Donnerstag, 13. September 2012

Random Thoughts

Komme gerade von einem Trainingslager in der Schweiz bei Janis und Dornbirn zurück. Ab und zu solche Trainingslager sind einfach einer der Königswege, um weiterzukommen, um neues zu lernen und um an/über die Grenzen zu gehen.

- Übertrag: Hab gesehen, dass Hangeln, Seilklettern und Co. einen fantastischen Übertrag auf viele andere Sachen haben. Konnte etwa  bei Jürgen Reis am Campusboard, dem absoluten Maximalkraft-Test für Kletterer, wirklich gute Leistungen abliefern. Diese enorm schmalen Holz-Leisten (noch dazu eine überhängende Wand) sind nur mit der ersten Fingerkuppe haltbar. Ich konnte eine 1-5-8-Serie dort klettern, womit ich mich zumindest fürs Junioren-Nationalteam im Klettern qualifizieren würde. Ich bin aber eigentlich ein Nicht-Kletterer und mit meinen fast 90 Kilo auch nicht wirklich prädestiniert dafür :-) Aber schön zu sehen, dass Seil und Co. einfach gute Rohkraft bei solch schwierigen Sachen geben können. Jürgen meinte, er hätte schon einige Weltcup-Leute dagehabt, aber auch Top-Turner, aber die brachten das auch nicht her. Macht mich ein wenig stolz, harte Arbeit zahlt sich aus!

- Buchtipp: Auf der mehrstündigen Heimfahrt mit dem Zug (sehr empfehlenswertes Reisemittel übrigens) hab ich ein interessantes Buch gelesen. "Körperkulturistk in der DDR" von Dr. Müller. Starke Ansagen sind darin zu finden. Dort gab es viele Top-Athleten, die aus WENIG VIEL machten. Es gab weder Proteinpulver noch großartige Trainingsmittel. Doch dennoch entwickelten die Sportler gute, starke Körper. Dank der Grundübungen mit der Langhantel, dank Körpergewichtsübungen wie Dips und Klimmzüge. Interessant war zu lesen, dass in letzteren sogar sogenannte "Fernwettkämpfe" gemacht wurden. Müller konnte 100 Dips in 2 Minuten absolvieren. Die Ernährung war simpel. Magerquark wurde täglich zwischen 500 Gramm und 1 Kilo verzehrt, dazu Milch und Magermilchpulver war der gängige Eiweißshake. Obst und Gemüse gab es aus Gründen der Verfügbarkeit nur wenig!

- Brenner: Meinen Post zu den Grundübungen zuletzt gut ergänzt hat ein Artikel auf Tmuscle.com von Jim Wendler, die "100-Rep Challenge". Sehr empfehlenswert und ein Brenner fürwahr. Janis, Lukas und ich sind am Montag in diesem genialen "Speedy Fit Studio" in Konstanz, das nur so von alten, aber genialen Hammer-Strength-Maschinen wimmelt und wo laute, harte Musik gespielt und Eisen bewegt wird, ziemlich ans Limit gegangen. Die Leg-Curls auf 100 Wiederholungen schmerzen noch heute nach. Davor wurde natürlich Kreuzgehoben und Kniebeugen auf eine Box waren auch dabei. Wie Wendler sagt: Zuerst das Steak (Grundübungen), dann die Beilagen (Ergänzungsübungen)...

- Regeneration: Hatte in Dornbirn das Vergnügen, am Regenerationstag in einem Whirlpool im Landessportzentrum zu kommen. Genial für die Erholung. Dazu noch Saunagänge. UND vor allem ein Kaltwasserbecken. Immer mehr kommen auch Spitzensportler drauf, dass Kälte enorm regenerationsfördernd ist. Bei der Tour de France etwa haben die Teams oft sogar mobile Kältekammern mit, wo die Fahrer nach den Etappen ein wenig frieren und regenerieren...

Fight on,

Dominik

Kommentare:

Janis Rajaonarivelo hat gesagt…

Zwei Tage lang ein fetter MK. Zwar nicht unbedingt erstrebenswert aber ab und zu unvermeidbar!

Fight on Dominik!

Brucedalai hat gesagt…

Hi Dominik,

interessanter Buchtipp. Immer wieder motivierend, Deine Einträge über Training und Co.

Das mit dem Kaltwasser, zur besseren Regeneration, kann ich nur bestätigen. Tut einfach gut das kalte Wasser. Besonders wenn ich recht zügig, nach dem Training, unter die Dusche komme.

Beste Grüße,
Sascha

gerione hat gesagt…

Hallo. Zum Thema Kälte gibt es einen guten Artikel von den Forschern aus Stanford, da wird erklärt warum es soviel hilft:
http://news.stanford.edu/news/2012/august/cooling-glove-research-082912.html

Schöne Grüße

PS: super blog

Naturtraining hat gesagt…

Danke Bruce für die Lorbeeren!

Danke Gerione für den Artikel - sehr interessant!