Dienstag, 10. Juli 2012

Barfuss-Schuhe im Test


Die letzten zweieinhalb Jahre habe ich mich mit diesem Thema mehr oder weniger befasst. Barfuss-Schuhe, ein Trend, der unübersehbar an Bedeutung gewinnt. Was gut ist. Denn allzu oft zwängen wir uns in Schuhe, die einfach nichts mehr mit Natürlichkeit gemeinsam haben.

Es gibt im Netz unzählige gute Artikel bereits zu diesem Thema, deshalb nenn ich auch nicht wirklich Gründe dafür. Hier etwa einer: http://nymag.com/health/features/46213/

Ich bin kein Wissenschaftler, aber mein Labor ist die Praxis und die hat mir in diesen zweieinhalb Jahren gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, Barfuss-Schuhe anzuwenden. Man sollte nur wissen, welche und zu welchem Zeitpunkt.

Selbst getestet (bzw. besitze) ich vier verschiedene Modelle. Hier mein kurzes Fazit zu jedem:

Vibram Five Fingers: Toll bei Bergtouren, man hat deutlich mehr Grip und Zug durch den vermehrten Einsatz der Zehen. Steine schmerzen nicht. Problematisch aber wie viele der Barfuss-Schuhe bei rutschigem, nassen Untergrund. Gibt bei den ersten Einsatzen guten Wadenmuskelkater auch sowie an der Sohle. Was zeigt, wie sehr viel mehr der Fuss arbeiten muss. Kleines Manko in meinen Augen ist der Look. Man wird aber von vielen Wanderern darauf angesprochen. Sind mittlerweile auch sehr günstig zu erstehen, vor zwei Jahren noch um ein Vielfaches teurer.

Merrell Trail Gloves: Ein toller Allround-Schuh, der am Berg einiges kann, aber auch in der Halle opimal einsetzbar ist. Preislich eher in der teureren Kategorie. Mittlerweile auch hierzulande einfacher zu kriegen bei Amazon und Co., damals umständlich zu erstehen.

Sockwa Amphibians: Eindeutig der extremste Barfuss-Schuh, den ich bisher anhatte. Die Sohle ist wirklich nur noch ein kleiner Hauch von Sohle. Auch auf bergigem Gelände mit vielen Steinen aber getestet und für sehr gut empfunden. Auch guter Halt bei nassen Bedingungen. Kreuzheben mache ich am liebsten barfuss, aber auch dieser Schuh eignet sich gut, um etwas besseren Halt zu haben.

Nike Free: Der Klassiker, erprobt und durchaus ein guter Einstiegsschuh für Barfuss-Bekehrte. Wie bei den meisten anderen Modellen aber auch eine Preisfrage.

Aber ich hab noch einen guten Tipp für Leute, die ihre Geldbörse schonen wollen. Kauft euch bei eurem nächsten Strandurlaub Taucherschuhe. Stinknormale. In Kroatien vor zwei Jahren habe ich welche um 2 Euro erstanden. Die hab ich noch heute. Ebenfalls ein Gefühl des Barfussgehens. Einziger Nachteil: auf heissem Untergrund könnte sich der Gummi auflösen.

Auf jeden Fall zwei Daumen hoch für Barfuss-Schuhe!

Dominik

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