Donnerstag, 30. August 2012

Alles bio, oder was?

Alle großen Supermarktketten sind seit geraumer Zeit auf den Bio-Zug aufgesprungen. Aber ist das wirklich alles bio, wenn es drauf steht? Irgendwie kommt mir vor, vorrangig ist die Geschäftemacherei im Vordergrund, der Bio-Gedanke an sich ist nur sekundär. Außerdem sollte mal wirklich gezeigt werden, ob Bio-Ware tatsächlich massenhaft produziert werden kann. Ich hab meine Zweifel...

Einen äußerst interessanten Podcast durfte ich dazu auch hören und das auch Bio nicht immer gesund sein muss, das wurde einem damit auch bewusst(er)! John Kiefer, der (hochintelligente) Mann hinter dem System "Carb Backloading", interviewte den weltweit anerkannten Toxikologen Dr. Bruce Ames. Extrem interessante Sendung. Hier zu hören und auch downzuloaden:

http://soundcloud.com/dh-kiefer/biojacked-19-with-toxicology

Was lernt man daraus. Man muss nicht immer tief in die Geldbörse greifen, um an gesundes Essen zu kommen. Was mancherorts für Bio-Produkte verlangt wird, ist unverschämt! Punkt.

Ich unterstütze lieber regionale Versorger und Bauern, so gut es geht. Bauernmärkte gibt es in vielen Städten genauso wie kleine Geschäfter, die von Nahversorgern beliefert werden. Dort würde ich hingehen. Natürlich kostet das auch etwas mehr als im Supermarkt. Aber dort wird mit dem Begriff Bio oft nur Geschäft gemacht. Dahinter steckt wenig. Und eines sieht man aus diesem Podcast auch gut. Man kann auch mit herkömmlichen Dingen gut fahren. Nicht immer muss bio gesund bedeuten. Wer Kilometerweit fahren muss, um an bio zu kommen, der fährt wohl besser, in dem er das beste aus seinen vorhandenen Mitteln macht. Die Nahrungsmittelqualität bei uns ist gut, man muss nur die Augen aufmachen und ausgewählt kaufen!

Kommentare:

fastasagerbilstrongasabear hat gesagt…

Ich habe zwar nur Kiefers Artikel gelesen und noch nicht den Podcast gehört, aber (ich lasse mich gerne berichtigen) wichtige Aspekte gegen den Konsum von Bioprodukten fehlen:
- Keine Supermarktbiolinie stammt aus regionaler Produktion. CO2 schonend ist was anderes.
- Es gibt die selben Convenience Produkte wie in "normal". Durch das Bio-Label wird dem Konsumenten allerdings suggeriert (wenn auch nicht immer gezielt), dass das Biopendant gesund ist.

Ich kaufe schon seit Jahren bevorzugt am Bauernmarkt, von Kleinbauern. Obst und Gemüse sind frisch und vor allem reif geerntet (= Max. an Vitaminen), die Auswahl entspricht der Saison und es ist viel billiger als im Geschäft.

LG, Cocoflux

fastasagerbilstrongasabear hat gesagt…

Ich habe zwar nur Kiefers Artikel gelesen und noch nicht den Podcast gehört, aber (ich lasse mich gerne berichtigen) wichtige Aspekte gegen den Konsum von Bioprodukten fehlen:
- Keine Supermarktbiolinie stammt aus regionaler Produktion. CO2 schonend ist was anderes.
- Es gibt die selben Convenience Produkte wie in "normal". Durch das Bio-Label wird dem Konsumenten allerdings suggeriert (wenn auch nicht immer gezielt), dass das Biopendant gesund ist.

Ich kaufe schon seit Jahren bevorzugt am Bauernmarkt, von Kleinbauern. Obst und Gemüse sind frisch und vor allem reif geerntet (= Max. an Vitaminen), die Auswahl entspricht der Saison und es ist viel billiger als im Geschäft.

LG, Cocoflux

Adam hat gesagt…

Das sehe ich genauso. Für mich ist es kein Bio mehr, wenn es heißt "Bio-Apfel", Herstellungsland Australien.
Bio ist für mich der Apfel der beim Nachbarn am Baum hängt und von alleine wächst. Ohne irgendwelche Zusätze. Und davon gibt es genug in unserer Landschaft. Man muss nur rausgehen und die pflücken.