Samstag, 30. November 2013

Wachstumsbeschleuniger

Fünf Wochen bin ich nun beim Programm "Mass made simple" von Dan John und eines kann ich schon jetzt vorab sagen als Fazit. Wer seinen Beinen mal einen richtigen Reiz geben will zum Wachsen, der ist damit bestens bedient. Oft kommen Wachstumsfortschritte verzögert meist, aber hier war schon jetzt was zu erkennen. Eine Hose, die ich mir vor wenigen Wochen erst gekauft hatte, passt nicht mehr wirklich. Um die Hüfte nach wie vor, um die Oberschenkel leider weniger. Was das sagt: wenig Fettgewinn, viel Muskelgewinn scheinbar. Ich habe vermehrt Rohmilch am Start und das dürfte in meinen Augen wohl den größten Unterschied ausmachen. Ich futtere aber beileibe nicht wie ein Scheunendrescher, wie bei solchen "Bulking-Programmen" oft angewiesen, diese Philosophie gefällt mir weniger. Lieber gute, qualitative Lebensmittel, die sättigen und auch einen guten Energiewert haben. Aber noch stehen 2-3 schwere Einheiten aus. Die richtig schweren. Ziel am Ende des Programms ist eine Kniebeuge mit dem eigenen Körpergewicht am Rücken auf 50 Wiederholungen am Stück. 60, 70 und 80 kg konnte ich schon am Stück beugen, nun visiere ich die 90 noch an die nächsten zwei Wochen. Das wird noch einmal mörderisch. Ich bin nach jedem 50er-Satz ziemlich platt gewesen einige Minuten. Ein heftiger Stimulus. Der Wirkung zeigt. Ab und an braucht man solche Trainingsphasen im Jahr, wo man einmal hart hinlangt sind gut. Der Winter ist eine hervorragende Zeit dafür. "Short, abbreviated, hard training" ist angesagt. Im Sommer kann man sich dann wieder hochfrequenter austoben. Der natürliche Wechsel der Jahres(trainings)-Zeiten. Vollgas voraus ins Wochenende, hinhalten lautet die Devise!

Dienstag, 26. November 2013

Der Trainingsnomade

Möchte hiermit auf einen meiner neuen Trainingsfreunde hinweisen, den guten Thomas Wulff. Der einen sehr lesenswerten Blog begonnen hat und zwar hier:

http://www.trainingsnomaden.blogspot.com/

Thomas ist aber kein Theoretiker, sondern ein Praktiker. Das habe ich bei mehreren Trainings mit ihm mittlerweile mehr als eindrucksvoll feststellen können. Mit meinem Spezi Gregor gibt er nahe München nun des öfteren gehörig Gas!

Und zeigen tut er das auch hier (inkl. super Shirt von Power-Quest :-):



Der "Rafter Chin", eine der absoluten Spezialitäten meines Kumpels Karl Humer, hat es auch ihm angetan. Wer glaubt, das sei leicht, einfach mal probieren und ran an die (dünnen) Leisten. Frustrationspotential - hoch ;-)

Hier der Meister bei der Arbeit, das verlangt Eisengreifer vom Allerfeinsten:



Kollege Thomas konnte übrigens beim ersten Kontakt mit der 38er-Inch-Hantel diese 17mal rudern und fast den 3er-Gripper von COC schließen. Was vom jahrelangen Klettern und akribischem Trainieren herrührt! Es wird einem also nichts geschenkt. Erinnert irgendwie an den vorangegangenen Blogpost. Intensität ist gefragt.

Als HERR DER RINGE kann man den guten Alex Lechner übrigens zweifelsohne bezeichnen. Wer mit brachialen 98 Kilogramm auch dann noch fast einarmige Handstände herbringt, das verlangt schon tiefen Respekt ab.

Bei der Naturwerkstatt vor zwei Wochen konnte ich mich auch von der Qualität seiner selbst angefertigten Holzringe (www.turnringe24.de) wieder einmal überzeugen. Mit den Plastikdingern ist das absolut nicht vergleichbar. Wer sich beim Muscle-Up oder ähnlichen an diesen plagt, sollte es mal mit Holz probieren. Viel bessere Haftung, viel besseres Gefühl in der Hand. Nur ein kleiner Tipp am Rande.

Samstag, 23. November 2013

Intensität pur

"Du kannst stundenlang so tun als ob du trainierst, oder einfach eine Stunde lang so hart trainieren wie es nur geht" - das sagte ein Olympiasieger einmal in einem Fernsehinterview und dieser Satz ist mir in Erinnerung geblieben. "Intensity trumps volume all the time" schreibt Clarence Bass in seinem aktuellen Buch "Take Charge". Und Tom Platz meinte: "Ich musste mit noch mehr Intensität als die anderen trainieren, denn nur so konnte ich mit den genetischen Freaks wie Arnold und Robbie Robinson zumindest mithalten." Die Wahrheit liegt in der Mitte. Intensität ist wichtig, ausreichendes Volumen ebenso. Zuviel Volumen nicht gut, zuviel Intensität eher noch besser! Ich bin gerade mitten im Programm "Mass made simple" von Dan John, das beide Attribute höchst intelligent vereint. Ein sehr empfehlenswertes Werk, das ich jedermann/frau ans Herz lege, der ein wenig aufpacken will und das mit Qualität und Sorgsamkeit!



Das Programm ist neben einigen Tweaks bei der Ernährung im Training vor allem auf zwei Eckpfeiler aufgebaut. Langhantel-Complexe und Kniebeugen auf hohe Wiederholungszahlen. Heute waren bei mir 70 Kilogramm dran. Am Stück zu beugen für 50 Wiederholungen. Jawohl, 50, eine ungewöhnlich hohe Zahl! Aua. Aber es ist wirksam. Man keucht danach wie ein Rennpferd, die Beine sind blau und man weiß nicht so recht, ob man liegen, sitzen oder stehen soll danach. Was für ein immenser Reiz auf Körper und Stoffwechsel. Das kann nur etwas anregen...

Probiert es mal mit Intensität. 2-3 Sätze in einer Einzeit, wo ihr ans Maximum geht, wo ihr alles hineinlegt. Auf lange Sicht sind diese Sätze sicher entscheidender als halbe Einsätze ohne viel Tiefgang! "Mass made simple" - auf Amazon gibt es bei uns leider nur die Kindle-Version, aber die ist ja mit dem gratis dazugelieferten Reader auch auf PC und Laptop problemlos lesbar. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen! Sechs Wochen Vollgas sind zu absolvieren damit und danach kann man abrechnen. Bringen tut es auf alle Fälle etwas. Man muss es nur ausführen. Augen zu (nein, diesmal keine Internet-Recherche zum neuesten Programm) und durch, auch wenn es brutal weh tut in so mancher Einheit. Das Ziel am Ende ist, das Körpergewicht auf 50 Wiederholungen zu beugen. Schiere Brutalität! Heavy intensity meets moderate volume...

Ich "freu" mich jetzt schon auf die nächste Beuge-Einheit :-)

Ein gutes Wochenende.

Freitag, 15. November 2013

Übermenschen???

Ist es das weltumspannende Internet mit seinen unzähligen Social-Networks oder ist es der Trend der Zeit mit Modelcasting-Serien, Musikcasting-Serien und und und. Wir begehen oftmals den Fehler, Trainer oder Athleten zu Übermenschen zu stilisieren. Klar inszenieren sie sich selbst auch gerne so. Aber oft sind es auch wir, die ihnen dieses Attribut geben, obwohl es gar nicht stimmt.

Dabei hat ein jeder seine Schwächen, doch im Soge eines Hypes vergessen wir das oft. Übermenschen, das waren andere, falls es sie überhaupt gab. Leute oft, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen, die still ihr Werk tun, für andere und für sich und es nicht an die große Glocke hängen. Leute, die ihr Leben für wohltätige Zwecke aufopferten, ich denke hier an eine Mutter Theresa aber auch Leute, die tagein, tagaus schuften, um irgendwie zu überleben und dennoch keine krummen Dinge tun.

Auch ein Patent auf Training oder eine Form von Training hat keiner. Bewegung und Training ist Freiheit, ein Grundrecht, das jedem einzelnen zur Verfügung steht und das niemand jemand anderem verbieten kann.

Vorbilder haben ist wichtig und gut. Aber auch Vorbilder haben Stärken UND Schwächen. Das sollte sich jeder immer eingedenk sein. Ein jeder hat klein angefangen, ein jeder musste sein Handwerk erlernen. Der eine durch Schweiß vielleicht, der andere durch Talent und Gabe. Aber perfekt ist nichts und niemand. Daran arbeiten ist keine Schande, es zu erreichen, wohl unmöglich...

Montag, 11. November 2013

Naturwerkstatt ist Geschichte und auch Zukunft

"Dieser Workshop war einfach nur genial! Soviel geballtes Wissen unterschiedlichster Disziplinen, ob BWE-Exercises, Mobility, Stretching, Movements, Ernährung etc.,die natürlich miteinander verschachtelt sind und einfach zusammen gehören, bekommt man sicherlich g a a a n z extrem selten! Ihr habt etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt! An alle, die sich mit dem Gedanken tragen ähnliches auszuprobieren - greift zu, wenn dieser Workshop noch einmal angeboten wird - Ihr werden nichts besseres oder vergleichbares finden,vor allem mit so außergewöhnlich guten Trainern! Die Atmosphäre, bedingt durch die menschliche Art und Weise der Coaches und die Stimmung unter den Teilnehmern, die gemeinsam auf unterschiedlichste Ziele hinarbeiten - einfach unbezahlbar und ein riesiges Erlebnis! Ein herzliches Danke an euch alle!!!"

Das war das Resümee von Dieter vom vergangenen Wochenende und solche Worte freuen Alex Lechner, Oliver Klettner und meine Wenigkeit natürlich sehr. Von der "Naturwerkstatt" nachlesen kann man deshalb auch bei Alex am Blog: http://einfaches-training.blogspot.com.

Ich wiederhol mich hier, aber der baumlange Kerl mit seinen fast 100 Kilos ist beeindruckend, wenn er sich wie eine Gazelle am Boden bewegt oder an den Ringen schwierigste Übungen ausführt. Obendrein kann er während dieser Übungsausführungen reden. Rhetorisch 1A, der Mann hat Trainings-Wissen ohne Ende.

Und dann kommt noch ein Oliver daher, hat noch nie in seinem Leben Kreuzheben gemacht und zieht einfach mal so mir nichts dir nichts 180 Kilogramm. Was für eine Ansage! Das zeigt, was in BWE-Training wirklich steckt. Und das in einem der letzten Blogs schon erwähnte "Becoming Bulletproof" ist eines seiner täglichen Wegbegleiter, das er so fit ist! Das nur als kleine Anmerkung. Fortsetzung von diesem Workshop, der begeistert aufgenommen wurde, folgt bestimmt! Wer fit werden will, super Leute und Gleichgesinnte kennenlernen möchte und gerne in einer Top-Atmosphäre trainieren würde, der ist bei uns genau richtig!

EDIT: Ein gutes Review findet ihr auch hier bei Kollege Thomas: http://bleedingbeast.blogspot.co.at/2013/11/awakening-naturwerkstatt-in-der.html