Donnerstag, 8. November 2012

Arbeitseinstellung


Zum Ende der Woche hin etwas Motivation von Ringer-Olympiasieger Dan Gable, eine lebende Legende und in seiner Karriere bis auf einen umstrittenen Kampf unbesiegt:

“When I’d get tired and want to stop, I’d wonder what my next opponent was doing. I’d wonder if he was still working out. I tried to visualize him. When I could see him still working, I’d start pushing myself. When I could see him in the shower, I’d push myself harder...”

Gable war für seine Arbeitseinstellung bekannt. Dass er etwa mit einer Gewichtsweste rasenmähte, ist nur eines von vielen Tatsachen, die das bestätigen.

Auch in meinem Training bin ich die letzten Wochen draufgekommen, dass Angst vor Übertraining eigentlich teilweise unbegründet ist. Immer wieder wird einem ja derzeit eingetrichtert, dass es gefährlich ist, viel zu tun. Und diese "15-Minuten-dreimal-die-Woche-Quickfixes" erfreuen sich großer Beliebtheit scheinbar. Für den Start vielleicht ok, aber wer wirklich massiv und stark werden will, der muss schon mehr in die ganze Sache investieren, der muss ackern und Zeit aufbringen. Motivation sowieso.

Ich fahre seit Wochen oft 6-8 Einheiten, davon 2-3 "schwere" mit großen Grundübungen und hoher Intensität, der Rest dann kleinere Einheiten mit oft 15-20 Minuten, wo ich Schwachstellen bearbeite. Hohes Volumen, wenig Pausen, Vollgas. Dazu noch viele Spaziergänge in hügeligem Gelände als Cardiotraining zeitig in der Früh. Alles geht, wenn man will.

Das nächste, was ich nicht so recht verstehe, ist der momentan immer mehr aufkeimende Paleo-Trend. Schön für Leute, die übermässig viel Fett herumtragen und abnehmen wollen. Sicher keine verkehrte Idee. Aber das ganze wird nun als Allheilmittel angepriesen und gar als eines, mit dem man aufbauen kann. Womit weit gefehlt ist. Der sehr geschätzte Trainer Jason Ferruggia hat hierzu was wahres geschrieben:

http://jasonferruggia.com/how-many-carbs-should-you-eat-per-day-to-build-muscle/

Denn dass Kohlenhydrate nun zum großen Feind abgestempelt werden, ist ein Irrweg. Denn zwischen den Kohlenhydraten von einem Weißmehl-Burgerwecken oder Vollwert-Haferflocken ist in meinen Augen schon noch ein Nährwert-Unterschied. Und wer jemals schon versucht hat, qualitative Magermasse aufzubauen, der ist um einen gezielten Einsatz von Kohlenhydraten nicht herumgekommen. Punkt.

Der Winter eignet sich hervorragend um etwas aufzupacken. Der Körper ist in dieser Jahreszeit darauf ausgelegt, Reserven anzulegen. Aber keine Fettreserven, sondern wenn dann magere Masse. Das ist ein langwieriger Prozess und geht nicht über Nacht. Man muss auch keine völlige Umstellung seiner Gewohnheiten durchführen. Sondern kleine, aber wirkungsvolle Strategien einbauen.

Ich etwa baue nun jeden Nachmittag einen Shake mit Haferflocken, Mehrkomponenten-Eiweiß und Rohmilch nun ein als zusätzliche Mahlzeit. Dazu 3-5 Gramm Kreatin nach dem Training zusätzlich zur Milch. Zwei kleine Änderungen nur - Das Resultat: die Waage geht nach oben. Langsam, aber stetig.

Der Rest des Tages wird mit guten Lebensmitteln gefüllt und nicht mit Wunder-Supplementen:
Eier, Fleisch, Milch, Kartoffel, Reis, Gemüse, Äpfel, Beeren, Nüsse und Dinkel- oder Roggenbrot.

Mahlzeit...

Kommentare:

Simon Voggeneder hat gesagt…

Das mit den Kohlehydraten kann ich unterstreichen.

Die für mich wertvollste Erkenntnis dieses Jahres war, dass Kohlehydrate der potenteste Agent für Muskelaufbau sind - noch Lichtjahre vor dem Eiweiß. Seither esse ich in den Stunden nach dem Training Kohlehydrate ad nauseum. Es scheint gut zu funktionieren. Meine Freundin meinte gestern beispielsweise, dass mein Rücken jetzt nicht mehr dicker werden sollte.

Fett werde ich davon auf jeden Fall nicht.

Alexander hat gesagt…

Das war wieder ein echt motivierender Post!!! Vielen Dank Dominik!