Mittwoch, 25. September 2013

Warm-Up à la Klokov

Von Dimitry Klokov schrieb ich letzte Woche. Hier noch ein sehr sehenswertes Video, das für jedermann/frau hilfreich ist. Simple, aber sehr sehr gute Aufwärm-Strategie:

Donnerstag, 19. September 2013

Ein Reichtum an Wissen

Allzu oft schauen wir über den großen Teich, um uns Wissen anzueignen über Training, Ernährung und Co. - viele Male ist das eine gute Idee, manches Mal aber auch nicht. Denn die Amerikaner haben viel Wissen eigentlich von uns. Sie bereiten es nur neu auf. Siehe Kettlebell, siehe alte Fasten-Methoden. Denn das gute liegt näher als wir glauben oft. Von "russian underground methods" und so weiter ist auch immer wieder die Rede. Ein geschöntes Wort für die jahrhundertelange Arbeit, die in der ehemaligen Sowjetunion geleistet wurde, um an mehr Wissen im Bereich der Trainings- und Bewegungslehre, Ernährung und vielem mehr zu kommen. Was die Leute dort wussten, wird uns und über dem großen Teich erst jetzt bewusst. Hier eine sehr sehr sehenswerte Dokumentation über Heilfasten (danke Janis für den Link):

http://egomet.de/presse/video-arte-fasten-heilen/

Und was ein Olympischer Gewichtheber alles aufführen kann, das zeigt hier Dimitry Klokov. Gerüchten zufolge soll er 2014 in die USA reisen, um bei den Crossfit Games anzutreten. Ich denke mal, er hat beste Chancen.



Ein Trumpf, den die Russen bis heute in der Sportwelt ausspielen, ist ihre Vielseitigkeit. In jungen Jahren machen die Kinder dort eine umfassende Sportausbildung, praktizieren vielerlei Sportarten und wie man bei Klokov sieht, der Kerl würde sofort als ambitionierter Turner durchgehen, denn wie man aus den alten polnischen Gewichtheber-Videos, die ich hier mal gepostet habe schon, weiß, dass diese Kerle auch in der Turnhalle ihren Mann stehen können. Wir könnten uns noch einiges abschauen, anstatt uninteressiert wegzublicken. Einen sehr guten Buchtipp gebe ich auch noch gleich: Dr. Michael Yessis "Soviet Training". Der Professor war schon drüben, da war der eiserne Vorhang noch zu. Und er hat viele viele unglaublich interessante Dinge zu Tage gefördert.

Ein gutes Wochenende! No train, no gain!

Mittwoch, 18. September 2013

Meine Teilnahme an der Bavariade, Teil II, Erfahrungen

So, nach ganz gutem Muskelkater (ja solche Maximalversuche fordern schon sehr) von der Bavariade will ich ein paar Erfahrungen teilen, die jedermann/frau helfen können eventuell.

- Mentales: Fokussieren, schon die Tage und Wochen davor, ist wichtig. Sich immer wieder in den Wettkampf hineinfühlen, quasi autogenes Training. Frank Zane schrieb einem seiner Bücher darüber, wie er sich schon vor dem Mr. Olympia immer wieder den Wettkampf vorstellte und sein Tun genau durchging. Meist tat ich das in der Früh bei meinen morgendlichen Spaziergängen. Mir passierte am Wettkampftag auch ein Missgeschick. Beim Umziehen zerbrach eine Glasflasche, meine gesamte Sporttasche war voller Zitronenwasser mit Honig (eigentlich mein "Natur-Energy-Drink a la Steve Reeves" für den Tag). Vieles wurde nass, auch meine Kleidung. Dennoch blieb ich ruhig und gelassen. Ich hätte nur unnötige Energie vergeudet. Ich war auch auf solche Sachen vorbereitet. Auch das Zuschauen und Anfeuern anderer Teilnehmer gehörte dazu. Dennoch hab ich mich vor meinen Versuchen abgekapselt kurz ein paar Minuten. Das half weitere Spannung und Fokus aufzubauen.

- "Hungriger Wolf": Jürgen Reis sagte mir das mal in einem Gespräch. Jürgen ist ein erfahrener Haudegen, was Wettkämpfe betrifft und ich holte mir deshalb auch ein paar Tipps von ihm vor der Bavariade. Ein Rat war sehr sehr gut: Am Vorabend des Wettkampfs nach Gefühl essen, aber eher auf der niederkalorischen Seite bleiben. Also nicht "laden" oder vollstopfen, wie viele annehmen würden. Es war der richtige Rat. Denn auch wenn der Wettkampftag lange war. Ich fühlte mich immer bissig und aggressiv, was auch mit dem Wenig-Essen zusammenhing. Nach dem Wettkampf gabs dann umso mehr "Belohnungen". Das Timing ist einfach entscheidend.

- Disziplinen: Einige der ausgetragenen Disziplinen beim Wettkampf waren natürlich schwer zu simulieren im Training davor. Der Baumstamm von Gregor kam erst eine Woche vor der Bavariade. Auch Autoziehen tut man eher selten. Und eine solche Scheibtruhe hat man auch nicht alle Tage zur Verfügung. Ich bin ehrlicherweise auch nicht wirklich viel gehangelt die letzten Wochen, doch dennoch habe ich vielerlei Übungen in meinem Training, die einen sehr sehr gut für solche Wettkämpfe wappnen. Für den Liegestütz-Contest, den ich für mich überraschend gewinnen konnte, hatte ich mich ebenfalls nicht speziell vorbereitet. Nur eines hatte ich jede Woche immer gemacht. 100 tiefe Wiederholungen auf so wenige Sätze und in so schneller Zeit wie möglich mit der 10-kg-Gewichtsweste. Ich konnte mich da kontinuerlich von der Zeit herunter arbeiten. Kraftausdauer, das Liebkind von meinem bewährten Trainingsmentor Karl Humer, war entscheidend bei dieser Geschichte.

- Anreise: Wir hatten von allen Teilnehmern auch die mit Abstand wohl weiteste Anreise zu verkraften. Doch wir waren überpünktlich als eine der ersten da, somit konnte viel Hektik vermieden werden. Stress ist ein absoluter Leistungskiller.

Hier mein Klimmzug-Versuch auch noch, nach vier vorangegangenen Dingen nicht mehr so einfach wie wenn man frisch zur Sache geht:



P.S.: Danke an alle, die mir Glückwünsche geschickt haben!

Sonntag, 15. September 2013

Meine Teilnahme bei der Bavariade - Teil I



"Jeder, der teilnimmt, ist ein Sieger!" - ein 73-jähriger Gewichtheber sagte das vor einigen Jahren zu mir vor meinem ersten Wettkampf und es blieb mir bis heute tief im Gedächtnis verankert. Ich war damals ein Neuling in dieser Sportart, er dagegen ein erfahrener Haudegen. Der aber auch nicht mehr die vorderen Ränge belegen konnte. Dennoch nahm er weiter teil. Es war in sein Fleisch und Blut übergegangen!

So war ich auch eingestellt, als ich gestern Samstag gemeinsam mit meinem bewährten Trainingspartner Ritzi nach Landshut in Bayern fuhr. Zur Bavariade. Einem Vielseitigkeits-Wettkampf, der es in sich hat. Sechs Disziplinen. Baumstamm-Stemmen, Autoziehen, Gewichts-Schubkarren durch Hindernisse schieben, Seil-Hangeln, Klimmzug-Contest und Liegestütz-Contest. Als ich dann auch noch den Rest des 20-köpfigen Teilnehmerfeldes sah, wusste ich, das wird ein hartes Stück Arbeit. Deutsche und bayrische Meister im Kraftdreikampf nahmen daran teil, ein ehemaliger national erfolgreicherer Ruderer, Olympische Gewichtheber von starkem Format und einige Strongmen. Viele mit Erfahrung bei diesem Wettkampf auch schon. Naja, ich wollte mich ebenfalls behaupten. Als vom Körpergewicht her drittleichtester Athlet im Feld und mit der realistischen Einschätzung, dass ich nach den ersten drei Kraft-Disziplinen sicher etwas zum Aufholen hätte. Aber das war eben die Kunst und der Reiz dieser toll organisierten Veranstaltung: man musste den Spagat zwischen Kraft, Geschicklichkeit, Kraftausdauer und Konzentration finden.

Ich hatte mich nicht speziell auf diesen Wettkampf vorbereitet, denn mein Training ist ohnehin auf Vielseitigkeit ausgelegt. Kreuzheben, Kniebeugen, Umsetzen&Drücken, Farmers Walks, Körpergewichtstraining, Ringe und dergleichen bereiten einen auf solcherlei Aufgaben bestens vor. In einem weiteren Post werde ich noch revue passieren lassen, was ich anders gemacht hätte wohl in der Vorbereitung und auf was aufzupassen ist.

War ich nach den ersten drei Wettkämpfen im Mittelfeld positioniert, konnte ich dann bei der vierten Disziplin, beim Hangeln, den zweiten Platz rausholen. Das Seil war vom Regen nass und enorm tückisch, da schwingend (nicht zu vergleichen mit einem Rohr) und sehr elastisch. Dennoch gelang mir ein guter Run, meine vielen Einheiten bei Karl seit Jahren hatten mich gut auf sowas vorbereitet, während andere Teilnehmer damit ihre Schwierigkeiten hatten.



Zweiter wurde ich auch danach bei den Klimmzügen, wobei der Sieger dieser Disziplin sich die Crossfit-Technik der "kipping pullups" zu eigen machte und damit natürlich voraus war. Ich habe im strikten Stil wie auch die meisten anderen Teilnehmer gezogen. Nichtsdestotrotz eine starke Leistung von ihm (ein ehemaliger Leistungsruderer) und auch ich war mit meinen 26 Stück zufrieden nach den schon anstrengenden Disziplinen davor.

Es kam zum Finale bei den Liegestützen. Auf einer sehr eigenen Apparatur mit einem Buzzer am Boden. Man musste also sehr tief runtergehen, der Griff war dazu dem Bankdrücken ähnlich. Nach der Reihe hauten vor allem die Kraftdreikämpfer durch ihre Bankdrückkraft starke Zahlen herunter. Ich wusste, dass es kein Honiglecken werden würde. Und ich hatte eine der letzten Startnummern. Hier mein Einsatz:



Diese Performance hatte zum Sieg gereicht, ich blieb nur 7 Wiederholungen unter dem Bavariade-Rekord damit (diese Veranstaltung erlebte bereits 10 Auflagen). Und konnte den Bewerb auch zu meiner Überraschung gewinnen. Der letztmalige Sieger der Bavariade kam nach mir noch, aber auch er kam nicht mehr heran an mich.

Am Ende schaute für mich gesamt der zweite Platz heraus bei diesem Event, etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte, nach dem Baumstammstemmen und Autoziehen noch. Aber da sieht man wieder: Abgerechnet wird am Ende. Auch mein Kamerad Janis hatte vor zwei Jahren hier ähnliches erlebt schon. Es ist mental nicht einfach, wenn man von hinten Gas geben muss!

Ein weiterer Teil wie gesagt folgt, wo ich noch genauer auf solche Dinge eingehen werde.

Aber um auf den ersten Satz dieses Eintrags zurückzukommen. Zuallererst zählt die Teilnahme. Ich kann jedem nur den Wettkampf-Einsatz empfehlen. Man ist fokussierter im Training, man fiebert auf etwas hin, motiviert sich. Man ist auch angespannt, aber auch das ist gut und aus jedem Wettkampf lernt man. Das war auch das Credo von meinem Trainingspartner Ritzi, der als Neuling gute Figur auch machte und vor allem eines konnte: lernen. Und Motivation tanken für sein weiteres Trainingsleben. Weshalb am Ende nicht die Plätze zählen, sondern der Sieg über sich selbst. Alleine vor sich hintrainieren, ist zwar absolut legitim, aber sich auch manchmal zu messen (mit sich selbst aber auch anderen), liegt in der Natur des Menschen!

Kraft Frei!

P.S.: Ein Danke auch an den Stemmclub Landshut, der ein hervorragendes Event organisiert hat. 1967 hat dort auch schon ein gewisser Arnold Schwarzenegger trainiert. Aber dazu bald mehr, ich hab auch ein Video der tollen Kraftkammer dort angefertigt. Wer Training ohne Schnörkel aber mit bestem Material und gut geschultem Personal machen will, ist dort an der absolut richtigen Stelle.

P.P.S.: Ein Dank auch an meinen treuen Blog-Leser Markus Klein, der dort aus der Gegend kommt. Er schaute gestern persönlich sogar vorbei. Er war es auch, der mir die Einladung der Bavariade schickte, weil er sich dachte, dass das was für uns wäre. Danke Markus, stay strong!

P.P.P.S.: Apropos Wettkampf-Teilnahmen. Nächstes Jahr soll wieder ein Bavariade steigen. Und es gibt auch den bekannten Bavaria-Cup, wo man seine Kreuzhebe-Kraft ermitteln kann. Wer nimmt mit daran teil? ;-)

Mittwoch, 11. September 2013

Baumstamm - grausam! Plus VORMERKEN!

Kamerad Gregor hat uns mit einem neuen "Spielzeug" beschenkt. Und was für eines. Der Baumstamm, auf Englisch "log".

Was für ein tückisches Ding. Ganz anders wie eine Langhantel. Man atmet viel schwerer, wenn er auf der Brust aufliegt. Und dann noch nach oben drücken über Kopf. Heftig. Einfach anders. Anstrengend. Sehr sehr gut. Schultern kommen durch die Mangel, Strecker, oberer Rücken, Bauch und Beine, herrlich.

Hier ein Video von meinem Kameraden Ritzi. Wir haben hier auf Technik und Kraft gearbeitet, davor gabs einen Ein-Minuten-Satz, wo es auf Speed und Kraftausdauer ging:



Top-Coach Jason Ferruggia fasst den "log clean&press" (seine absolute Lieblingsübung) so zusammen, das traf vor allem auf unseren Ein-Minuten-Satz damit zu:

"In that case you might do as many as 12-20 reps. Then run straight to the nearest toilet to hang your head over. High rep clean and presses are grueling, but awesome."

Er hat damit recht! Gestern haben wir das eindrucksvoll zu spüren bekommen. Danke Gregor!

ACHTUNG: Wer so einen Baumstamm mal antesten möchte, wer einmal eine richtige Inch-Hantel in die Hand nehmen will. Dazu die besten Tipps&Tricks lernen will, wie man mit dem Körpergewicht im Training unglaublich viele Dinge anstellen kann, dreidimensionales Krabbeln, Seilklettern, Mobilisieren und und und - der sollte sich Anfang November DICK ANSTREICHEN in seinem Kalender. Mehr will und kann ich noch nicht verraten, aber in wenigen Tagen gibts mehr dazu! Es steht was großartiges an hier in Oberösterreich. Fans meiner Seite, die den Content, den ich Woche für Woche liefere, schätzen, sollten das nicht verpassen. Und ich bin nicht alleine. Mit zwei Top-Athleten, die seit Jahren zu meinen Freunden zählen, gibts einen Gig, der es in sich hat. Was genau, wann und wie, das verraten wir in wenigen Tagen. Aber wie gesagt, Anfang November freihalten. Und nicht zögern. Das werden geballte Stunden, wo es Know-How gibt von Leuten, die den Sport atmen, die ihn leben und Praktiker sind, keine fade Theorie, Praxis macht unser/euer (Trainings)-Leben bunt. Und unter Gleichgesinnten gibts no excuses, sondern nur volle Power..Stay tuned!!!

Sonntag, 8. September 2013

Trainingsschmaus im Powerhaus

Hardcore-Studios sind heutzutage nicht mehr wirklich in! Es gibt nur mehr ganz ganz wenige. "Es darf geschwitzt werden" ist einer dieser Slogans auf einem Plakat, der mir gestern hängen geblieben ist. Ich war im "Powerhaus" in Hallwang nahe Salzburg (www.powerhaus.at) erstmals zugegen und es war mit Kamerad Gregor einer der besten Trainings-Nachmittage seit langem für mich!

Ich hab schon in einigen Gyms in Europa und den USA trainiert. Aber dieses Studio ist zweifelsohne einer der absolut besten bisher! Es hat alles was das Herz begehrt. Wenige Trainingshallen sind mir in Erinnerung, wo Thick Bars sind, Kurzhanteln bis 80 Kilo (!), Strongman-Equipment (Yoke, Steine, Reifen,...), ein Boxring, Kletterseil, Maschinen, Power Racks und und und vorhanden sind.

Harte Metal-Musik begrüßt einen, wenn man die Stiegen in einem unscheinbaren Industriekomplex hinuntermarschiert. Und dann gehen einem die Augen auf. Hier ist noch Training im ursprünglichen Sinne möglich, hier trainieren gute Athleten, darunter auch international erfolgreiche im Kraftdreikampf. Die Kerle gestern hatten 220 Kilo plus auf der Hantel, als sie Bankdrücken absolvierten. Kampfsportler sind ebenso willkommen wie Strongman-Begeisterte. Aber auch für ursprüngliches, knallhartes Bodybuilding ist hier alles da, was man braucht. An den Bildern hängen die Legenden von früher, das ist zusätzliche Motivation. Aber ich lass hier lieber mal Bilder sprechen:







Eines der Highlights gestern war ein Farmers Walk mit 2x80-Kilo-Blöcken über 50 Meter. Ich spüre heute Muskeln, die ich sonst nie spüre trotz Kniebeugen, Kreuzheben und Co.! Zwei Daumen hoch für diese "Loaded Carries". Wieder mal die ganze Wucht dieser Top-Übung gespürt. Wir haben mit 2x60 Kilo weitere Gänge gemacht. Als Finisher. Davor Kniebeugen unzählige Sätze, Rudern, Umsetzen&Drücken, und vieles mehr.

Es war ein Trainingsschmaus im Powerhaus. Und es sieht mich bald wieder. Hier ist Hardcore-Training möglich. Wer es nicht nützt, ist s

Donnerstag, 5. September 2013

RIP Casey Viator


Wieder hats eine Golden-Era-Legende des Sports erwischt. Casey Viator ist laut Medienberichten im Alter von nur 62 Jahren gestern von dieser Welt gegangen. Er wird als einer der HIT-Ikonen in Erinnerung bleiben, als einer der weder Intensität und Stärke vermissen ließ in seinen brutalen Einheiten, unter anderem mit HIT-Erfinder Arthur Jones. Vor diesen Einheiten soll sogar Arnold Riesenrespekt gehabt haben! RIP Casey...

Mittwoch, 4. September 2013

Eine unterschätzte Muss-Übung


Der Herr oben wird nur mehr wenigen bekannt sein. David Rigert (Rus), ehemaliger Olympiasieger im Gewichtheben. Und mit einem Trapezius ausgestattet, der fast bis zu den Ohren reicht. Dazu Schultern wie Kanonenkugeln.

Kein Wunder, bei den Übungen, die die Heber tagtäglich absolvieren. Reißen sowie Umsetzen&Stoßen.

Letztere ist in meinen Augen eine vielunterschätzte Sache und in Vergessenheit geraten wie der einstige Held David Rigert. Umsetzen aus dem Hang, gefolgt von Drücken ist eine wunderbare Kombinationsübung, die viele viele Muskeln des Körpers hervorragend abdeckt. In meinen Augen eine Muss-Übung. Vielfach wird sie immer wieder mit Kettlebells auch ausgeführt. Doch ich finde die Langhantel-Version überlegen. Nehmt euch die Zeit und lasst euch die Technik in einem Gewichtheber-Klub zeigen. Es zahlt sich aus.

Danach mit guter Technik ans Werk gehen. Zwei bis drei Sätze mit 5-8 Wiederholungen gefolgt von einem Back-Off-Satz auf 12 bis 20 Wiederholungen. Oder wie ich es gerne mache auch, 10 Sätze à 5 Wiederholungen. Wer es schafft, sein Körpergewicht umgerechnet auf der Langhantel sauber nach oben zu drücken, der hat mit hundertprozentiger Sicherheit keine mickrigen Schultern. Ihr werdet dadurch vielleicht noch kein neuer Rigert werden. Aber euer oberes Muskelkorsett wird dennoch ähnliche Formen annehmen.

Zwei Daumen hoch für Umsetzen&Drücken, oder auf englisch gesagt, Clean&Press!