Freitag, 27. Juli 2012

Seilklettern advanced



Seilklettern ist seit längerem schon eine unserer Trainingsleidenschaften. Es gibt wenig bessere Oberkörper-Übungen, die obendrein wirklichen funktionalen Nutzen haben. Wer sich dem einarmigen Klimmzug annähern möchte, schwere Gripper schließen oder einfach mehr Griffkraft bekommen will, der tut gut daran, Seil zu klettern.

Montag haben wir eine neue Variante im Rahmen einer ausgedehnten Hangeleinheit ausprobiert. Bänder sind ja momentan sowieso schwer in Mode nebst Ketten. Kommen tut es von den Kraftdreikämpfern (insbesondere die weltbeste Schmiede Westside Barbell schwört darauf), die damit Sachen wie Kreuzheben, Kniebeugen oder Bankdrücken dynamisch trainieren. Doch auch für Seilklettern eignet sich das ganze gut, um die Übung zu erschweren. Der größte Widerstand ist bekanntlich, wenn das Band richtig lang gezogen wird. Und auf den letzten Zügen merkt man das dann richtig. Genau ideal um einen neuen Reiz zu setzen.

Karl geht hier im Video zweimal im Sitzstart die fünf Meter hoch. Inklusive dem Gummiband schon ein schmerzendes "Vergnügen" für Arme, Rücken und Bauch! Wir hatten guten Muskelkater nach unserer Einheit, nachdem wir mehrere Serien in dieser Art hochgegangen sind.

Seilklettern geht natürlich auch mit Gewichtsweste, hier ist aber durchaus Vorsicht angebracht, denn man sollte schon auf seine Gelenke ein wenig acht geben und eventuell beim runterlassen dann auch die Füße mitbenützen.

Ich wünsch ein gutes Wochenende!

Dominik

P.S.: So ein Seil ist schnell und fein im Garten aufhängbar. Für das momentane Wetter gibt es einfach nichts schöneres, als draußen zu trainieren.

Freitag, 20. Juli 2012

Bild und Wort fürs Wochenende

Mein Kumpel Gregor ist nicht nur ein begeisterter Trainierer, sondern auch ein genialer Filmer.

Hier sein neuestes Video-Meisterwerk:

http://www.strongbodyandmind.de/archives/797

Bitte nicht unbedingt nachahmen gleich. Gregor ist langjähriger Parkours-Läufer und ein guter Athlet!

Janis hat mich auf diesen schönen Artikel aufmerksam gemacht:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/parkour-trendsport-wird-auch-in-der-schule-unterrichtet-a-843888.html

Sowas in der Art machen wir immer wieder auch gerne im Winter in der Turnhalle. Man kann sich mit einfachsten Mitteln einen feinen Parcours bauen, der Krabbeln, Klettern, Laufen, Springen und Heben vereint, Eigenschaften, die man nie verlernen sollte!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Naturtraining goes Spitzensport

Immer mehr Spitzensportler machen "unorthodoxes Training". So auch mittlerweile die erfolgreichen österreichischen Skifahrer.

Ein Bericht findet sich hier: http://sport.orf.at/stories/2131371/2131372/

Auch unsere Ski-Damen haben heuer in ihrer Saisonvorbereitung auf die WM übrigens bereits eifrig mit Kettlebells trainiert.

Es scheint also, dass auch immer mehr Spitzensportler hierzulande auf den Geschmack kommen und sehen, dass dieses Training höchst effektiv ist.

Einige clevere Kerle haben das aber schon viel früher erkannt. Der geniale Skifahrer Bode Miller aus den USA etwa. Ich hab in seiner Biographie gelesen, dass er schon seit Beginn seiner Karriere Sachen wie Autoschieben, Schlittenziehen, Baumstamm-Stemmen macht. Bei ihm war es aus der Not heraus, da in der Abgeschiedenheit seines Wohnorts in den Bergen einfach nichts anderes möglich war. Not macht erfinderisch und bringt einem oft tolle Sachen bei.

Dienstag, 10. Juli 2012

Barfuss-Schuhe im Test


Die letzten zweieinhalb Jahre habe ich mich mit diesem Thema mehr oder weniger befasst. Barfuss-Schuhe, ein Trend, der unübersehbar an Bedeutung gewinnt. Was gut ist. Denn allzu oft zwängen wir uns in Schuhe, die einfach nichts mehr mit Natürlichkeit gemeinsam haben.

Es gibt im Netz unzählige gute Artikel bereits zu diesem Thema, deshalb nenn ich auch nicht wirklich Gründe dafür. Hier etwa einer: http://nymag.com/health/features/46213/

Ich bin kein Wissenschaftler, aber mein Labor ist die Praxis und die hat mir in diesen zweieinhalb Jahren gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, Barfuss-Schuhe anzuwenden. Man sollte nur wissen, welche und zu welchem Zeitpunkt.

Selbst getestet (bzw. besitze) ich vier verschiedene Modelle. Hier mein kurzes Fazit zu jedem:

Vibram Five Fingers: Toll bei Bergtouren, man hat deutlich mehr Grip und Zug durch den vermehrten Einsatz der Zehen. Steine schmerzen nicht. Problematisch aber wie viele der Barfuss-Schuhe bei rutschigem, nassen Untergrund. Gibt bei den ersten Einsatzen guten Wadenmuskelkater auch sowie an der Sohle. Was zeigt, wie sehr viel mehr der Fuss arbeiten muss. Kleines Manko in meinen Augen ist der Look. Man wird aber von vielen Wanderern darauf angesprochen. Sind mittlerweile auch sehr günstig zu erstehen, vor zwei Jahren noch um ein Vielfaches teurer.

Merrell Trail Gloves: Ein toller Allround-Schuh, der am Berg einiges kann, aber auch in der Halle opimal einsetzbar ist. Preislich eher in der teureren Kategorie. Mittlerweile auch hierzulande einfacher zu kriegen bei Amazon und Co., damals umständlich zu erstehen.

Sockwa Amphibians: Eindeutig der extremste Barfuss-Schuh, den ich bisher anhatte. Die Sohle ist wirklich nur noch ein kleiner Hauch von Sohle. Auch auf bergigem Gelände mit vielen Steinen aber getestet und für sehr gut empfunden. Auch guter Halt bei nassen Bedingungen. Kreuzheben mache ich am liebsten barfuss, aber auch dieser Schuh eignet sich gut, um etwas besseren Halt zu haben.

Nike Free: Der Klassiker, erprobt und durchaus ein guter Einstiegsschuh für Barfuss-Bekehrte. Wie bei den meisten anderen Modellen aber auch eine Preisfrage.

Aber ich hab noch einen guten Tipp für Leute, die ihre Geldbörse schonen wollen. Kauft euch bei eurem nächsten Strandurlaub Taucherschuhe. Stinknormale. In Kroatien vor zwei Jahren habe ich welche um 2 Euro erstanden. Die hab ich noch heute. Ebenfalls ein Gefühl des Barfussgehens. Einziger Nachteil: auf heissem Untergrund könnte sich der Gummi auflösen.

Auf jeden Fall zwei Daumen hoch für Barfuss-Schuhe!

Dominik

Mittwoch, 4. Juli 2012

Keine Sommerpause

Auf www.power-quest.cc gibt es wie immer keine Sommerpause.

Das beweisen die zwei neuen Interviews, die wir oben haben. Gestern Abend erschienen ist Marty Gallagher, der ehemalige Powerlifting-Weltmeister und Trainer zahlreicher Champions wie Ed Coan, Kirk Karwoski und so weiter und so fort! Hat viele Tipps&Tricks auf Lager.

Und nicht minder interessant die Sendung aus der Vorwoche mit Stevie Haston. Ein Kletterer über 50, der nach wie vor zu den besten zählt. Was der unter anderem macht? 2000 Klimmzüge in einer Einheit. Kein Wunder, dass er einarmige Klimmis mit Zusatzgewicht bewältigt :-)

Anhören lohnt sich wie immer. Tune in!

Dienstag, 3. Juli 2012

Power-Frühstück

Heute gab es ein besonderes Frühstück!

Nämlich eines mit Training. In den Sommermonaten stelle ich einiges um. Trainiere lieber am morgen, da kühler und stressfreier sowieso. Zur Ernährung komm ich gleich noch.

Was stand also am "Speiseplan" auf nüchternem Magen? Dips mit 50 Kilo Zusatzgewicht, Klimmzüge mit 40 Kilo. Zielvolumen: 50 Wiederholungen jeweils in so wenigen Sätzen wie nötig. Danach noch Hügelsprints, 50 Meter mal 10 Serien. Und fertig ist der Ganzkörper-Cocktail.

Danach stand dann wirklich ein Frühstück an.

Eineinhalb Packungen Topfen mit Beeren vom Garten und einer halben Ananas. Was für ein Schmaus!




Danach gibt es zu Mittag frischgepressten Karotten-Selerie-Saft, Nachmittags Hüttenkäse und Beeren und am Abend eine herzhaft große Mahlzeit (bzw. mehrere Mahlzeiten).

Erinnert an die Kämpferdiät. Und ist es auch! Ernährungsmässig hat sich für mich diese Essform für die Sommermonate einfach als bestens herausgestellt. Wenn es so heiß ist wie jetzt, will ich unter Tag nicht Unmengen essen. Am Abend wenn es kühler wird, geht es besser. Und was sowieso bei der Kämpferdiät auffällt. Man hat Energie ohne Ende unter Tags, fühlt sich fit und einsatzfähig. Kein schwankender Blutzuckerspiegel, kein voller, schwerer Magen und null Müdigkeitsgefühl. Das macht schon Laune. Wer sich für die Ernährungsform interessiert. Auf www.power-quest.cc nachhören, es gibt unzählige Sendungen dazu. Weil Jürgen Reis darin ein Meister ist, sich vom Erfinder Ori Hofmekler  selbst coachen ließ seit Jahren. Am kommenden Wochenende veranstaltet er in Dornbirn deshalb ein weiteres Seminar. Und im November steigt noch einmal eines. Von der Quelle lernt man bekanntlich am besten. Auf www.juergenreis.at findet man dazu die nötigen Infos. Jürgen hat mir letzte Woche ebenfalls gute Kniffe mitgegeben, als ich ihn in dieser Hinsicht konsultiert habe!

Eine gute weitere Woche! Lasst euch euer persönliches Power-Frühstück schmecken.