, wenn man stattdessen mal in den Wald geht und sammelt. Dann sieht man auch, wie mühsam das ist. Und das ein Steinzeit-Mensch nicht täglich 300 Gramm Fleisch, 200 Gramm Nüsse und Co. essen konnte, wie einem vielleicht heute manchmal aufgetischt wird. Dazu war der Tag zu kurz, oft war tagelang nicht wirklich Futter da.

Stattdessen mixen sich die Leute von heute in Wasser ihre Eiweißshakes, mit allerlei künstlichen Süßstoffen, Füllern und sonstigem Dreck. 200 Meter entfernt wäre der nächste Bauer, der allerfeinste Milch anbietet. Oder der Bauernmarkt, der einmal die Woche ist und tolle Ware bietet. Der Griff zum Shake ist halt bequem. Aber ist er wirklich zielbringend?

Hat sich schon mal wer Gedanken gemacht, wie man diesen Shake eigentlich konsumieren sollte. Wissen aus alter Zeit. Die Bodybuilder von damals haben ihren Shake, der obendrein aus Schlag ("cream") und Rohmilch neben Pulver bestand, also auch so schon einmal hochwertiger war, schluckweise getrunken. Nicht runtergeschlungen. Langsame Schlucke. Don Howorth soll eine halbe Stunde für einen viertel Liter gebraucht haben, erzählte mir mein Freund Randy Roach kürzlich am Telefon. Er meinte ganz drastisch: "Wer sowas schnell trinkt, hat nur teure Pisse. Der Körper kann die Nährstoffe nur schwer aufnehmen." Macht auch Sinn. Auch ein Säugling nimmt die Muttermilch ganz langsam auf.

Alles Dinge, auf die man näher eingehen sollte. Sachen, die heute oft in Vergessenheit geraten. In Zukunft möchte ich darauf noch näher eingehen. Einiges ist in Planung. Noch ist es zu bald, um wirklich darüber zu reden. Aber es kann ein Game Changer sein, wenn man die Dinge berücksichtigt...

Freitag, 27. Juni 2014

Schinderei im Hinterhof

Mark Felix war immer einer meiner Lieblings-Strongman. Sein Training ist episch, ist back to the roots, archaisch. Aber seht selbst:



Wer so ein Training macht, ist dreidimensional stark.

Ein gutes Wochenende!

Dienstag, 24. Juni 2014

Golden Eagle


Gestern Zane, heute Tom Platz. Die Golden-Era-Leute sind das Wahre.

Eine Hammer-Doku hier:



David Hoffmann, den ich im Vorjahr bei Peter Hensel in Sauerlach kennenlernen durfte mit Tom Platz. Jede Minute wert! Wer Kniebeugen bis jetzt belächelt hat, tut es vielleicht dann nicht mehr. Die Beine des "Golden Eagle" sprachen damals ihre Sprache!

Montag, 23. Juni 2014

Schwarzgurt



Frank Zane sagt in einem neuen Podcast auf www.superhumanradio.com sehr gute Sachen.

Unter anderem meint er auch, dass ein Schwarzgurt in einer Kampfsportart nur über Jahre harten Trainings und viel Fokus erworben werden kann. Ähnlich verhält es sich im Training. Nichts geht von heute auf morgen. Weshalb diese "30-Tage-zum-Traumkörper"-Mogelpackungen wenig bis gar nichts wert sind.

Und auch viele fragwürdige Coaches gibt es mittlerweile. Passt auf Leute! Die wollen alle meist nur mit euch Geld machen, haben selbst nur wenige Trainingsjahre auf dem Buckel und labbern tagtäglich in ihren Youtube-Sendungen über dies und jenes und verwirren nur die Leute umso mehr.

Das Rad wurde bis heute nicht neu erfunden. Schon gar nicht von solchen. Hört auf die "Oldies". Die haben die Erfahrung. Und die haben auch die Resultate zum Vorweisen.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Der Magier


Jedes Mal wenn ich im legendären Gold's Gym in Venice Beach ans Werk bisher ging, lief mir auch Charles Glass über den Weg. Ich denke, dass der gute dort mehr oder weniger übernachtet. Der Typ ist eine Ikone, trainiert seit den 90ern sämtliche der Top Pro's. Auch heute noch.

Und er hatte auch selbst gewaltig was auf dem Kasten. Wer sehen will, wie Muskelmasse und Beweglichkeit und Akrobatik vereinbar sind, der schaue mal hier:



Geile 80er-Musik obendrein. Goldene Zeiten waren das. Vor den ganzen Massemonstern. Da war auch noch viel Eleganz drinnen. Siehe auch Robby Robinson, Frank Zane und Co. Auch ein Arnold konnte posen.

Einen guten Feiertag!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Kühl, voller Nährstoffe und lecker obendrein

Wer auf der Suche nach einem leckeren Dessert, einer genialen Zwischenmahlzeit in der Hochsommerzeit ist, für den hab ich glaub ich was. Verspeise es selbst beinahe täglich:
 
- 200 Gramm gefrorene Beeren
- 1 gefrorene Banane (geschält vorher)
- 40 Gramm Whey od. Casein-Protein
- 50 ml Flüssigkeit (Rohmilch, Wasser, Kokosmilch, was auch immer)
 
Die gefrorenen Zutaten etwas auftauen lassen einige Minuten.
 
Dann rein in eine Schüssel und dann mithilfe eines Standmixers oder Handmixers (gutes Armtraining) mehrere Minuten verrühren auf schneller Stufe. Und dann wird's fluffig. Wie ein Pudding.
 
Fertig ist ein Hammergericht mit besten Nährwerten, kühl obendrein. Hier ein Bild davon, noch mit einer Kiwi garniert. Das Schöne: sowas geht auf die Schnelle in wenigen Minuten. Ausreden gibt's nicht!
 
 
 
Lasst es euch schmecken!
 
Momentan teste ich auch viel, was das Thema Brühen anbelangt. Mein Kollege Thomas (http://trainingsnomaden.blogspot.com) und ich lesen einige alte Bücher. Wissen, das heute verloren gegangen ist fast. Jeder will ein Hühnerfilet, jeder das beste Stück vom Rind. Aber das aus Knochen und dem Mark viel viel herauszuholen ist, vergessen viele. Wer sich Zeit nimmt, gerne kocht und Passion hat, kann einiges bewegen. Diese Brühen sind wahre Nährstoff-Bomben.

Freitag, 23. Mai 2014

Gegroundet

Herrlich ist sie diese Frühlingszeit. Ich bin dann im Training fast nur mehr barfuß unterwegs. Das hat was. Schult die ohne vernachlässigten Füße, gibt ihnen einen besonderen Reiz. Ob am Eisen, beim Krabbeln oder sonstwo, ohne Schuhe unterwegs zu sein vergessen heute viele.

Die Old-Timer haben das auch gerne gemacht. Siehe hier, der bekannteste Vertreter von ihnen.

 
 
Ich habe ebenfalls kreuzgehoben kürzlich, barfuß. Und danach noch Kniebeugen. Und guten Kater danach in den Waden gekriegt. Das Gefühl aber, mit dem Boden fast eins zu sein, ist wesentlich besser als mit Laufschuhen oder sonstigem selbiges zu machen. Barfußschuhe sind grad en vogue. Ist auch gut. Ich habe eine sehr gute und billige Alternative.
 
KungFu-Schuhe von Feivue, Danke Oliver für diese Empfehlung vor einigen Jahren, die Dinger hab ich noch immer und in eifriger Verwendung obendrein! Man spart sich einiges Euros, bei gleicher wenn nicht sogar besserer Wirkung. 


Apropos Arnold. Ich bin ein Riesenfan nach wie vor der Golden Era. Durfte ja kürzlich auch den großen Frank Zane sehen. Und Arnold gibt hier wieder einiges zum Besten. Eine Zeitreise zurück in die Zeit als Athlet. Ich bin auch schon dreimal dort gewesen in Venice Beach. Hab jede Sekunde dort aufgesogen. Der frische Wind des Meeres, die Sonne und die gute Stimmung - kein Wunder, dass es damals das Mekka des Bodybuildings war. Zieht euch das hier rein:



Ein gutes Wochenende, bleibt gegroundet,

Dominik

Freitag, 9. Mai 2014

Thomas schreibt, Oliver geigt

Ich lass hier mal meinen guten Kameraden Thomas sprechen. Dem gibt's nichts hinzuzufügen.

http://trainingsnomaden.blogspot.com/2014/05/6-monate-und-1-wochenende.html

Aber doch noch was :-)



Das hier gezeigte Krabbeln hat es in sich. Ich habe vor einigen Wochen schon einmal das Buch "Original Strength" von Geoff Neupert und Tim Anderson erwähnt. Es war für mich ein "Game Changer". Das kann ich wirklich so sagen. Ich bin mobiler, flexibler und stärker geworden. Zweifelsohne. Der Einbau kleiner Mini-Sessions damit war Gold. Das neue Buch "Original Strength Performance" ist nun ebenfalls schon fest im Einsatz. Oliver demonstriert es hier. Ist ein einfach gemachter Selbstbauschlitten. Völlig unterschätzt sowas. Die Schultern, der Bauch, alles arbeitet hier unisono in einer Einheit auf Hochtouren. Es verbindet den Körper, macht ihn stark auf dreidimensionale Art und Weise. Hier das Buch. Kann es hochgradig empfehlen, kostet ja auch nicht die Welt.


Schönes Wochenende,

Dominik

Montag, 5. Mai 2014

Taten statt Worte

Karl ist kein Mann großer Worte, keiner der stundenlang das Internet nach neuesten Trainingsplänen durchforstet, unglücklich mit seiner Fitness ist oder Ausreden sucht. Und auch keiner, der auf Videos schöne Reden schwingen kann, wie gleich zu sehen ist :-)

Seine Sprache ist die Aktion. Bis zum Samstag kannte er die Übung Ring Muscle-Up geschweige denn den "False Grip" dafür nicht. War ihm kein Begriff. Nach dem Trainingslager mit den Kollegen Thomas, Oliver und Lukas war das schon anders.

Gestern kam dann dieses Video hier:



Klar. Kein Problem für den Kerl, wohl auch nicht auf mehrere Wiederholungen nun. Zugkraft ohne Ende. Er hat eine neue Waffe entdeckt. Der Ring Muscle-Up ist für Turner nur sowas wie eine Anfängerübung bzw. Hinführübung zu schwereren Sachen. Aber auch jeder ambitionierten Fitness-Sportler und Trainierer sollte sie im Arsenal haben.

Karl ist fast 50 Jahre. Und wurde schon durch einige Schicksalsschläge, davon einige ziemlich schwere, zurückgeworfen. Im Endeffekt blieb er aber auf der Überholspur. Ohne Gesundheit ist der Mensch fast ein Nichts. Das weiß Karl und deshalb ackert er weiter. Geld, Reichtum, Glanz, was weiß ich was beiseite. Freude an der Bewegung, ein gesunder Geist im gesunden Körper, das ist das wichtigste.

Erst heute musste ich wieder öfter die vielen umherrirrenden Leute mit ihren tollen Smartphones auf der Straße und der Straßenbahn beobachten. Die Leute flüchten sich darin. Metrosexuelle, gertenschlanke und mit gezupften Augenbrauen verzierte Männer sind ohnehin heutzutage unheimlich in. Am besten noch unsportlich und eine Damen-Handtasche. Die Entwicklung ist keine gute. Dagegensteuern angebracht. Back to old School Leute! Das liest hier nicht jeder gern. Aber Mainstream sein ist nicht immer the way to go! Guten Wochenstart,

Dominik

Sonntag, 4. Mai 2014

I am back

So, nach langer Abwesenheit wieder ein Lebenszeichen von mir :-)

Aber es ging in letzter Zeit natürlich einiges weiter.

Ich war einmal mehr in den USA, eine 18-tägige Rundreise im schönen Westen stand am Plan. Herrliche Natur, gutes Wetter und tolle Erlebnisse. Jetlag war nie ein Problem. Hier ein guter Tipp: Am Ankunftstag ausgiebig noch im Tageslicht spazieren, im Flieger etwa 3-4 Liter Wasser trinken, fasten (das Fliegeressen ist der letzte Dreck wie jeder wissen sollte) und ev. die ersten Tage mit Melatonin supplementieren.

Auch waren gute Bodyweight-Workouts, kurz und knackig mein ständiger Begleiter in den Staaten. Karls 10x10 (15 Sekunden Pause zwischen den Sätzen)-System mit Liegestützen war eine davon. Wer das belächelt, einfach mal machen. Saubere, langsame Ausführung. Brust berührt Boden. Das bringt Laktat in den Oberkörper. Schneller als man glaubt. Und kostet wenig Zeit. Auch Sprints am Strand, eine Eiseneinheit in einem grässlichen Studio in Bakersfield und vieles mehr blieben mir in Erinnerung.

Und dann das hier vor allem auch. Wer kennt diesen Mann, diese Legende nicht?


Mr. Frank Zane. Seines Zeichens dreifacher Mr. Olympia, der Inbegriff der Classic Physique, einer der größten Konkurrenten von Arnold Schwarzenegger. Und selbst eine Ikone. Es ging sich ein kurzer Besuch in Kalifornien bei ihm aus und davon werde ich noch lange zerren! Der Kerl ist mit seinen über 70 Jahren noch topfit, hat einen Händedruck wie ein Schraubstock und macht vieles wohl nach wie vor sehr sehr richtig. Darüber gibt's mehr bald in Kürze. Nicht hier, sondern wohl auf www.team-andro.com - seid gespannt.

Und dann gabs ein Wiedersehen mit einem weiteren, guten alten (junggebliebenen) Bekannten. Steve Maxwell. Ich durfte ihn letzten Sonntag in Los Angeles begleiten. Bei Filmaufnahmen von einem Hollywood-Produzenten (!). Kein Scherz. Der gute ist mit seinen 61 Jahren noch immer fit wie ein Turnschuh. Dafür erbrachte er den Beweis einmal mehr.

 
Doch auch in der Heimat hat sich einiges getan. Mein Kamerad Karl Humer lässt sowieso nicht locker. Seine Hangelanlage im Garten seines Hauses ist mit Sicherheit einzigartig. Sie wurde nun erneuert, adaptiert und ausgebaut. Hier einige Eindrücke davon.
 

 
 
Nur ein kleiner Eindruck des ganzen. Eine Spielwiese für Erwachsene, etwas, das den Körper mehr als alles andere fordert. Am Freitag bei einem kleinen Trainingslager mit Freunden haben wir das ganze schon gehörig getestet.



Absoluter Hammer. In Kombi mit Krabbeln wird der Oberkörper so dermaßen auseinandergenommen. Auf absolut funktionelle Weise. Wer dazu noch Sprinten hineinmixt, kann damit eine Top-Athletik erlangen. Aber nur harte Arbeit führt dorthin.

Einen guten Rest-Sonntag und bis bald, fight on!