Montag, 30. Dezember 2013

2014 kann kommen

Mein Kollege Thomas arbeitet gerade hart an einem der schwersten Strength-Feats, die ich kenne. Dem Rafter-Chin, also einem Klimmzug an zwei schmalen Holzleisten. Erfordert ein Höchstmaß an Griffkraft, an Zugkraft und koordinierter Muskelarbeit. Inspiriert wurde er durch meinen Freund Karl Humer, der vor einigen Jahren diese Sache sogar im L-Sitz schaffte. Das Video ist tausendfach gesehen und mittlerweile legendär.

Hier aber Thomas bei seinen neuesten Versuchen, das sieht schon hammermäßig aus.



2014 kann kommen. Für ihn, für mich, für uns. Ein guter Tipp noch: Geht euer Trainingstagebuch (ich hoffe sowas habt ihr, ansonsten ist das gleich einmal ein guter Vorsatz!!!!) noch mal durch, schaut euch an, wann ihr gute Einheiten hattet, wann weniger. Lernt aus der Vergangenheit und nützt es für die Gegenwart und Zukunft!

Ich werde morgen traditionell noch einen Bergmarsch absolvieren und ein Training, danach kann das Neue Jahr kommen.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch,

Dominik

P.S.: Ich halte nicht viel auf die Silvesterschießerei und Sauferei. Viel besser ist das Geld in gutes, gesundes Essen, gute Trainingsutensilien und Supplemente investiert. Meine Meinung.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Die Einser-Regel im Training

Wenn wir ehrlich zu uns sind, werden wir uns in diesem Artikel ertappen sicher!

Ein super Reminder von Dan John:

http://www.menshealth.com/fitness/fitness-rule-you-must-follow

Montag, 23. Dezember 2013

Euer Privileg - nütze es...

Einmal im Jahr die Straßen sind ruhiger als sonst die Leute freundlicher als normal

Einmal im Jahr das Licht geht an in meiner kleinen Trainingshütte,
der Atem malt Nebel in die kalte Luft die Hantel fliegt wie immer, bald ist das Hemd schweißgetränkt das Gefühl, eins zu sein mit dem Körper ein dankbares Gefühl ein Privileg, wer es nicht schätzt, hat das Leben nicht verstanden...

Ich habe Weihnachten mit Absicht oder auch nicht oft meine schwersten Einheiten meines Trainings-Jahres absolviert. An Geburtstagen war es ähnlich, aber Weihnachten war dennoch noch anders. Ich kann mich an eisig kalte Tage erinnern, wo ich am Sportplatz Seilgeklettert bin im Wechsel mit Krabbeln eine Stiege rauf und runter, dass mir fast die Finger abgefallen sind. Oder an einem Farmers Walk mit zwei 32er-Kettlebells. 2000 Meter zu einer Hütte im Wald hoch. Ich habe ewig gebraucht, oft abgesetzt, runter bin ich dann heimgelaufen um das Auto zu holen und die Kugeln heimzubringen. Aber ich bin angekommen. Ich erinnere mich an Einheiten von Kameraden. Einer, Harry, hat am 24. Dezember mal die Idee umgesetzt, 500 Swings und 500 Pushpresses mit der 16er am Stück zu machen. Geniale Geschichte, wenn du das liest, schönen Gruß nach Linz/Sattledt!

Das ist der Tag, wo man Challenges machen kann. Wo man hinhalten sollte. Wo man sich die Zeit als Präsent machen sollte. Mögen andere faul auf der Sofa liegen. Das kann/darf auch ruhig sein. Aber nicht 24 Stunden lang. Der 24. ist es wert, genützt zu werden. Sich vor dem Weihnachtsbraten noch mal die Trainingskugel geben, ja das hat was. Ganz alleine, für sich, eins werden mit einem selbst. Genießt die Ruhe dieses Tages, werft die Hektik der letzten Wochen ab, das planlose Umherrirren. Es gibt Stunden, die muss man sich merken. Einheiten am 24. sind es, die ich mir immer merken werde. Weil ich mir oft nichts geschenkt habe.

Das wollte ich euch schenken wenige Stunden vor dem nächsten Weihnachtstag. Haut rein, euer Körper und Geist ist euer schönstes Geschenk, nützt und pflegt ihn. Lasst euch noch was gutes einfallen für morgen.

Frohe Weihnachten schon jetzt an euch da draußen, an alle treuen Leser/innen und Trainier/innen, Dominik

P.S.: Wie schaut euer Weihnachtstag aus trainingsmässig? Gebt Bescheid in der Kommentarfunktion. Würde mich schwer interessieren und motivieren? Ich plane eine Challenge. gutes Gewicht auf die Langhantel. Damit 100 Wiederholungen gesamt machen. Umsetzen&Frontkniebeuge. Ich weiß jetzt schon, dass mich das eine Zeitlang beschäftigen wird...Danke Dan John für die Anregung.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Kurz, aber schmerzvoll - 350er-Methode

Eine super Methode, um dem Muskel den richtigen Reiz zum Wachsen und Stärkerwerden zu geben, ist die 350er-Methode von Paul Carter. Als Beispiel: Man nehme Dips. Wer 25 WH kann am Stück, hängt sich 10 kg an. Dann versuchen, im ersten Satz 15-18 WH schaffen. 2 Minuten Pause. Dann zweiter Satz, wieder ans Maximum gehen. Es werden vielleicht 12-15 werden. Wieder die 2 Minuten Pause (und diese einhalten, nicht 1, nicht 3 Minuten Pause!). Danach ein dritter Satz, wieder Maximum. Wer 8-10 schafft, ist gut dabei. Fertig. Autsch. Ziel wäre es, in diesen drei Sätzen 50 Wiederholungen gesamt zu schaffen. Wer das getan hat, kann das Gewicht erhöhen. Geht für viele Assistenzübungen: Klimmzüge, Curls, Dips, Schulterdrücken usw. Ausnahmen würde ich nur bei Beugen und Kreuzheben machen. Das wäre zu gefährlich fast. Kurz, aber schmerzvoll...probiert das mal!

Montag, 9. Dezember 2013

Vergesst die alten Helden nicht...

Meine Kniebeugen-Attacke geht munter weiter. Letzte Woche hab ich die 90 Kilo auf 50 Wiederholungen am Stück unter Dach und Fach gebracht. Der Satz dauerte lang, die Pause danach noch länger :-) Nun geht es weiter mit 20er-Wiederholungen, ich will in Balde das Eineinhalbfache des Körpergewichts beugen.

High-rep Squats - eine althergebrachte Wachstums-Methode. Eine, die viel zu oft leider vergessen ist. Wie viele alte Helden, gute Schreiber, die Praktiker und Theoretiker zugleich waren. Leute wie ein Bill Starr etwa. Wer kennt noch "Strength&Health", das legendäre Magazin, das es leider nicht mehr gibt? Starr war in den 60er bis 80er-Jahren einer der "Star-Schreiber" :-). Seine Artikel haben heute noch Gültigkeit. Es ist der Kerl hier in diesem Bild:
 

Starr schrieb und schreibt auf den Punkt. Er macht es noch immer, auf Seiten wie www.startingstrength.com. Und es ist ein Frevel, wenn man Leute wie ihn nicht liest. Wer sich ernsthaft mit Krafttraining mit der Langhantel auseinandersetzt, kommt an ihm nicht vorbei eigentlich. Seine Methoden sind noch immer en vogue heute. Nur werden sie anders verpackt und genannt, um den Leuten "was neues" zu verkaufen.

Lest euch hier mal ein in einige seiner Artikel:

http://billstarrr.blogspot.com/

Ich kann seine Sachen jedem nur ans Herz legen. No-nonsense, was er schreibt. Und er hat es auch selbst gelebt....Bill Starr. Ein Name, den sich viele merken sollten.

Einen guten Wochenstart wieder mal. Fight on!

Samstag, 30. November 2013

Wachstumsbeschleuniger

Fünf Wochen bin ich nun beim Programm "Mass made simple" von Dan John und eines kann ich schon jetzt vorab sagen als Fazit. Wer seinen Beinen mal einen richtigen Reiz geben will zum Wachsen, der ist damit bestens bedient. Oft kommen Wachstumsfortschritte verzögert meist, aber hier war schon jetzt was zu erkennen. Eine Hose, die ich mir vor wenigen Wochen erst gekauft hatte, passt nicht mehr wirklich. Um die Hüfte nach wie vor, um die Oberschenkel leider weniger. Was das sagt: wenig Fettgewinn, viel Muskelgewinn scheinbar. Ich habe vermehrt Rohmilch am Start und das dürfte in meinen Augen wohl den größten Unterschied ausmachen. Ich futtere aber beileibe nicht wie ein Scheunendrescher, wie bei solchen "Bulking-Programmen" oft angewiesen, diese Philosophie gefällt mir weniger. Lieber gute, qualitative Lebensmittel, die sättigen und auch einen guten Energiewert haben. Aber noch stehen 2-3 schwere Einheiten aus. Die richtig schweren. Ziel am Ende des Programms ist eine Kniebeuge mit dem eigenen Körpergewicht am Rücken auf 50 Wiederholungen am Stück. 60, 70 und 80 kg konnte ich schon am Stück beugen, nun visiere ich die 90 noch an die nächsten zwei Wochen. Das wird noch einmal mörderisch. Ich bin nach jedem 50er-Satz ziemlich platt gewesen einige Minuten. Ein heftiger Stimulus. Der Wirkung zeigt. Ab und an braucht man solche Trainingsphasen im Jahr, wo man einmal hart hinlangt sind gut. Der Winter ist eine hervorragende Zeit dafür. "Short, abbreviated, hard training" ist angesagt. Im Sommer kann man sich dann wieder hochfrequenter austoben. Der natürliche Wechsel der Jahres(trainings)-Zeiten. Vollgas voraus ins Wochenende, hinhalten lautet die Devise!

Dienstag, 26. November 2013

Der Trainingsnomade

Möchte hiermit auf einen meiner neuen Trainingsfreunde hinweisen, den guten Thomas Wulff. Der einen sehr lesenswerten Blog begonnen hat und zwar hier:

http://www.trainingsnomaden.blogspot.com/

Thomas ist aber kein Theoretiker, sondern ein Praktiker. Das habe ich bei mehreren Trainings mit ihm mittlerweile mehr als eindrucksvoll feststellen können. Mit meinem Spezi Gregor gibt er nahe München nun des öfteren gehörig Gas!

Und zeigen tut er das auch hier (inkl. super Shirt von Power-Quest :-):



Der "Rafter Chin", eine der absoluten Spezialitäten meines Kumpels Karl Humer, hat es auch ihm angetan. Wer glaubt, das sei leicht, einfach mal probieren und ran an die (dünnen) Leisten. Frustrationspotential - hoch ;-)

Hier der Meister bei der Arbeit, das verlangt Eisengreifer vom Allerfeinsten:



Kollege Thomas konnte übrigens beim ersten Kontakt mit der 38er-Inch-Hantel diese 17mal rudern und fast den 3er-Gripper von COC schließen. Was vom jahrelangen Klettern und akribischem Trainieren herrührt! Es wird einem also nichts geschenkt. Erinnert irgendwie an den vorangegangenen Blogpost. Intensität ist gefragt.

Als HERR DER RINGE kann man den guten Alex Lechner übrigens zweifelsohne bezeichnen. Wer mit brachialen 98 Kilogramm auch dann noch fast einarmige Handstände herbringt, das verlangt schon tiefen Respekt ab.

Bei der Naturwerkstatt vor zwei Wochen konnte ich mich auch von der Qualität seiner selbst angefertigten Holzringe (www.turnringe24.de) wieder einmal überzeugen. Mit den Plastikdingern ist das absolut nicht vergleichbar. Wer sich beim Muscle-Up oder ähnlichen an diesen plagt, sollte es mal mit Holz probieren. Viel bessere Haftung, viel besseres Gefühl in der Hand. Nur ein kleiner Tipp am Rande.

Samstag, 23. November 2013

Intensität pur

"Du kannst stundenlang so tun als ob du trainierst, oder einfach eine Stunde lang so hart trainieren wie es nur geht" - das sagte ein Olympiasieger einmal in einem Fernsehinterview und dieser Satz ist mir in Erinnerung geblieben. "Intensity trumps volume all the time" schreibt Clarence Bass in seinem aktuellen Buch "Take Charge". Und Tom Platz meinte: "Ich musste mit noch mehr Intensität als die anderen trainieren, denn nur so konnte ich mit den genetischen Freaks wie Arnold und Robbie Robinson zumindest mithalten." Die Wahrheit liegt in der Mitte. Intensität ist wichtig, ausreichendes Volumen ebenso. Zuviel Volumen nicht gut, zuviel Intensität eher noch besser! Ich bin gerade mitten im Programm "Mass made simple" von Dan John, das beide Attribute höchst intelligent vereint. Ein sehr empfehlenswertes Werk, das ich jedermann/frau ans Herz lege, der ein wenig aufpacken will und das mit Qualität und Sorgsamkeit!



Das Programm ist neben einigen Tweaks bei der Ernährung im Training vor allem auf zwei Eckpfeiler aufgebaut. Langhantel-Complexe und Kniebeugen auf hohe Wiederholungszahlen. Heute waren bei mir 70 Kilogramm dran. Am Stück zu beugen für 50 Wiederholungen. Jawohl, 50, eine ungewöhnlich hohe Zahl! Aua. Aber es ist wirksam. Man keucht danach wie ein Rennpferd, die Beine sind blau und man weiß nicht so recht, ob man liegen, sitzen oder stehen soll danach. Was für ein immenser Reiz auf Körper und Stoffwechsel. Das kann nur etwas anregen...

Probiert es mal mit Intensität. 2-3 Sätze in einer Einzeit, wo ihr ans Maximum geht, wo ihr alles hineinlegt. Auf lange Sicht sind diese Sätze sicher entscheidender als halbe Einsätze ohne viel Tiefgang! "Mass made simple" - auf Amazon gibt es bei uns leider nur die Kindle-Version, aber die ist ja mit dem gratis dazugelieferten Reader auch auf PC und Laptop problemlos lesbar. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen! Sechs Wochen Vollgas sind zu absolvieren damit und danach kann man abrechnen. Bringen tut es auf alle Fälle etwas. Man muss es nur ausführen. Augen zu (nein, diesmal keine Internet-Recherche zum neuesten Programm) und durch, auch wenn es brutal weh tut in so mancher Einheit. Das Ziel am Ende ist, das Körpergewicht auf 50 Wiederholungen zu beugen. Schiere Brutalität! Heavy intensity meets moderate volume...

Ich "freu" mich jetzt schon auf die nächste Beuge-Einheit :-)

Ein gutes Wochenende.

Freitag, 15. November 2013

Übermenschen???

Ist es das weltumspannende Internet mit seinen unzähligen Social-Networks oder ist es der Trend der Zeit mit Modelcasting-Serien, Musikcasting-Serien und und und. Wir begehen oftmals den Fehler, Trainer oder Athleten zu Übermenschen zu stilisieren. Klar inszenieren sie sich selbst auch gerne so. Aber oft sind es auch wir, die ihnen dieses Attribut geben, obwohl es gar nicht stimmt.

Dabei hat ein jeder seine Schwächen, doch im Soge eines Hypes vergessen wir das oft. Übermenschen, das waren andere, falls es sie überhaupt gab. Leute oft, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen, die still ihr Werk tun, für andere und für sich und es nicht an die große Glocke hängen. Leute, die ihr Leben für wohltätige Zwecke aufopferten, ich denke hier an eine Mutter Theresa aber auch Leute, die tagein, tagaus schuften, um irgendwie zu überleben und dennoch keine krummen Dinge tun.

Auch ein Patent auf Training oder eine Form von Training hat keiner. Bewegung und Training ist Freiheit, ein Grundrecht, das jedem einzelnen zur Verfügung steht und das niemand jemand anderem verbieten kann.

Vorbilder haben ist wichtig und gut. Aber auch Vorbilder haben Stärken UND Schwächen. Das sollte sich jeder immer eingedenk sein. Ein jeder hat klein angefangen, ein jeder musste sein Handwerk erlernen. Der eine durch Schweiß vielleicht, der andere durch Talent und Gabe. Aber perfekt ist nichts und niemand. Daran arbeiten ist keine Schande, es zu erreichen, wohl unmöglich...

Montag, 11. November 2013

Naturwerkstatt ist Geschichte und auch Zukunft

"Dieser Workshop war einfach nur genial! Soviel geballtes Wissen unterschiedlichster Disziplinen, ob BWE-Exercises, Mobility, Stretching, Movements, Ernährung etc.,die natürlich miteinander verschachtelt sind und einfach zusammen gehören, bekommt man sicherlich g a a a n z extrem selten! Ihr habt etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt! An alle, die sich mit dem Gedanken tragen ähnliches auszuprobieren - greift zu, wenn dieser Workshop noch einmal angeboten wird - Ihr werden nichts besseres oder vergleichbares finden,vor allem mit so außergewöhnlich guten Trainern! Die Atmosphäre, bedingt durch die menschliche Art und Weise der Coaches und die Stimmung unter den Teilnehmern, die gemeinsam auf unterschiedlichste Ziele hinarbeiten - einfach unbezahlbar und ein riesiges Erlebnis! Ein herzliches Danke an euch alle!!!"

Das war das Resümee von Dieter vom vergangenen Wochenende und solche Worte freuen Alex Lechner, Oliver Klettner und meine Wenigkeit natürlich sehr. Von der "Naturwerkstatt" nachlesen kann man deshalb auch bei Alex am Blog: http://einfaches-training.blogspot.com.

Ich wiederhol mich hier, aber der baumlange Kerl mit seinen fast 100 Kilos ist beeindruckend, wenn er sich wie eine Gazelle am Boden bewegt oder an den Ringen schwierigste Übungen ausführt. Obendrein kann er während dieser Übungsausführungen reden. Rhetorisch 1A, der Mann hat Trainings-Wissen ohne Ende.

Und dann kommt noch ein Oliver daher, hat noch nie in seinem Leben Kreuzheben gemacht und zieht einfach mal so mir nichts dir nichts 180 Kilogramm. Was für eine Ansage! Das zeigt, was in BWE-Training wirklich steckt. Und das in einem der letzten Blogs schon erwähnte "Becoming Bulletproof" ist eines seiner täglichen Wegbegleiter, das er so fit ist! Das nur als kleine Anmerkung. Fortsetzung von diesem Workshop, der begeistert aufgenommen wurde, folgt bestimmt! Wer fit werden will, super Leute und Gleichgesinnte kennenlernen möchte und gerne in einer Top-Atmosphäre trainieren würde, der ist bei uns genau richtig!

EDIT: Ein gutes Review findet ihr auch hier bei Kollege Thomas: http://bleedingbeast.blogspot.co.at/2013/11/awakening-naturwerkstatt-in-der.html

Sonntag, 27. Oktober 2013

Aufzeichnungen von guten Zeiten

Ein dicker Muskelkater vor allem in den Beinen erinnert mich wohl noch einige Stunden an das abgelaufene Wochenende. Es wurde nicht nur die Zeit verschoben, sondern auch gute Gewichte bewegt. Gemeinsam mit Freunden. Erst mit einer Einheit im Powerhaus in Hallwang (ein Hardcore-Schuppen, wie es ihn leider nur mehr ganz ganz selten gibt - mehr infos in einem vorangegangenen Blogpost), danach ging es weiter nach Erding. Dort in der Therme regeneriert und am nächsten Tag einen weiteren Angriff gestartet.


Und zwar in einer legendären Location. Dem ältesten Gym Münchens, übernommen in den 90ern dann von Ercan Demir (im Bild oben mit mir und Janis), vielleicht einigen bekannt von der guten Filmdoku "Pumping Ercan". Der Kerl ist straight und eine Hausnummer, das Gym ist klein, aber hardcore und mehr als fein. Eine Maschine drinnen wurde in den 60er-Jahren von niemand geringerem als Arnold bedient auch. Man kann sich vorstellen, wie man sich dann fühlt. Das Studio hat keine Schnörkel, sondern das, was es benötigt, um ordentlich zu trainieren. Danach war der Akku leer. Und wurde bei einer weiteren "Thermeneinheit" in Erding wieder aufgetankt. Was fanden wir noch: einen genialen Rohmilchautomaten. Der stand direkt neben einer Weide mit grasenden Kühen. Der absolute Hammer, gleich neben der Therme. Statt Weißbier gabs also literweise vom wahren weißen Gold :-)

Alles in allem war das wieder ein feines Wochenende, wo auch der gemeinsame Spass nicht zu kurz kam.

Unbedingt HINWEISEN möchte ich noch auf eine weitere Perle, die nun auf www.power-quest.cc online ging. Nein, nicht Arnold Schwarzenegger war der erste deutsche Mr. Universe. Das gelang einem anderen und der lebt noch: Leopold "Poldi" Merc. Und genau den hab ich für ein Interview bekommen. Der nach wie vor trainierende Merc kann mehrerlei Sprachen fließend, lernt gerade Griechisch, ackert nach wie vor im Studio und erfreut sich bester Gesundheit. Wer Motivation braucht und einen kleinen A....schtritt, der sollte sich das anhören.

Hier der direkte Link:

http://download.power-quest.cc/PQ-podcast424.mp3

Und so sah Poldi damals bei seinem Sieg aus:

http://www.musclememory.com/magCovers/hs/hs9326.jpg

Hammer oder. Eine griechische Statue. Ohne Drogen, aber mit viel hartem Schweiß gemeißelt!

Ein Dank gilt Dr. Andreas Müller, der mir die Verbindung zu Poldi legte. Andreas gewann vor einer Woche die deutsche Meisterschaft der Natural Bodybuilder in der Masters-Klasse, Leon Schmahl sicherte sich den Gesamtsieg dort. Beide sind auf dem Podcast mehrfach zu hören übrigens auch!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

"Dare to dream"

Letztens hab ich einen Bekannten getroffen wieder nach einigen Jahren. Er sei Student sagt er mit magerem Geld-Budget, aber er würde gerne trainieren und aufbauen. Klar, Training mit dem eigenen Körpergewicht ist da sicherlich der richtige Rat. ABER und dieses aber unterstreiche ich. Im selben Gespräch erwähnte er auch, dass er schon irsinnig gespannt auf das neue Handy der Marke ... ist, das nun ja bald rauskommt. Da muss ich eines sagen: Der Kerl kann mir erzählen was er will, aber ernsthaft trainieren ist dann nicht wirklich sein Ziel. Denn er setzt Prioritäten falsch. Warum immer der neuesten Technologie nachlaufen. Eine Langhantelstange und Gewichtsscheiben kosten weniger als so manches Handy, das nach einem Jahr ohnehin schon wieder von seinem Nachfolger überholt ist. Ich würde gerne sehen, dass Leute wieder mehr in Equipment investieren. Die meisten kommen einfach nur mit allerhand Ausreden daher. Und vergessen dabei, dass sie woanders weit mehr sparen könnten.

Ich habe nun mittlerweile an drei verschiedenen Orten eine Langhantel postiert, somit ist ein Gewichtetraining fast überall möglich. Denn die Kombi Langhantel und Körpergewichts-Training in Kombination ist meiner Meinung nach der einen oder anderen alleine überlegen. Die Investition zahlt sich einfach aus. Und Eisen überlebt den Menschen. Einmal angeschafft, immer verfügbar! Ob John Grimek, Reg Park oder Arnold Schwarzenegger - die Kraftmänner der alten Schule verstanden es, beides optimal für sich einzusetzen.

Dedication - das ist auch etwas, das Tom Platz, der "Golden Eagle" verstand. Ein legendärer Typ, von dem noch heute viele reden. Wer ihn nicht kennt, hier eines seiner größten Meilensteine. Mehr dazu zu schreiben, erübrigt sich bei dieser unglaublichen Leistung. Es waren aber nicht seine Muskeln und Kraft alleine, die ihn dazu befähigten, sondern auch sein Mindset, sein schierer Wille:



Ich habe ein handsigniertes Buch von Platz zuhause. "Dare to dream" schrieb er da rein, "Wage, zu träumen".

Ein jeder von uns sollte das tun in seinem Bestreben, stärker, besser, fitter zu werden. Träume werden irgendwann wahr - wenn man es nur unbedingt will. Halbe Sachen führen selten zum Erfolg. Wer falsch investiert, bekommt auch einen anderen Ertrag...

Ein gutes Wochenende wünsche ich schon jetzt, ein Trainingslager der harten Art mit Freunden in Bayern und Salzburg geht morgen an, mit intensiven Einheiten an guten Plätzen bis Sonntag. More to come - Dare to dream...

P.S.: Ein Gerät, dass ich mit zwei hohen Daumen empfehlen kann, ist bei mir seit Jahren schon in der Trainingshütte: die Trapbar. Ich schätze weniges so sehr wie diese hexagonale Stange, die meinen unteren Rücken schont, meine Beine unnachahmlich bedient und vielseitig verwendbar ist.

P.P.S.: Mein erster Sporthändler und das sage ich immer mit gutem Gewissen: Mark Dorninger von www.spodo.at - bei ihm habe ich mir Dienstag eine Langhantel bestellt, am Mittwoch war sie schon da :-) Lieferservice, wie er eigentlich schneller nicht geht...

Dienstag, 15. Oktober 2013

Move (simple)

Und, Tim Andersons Buch schon ins Auge gefasst? Wenn nicht, lest den vorangegangenen Post noch mal. Ich habe meinen Tag gerade wieder mit einigen "Resets" begonnen und fühle mich (fast) wie neugeboren :-) Hier nun ein neues Interview von mir mit einem der aufstrebenden Szene-Namen: Anthony Mychal: http://download.power-quest.cc/PQ-podcast422.mp3

Eine Video-Kostprobe von ihm auch, der Kerl ist gut drauf und hat auch Humor:



Und diesen Artikel lege ich vielen ans Herz, gut lesen (und vieles davon ausführen): http://npcnewsonline.com/powerbuilding-you-dont-grow-in-the-gym/63930/

Somit einen guten, starken Wochenstart. Positive Energie statt Lamentieren bringt einen wieder ein paar Schritte weiter! Haut rein.

Ich habe gestern auch mit diesem Programm angefangen, da es "nebenher" (2-3 Minuten pro Tag) locker mit geht und mir schon in der Vergangenheit in so ähnlicher Form enorm viel Zugkraft einbrachte. http://www.t-nation.com/workouts/chin-up-project - Ist ähnlich dem PLP, bezogen halt "nur" auf Chins.
Wer mitmacht und mir danach Bericht erstattet, wird mit einer kleinen aber feinen Aufmerksamkeit belohnt!

Sonntag, 13. Oktober 2013

Eine Empfehlung von Herzen!

Ich empfehle nur Dinge, die ich selbst austeste oder von denen ich überzeugt bin, dass sie was bringen. Und die Arbeit von Tim Anderson ist etwas, die es nicht genug zu schätzen gibt. Er wird in letzter Zeit oft kopiert, aber selten erreicht. "Becoming Bulletproof" ist ein Buch, dass mir mein Spezi Oliver Klettner vor einigen Monaten empfahl. Ich hab den Kauf des Büchleins nie bereut. Im Gegenteil, ich denke, dass es langfristig für meinen Körper eine enorme "Versicherung" ist! Krabbeln und Co. hat alles Anderson ins Spiel gebracht. Gestern Samstag hab ich in der Turnhalle selbst einmal mehr die Mächtigkeit von Übungen wie dem "Spiderman Crawl" am eigenen Leib verspürt. Aber Andersons Ansätze gehen übers Training hinaus. Es geht ihm viel mehr auch um einen im alltäglichen Leben fitten und belastbaren Körper. Mit simplen Übungen wird dieser "resettet", sozusagen "bulletproof" gemacht!



Und hier noch ein downloadbares PDF, das man sich ansehen kann und einen kleinen Einblick in den Ansatz von Anderson geben:
http://www.becomingbulletproof.net/Resources/free3minuteresethandout.pdf

Aber ich empfehle wie gesagt das Büchlein (siehe Box oben). Kostet ja obendrein einen Bagatell.

Freitag, 11. Oktober 2013

Random Thoughts

Mit Albert Busek ist heute ein Mann 70 Jahre alt (jung) geworden, der viel für die Athletikszene getan hat in den letzten Jahrzehnten. Unter anderem hat er auch maßgeblich einen jungen Arnold Schwarzenegger gefördert. Herzliche Gratulation! Apropos Schwarzenegger. Der Kerl rührt auch nach wie vor um und wie. Man mag zu Supplementen stehen wie man will, um das geht es auch nicht und das der gute Arnold gutes Geld macht nun mit einer eigenen Supplemente-Linie, mag ihm auch verziehen werden :-). Aber die Szenerie am Venice Beach ist einfach herrlich, wie hier am Promotion-Video zu sehen ist:



Wer einmal die Möglichkeit hat, sollte Venice aufsuchen. Der Hauch von damals aus den goldenen 70er-Jahren zieht noch immer ein wenig durch die Luft. Arnold sagt auch ganz klar und deutlich, wo der Wind herweht in Bezug auf Supplemente. Eine "Zugabe" zum normalen Essen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer Ideen für ein gutes Wochenend-Training braucht (ich werde mir das Sonntag zu Gemüte führen), der sollte es mal hiermit versuchen:
10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 Wiederholungen von:
- Kreuzheben: 1 1/2fache des Körpergewichts auf der Stange
- Bankdrücken: Körpergewicht auf der Stange
- Umsetzen: 3/4 des Körpergewichts auf der Stange

Nennt sich bei Crossfit so schön "Linda". Doch es steht nicht Zeit im Vordergrund hierbei wie bei den lieben Crossfittern, sondern in meinen Augen besser die saubere Ausführung. Das Workout ist auch so schwer genug. Natürlich ist das ganze runterskalierbar, das ist in vielen Fällen auch ratsam!

Ein gutes Wochenende, let's do some good, hard training würde Arnold wohl sagen!

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Stärken-Schwächen

"Die Stärken beibehalten und bearbeiten sowie die Schwächen bearbeiten und stärken" - ein wichtiger Grundsatz im erfolgreichen Training. Wer nur seine Schokoladenseite bedient, steht irgendwann mal an! Wer aber seine Schwächen erkennt, bearbeitet und ausmerzt, hat mehr davon und macht den "Alltag" des Trainings bunt. Als Beispiel: Schon länger war mir etwa meine Performance beim Muscle-Up, auf deutsch Zugstemme, an den Ringen ein Dorn im Auge. Aber in den letzten Wochen habe ich vermehrt darauf konzentriert. Nach dem 80-20-Grundsatz von Dan John. 80 Prozent der Einheit waren meine üblichen Verdächtigen wie Kreuzheben, Beugen, Überkopfdrücken und und und. Die restlichen 20 Prozent meiner Trainingszeit hab ich auf Zugstemmen konzentriert.Habe den False-Grip geübt, hab an der Explosivität bei Ring-Klimmzügen gearbeitet. Und siehe da. Diese Woche wurde ich belohnt. Es gingen gute, saubere Wiederholungen, ich konnte mir heute von einem Freund und geübten Turntrainer auch die Bestätigung dafür abholen! Das in letzter Zeit auch meine Überkopf-Drückkraft endlich wieder ein wenig gestiegen ist nebst mehr Stärke und Zug beim Muscle-Up, dafür hab ich einen "Schwerverdächtigen" im Auge! Seit mehreren Wochen liegt meine Konzentration in den Einheiten auch auf Dips mit Zusatzgewicht. Ich will mein Körpergewicht dippen können. Das als langfristiges Ziel. Kleine Schritte bringen mich vorwärts. Aber es geht voran! 60 Kilo auf 5 Wiederholungen waren es letztens, diese Woche sollten es schon wieder mehr werden. No excuses, ein jeder hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Wer sie bearbeitet, hat bald noch mehr Stärken. Übrigens: Sehr sehr gute Tipps für den Muscle-Up hab ich auch aus diesem Video schöpfen können: Den Kerl nicht belächeln, was er da als "Anfänger" leistet, ist außerordentlich. P.S.: Dieser Artikel von Paul Carter passt irgendwie auch zum Schwächen-Stärken-Thema: http://www.lift-run-bang.com/2013/10/look-to-those-who-struggle-to-find.html Ich freu mich auf den 9./10. November. Der One-Arm-Chinner Alex Lechner, Oliver Klettner und ich laden zu einem Summit der besponderen Art! Ein Frühjahrstermin ist ebenfalls schon in Planung, Anfragen gibt es genug!

Mittwoch, 25. September 2013

Warm-Up à la Klokov

Von Dimitry Klokov schrieb ich letzte Woche. Hier noch ein sehr sehenswertes Video, das für jedermann/frau hilfreich ist. Simple, aber sehr sehr gute Aufwärm-Strategie:

Donnerstag, 19. September 2013

Ein Reichtum an Wissen

Allzu oft schauen wir über den großen Teich, um uns Wissen anzueignen über Training, Ernährung und Co. - viele Male ist das eine gute Idee, manches Mal aber auch nicht. Denn die Amerikaner haben viel Wissen eigentlich von uns. Sie bereiten es nur neu auf. Siehe Kettlebell, siehe alte Fasten-Methoden. Denn das gute liegt näher als wir glauben oft. Von "russian underground methods" und so weiter ist auch immer wieder die Rede. Ein geschöntes Wort für die jahrhundertelange Arbeit, die in der ehemaligen Sowjetunion geleistet wurde, um an mehr Wissen im Bereich der Trainings- und Bewegungslehre, Ernährung und vielem mehr zu kommen. Was die Leute dort wussten, wird uns und über dem großen Teich erst jetzt bewusst. Hier eine sehr sehr sehenswerte Dokumentation über Heilfasten (danke Janis für den Link):

http://egomet.de/presse/video-arte-fasten-heilen/

Und was ein Olympischer Gewichtheber alles aufführen kann, das zeigt hier Dimitry Klokov. Gerüchten zufolge soll er 2014 in die USA reisen, um bei den Crossfit Games anzutreten. Ich denke mal, er hat beste Chancen.



Ein Trumpf, den die Russen bis heute in der Sportwelt ausspielen, ist ihre Vielseitigkeit. In jungen Jahren machen die Kinder dort eine umfassende Sportausbildung, praktizieren vielerlei Sportarten und wie man bei Klokov sieht, der Kerl würde sofort als ambitionierter Turner durchgehen, denn wie man aus den alten polnischen Gewichtheber-Videos, die ich hier mal gepostet habe schon, weiß, dass diese Kerle auch in der Turnhalle ihren Mann stehen können. Wir könnten uns noch einiges abschauen, anstatt uninteressiert wegzublicken. Einen sehr guten Buchtipp gebe ich auch noch gleich: Dr. Michael Yessis "Soviet Training". Der Professor war schon drüben, da war der eiserne Vorhang noch zu. Und er hat viele viele unglaublich interessante Dinge zu Tage gefördert.

Ein gutes Wochenende! No train, no gain!

Mittwoch, 18. September 2013

Meine Teilnahme an der Bavariade, Teil II, Erfahrungen

So, nach ganz gutem Muskelkater (ja solche Maximalversuche fordern schon sehr) von der Bavariade will ich ein paar Erfahrungen teilen, die jedermann/frau helfen können eventuell.

- Mentales: Fokussieren, schon die Tage und Wochen davor, ist wichtig. Sich immer wieder in den Wettkampf hineinfühlen, quasi autogenes Training. Frank Zane schrieb einem seiner Bücher darüber, wie er sich schon vor dem Mr. Olympia immer wieder den Wettkampf vorstellte und sein Tun genau durchging. Meist tat ich das in der Früh bei meinen morgendlichen Spaziergängen. Mir passierte am Wettkampftag auch ein Missgeschick. Beim Umziehen zerbrach eine Glasflasche, meine gesamte Sporttasche war voller Zitronenwasser mit Honig (eigentlich mein "Natur-Energy-Drink a la Steve Reeves" für den Tag). Vieles wurde nass, auch meine Kleidung. Dennoch blieb ich ruhig und gelassen. Ich hätte nur unnötige Energie vergeudet. Ich war auch auf solche Sachen vorbereitet. Auch das Zuschauen und Anfeuern anderer Teilnehmer gehörte dazu. Dennoch hab ich mich vor meinen Versuchen abgekapselt kurz ein paar Minuten. Das half weitere Spannung und Fokus aufzubauen.

- "Hungriger Wolf": Jürgen Reis sagte mir das mal in einem Gespräch. Jürgen ist ein erfahrener Haudegen, was Wettkämpfe betrifft und ich holte mir deshalb auch ein paar Tipps von ihm vor der Bavariade. Ein Rat war sehr sehr gut: Am Vorabend des Wettkampfs nach Gefühl essen, aber eher auf der niederkalorischen Seite bleiben. Also nicht "laden" oder vollstopfen, wie viele annehmen würden. Es war der richtige Rat. Denn auch wenn der Wettkampftag lange war. Ich fühlte mich immer bissig und aggressiv, was auch mit dem Wenig-Essen zusammenhing. Nach dem Wettkampf gabs dann umso mehr "Belohnungen". Das Timing ist einfach entscheidend.

- Disziplinen: Einige der ausgetragenen Disziplinen beim Wettkampf waren natürlich schwer zu simulieren im Training davor. Der Baumstamm von Gregor kam erst eine Woche vor der Bavariade. Auch Autoziehen tut man eher selten. Und eine solche Scheibtruhe hat man auch nicht alle Tage zur Verfügung. Ich bin ehrlicherweise auch nicht wirklich viel gehangelt die letzten Wochen, doch dennoch habe ich vielerlei Übungen in meinem Training, die einen sehr sehr gut für solche Wettkämpfe wappnen. Für den Liegestütz-Contest, den ich für mich überraschend gewinnen konnte, hatte ich mich ebenfalls nicht speziell vorbereitet. Nur eines hatte ich jede Woche immer gemacht. 100 tiefe Wiederholungen auf so wenige Sätze und in so schneller Zeit wie möglich mit der 10-kg-Gewichtsweste. Ich konnte mich da kontinuerlich von der Zeit herunter arbeiten. Kraftausdauer, das Liebkind von meinem bewährten Trainingsmentor Karl Humer, war entscheidend bei dieser Geschichte.

- Anreise: Wir hatten von allen Teilnehmern auch die mit Abstand wohl weiteste Anreise zu verkraften. Doch wir waren überpünktlich als eine der ersten da, somit konnte viel Hektik vermieden werden. Stress ist ein absoluter Leistungskiller.

Hier mein Klimmzug-Versuch auch noch, nach vier vorangegangenen Dingen nicht mehr so einfach wie wenn man frisch zur Sache geht:



P.S.: Danke an alle, die mir Glückwünsche geschickt haben!

Sonntag, 15. September 2013

Meine Teilnahme bei der Bavariade - Teil I



"Jeder, der teilnimmt, ist ein Sieger!" - ein 73-jähriger Gewichtheber sagte das vor einigen Jahren zu mir vor meinem ersten Wettkampf und es blieb mir bis heute tief im Gedächtnis verankert. Ich war damals ein Neuling in dieser Sportart, er dagegen ein erfahrener Haudegen. Der aber auch nicht mehr die vorderen Ränge belegen konnte. Dennoch nahm er weiter teil. Es war in sein Fleisch und Blut übergegangen!

So war ich auch eingestellt, als ich gestern Samstag gemeinsam mit meinem bewährten Trainingspartner Ritzi nach Landshut in Bayern fuhr. Zur Bavariade. Einem Vielseitigkeits-Wettkampf, der es in sich hat. Sechs Disziplinen. Baumstamm-Stemmen, Autoziehen, Gewichts-Schubkarren durch Hindernisse schieben, Seil-Hangeln, Klimmzug-Contest und Liegestütz-Contest. Als ich dann auch noch den Rest des 20-köpfigen Teilnehmerfeldes sah, wusste ich, das wird ein hartes Stück Arbeit. Deutsche und bayrische Meister im Kraftdreikampf nahmen daran teil, ein ehemaliger national erfolgreicherer Ruderer, Olympische Gewichtheber von starkem Format und einige Strongmen. Viele mit Erfahrung bei diesem Wettkampf auch schon. Naja, ich wollte mich ebenfalls behaupten. Als vom Körpergewicht her drittleichtester Athlet im Feld und mit der realistischen Einschätzung, dass ich nach den ersten drei Kraft-Disziplinen sicher etwas zum Aufholen hätte. Aber das war eben die Kunst und der Reiz dieser toll organisierten Veranstaltung: man musste den Spagat zwischen Kraft, Geschicklichkeit, Kraftausdauer und Konzentration finden.

Ich hatte mich nicht speziell auf diesen Wettkampf vorbereitet, denn mein Training ist ohnehin auf Vielseitigkeit ausgelegt. Kreuzheben, Kniebeugen, Umsetzen&Drücken, Farmers Walks, Körpergewichtstraining, Ringe und dergleichen bereiten einen auf solcherlei Aufgaben bestens vor. In einem weiteren Post werde ich noch revue passieren lassen, was ich anders gemacht hätte wohl in der Vorbereitung und auf was aufzupassen ist.

War ich nach den ersten drei Wettkämpfen im Mittelfeld positioniert, konnte ich dann bei der vierten Disziplin, beim Hangeln, den zweiten Platz rausholen. Das Seil war vom Regen nass und enorm tückisch, da schwingend (nicht zu vergleichen mit einem Rohr) und sehr elastisch. Dennoch gelang mir ein guter Run, meine vielen Einheiten bei Karl seit Jahren hatten mich gut auf sowas vorbereitet, während andere Teilnehmer damit ihre Schwierigkeiten hatten.



Zweiter wurde ich auch danach bei den Klimmzügen, wobei der Sieger dieser Disziplin sich die Crossfit-Technik der "kipping pullups" zu eigen machte und damit natürlich voraus war. Ich habe im strikten Stil wie auch die meisten anderen Teilnehmer gezogen. Nichtsdestotrotz eine starke Leistung von ihm (ein ehemaliger Leistungsruderer) und auch ich war mit meinen 26 Stück zufrieden nach den schon anstrengenden Disziplinen davor.

Es kam zum Finale bei den Liegestützen. Auf einer sehr eigenen Apparatur mit einem Buzzer am Boden. Man musste also sehr tief runtergehen, der Griff war dazu dem Bankdrücken ähnlich. Nach der Reihe hauten vor allem die Kraftdreikämpfer durch ihre Bankdrückkraft starke Zahlen herunter. Ich wusste, dass es kein Honiglecken werden würde. Und ich hatte eine der letzten Startnummern. Hier mein Einsatz:



Diese Performance hatte zum Sieg gereicht, ich blieb nur 7 Wiederholungen unter dem Bavariade-Rekord damit (diese Veranstaltung erlebte bereits 10 Auflagen). Und konnte den Bewerb auch zu meiner Überraschung gewinnen. Der letztmalige Sieger der Bavariade kam nach mir noch, aber auch er kam nicht mehr heran an mich.

Am Ende schaute für mich gesamt der zweite Platz heraus bei diesem Event, etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte, nach dem Baumstammstemmen und Autoziehen noch. Aber da sieht man wieder: Abgerechnet wird am Ende. Auch mein Kamerad Janis hatte vor zwei Jahren hier ähnliches erlebt schon. Es ist mental nicht einfach, wenn man von hinten Gas geben muss!

Ein weiterer Teil wie gesagt folgt, wo ich noch genauer auf solche Dinge eingehen werde.

Aber um auf den ersten Satz dieses Eintrags zurückzukommen. Zuallererst zählt die Teilnahme. Ich kann jedem nur den Wettkampf-Einsatz empfehlen. Man ist fokussierter im Training, man fiebert auf etwas hin, motiviert sich. Man ist auch angespannt, aber auch das ist gut und aus jedem Wettkampf lernt man. Das war auch das Credo von meinem Trainingspartner Ritzi, der als Neuling gute Figur auch machte und vor allem eines konnte: lernen. Und Motivation tanken für sein weiteres Trainingsleben. Weshalb am Ende nicht die Plätze zählen, sondern der Sieg über sich selbst. Alleine vor sich hintrainieren, ist zwar absolut legitim, aber sich auch manchmal zu messen (mit sich selbst aber auch anderen), liegt in der Natur des Menschen!

Kraft Frei!

P.S.: Ein Danke auch an den Stemmclub Landshut, der ein hervorragendes Event organisiert hat. 1967 hat dort auch schon ein gewisser Arnold Schwarzenegger trainiert. Aber dazu bald mehr, ich hab auch ein Video der tollen Kraftkammer dort angefertigt. Wer Training ohne Schnörkel aber mit bestem Material und gut geschultem Personal machen will, ist dort an der absolut richtigen Stelle.

P.P.S.: Ein Dank auch an meinen treuen Blog-Leser Markus Klein, der dort aus der Gegend kommt. Er schaute gestern persönlich sogar vorbei. Er war es auch, der mir die Einladung der Bavariade schickte, weil er sich dachte, dass das was für uns wäre. Danke Markus, stay strong!

P.P.P.S.: Apropos Wettkampf-Teilnahmen. Nächstes Jahr soll wieder ein Bavariade steigen. Und es gibt auch den bekannten Bavaria-Cup, wo man seine Kreuzhebe-Kraft ermitteln kann. Wer nimmt mit daran teil? ;-)

Mittwoch, 11. September 2013

Baumstamm - grausam! Plus VORMERKEN!

Kamerad Gregor hat uns mit einem neuen "Spielzeug" beschenkt. Und was für eines. Der Baumstamm, auf Englisch "log".

Was für ein tückisches Ding. Ganz anders wie eine Langhantel. Man atmet viel schwerer, wenn er auf der Brust aufliegt. Und dann noch nach oben drücken über Kopf. Heftig. Einfach anders. Anstrengend. Sehr sehr gut. Schultern kommen durch die Mangel, Strecker, oberer Rücken, Bauch und Beine, herrlich.

Hier ein Video von meinem Kameraden Ritzi. Wir haben hier auf Technik und Kraft gearbeitet, davor gabs einen Ein-Minuten-Satz, wo es auf Speed und Kraftausdauer ging:



Top-Coach Jason Ferruggia fasst den "log clean&press" (seine absolute Lieblingsübung) so zusammen, das traf vor allem auf unseren Ein-Minuten-Satz damit zu:

"In that case you might do as many as 12-20 reps. Then run straight to the nearest toilet to hang your head over. High rep clean and presses are grueling, but awesome."

Er hat damit recht! Gestern haben wir das eindrucksvoll zu spüren bekommen. Danke Gregor!

ACHTUNG: Wer so einen Baumstamm mal antesten möchte, wer einmal eine richtige Inch-Hantel in die Hand nehmen will. Dazu die besten Tipps&Tricks lernen will, wie man mit dem Körpergewicht im Training unglaublich viele Dinge anstellen kann, dreidimensionales Krabbeln, Seilklettern, Mobilisieren und und und - der sollte sich Anfang November DICK ANSTREICHEN in seinem Kalender. Mehr will und kann ich noch nicht verraten, aber in wenigen Tagen gibts mehr dazu! Es steht was großartiges an hier in Oberösterreich. Fans meiner Seite, die den Content, den ich Woche für Woche liefere, schätzen, sollten das nicht verpassen. Und ich bin nicht alleine. Mit zwei Top-Athleten, die seit Jahren zu meinen Freunden zählen, gibts einen Gig, der es in sich hat. Was genau, wann und wie, das verraten wir in wenigen Tagen. Aber wie gesagt, Anfang November freihalten. Und nicht zögern. Das werden geballte Stunden, wo es Know-How gibt von Leuten, die den Sport atmen, die ihn leben und Praktiker sind, keine fade Theorie, Praxis macht unser/euer (Trainings)-Leben bunt. Und unter Gleichgesinnten gibts no excuses, sondern nur volle Power..Stay tuned!!!

Sonntag, 8. September 2013

Trainingsschmaus im Powerhaus

Hardcore-Studios sind heutzutage nicht mehr wirklich in! Es gibt nur mehr ganz ganz wenige. "Es darf geschwitzt werden" ist einer dieser Slogans auf einem Plakat, der mir gestern hängen geblieben ist. Ich war im "Powerhaus" in Hallwang nahe Salzburg (www.powerhaus.at) erstmals zugegen und es war mit Kamerad Gregor einer der besten Trainings-Nachmittage seit langem für mich!

Ich hab schon in einigen Gyms in Europa und den USA trainiert. Aber dieses Studio ist zweifelsohne einer der absolut besten bisher! Es hat alles was das Herz begehrt. Wenige Trainingshallen sind mir in Erinnerung, wo Thick Bars sind, Kurzhanteln bis 80 Kilo (!), Strongman-Equipment (Yoke, Steine, Reifen,...), ein Boxring, Kletterseil, Maschinen, Power Racks und und und vorhanden sind.

Harte Metal-Musik begrüßt einen, wenn man die Stiegen in einem unscheinbaren Industriekomplex hinuntermarschiert. Und dann gehen einem die Augen auf. Hier ist noch Training im ursprünglichen Sinne möglich, hier trainieren gute Athleten, darunter auch international erfolgreiche im Kraftdreikampf. Die Kerle gestern hatten 220 Kilo plus auf der Hantel, als sie Bankdrücken absolvierten. Kampfsportler sind ebenso willkommen wie Strongman-Begeisterte. Aber auch für ursprüngliches, knallhartes Bodybuilding ist hier alles da, was man braucht. An den Bildern hängen die Legenden von früher, das ist zusätzliche Motivation. Aber ich lass hier lieber mal Bilder sprechen:







Eines der Highlights gestern war ein Farmers Walk mit 2x80-Kilo-Blöcken über 50 Meter. Ich spüre heute Muskeln, die ich sonst nie spüre trotz Kniebeugen, Kreuzheben und Co.! Zwei Daumen hoch für diese "Loaded Carries". Wieder mal die ganze Wucht dieser Top-Übung gespürt. Wir haben mit 2x60 Kilo weitere Gänge gemacht. Als Finisher. Davor Kniebeugen unzählige Sätze, Rudern, Umsetzen&Drücken, und vieles mehr.

Es war ein Trainingsschmaus im Powerhaus. Und es sieht mich bald wieder. Hier ist Hardcore-Training möglich. Wer es nicht nützt, ist s

Donnerstag, 5. September 2013

RIP Casey Viator


Wieder hats eine Golden-Era-Legende des Sports erwischt. Casey Viator ist laut Medienberichten im Alter von nur 62 Jahren gestern von dieser Welt gegangen. Er wird als einer der HIT-Ikonen in Erinnerung bleiben, als einer der weder Intensität und Stärke vermissen ließ in seinen brutalen Einheiten, unter anderem mit HIT-Erfinder Arthur Jones. Vor diesen Einheiten soll sogar Arnold Riesenrespekt gehabt haben! RIP Casey...

Mittwoch, 4. September 2013

Eine unterschätzte Muss-Übung


Der Herr oben wird nur mehr wenigen bekannt sein. David Rigert (Rus), ehemaliger Olympiasieger im Gewichtheben. Und mit einem Trapezius ausgestattet, der fast bis zu den Ohren reicht. Dazu Schultern wie Kanonenkugeln.

Kein Wunder, bei den Übungen, die die Heber tagtäglich absolvieren. Reißen sowie Umsetzen&Stoßen.

Letztere ist in meinen Augen eine vielunterschätzte Sache und in Vergessenheit geraten wie der einstige Held David Rigert. Umsetzen aus dem Hang, gefolgt von Drücken ist eine wunderbare Kombinationsübung, die viele viele Muskeln des Körpers hervorragend abdeckt. In meinen Augen eine Muss-Übung. Vielfach wird sie immer wieder mit Kettlebells auch ausgeführt. Doch ich finde die Langhantel-Version überlegen. Nehmt euch die Zeit und lasst euch die Technik in einem Gewichtheber-Klub zeigen. Es zahlt sich aus.

Danach mit guter Technik ans Werk gehen. Zwei bis drei Sätze mit 5-8 Wiederholungen gefolgt von einem Back-Off-Satz auf 12 bis 20 Wiederholungen. Oder wie ich es gerne mache auch, 10 Sätze à 5 Wiederholungen. Wer es schafft, sein Körpergewicht umgerechnet auf der Langhantel sauber nach oben zu drücken, der hat mit hundertprozentiger Sicherheit keine mickrigen Schultern. Ihr werdet dadurch vielleicht noch kein neuer Rigert werden. Aber euer oberes Muskelkorsett wird dennoch ähnliche Formen annehmen.

Zwei Daumen hoch für Umsetzen&Drücken, oder auf englisch gesagt, Clean&Press!



Samstag, 31. August 2013

Wer braucht Motivation?


Vorsicht: Hören kann zu höherer Trainingsenergie, Motivation und Aggression führen.

Die Rede ist vom neuen Interview von uns mit niemand geringerem als Zach Even-Esh! Der Mann versteht es, die Sachen auf den Punkt zu bringen! Ist schon Episode Nummer zwei für unseren Podcast mit diesem US-Coach, den ich persönlich kenne und der viel zu sagen hat.

Geht auf www.power-quest.cc und gönnt euch diesen Ohrenschmaus! Ich garantiere: Wer danach nicht motiviert ist, sollte Schachspielen oder Fischen beginnen statt Trainieren :-)

Jürgen löchert Zach dabei über:
....seinen stressigen Tagesablauf
....sein Training
....wie er seine Schützlinge trainiert
....was ihn motiviert
....wie er sich ernährt

und und und!

Weiterhin ein gutes Wochenende,

Dominik

Mittwoch, 28. August 2013

Natur-Stepper

Wer braucht Treadmill, Stairstepper und Co.? Das ganze hat auch die Natur zu bieten! Bin heute in Salzburg bei heftigem Regenwetter mehrfach als kleines Ausdauertraining die 200 Stiegen auf den Mönchsberg marschiert. Ein tolles Gefühl jedes Mal, wenn man oben angekommen ist. Und das in frischer Luft obendrein! Sucht euch in eurer Nähe einen Hügel oder Stiegen oder sonstwas, hauptsache in der frischen Luft. Wir sitzen ohnehin viel zu viel. Im neuen Buch von "Mr. Ripped" Clarence Bass, "Take Charge" (bekam ich von ihm kürzlich mit persönlicher Widmung), ist eine Langzeit-Studie aufgelistet, die besagt, dass wir mit drei- bis viermaligem schnellen Gehen die Woche über 30 Minuten und mehr zumindest ein paar Dinge ausgleichen können. Nicht alles, auch wenn man noch so viel trainiert, aber doch einiges. Hauptsache man bringt seinen Hintern weg vom Sessel oder der Couch.

Manche Mails sind einfach ein absoluter Turbo für die Arbeit und die Hingabe, die man auf den Blog oder auch kostenlose Projekte wie www.power-quest.cc legt. Leser Hans hat heute meinen Tag ebenfalls bereichert. Er schrieb:

Hallo Dominik!

Zuerst möchte ich mich mal bei Dir für diese großartige Seite bedankten. Mittlerweile ist diese eine Fundgrube an tollen Ideen und Ratschlägen. Besonders gefällt mir deine Einstellung: offen, positiv, direkt und ehrlich. Du wirst nicht müde die Menschen zu motivieren, ihnen Tipps und Tricks zu zeigen und das immer und immer wieder aufs neue. Man merkt dir liegt was an deinen Lesern. Das finde ich toll! Ich hatte mir für den letzten Urlaub einige Bücher mitgenommen - und was hab ich gelesen? Deine Blogeinträge! Ich bin jetzt bei Mitte 2009 und es wie ein gutes Buch. Ich hatte mir auch für den Urlaub das ein oder andere fancy Training überlegt. Aber es kam anders. Ich las einen älteren Blogeintrag von dir und dachte mir "Dead Lifts, du machst jetzt mal Dead Lifts!" Und das tat ich 3 Wochen lang: DL, Farmer Walks, Klimmzüge, Liegestütze, Ausfallschritte. (Wer Urlaub am Bauernhof macht sollte Ausschau nach Traktorgewichten halten. Die Dinger sind sauschwer und haben einen Griff :-D) Ich machte VIELE Supersätze, kurze Pausen. So hatte ich das Cardio-Training inkludiert ;-) Und am Ende hatte dieses simple aber nicht einfache Training mir eine Menge gebracht. Obwohl ich nur mit 80kg trainiert hatte, konnte ich zuhause 120kg auf WH heben. Vorher war mein Maximum bei DL 110kg 3x. Was ich damit sagen will, deine Tipps helfen! Bezüglich Eiweis wollte ich dich fragen ob du Erfahrungen mit pflanzlichen Eiweispulvern hast. Habe heute welches im Reformhaus gekauft. Ist aus 100% Hanfpulver und Bio.

Beste Grüße, Hans

Danke Hans. Und Gratulation zu deinen tollen Trainingserfolgen!

Ich stecke momentan gerade tief in der Vorbereitung auf einen Wettkampf. Mehr dazu, wenn es an der Zeit ist.

Glück Auf!

Apropos Stiegen. Hier noch ein vier Jahre altes Video von uns, was man auch an Stiegen machen kann:

Montag, 19. August 2013

Eiweiß-Experte und mein Training

Dr. Lonnie Lowery wurde von mir schon für interviewt - ein vielwissender Experte! Auf seinem Podcast war kürzlich nun ein hochinteressanter Gast da und zwar Dr. Jeff Stout. Langjähriger Uni-Professor mit Praxis-Erfahrung. Eine Kniebeuge mit 300 Kilo und selbiges im Kreuzheben spricht glaub ich für sich. Seine erfahrenen Aussagen bezüglich Eiweiß sind treffender als treffend. Dass etwa das 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht nicht ausreicht, warum Eiweiß im Alter noch wichtiger wird und und und, darüber spricht er hier: Auch meine Einschätzungen treffen sich mit denen von Stout: Zwischen 1,2 und 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht und man ist auf der sicheren Seite. Aber auch 2 Gramm pro kg sind kein Fehler. Alles darüber ist wohl verschwendetes Geld und Energie. Zu meinem vorangegangenen Post zur Programmgestaltung trafen einige Reaktionen ein. Danke dafür. Ich freue mich über jegliche Kommentare. Wer wissen will, wie mein Training momentan etwa gegliedert ist: Tag A) Kniebeugen 531-Stil danach diese Übung 5x10 oder 10x10 assistance Umsetzen&Drücken 531-Stil danach diese Übung 5x8 assistance Tag B) Körpergewichtssachen mit der Gewichtsweste (Ringtraining, Dips, Klimmzüge, Liegestütze, Leg-Matrix,...) Tag C) Trapbar Kreuzheben 531-Stil danach 5x10 oder 10x10 assistance Dips weighted 531-Stil danach 5x8 assistance Tag D) Körpergewichtssachen mit der Gewichtsweste Tag E) Training im Studio auf Hypertrophie Nicht aufgelistet sind hier tägliche Mobility-Einheiten, Spaziergänge, Seilspringen und Hügelsprints (1-2 mal die Woche) That's it!

Dienstag, 13. August 2013

Keep it simple, Teil unendlich

Gestern beim Marsch mit 2x20 Kilo Kettlebells auf einen steilen Berg mit einem Trainingskameraden philosophiert (das ging noch trotz der Anstrengung :-)). Der Kerl hat was ganz interessantes gesagt:

"Eine schwere Grundübung wie Kreuzheben oder Kniebeugen, eine Zug- und eine Drückübung für den Oberkörper und fertig ist eine gute Trainingseinheit. Das zwei bis dreimal die Woche und dazu noch eine Conditioning-Einheit, die mehr auf die Ausdauer geht. So stelle ich mir ein gutes Trainingsprogramm vor und meist kommt es bei allem was ich bisher gelesen habe auf das selbe raus."

Selbiger hat übrigens auch vor kurzem das PLP-Programm durchgezogen von 20 auf 50 Wiederholungen in 30 Tagen. Das Wachstum und die gesteigerte Kraftausdauer sind nicht zu übersehen gewesen nach diesem Monat. Simpel, hart, aber effektiv ist das ganze. Wie auch oben erwähnter Basisplan. Das Internet und die vielen vielen Artikel und "Coaches" lassen einen heute den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sehen! Das muss aber nicht so sein. KEEP IT SIMPLE!

Ps: Hier ein hochinteressanter Milch-Artikel: http://onlinemastersinpublichealth.com/milk-matters/

All diese Paleo-Befürworter, die die Milch zum neuen Feind machen, verstehe ich ja irgendwie. Die haben noch nie eine ordentliche, gute Qualitäts-Rohmilch getrunken! Punkt.

Dienstag, 6. August 2013

Kaltes, klares Wasser...

Vor mittlerweile 2 Jahren hab ich einmal das Baden in kaltem Wasser für Regeneration bereits auf diesem Blog erwähnt. Ich mache das noch immer und nicht nur, weil es die Temperaturen derzeit auch gerade etwas einfach machen. Ich habe den "Luxus", kaltes klares Wasser in meiner Nähe zu haben. Der Fluss wo ich wohne, misst 12 Grad im Hochsommer. Herrlich nach schweren Trainingseinheiten, herrlich auch in der Früh oder am Abend. Wer die Möglichkeit hat - unbedingt nützen!!! Hier ein kleines, (verschwommenes) Video vom Fluss. Die schöne Natur ist Zugabe: P.S.: Hier wieder ein guter Artikel vom geschätzten Martin Rooney, up to the point einmal mehr: http://www.t-nation.com/free_online_article/most_recent/5_training_rules_you_must_obey Eine der Kernaussagen: Nichts gegen Prehab/Rehab, Foam Roller und Co., aber bitte das Trainieren dabei nicht vergessen... ;-) Und seine Einschätzung bezüglich Sprinten kann ich ohnehin nur bestätigen. Nichts gegen Laufen, aber schnell laufen hat noch niemandem geschadet. Leider sieht man das wirklich sehr selten jemanden machen. Wenn, dann noch am ehesten Leute in Spielsportarten oder Leichtathleten, aber ansonsten sieht man "nur" Jogger und Langstrecken-Läufer. Die schnellen weißen Muskelfasern nicht vergessen!

Montag, 29. Juli 2013

The Black Prince



Wie man mit 66 auch aussehen kann, wenn man viel Schweiß vergießt und dranbleibt. Robby Robinson ist eine Legende. Ich lese gerade in seiner Biographie "The Black Prince". Der Rücken war in den 70er- bis 90er-Jahren einer der besten der Szene. Das zweite Bild ist Robby mit 66. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...




2011 im Jänner hab ich neben ihm im Golds Gym trainieren können und auch einige Worte mit ihm gewechselt. Ein unglaublich charismatischer Kerl und bescheiden obendrein. Die Jungs damals haben auch noch ästhetische Körper gehabt. Kein Vergleich zu heute.

Robby schreibt einen sehr guten Blog mit vielen guten Sachen zwischen den Zeilen. Die Perlen der Vergangenheit sollten nicht verloren gehen.

Freitag, 26. Juli 2013

Ins Rudern kommen

Ich bin nicht nur ein Fan von Rudern aller Art, ob Kurzhantel, Inch, Langhantel oder am TRX - auch Rudern als Sport an sich ist gut. Eine super Konditionierung für den gesamten Körper. Und beim ersten Mal ein hartes Erlebnis. Wer noch nie vorher in seinem Leben auf einem Ruder-Ergometer gesessen ist, viel Spass dabei. Sehr sehr unterschätzt. Am Wasser ist es nicht einfacher.

Ich habe am (tollen) Concept-II-Rudergerät die letzten Wochen mehrere Einheiten verbracht. Nun kam auch Eric Cressey mit einem guten Artikel darüber heraus: http://www.t-nation.com/free_online_article/most_recent/interval_training_on_the_rowing_ergometer

Ich kann ebenfalls zwei Daumen hoch für den Ruder-Ergometer geben! Toll als Finisher nach Krafttrainingseinheiten, aber auch als kurze knackige Kraftausdauer-Cardio-Einheit an sich.

Schönes Wochenende,

Dominik

P.S.: Übrigens fanden Forscher heraus. Ruderer auf griechischen Galeeren wären den heutigen Ruder-Olympiasiegern von der Leistung her voraus. Und das sollte einem zu denken geben...

Dienstag, 23. Juli 2013

Klimmzüge nach oben

Es müssen nicht immer "normale" Klimmzüge sein!

Hier eine Aufzeichnung von meinem Amerika-Aufenthalt im Dezember 2012 irgendwo in einem Boulder-Gym in Portland (Oregon):



Let's pull...

Zum vorangegangenen Post über Locomotion noch ein weiteres Video aus den USA. Am Strand in Venice konnte ich einen Schwarzen beobachten. Der machte gestoppte 15 Minuten lang Bear Crawls. Nonstop. Ohne Pause. Das ist mehr als eine Ansage. Der Kerl war sicher 2 Meter und wie ein Baum. Ich hab davon auch ein Video. Ist eigentlich unglaublich. Genauso wie das hier von Tim Anderson. 1 Meile Spiderman Crawl. Auch alles andere als ein Spaziergang. Und unglaublich gut für Bauch, Oberkörper und auch fürs Hirn. Sein Buch "Becoming Bulletproof" ist ein Hit, danke Oliver für die Empfehlung. Wer das für einfach hält, einfach mal probieren:



P.S.: Im Backrohr duftet es bei mir schon gut. Es gibt wieder mal das hier:
http://www.naturtraining.net/2010/11/leckeres-eiweireiches-low-carb-brot.html

Sehr empfehlenswert auch. Einfach und schnell zu machen. Qualitativ weitaus besser als das Brot aus dem Laden.

Freitag, 19. Juli 2013

Gedanken vor dem Wochenende




Eine trainingsreiche Woche liegt fast hinter mir. Und auch meinen Kameraden. Einer davon ist auch Oliver (2. Bild), der über die letzten Jahre ein sehr geschätzter Freund geworden ist. Ein extrem fitter obendrein. Mit viel viel Wissen und noch viel mehr Bescheidenheit.

Er war auf Urlaub ganz in der Nähe in Oberösterreich und klar, dass auch gemeinsam trainiert wurde. Und wie. Oliver ist im Bereich Training mit dem eigenen Körpergewicht ein absoluter Könner, Handstände, Muscle-Ups, einbeinige Kniebeugen und dergleichen - für Oliver auch auf hohe Wiederholungen kein Problem und immer technisch sauber bis zur letzten Wiederholung. Wir haben unter anderem viel "Locomotion" a la Ido Portal gemacht (siehe Video unten). Das in Kombi mit Hangeln deckt den Oberkörper dreidimensional ab. Eine Sache, die mit herkömmlichem Gewichtstraining oft nicht zu erreichen ist. Was nicht heist, das eine ist dem anderen überlegen. Ganz im Gegenteil. Alles muss unter einen Hut gebracht werden. Der komplette Athlet ist anzustreben.



Hier ein Artikel, den ich diese Woche auch mehrmals gelesen und genossen habe.

http://www.seanhyson.com/blog/the-day-i-got-my-ass-kicked

Ich habe mich darin auch oft wiedergefunden. Als ich das erste Mal vor 10 Jahren mit meinem Mentor Karl Humer trainiert habe, ist es mir auch so gegangen. Der Kerl hat wie Hyson es so schön  sagt, einen "Blitzkrieg" mit mir veranstaltet. Knallharte, schnelle Sätze, hohe Wiederholungen, keine wirklichen Pausen, bambambam, Station um Station. Das war mörderisch. Und eine gute Art zu trainieren. Seither hab ich viel dazugelernt.

Mittwoch beim Hangeln haben wir 10x10 Dips gemacht. Karl und ich können das ohne wirklich viel Pause runterhauen mittlerweile, 15-20 Sekunden Pause reichen. Früher hätte ich da nach 2-3 Sätzen durchgeblasen und hätte das Handtuch geworfen. Heute bin ich "laktattoleranter" dagegen geworden.

Was zeigt, schweißtreibende Arbeit lohnt sich. Über Jahre gesehen. Nichts geht von heute auf morgen. Auch ein Weltmeister im Olympischen Gewichtheben beginnt mit der leeren Hantel, der Turn-Olympiasieger an den Ringen fängt mit "einfachen" Klimmzügen an.

Ein gutes Wochenende, stay hungry,

Dominik

Montag, 15. Juli 2013

Keep it simple, Teil X

Jason Ferruggia bringt es oft beinhart und gut auf den Punkt! Ein sehr empfehlenswerter Artikel von ihm: http://jasonferruggia.com/keep-it-simple-get-jacked/ Don't overcomplicate it! Einen guten Wochenstart...

Samstag, 13. Juli 2013

A different breed


Die Vögel zwitschern, ringsum keine anderen Geräusche,
kein Verkehrslärm, keine Leute, die dich vollschwatzen.
Nur du und dein schwerer Atem
Klimmzug um Klimmzug, Liegestütz um Liegestütz
hinarbeiten zum Ziel.
Nicht zurück schauen, sondern nach vorne
Den Schalter umlegen können
wer kann das?
Raus aus der Bequemlichkeit, dem Faulsein,
dem Auf-Morgen-Verschieben, dem was 99% tun?
Den Schalter umlegen
Aufs Gas steigen
und auf der Welle surfen.
Du und dein schwerer Atem.
Eins werden und glücklich sein
da sein zu dürfen
sich gesund fühlen zu können
und dieses stinknormale Gefühl aufsaugen mit jedem Schweißtropfen,
aktiv zu sein
dankbar sein der Kraft, die einem Kraft gibt!

Das Ergebnis heute an einem meiner Lieblingstrainingsplätze hat mich zufrieden gestellt
300 Klimmzüge, 600 Liegestütze und unzählige Hügelsprints sind die blanken Zahlen.
Doch das Gefühl, eins mit sich zu sein, die unendlich wertvollere Erfahrung!

P.S.: Ein sehr guter Artikel, vielfach unterschätzte Sache: http://www.8weeksout.com/2012/02/23/roadwork-2-0-the-comeback/

P.P.S.: Mein Trainingsspezi Lukas ist ein drahtiger Kerl. Das beweist er hiermit:

Seilklettern mit 20 Kilo Zusatzgewicht :-) Ich hatte ihm von einem meiner letzten Trainings damit erzählt. Er setzte das ganze ebenfalls gleich mal um. Hier ein Schnappschuss davon:



Donnerstag, 11. Juli 2013

Die Inch wieder mal

Heute ausnahmsweise mal nichts schriftliches von mir, sondern ein Gast-Artikel von Jan Breedveld, seines Zeichens einer der Macher von www.gladiatorpower.eu. Ich sage gleich, ich bin ein Riesenfan und Verfechter der Inch-Hanteln, mit ihnen kann man absolut brauchbare Rohkraft entwickeln und Greifer der Extraklasse:

Die Geschichte der Inch-Hantel


Die Inch-Hantel wurde von Thomas Inch, einem berühmten Strongman, bekannt gemacht. Thomas Inch wurde 1881 in England geboren. Er startete sein Krafttraining schon im Alter von 9 Jahren.

Einen Namen machte er sich, als er jedem, der seine Hantel heben konnte, 200 Pfund anbot. Eine für damalige Verhältnisse erhebliche Summe. Diese Wette bot Mr. Inch 50 Jahre lang an. Viele der damals bekanntesten Strongmen probierten sich dran – aber alle scheiterten.


Die Thomas Inch Hantel war mit 173 lbs (ca. 78 Kilo) eigentlich nicht besonders schwer. Für einen guten Athleten der Kraftsport betreibt ist es durchaus möglich, dieses Gewicht mit einer Hand anzuheben. Doch der dicke Griff von 2 3/8 inches (ca. 6 cm) und die Tatsache, dass die Hantel dazu neigt aus der Hand zu rollen, machen sie zu einer gewaltigen Herausforderung für jeden Athleten. Selbst Sportler mit Weltruhm haben Probleme, die Inch-Hantel zu stemmen.

Die Hantel anzuheben, ist schon eine Leistung. Aber das Gerät auf Schulterhöhe zu bringen und einarmig über den Kopf zu drücken, schaffen nur ganz wenige Athleten. Dieser Kraftakt ist nur Ausnahmeathleten vorbehalten.

Auch wenn Thomas Inch schon 1963 starb, lebt sein Mythos, der seiner Hantel und seiner Leistung auf ewig weiter. Bis heute war es so gut wie unmöglich, die original Thomas Inch Hantel käuflich zu erwerben. Daher hat sich GladiatorPower dazu entschlossen, Inch Hanteln selbst herzustellen und zu einem fairen Preis anzubieten – damit jeder dieses fantastische Gerät erwerben kann.

GladiatorPower hat verschiedene Gewichte im Angebot. Damit können Sie sich langsam an die echte Inch Hantel herantasten, um zum Schluss Ihre größte Prüfung zu bestehen.

Doch Vorsicht – bereits die kleinste Hantel, die so genannte „Baby Inch“, ist schon eine große Herausforderung. Denn neben dem speziellen Griff macht es die besondere Form der Gewichte an beiden Enden sehr schwer, die Hantel zu stemmen.  


Die Baby Inch Hantel wurde beispielsweise 2011 bei den Deutschen Griffkraftmeisterschaften eingesetzt.

An der großen Inch-Hantel aber scheiterten selbst so starke Strongmen, wie Eugen Sandow, Reg Park oder die Saxon Brüder. Arthur Saxon konnte beispielsweise 167 Kilo mit einer Hand im Bend Press über den Kopf drücken, aber nicht die große Inch Hantel.

Das Training mit der Inch-Hantel

Die kleine Inch-Hantel hat nach einer kurzen Trainingszeit schone einen extrem leistungssteigernden Effekt. Es fängt damit an das ein starker Griff gefordert und trainiert wird und es sich bis zum Rumpf (Core) durchzieht. Die Inch Hantel ist wenn man mit ihr trainiert ein Funktionell-Fitness Gerät wie es wenig andere gibt.

 

Natürlich kann man mit einer Inch keine schwingenden Übungen machen wie mit den gängigen Kettlebells, jedoch wird der Körper beim Überkopf drücken (Push-Press) außerordentlich gefordert und es ist nicht nur ein extremes Training sondern auch ein anspornendes Ziel die Inch-Hantel über Kopf zu drücken.

Gerade wenn man zum ersten Mal mit der Inch-Hantel trainiert, wird man schnell feststellen, dass es nicht die Armkraft ist, die fehlt, um diese über Kopf zu drücken, sondern die Kraft des ganzen Körpers.


Es gibt natürlich noch andere Übungen, die auch sehr fordernd sind und sich außergewöhnlich gut für Funktionelle Fitness eigenen.

Wer einige Zeit mit einer Inch-Hantel trainiert, wird in allen Bereichen des Kraftsportes eine Leistungssteigerung erleben. Mehr Leistung bedeutet zum Beispiel mehr Wiederholungen beim Bankdrücken, mehr Klimmzüge oder mehr Gewicht zu bewegen. Dieses Mehr geht Hand in Hand mit positiven Effekten für den Körper. Mehr Maximalkraft, mehr Durchhaltevermögen, Kampfgeist und mehr Muskulatur sind die Resultate.

 Der fortgeschrittene Sportler kann diese Hantel zum „Farmers Walk“ einsetzen. Natürlich kann man die Hantel auch zum einarmigen Umsetzen einsetzen.

 

Der Profisportler kann diese Hantel auch „snatchen“. 

 

GP Cup

 

Wir bieten zu der Hantel (und zu allen anderen Produkten) auch den GP Cup an. Dort kann jeder Sportler teilnehmen. Natürlich sind alle Herausforderungen zwar anspruchsvoll, aber in mehreren Stufen aufgeteilt, jeder kann sich diesen Herausforderungen stellen. Denn was ist wichtiger beim Sport als Ziele und der Wettkampfgeist. Deshalb wollen wir diesen fordern und unterstützen.

 

Im Folgenden finden Sie einen kleinen Auszug aus unseren Herausforderungen:

 

Es gibt bei der Inch-Hantel immer zu jeder Hantelstufe zwei Herausforderungen. Daher kann man sich langsam von einer Herausforderung zur nächsten hangeln.

 

Beispiel 38er Inch-Hantel

 

1. Herausforderung

 

Setzen Sie die Hantel bis zur Schulter um. Von dort aus drücken Sie die Hantel- wie auf den Bildern dargestellt einarmig drei Mal über den Kopf.

 

2. Herausforderung

 

Heben Sie die Inch-Hantel in einer Minute mindestens 20-mal mit einer Hand an. Ein Anheben ist erst komplett, wenn die Hantel vom Boden aus der auf Hüfthöhe gehoben wurde (Kreuzhebe-Bewegung).

 

Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Herausforderungen finden Sie auf unserer Webseite unter

 

Jeder, der eine Herausforderung erfolgreich abschließt erhält ein kleines Geschenk sowie eine Urkunde.

 

Diejenigen die die Herausforderung mit der Ur-Inch-Hantel (78 Kilo) schaffen, haben das Recht, sich Inch-Dominator zu nennen.

 

Auch haben wir auf http://gladiatorpower.eu/highscore.html eine Bestenliste.

 
Der Finne Juha Harju hat folgendes Video zugeschickt. Ab Minute 1:47 fängt die Inch-Hantel Herausforderungsabsolvierung an.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Ein Vorreiter und ein Lob

Ori Hofmekler hat lange vom Fasten schon gesprochen, da war es noch nicht "in". Er hat von Sachen geredet, die heute auf einmal in den Trend kommen. Solche Leute sind der Zeit oft weit voraus! Ori machte sich die letzten Jahre etwas rarer, aber hier ein empfehlenswertes Interview, das relativ neu ist! Und viele interessante Themen behandelt.




Hier die Reaktion von Leser Marlon, die mich sehr gefreut hat grade:

Ich möchte Dir ein großes Lob aussprechen. Dieser Blog enthält sehr viel guten Inhalt. Der Wert dessen wird, glaube ich, oftmals unterschätzt. Vielleicht auch deshalb, weil Du nicht wie z. B. t-nation irgendwelche hardcore workouts bewirbst, sondern klassisches Training, auf Bewegungen und gesundem Menschenverstand basierend.
Leider wollen wir zumeist lieber über ein geheimes Training der bulgarischen Gewichtheber der 80iger lesen als über die Dinge, die wir wirklich machen sollten.

Gruß aus Berlin

PS: Mark Dorninger liefert in der Tat überraschend schnell.


Ich garantiere eines: auf diesem Blog werden sicher weiterhin Inhalte gezeigt. In Kürze folgt ein kleiner geschichtlicher Abriss zur Inch-Hantel. Geschrieben von einem, der sich auskennt!

Sonntag, 30. Juni 2013

The Myth lebt weiter!


Der Mann oben links ist eine Legende. Und leider heuer verstorben. Sergio Oliva, früherer Mr. Olympia in einer goldenen Zeit der Körperkulturistik...

Oliva, auch "The Myth" genannt, wird im neuen Muscular-Development-Heft - ein Hardcore-Magazin in meinen Augen, nimmt man die etwas nervigen Supplemente-Werbungen mal weg :-) - sehr treffend von seinem Weggefährten Arnold Schwarzenegger portraitiert.

Sergio war bekannt dafür, dass er im Training keine Gefangenen machte. Ein Triple-Satz ist beim Lesen schon Brutalität pur: vorgebeugtes Rudern, direkt gefolgt von Klimmzügen, direkt gefolgt von Rudern sitzend. Fünf Durchgänge. Wenig Pause dazwischen. Das war eines seiner legendären Rückenattacken.

Für seine Unterarme hat Sergio etwa auch täglich Reverse Curls und Wrist Curls gemacht, fünf Sätze, hohe Wiederholungen. Täglich. Immer und immer wieder.

Arnold schreibt treffend: "Wer heute von Übertraining daherredet, hat nie mit Sergio trainiert..."

In diesem Sinne, lasst uns die alten Größen nicht vergessen! Ihr Geist und Spirit lebt weiter!

Übrigens: Was mit Boyer Coe eine noch lebende Legende über Sergio auch zu sagen hat, verrät er im Interview mit mir am Podcast auf www.power-quest.cc. Sergio war einer der stärksten seiner Zeit und zweifelsohne ein Koloss. Aber das Seil, das hat es ihm nicht angetan :-)

P.S.: Wer weitere Motivation braucht. Die 80er-Jahre hatten auch was, nicht nur gute Musik, wie hier im Video gleich am Anfang zu hören. Trainingsmotivation pur:



P.P.S.: Im oben bereits erwähnten Heft ist übrigens auch ein großes und sehr einfühlsam geschriebenes Portrait über den ebenfalls verstorbenen Joe Weider. Hätte es den nicht gegeben, hätte viele heute kein Gewicht in der Hand. Er war einer der Wegbereiter der Fitnessbewegung.