Dienstag, 30. Oktober 2012

Ein kleiner Zaubertrunk - the Whey to go...

Das Interview mit Dr. Lonnie Lowery, einem der anerkanntesten Ernährungsprofessoren in den USA, habt ihr vielleicht schon auf www.power-quest.cc gehört. Wenn nicht, würde ich das nachholen ;-)

Weil ich oft gefragt werde, was ich so frühstücke? Das gibt dann oft erstaunte Blicke, wenn ich sage was. Derzeit nämlich Kaffee. Nur Kaffee. Daran ist ja noch nichts auszusetzen. Aber der Kaffee ist ein spezielles Gebräu. Ein richtiger Muntermacher. Denn in das schwarze Gold kommen drei Zutaten, die ihn zu einem Krafttrunk machen. Neben einem Teelöffel Vollfett-Sahne gebe ich einen Teelöffel Kokosöl (sehr MCT-hältig, was zahlreiche gesunde Inhaltssstoffe und Energielieferanten birgt) und als Krönung: ein Esslöffel Whey-Pulver. Und da heißt es aufpassen.

Whey oder Molke ist nichts schlechtes. Es ist genauso kein Wundersupplement, aber es ist mittlerweile bestens erforscht und seine gesundheitsförderlichen und muskelaufbauenden Aspekte werden nicht nur von Gurus wie "Mr. Warrior Diet" Ori Hofmekler angepriesen. Aber, ich empfehle geschmacksneutrales Whey-Pulver. Da sind nämlich keine Süß-, Farb- und Geschmacksstoffe beigesetzt. Damit entgeht man schon einigem. Molke an sich ist nichts schlechtes. Mein Whey der Wahl kommt von ESN, das ist eine deutsche Marke und obliegt damit der viel strengeren EU-Kontrolle. In den USA muss Whey weit nicht so viel deklariert werden wie bei uns.

Das ist das Pulver: Esn Designer Whey Protein Natural, 1Er Pack (1 X 1 Kg)

Die Packung schaut so aus:




Und mit Kokos gemeinsam wird dieser Kaffee zu einem geschmacklichen 1A-Erlebnis. Ein wirklicher Aufbautrunk für einen guten Start in den Tag!
Ich lese enorm gern und viel, sei es zu Training oder Ernährung. Und in einer Doktorarbeit über das DDR-Bodybuilding von Dr. Andreas Müller - dessen Interview übrigens in Balde auch auf power-quest erscheint (;-)) - konnte ich lesen, dass tschechische Kraftsportler schon seit Anfang der 70er-Jahre (!!!!) Whey bekamen von den Molkereien, da es bei der Käseproduktion abfiel. In 50-Kilo-Säcken. Also nicht die dauernde Mär der amerikanischen Magazine glauben, die Whey und so darstellen, als wäre es ein Wundermittel und von ihnen erfunden. Die Athleten haben es zum Aufbau sehr geschätzt und damit ihren Eiweißbedarf gut decken können.

Das Buch von Dr. Müller, der vor kurzem übrigens selbst bei einem Wettkampf wieder hervorragender Dritter wurde, gibt es ebenfalls und zwar hier:
Körperkulturistik: Bodybuilding in der DDR

Müller liefert auch auf Power-Quest in Balde einige gewaltige Ansagen. Wie damals in kleinen Zimmern ohne Elektrisches Licht und nur mit einfachsten Mitteln trainiert wurde und was er zum Thema Ernährung sagt, sind nur einige der Themen, die wir besprochen haben. Sein Buch kann ich einem jedem zweifelsohne empfehlen!

Montag, 29. Oktober 2012

Inspiration und Anhör-Tipp

Stevie Haston ist 55 und der wohl weltbeste Kletterer in seiner Altersklasse. Vor allem aber ist er eines. Unglaublich kreativ und er trainiert mit unkonventionellen Methoden. Das gefällt mir. Auch steviehaston.blogspot.com findet sich auch für den Nicht-Kletterer so einiges an Inspiration, an Tipps und an Wissen! Er trainiert in einer alten Scheune und scheut auch das einarmige Kreuzheben mit Steinen nicht, um seine Griffkraft weiter zu steigern.



Dann möchte ich noch eines unbedingt erwähnen. Gestern Abend ging auf www.power-quest.cc Dr. Lonnie Lowery online. Ein Interview mit einem der am meisten geschätzten Ernährungsprofessoren in den USA. Und dazu auch ein Praktiker. Ein Wettkampf-Bodybuilder und seit Jahrzehnten ein Liebhaber des Eisens. Anhören lohnt sich wie immer. Wir sprechen über den optimalen Eiweißbedarf, zielgerichtete Ernährung, warum auch Pulver seinen Platz hat und wieso Maschinen etwas bewirken können, WENN man sie richtig einsetzt.



Einen guten Wochenstart! Wie beginnt eine gute Woche? Mit einem noch besseren Training :-)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Trimm dich auf ukrainisch

Diesen Fotoband samt Artikel darf nicht vorenthalten werden. Danke Guy und Janis fürs Aufmerksammachen!

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fotoband-von-kirill-golovchenko-kachalka-muscle-beach-a-862707.html

Der absolute Hammer!

Wo ein Wille, da ein Weg....

Sonntag, 21. Oktober 2012

Sonntags mit Molly...


Gestatten, mein Name ist Molly. Ich bin die linke der zwei Kugeln, der Name ist Programm, und meine Rundungen sind hübsch. War heute ein nettes Training mit dem neuen Spielzeug in unserem weitreichenden Sortiment. Ist sauber betoniert, feinstens verarbeitet (einigen Freunden sei dank) und wiegt stolze 46 Kilo. Hervorragend für "heavy-ass kettlebell swings" (Copyright Bret Contreras - ein Link folgt zum Ende des Artikels).

Wir haben eben Swings durchgeführt mit hohem Volumen. Danach noch einarmiges Rudern und komplettiert wurde der Sonntagsbrunch mit Bauch- und Drückübungen. Die Einheit fiel unter die Kategorie Spielen. Auch wenn es ein schweres Spielen war. Schwere Swings sind nicht schlecht und können wahrscheinlich mit höherer Frequenz vollführt werden wie etwa schweres Kreuzheben - aber mit ähnlichen Resultaten. Die gesamte Rückseite des Körpers fühlt sich voll an, Rücken, Hintern, Beine und auch Waden.





Wir werden uns noch mehr solcher schwerer Kettlebells nun basteln, die obige war eigentlich ein "Geburtstagsgeschenk" von Freunden für meinen Trainingskameraden Willi. Die wissen einfach, was ihm gefällt :-) Gesundheit und Schweiß schenken, Herz was willst du mehr!

Einen guten Wochenstart und noch einen schönen Rest-Sonntag alle miteinander, nützt die Zeit zum Training,

Dominik

P.S.: Hier noch der Contreras-Artikel: http://www.t-nation.com/free_online_article/most_recent/are_heavy_kettlebell_swings_better_than_deadlifts;jsessionid=E343E0C632C9D1E4CCD9E5A35E4D3A49-mcd01.hydra

Freitag, 19. Oktober 2012

Vergessene Trainingssysteme, Part VI

Es ist schon mehrere Stunden her und noch immer brennen mir die Beine höllisch, obwohl ich sitze! Was war verantwortlich dafür?

Zuerst einmal, der Name, der dafür verantwortlich ist. Niemand geringerer als Robbie Robinson, "the black Prince". Einer von Arnolds besten Trainingspartnern, selbst ein hochdekorierter Champion und heute mit 60 noch immer am Eisen und topfit. Ein Treffen mit dem bekannten Trainer Dan John (von mir schon auf www.power-quest.cc interviewt übrigens) entlockte Robinson in den 80er-Jahren das Geheimnis seines Beintrainings. "Endless supersets of Front Squats and Romanian Deadlifts, over and over and my legs blew up". Schnörkellose Ansage. Und schwer in der Ausführung. Denn zwei solche Königsübungen hintereinander, das fordert Muskeln und Kreislauf.

Ich habe heute 4x10 Wiederholungen gemacht mit moderat schweren Gewichten. Hola, die Waldfee, das brennt mal richtig gut. Quadrizeps und Beinbeuger/Gluteus bekommen ihr Fett so richtig ab. Davor war Vorermüdung schon angesagt mit Beinstrecken/Beinbeugen/Beinpresse - auch seit den 70er-Jahren ein beliebtes Mittel.

Wer seine Beine in Schwung halten will, sollte das mal versuchen. Die Langhantel ist dabei Trumpf. Ich empfehle zum Start etwa 70-80% des Körpergewichts auf die Langhantel, das reicht völlig aus, eine enorme Wachstumtshormon-Ausschüttung wird damit erreicht. Wer keine Langhantel hat, kann es auch mit Kettlebells etwa versuchen oder Kurzhanteln.

Motivation gefällig? Dann ist der Blog-Eintrag hier genau das richtige:

http://www.got-big.de/Blog/unvergesslich-mein-personal-training-mit-bodybuilding-legende-dorian-yates/

Der Autor Thomas schreibt hier sehr beeindruckend, wie es war, mit einer Legende zu trainieren. Und Dorian Yates ist definitiv eine Legende. Direkt, knallhart und kompromisslos. Keine Schnörkel in einem verlies-artigen Gym. 1-2 Aufwärmsätze und dann ein knallharter Arbeitssatz bis zum Versagen. Und immer wieder die selben Übungen. Man suche etwa auf Youtube nach dem Rückentraining von Yates. Immer das gleiche System. Überzüge, Hammer-Lat-Maschine, Rudern sitzend, Langhantel-Rudern und meist auch noch steifbeiniges Kreuzheben. Hohes Tempo, noch höhere Intensität. Ein "running system", eines von vielen. Das ist es, was jeder haben sollte, angepasst an das Ziel, das er erreichen will (Fettverbrennung, Aufbau)! Frontkniebeugen und Rumänisches Kreuzheben - ebenfalls ein seit Jahrzehnten erfolgreiches System...

Im Dezember werde ich wohl wie Thomas berichten können. Es geht erneut in die Staaten. Und es wird erneut zum Treffen mit einigen interessanten Persönlichkeiten kommen!

Montag, 15. Oktober 2012

"Ein guter Dip"

"Ein guter Dip" - MACH DIPS!

Dips oder Barrenstütze - das ist eine der besten Übungen, besser in meinen Augen als Bankdrücken und Co. zum Entwickeln von Trizeps, Brust, aber auch Lat und Bauch. Und Dips sind alte Schule. Die Oldtimer haben sie bis zum Erbrechen gemacht.

Wer 20 Wiederholungen am Stück mit seinem eigenen Körpergewicht kann, sollte beginnen, Gewicht anzuhängen. ABER nicht gleich in die Vollen gehen. Vorsichtig steigern. "Nur" mal 5 Kilo anhängen. Und wieder beginnen, sich auf 20 WH am Stück hocharbeiten. Dann wieder steigern auf 10 kg. So kann man über Wochen und Monate gut fahren, immer mehr WH machen und dann wieder steigern. Progression bedeutet Wachstum, bedeutet Kraftzuwachs!

Weiter würde ich Dips mit Zusatzgewicht nur einmal die Woche ausführen. Eine andere Einheit kann man ja dann noch ohne Gewicht machen. Mit Zusatzgewicht etwa 25-40 WH Gesamtvolumen, ohne Gewicht 50-100.

Wer dippt, hat einen tollen Übertrag. Zum Bankdrücken genauso wie zum Überkopfdrücken. Bill Starr empfahl allen seinen Schützlingen Dips zur Steigerung der Drückkraft bei den Olympischen Übungen.

Beim Dippen selbst ist ein Barren oder Stangen erste Wahl. Wichtig dabei: nie weiter runter als Oberarme parallel zum Boden. Alles drunter wird dann heikel für die sensiblen Schultern. Und sauber unter Spannung ablassen. Nicht herumhampeln. Das ist genauso sinnlos wie diese Kipping Pullups oder Schwungklimmzüge, die man heut dauernd irgendwo auf Videos sieht. Da tut einen schon beim Anschauen alles weh. Man soll sich diese Leute dann in einigen Jahren noch mal anschauen. Bis auf einige genetische Ausnahmeerscheinungen werden diese Jungs/Mädels allesamt Schulterprobleme haben. Man hat einen vielfach besseren Effekt auf die Muskulatur, wenn man die Übung sauber und unter Spannung macht. Mit Schwung mag man vielleicht mehr Gewicht bewegen. Aber das ist nur fürs Ego gut, nicht aber für den Körper!

Wer dazu einen feinen Reiz setzen will, kann ja auch Ring-Dips mal machen. Das fordert und im Endeffekt fördert zusätzlich die Stabilität.

Der berühmte Marvin Eder war immer für einen "guten Dip" parat. Er konnte 90 Kilo Zusatzgewicht auf Wiederholungen bewegen bei den Barrenstütz, das ist bis heute eine große Nummer.

Also gibt es viel zu tun! Ein "guter Dip": Dippe!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Boyer Coe im Exklusivinterview



Er war einer der Figuren der "Golden Era", ist mehrfacher Mr. Universe und nun spricht er live auf www.power-quest.cc zum ersten Mal in einem Podcast-Interview. Das Gespräch mit ihm ist nun online gegangen!

Boyer war einer der stärksten Bodybuilder der damaligen Zeit. Es gibt viele Geschichten davon. Ellington Darden etwa berichtete in einem Artikel, dass er etwa beim ersten Versuch des "Superslow-Klimmzugs" (hier schon mehrfach vorgestellt) gleich eine Wiederholung mit 60 Sekunden raufziehen und 60 Sekunden runterlassen konnte. Das ist höchst beeindruckend. Wer glaubt, das ist leicht, der sollte das ruhig mal probieren. Es zerreißt einem die Arme förmlich und ist auch mental unglaublich fordernd. Boyer war bekannt für seine Kanonenkugel-Bizepse.

Hört euch den Mann an - Er hat viel zu sagen!

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Brachialgewalt "Big Z"

Ich bin ein großer Fan der großen, starken Männer, sprich der Strongman. Kürzlich wurde der "Worlds Strongest Man 2012" gekürt. Und wer hat gewonnen? Natürlich "Big Z" Zadrunas Savickas. Eine absolute Naturgewalt. Hier ein Video von seinem neuen Weltrekord im Baumstammstemmen. Man beachte: Er DRÜCKT diese 220 Kilo fast ohne Beinhilfe. Alter Verwalter!



Strongman-Training ist eine feine Sache, die ich sehr gerne gelegentlich einstreue. Einige Dinge wie etwa ein "Farmer's Walk" sind elementare Dinge im Training.