Sonntag, 30. Juni 2013

The Myth lebt weiter!


Der Mann oben links ist eine Legende. Und leider heuer verstorben. Sergio Oliva, früherer Mr. Olympia in einer goldenen Zeit der Körperkulturistik...

Oliva, auch "The Myth" genannt, wird im neuen Muscular-Development-Heft - ein Hardcore-Magazin in meinen Augen, nimmt man die etwas nervigen Supplemente-Werbungen mal weg :-) - sehr treffend von seinem Weggefährten Arnold Schwarzenegger portraitiert.

Sergio war bekannt dafür, dass er im Training keine Gefangenen machte. Ein Triple-Satz ist beim Lesen schon Brutalität pur: vorgebeugtes Rudern, direkt gefolgt von Klimmzügen, direkt gefolgt von Rudern sitzend. Fünf Durchgänge. Wenig Pause dazwischen. Das war eines seiner legendären Rückenattacken.

Für seine Unterarme hat Sergio etwa auch täglich Reverse Curls und Wrist Curls gemacht, fünf Sätze, hohe Wiederholungen. Täglich. Immer und immer wieder.

Arnold schreibt treffend: "Wer heute von Übertraining daherredet, hat nie mit Sergio trainiert..."

In diesem Sinne, lasst uns die alten Größen nicht vergessen! Ihr Geist und Spirit lebt weiter!

Übrigens: Was mit Boyer Coe eine noch lebende Legende über Sergio auch zu sagen hat, verrät er im Interview mit mir am Podcast auf www.power-quest.cc. Sergio war einer der stärksten seiner Zeit und zweifelsohne ein Koloss. Aber das Seil, das hat es ihm nicht angetan :-)

P.S.: Wer weitere Motivation braucht. Die 80er-Jahre hatten auch was, nicht nur gute Musik, wie hier im Video gleich am Anfang zu hören. Trainingsmotivation pur:



P.P.S.: Im oben bereits erwähnten Heft ist übrigens auch ein großes und sehr einfühlsam geschriebenes Portrait über den ebenfalls verstorbenen Joe Weider. Hätte es den nicht gegeben, hätte viele heute kein Gewicht in der Hand. Er war einer der Wegbereiter der Fitnessbewegung.

Montag, 17. Juni 2013

Video-Nachlieferung

Hier noch mal die Videos vom Trainingslager, weil sie bei einigen nicht angezeigt werden anscheinend:

Lukas beim Reifenflip:



Ich beim Rudern der 70-Kilo-Kurzhantel:



Ein kleiner Studio-Rundgang im "Speedy Fit" in Konstanz:



Janis macht Trizepsdrücken mit dem ganzen Stack:

Einblicke in ein Trainingswochenende

Sieben Stunden Reisezeit haben sich wieder einmal richtig ausgezahlt! Das Trainingslager mit den Kameraden in Dornbirn und der Schweiz war kräfteraubend, schweißtreibend, aber auch einmal mehr ein voller Erfolg! In der Gemeinschaft pusht man sich mehr, man hält mehr hin und holt mehr aus sich raus! Das ist definitiv so.

Hier die Highlights:

Im bestens ausgestatteten Landessportzentrum Vorarlberg machten wir Freitag Abend eine Drück-Einheit mit Incline Bankdrücken, Kurzhantel-Bankdrücken, Dips mit Zusatzgewicht (ein 20WH-Satz mit 15 Kilo war auch drin) und dann nach Seitheben und Triceps-Drücken. Hier Janis, wie er mit seinen 94 Kilo (8 kg Zuwachs seit März übrigens) mal den ganzen Gewichts-Stack bewegt auf Wiederholungen:


Nach einem All-you-can-eat-Ausflug zum Chinesen unserer Wahl ging es abends noch weiter nach Kreuzlingen am schönen Bodensee. Am nächsten Tag wartete die nächste Attacke. Und zwar richtig. Nach einem leichten Frühstück stand eine Beineinheit am Programm.

Der Start erfolgte mit einer absoluten Ganzkörper-Übung. Nichts fordert mehr wie ein schwerer Reifen-Flip. Die Ausgabe von Janis wiegt über 200 Kilo. Wir haben mehrere Serien gemacht, das Ding zieht einem den Stecker, uns wurde beim Flippen fast schwindlig. Hier Lukas beim Kampf mit dem Reifen:


Danach weiter in seinem wohlsortierten Trainingskeller, wo wir Trapbar-Kreuzheben machten auf hohes Volumen, gefolgt von Kniebeugen vorne und hinten mit hohen WH-Zahlen.

Dem nicht genug ging es nach einem Natur-Shake bestehend aus Rohmilch, geschmacksneutralem Whey, Himbeeren und Waldhonig weiter mit der dritten Einheit innerhalb von nur 16 Stunden.

Und zwar ins Speedy Fit in Konstanz. Wer wirklich mal in einer Hardcore-Atmosphäre ohne Schnörkel trainieren will, der sollte dort vorbeischauen. Das Gym ist der absolute Hammer. Alte aber hochwertige Hammer-Maschinen aus den 90er-Jahren, schweres Eisen und Kurzhanteln bis 70 Kilogramm. Wo findet man das noch? Dazu spielt der Inhaber Speedy sogar noch seine eigene, zusammengemischte Musik – ein erfahrener DJ halt nebst stolzem Studiobesitzer. Hier ein kleiner Rundgang, das ist übrigens nur ein kleiner Einblick vom ersten Stock, denn im Erdgeschoss sind noch viele viele Sachen mehr und unzählige Räume:


Klar dass wir auch die 70er-Hanteln bewegen wollten. Und auf Wiederholungen ohne jegliche Griffhilfen gerudert haben. Wir haben uns von 50 kg hochgearbeitet auf jeweils 10 WH immer in 5-kg-Schritten bis 70. Was für ein gutes Gefühl im Rücken und den Armen. Danach die Hammer-Maschinen bedient (Dorian Yates liebte diese Teile). Und dann noch Curls in allen Variationen und mit schwerem Gewicht. Danach war Ende Gelände.

Hier die Videos vom Rudern:




Die mehrstündige Heimfahrt via Zug war dann eine willkommene und bequeme Erholung. Ich kann Reisen mit dem Zug nur empfehlen. Vor allem, wenn man körperlich anstrengende Sachen vorhat. Da muss nicht auch das Autofahren auch noch fordern.

Danke Mark, Lukas und meinem Gastgeber Janis für diese Geschichte.

Alles in allem wieder eine absolut gelungene Geschichte, Fortsetzung folgt bestimmt. Auch Trainingslager bei mir sind natürlich in Planung. Die Natur ist hier ja vor der Haustür.

Einen guten Wochenstart wünsche ich!

Mittwoch, 12. Juni 2013

Random Thoughts

Hallo Freunde!

Einige Tage Abwesenheit, weil viel zu tun war. Aber es ging was weiter.

Hier einige Erkenntnisse der letzten Tage, die Ami-Kollegen nennen sowas "random thoughts":

- Hangwaage: Konnte kürzlich den Front Lever bzw. Hangwaage für einige Sekunden blitzeblank und sauber halten. Der Grund wohl: vermehrte Spannungsarbeit an Ringen und eine dicke Stange (Rundholz - etwa 70 mm Durchmesser) und nur wenige Zentimeter vom Boden entfernt. Ging echt wunderbar. Hab diese Übung nie wirklich verfolgt oder geübt! Hab das ganze auf Kreta vollführen können, war also auch die Sonne ein Motivator. Training am Strand mit dem eigenen Körpergewicht samt Sprints im Sand (und eventuell dem mitgebrachten Jungle Gym) ist einfach herrlich. Das ist Naturtraining pur.

- Spareribs oder auf gut österreichisch "Ripperl": Heutzutage konsumieren wir Fleisch meist so: fertig zubereitet, filetiert und portioniert. Ab und an sollte man aber auch etwas anderes machen. Fleisch am Knochen zu essen hat etwas Animalisches. Aber auch etwas, dass der Mensch in seinen Genen hat, da bin ich mir ganz sicher! Mein Rat: weniger ist mehr. Also gute Fleischqualität und lecker mit Marinade zubereitet. Hab ich gerade zu Mittag genossen. Ebenfalls ein guter Tipp: Fleisch meist mit Gemüse kombinieren auch. Hilft der Verdauung.

- Biorythmus-Diät: Ich lese immer viel und bin ständig auf der Suche. Kürzlich wieder was interessantes gefunden: die Biorythmus-Diät. Der Norweger Borge Fagerli, selbst erfolgreicher Bodybuilder, hat es geformt. Und es macht definitiv Sinn. Angelehnt und ähnlich mit anderen Systeme, aber eben sehr einfach. Hier mehr dazu: http://www.reactivetrainingsystems.com/vforums/content.php?108-The-Biorhythm-Diet
Hier schreibt auch ein Blogger (übrigens ein sehr starker mit seinen 82 Kilo Körpergewicht) noch mehr davon: http://circastrength.blogspot.com/2013/04/the-biorhythm-diet_18.html
Für mich funktioniert das die letzten Wochen auch schon sehr gut im Test. Ich habe gut Energie an Trainingstagen, lege etwas Gewicht zu, scheint aber Magermasse zu sein, der Spiegel bestätigt das.

- Post-Workout: Es schweben dazu viele viele Tipps umher, was man nach dem Training konsumieren sollte. Ich halte mich an Dan Duchaine seit einigen Wochen, weil es einfach lecker schmeckt: Whey in Milch und Cornflakes. Jawohl richtig gelesen. Cornflakes aus Mais (ohne Zuckerzusatz) sind reine Maisstärke. Maxy waize, wie es die Supplemente-Hersteller heute bewerben in ihren Produkten.

- Kettlebell-Wettkampf: Das flatterte via Mail herein. Der werte Darius Kubajka veranstaltet in Düsseldorf einen Kettlebell-Wettkampf für Einsteiger. Alle Infos auf www.kettlebell-club.de

- Seminar: Wenn wir gleich bei Veranstaltungen sind. Hier noch was im schönen Innsbruck:
https://www.facebook.com/events/125317757677113/

- Ausblick: In wenigen Tagen gibts wieder Videos. Ein weiteres Trainingslager unter Kameraden steigt. Diesmal in der Schweiz bei Kumpel Janis. Training nach der alten Schule ist geplant: Push, Pull und Legs an zwei Tagen in drei Einheiten. Wir werden Eisen bewegen. In einem der genialsten Studios unter anderem, das ich kenne.

That's it, genug wohl zu lesen, eine gute Restwoche wünsche ich!

Übrigens: Mein Reisebegleiter auf dem langen Weg in die Schweiz ist ein altes Buch von Frank Zane, "Workout Diaries". Ein herrliches Werk.

Samstag, 1. Juni 2013

Der Körper als Auto

Nate Miyaki hat es im Interview mit mir auf www.power-quest.cc hat es schon richtig erklärt: Seinen Körper kann man wie ein Auto sehen. Bei wem es dauernd in der Garage steht, der braucht wenig bis gar keinen Treibstoff (Kohlenhydrate). Wer aber viel herumfährt (Krafttraining oder anaerobes Training drei- bis viermal die Woche und mehr), der sollte regelmässig auftanken (Glykogenspeicher). Am besten mit Kohlenhydraten, die der Körper gut verträgt, also wenig bis gar nicht verarbeitete. Meine Empfehlung: Kartoffeln jeglicher Art, Reis, Haferflocken. Klassiker halt.

Aber lasst euch in der heutigen Zeit, momentan gerade geprägt von einer Kohlenhydrat-Angst, nicht verunsichern. Wer nichts tut, braucht auch wirklich nicht viele Kohlenhydrate und braucht vor allem ein Kaloriendefizit. Aber wer aktiv ist und was tut, der darf schon hinlangen. Denn heute werden unsportliche Personen und Athleten oft genug über einen Kamm geschert.

Nicht selten kommt es auch vor, dass man auf einen etwas höheren Eiweißkonsum angesprochen wird. Auch das hat seine Gründe. Einer/eine, der/die selbst nichts tut, klar, der kann sich schon an die (verallgemeinernden) Angaben der Ernährungsindustrie halten. Aber aktive Athleten haben einfach einen etwas anderen Bedarf. Man muss es auch nicht in die andere Richtung übertreiben. Aber eines ist gewiss. Wenn ich auf meine 1,7 bis 2 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht über den Tag komme, regeneriere ich einfach viel viel besser! Und wenn es einmal weniger ist, bricht die Welt auch nicht zusammen. Ori Hofmekler schreibt in einem seiner Bücher, dass der Körper manchmal auch ein Eiweißdefizit gut für sich zu nützen weiß. Angst vor Muskelverlust ist auf alle Fälle unbegründet. Viel mehr kann der Körper vieles regulieren, reinigen und modifizieren.

Zum Thema Eiweiß ist mir in den letzten Monaten auch vieles bewusster geworden. Molke alias Whey ist für mich ein Nahrungsmittel mittlerweile und kein Supplement. Ich bevorzuge natürlich geschmacklos und ungesüsst, womit Süß- und sonstige Zusatzstoffe, die kein Körper braucht, wegfallen. Es ist kein Wunder, dass schon in den 60er-Jahren die Bodybuilder aus der Tschechoslowakei von den Molkereien das Molkepulver, dass dort ansonsten weggekippt wurde, in Säcken holten! Sie wussten schon um dessen Wert.

In diesem Sinne, ein gutes Wochenende!

P.S: der Gewinner des Musikblogs wird in Kürze gezogen und bekommt ein Powerteam-Leibchen! Danke für all die guten Musiktipps. Bei mir rennt die Musikbox derzeit dauerhaft :-)

P.P.S.: Mark Dorninger hat mich informiert, bei ihm ist das (riesige) Kettlebell-Lager nun wieder prall gefüllt. Keiner liefert schneller wie er, das hat mir erst kürzlich wieder ein Bekannter aus Deutschland bestätigt.

P.P.P.S.: Mein heutiges Beintraining ist "simpel". Aber gut. Ich werde die Trapbar beladen mit ansprechendem Gewicht und auf ein Gesamtvolumen von 100 Wiederholungen gehen für die gesamte Einheit. Eine Übung "nur". Eine gute und eine, die keine zweite braucht. Probier das mal. Eine Übung und die bearbeiten in einem Training bis zum Gute-Nacht-Lied. Volle Attacke!