Donnerstag, 26. April 2012

Gripper-Nachtrag

Anschließend an meinen Post letzte Woche über die Captains of Crush Gripper hier ein aktuelles Video von Spezi Alexander Lechner (http://einfaches-training.blogspot.com). Ein starker Bursche, nicht nur was turnerische Übungen anbelangt. Wer wie er den 2,5er-Gripper schließen kann, gehört schon zu den Mutanten, was Griffkraft anbelangt. Noch dazu in dieser Leichtigkeit, wie am Video zu sehen. Ich konnte den 2,5er ebenfalls schon zumachen, aber ich hab da viel mehr Schwierigkeiten gehabt.

Wer mit Grippern beginnen will, dem rate ich höchstens zur 1er-Version von COC. Noch besser vielleicht wäre der "Trainer". Ich habe den 1er-Gripper schon öfter bei Freunden mitgehabt. Auch welche die trainiert haben oder starke Handwerker sind, hatten mit dieser Version ihre Mühe. Jedd von der Dieselcrew erzählt mir bei meinem USA-Besuch, dass er ihn oft auch ins Studio mitnahm. Nur wenige konnten ihn zumachen und wenn, dann meist nur halb. Auch Leute, die eigentlich äußerst fit aussahen.



Spodo-Chef Mark Dorninger, der mit mir letzte Woche den mörderischen Farmers Walk auf den Dornbirner Hausberg Karren mitmachte, hat sein Lager mit Grippern nun wieder aufgestockt, ließ er mich wissen. Die Gripper, mit denen man seine Unterarme bei regelmässiger Anwendung denen von Popeye angleicht, hat er nun wieder im Handel. Geben tut sie es HIER

Obendrein macht es Spass, einen festen Händedruck zu haben...

Mittwoch, 25. April 2012

Ein Großer ging wieder...

Ein Großer des Sports ist leider wieder gegangen! Robert Kennedy, einer der erfolgreichsten Verleger im Fitnessbereich weltweit. Er hatte wie Arnold seine Wurzeln auch in Österreich, sein Vater war von hier. Er hat es in den Staaten zu einer höchst einflussreichen Person gebracht. Nun ist er seinem Krebsleiden erlegen. Ich habe kürzlich noch ein TOP-Interview mit ihm gehört. Echt sehr interessant, kann es jedem nur empfehlen. Viele tolle Insider-Stories, er war seit den 60er-Jahren eine Szene-Insider.

Hier ein guter Nachruf über ihn mit den Stimmen der Großen: http://www.bodybuilding.com/fun/a-legacy-writ-large-a-tribute-to-robert-kennedy.html

Und hier das angesprochene Interview: http://naturalbodybuildingradio.com/2009/04/15/coming-april-15-fitness-publisher-robert-kennedy/

Kennedy war übrigens auch Arbeitgeber von Dennis Weis, einem der absoluten Top-Schreiber seiner erfolgreichen Magazine. Mit ihm habe ich ein Interview für Power-Quest geführt, es erscheint noch dieses Jahr!

P.S.: Einige haben sich auch bereits zum Mitmachen am Swing-Experiment gemeldet - super Sache. Mein großer Tipp aber: Lieber mit leichter Bell anfangen, lieber weniger WH. Denn das ganze verlangt mehr als nur Wille. Es verlangt vor allem KONSTANZ. 30 Tage können lange werden und die Bell schwerer und schwerer. Jeden Tag muss das ganze passieren. Der innere Schweinehund muss überwunden werden, auch wenn es "nur" 100 WH sind jeden Tag. Ich habe schon beim PLP gesehen, dass das nicht so leicht ist! Nur wer es taktisch gut plant, wird es zu Ende machen. Die Aufgabe-Quote bei sowas ist hoch. Sieben Tage mag es leicht von der Hand gehen, aber auf einmal wird es sauhart! Ich habe konservativ begonnen von der 28er auf die 24er zurückgeschraubt, erhöhen kann ich jederzeit, wenn das Gefühl gut ist. Dazu mach ich es momentan in drei Sätzen à 33 Wiederholungen. Das ist easy, man brennt nicht aus. Ein gutes WH-Schema ist auch 25-15-10 x 2. Oder 25x4. Viele Wege führen nach Rom bzw. zu gesteigerter Fitness und Fettverbrennung...SWING IT!

Dienstag, 24. April 2012

Altbewährtes und ein Experiment




Das hatten wir ja schon mal. Man erinnere sich an den September 2011. Ein Farmers Walk auf einen Berg. Ja, das hat es in sich. Und es gab eine Wiederholung. Letztes Wochenende bei einem Kurz-Trainingslager in Dornbirn wieder mal. Diesmal den Hausberg, den Karren rauf. Auf 976 Metern Seehöhe, über 500 Höhenmeter waren von unten nach oben zu überwinden. Wir haben es mit 2x24 Kilo Kettlebells und 1x16/20er gemacht. 45 Sekunden Trageintervall. Jeder der Kameraden (wir waren sieben) ist am Ende auf 22 Intervalle gekommen, wir waren in 53 Minuten oben.

Ein hartes Stück Arbeit. Man darf nicht vergessen. Ein Farmers Walk auf der Ebene ist hart, aber bergauf - und dieser Berg ist auf dieser eher kürzeren Distanz sehr sehr steil - ist das noch einmal eine andere Dimension! Fordert nicht nur die Beine, Arme und Schultern enorm. Vor allem auch IM KOPF spielt sich vieles ab. Wer nicht beisst und kämpft, hat keine Chance. Mehrmals denkt man da beim Raufgehen ans Aufgeben. Der Atem ist schwer (wohl auch im Video zu hören), das Herz pumpt wie blöd und die Muskeln wollen versagen. Man tut ihnen aber den Gefallen nicht. Oben wird man dann mit Glückshormonen belohnt. Und einer prächtigen Aussicht. Und einem guten Gefühl, dass man es in der Gruppe bewältigt hat. Das schweißt zusammen. Dazu hat es Freitag geregnet, was uns aber nicht vom Vorhaben abhielt. Auch fitte Berggeher wie Spodo-Chef Mark Dorninger, der den Karren mehrmals die Woche zeitig in der Früh raufmarschiert, war überrascht von der Intensität, die ein Farmers Walk einem Berggang noch geben kann. Überraschenderweise hatte keiner einen Muskelkater am nächsten Tag, die systemische Belastung war also höher als die muskuläre und auch Griff/Trapez waren während und nach der Einheit nicht angegriffen!

Natürlich hangelten wir in Dornbirn auch, machten unzählige Klimmzüge, Liegestütze und Dips und die Kraftkammer wurde ebenfalls besucht. Volle Tage!

Nun startet seit heute ein neues Experiment. Ich werde jeden Tag für 30 Tage lang 100 bis 150 Swings mit der Kettlebell (28er) absolvieren, aufgeteilt in so viele Sätze wie nötig und ohne mich zu überpowern. Am Ende der 30 Tage sind das einige tausend saubere Wiederholungen. Mal schauen was da rauskommt. Wer mitmachen will (gute, funktionierende Technik vorausgesetzt), sollte das tun und mir Bescheid geben via Kommentarfunktion. Eventuell auch mit Überwachung des Gewichts,... Es gibt auch einen Preis für einen Teilnehmer dieses "Experiments". Für den bevorstehenden Sommer sicher eine gute Trainingstechnik, um etwas überschüssiges Fett zu verbrennen und die Kraftausdauer (für Berggänge unerläßlich) zu verbessern.

Wie auch immer man es macht, Intensität wie dieser Farmers Walk oder die Swings machen Training "spassig", abwechslungsreich und am Ende erfolgreich! Und in der Gruppe oder mit Freunden hart zu trainieren, bringt einem oft viel härtere Einheiten!

P.S.: Der Link zum September-Walk. Ebenfalls "spassig": HIER

P.P.S.: Meine Freunde Steve Maxwell und Till Sukopp machen im Sommer in Köln gemeinsame Sache. Da kann nur was RICHTIG GUTES rauskommen. Mehr Infos HIER (auf den Link klicken)

Dienstag, 17. April 2012

Eine weitere Legende...



Er war Mr. America, er war Weltmeister mit der maximal erreichbaren Punktezahl, er konkurrierte mit Leuten wie Arnold Schwarzenegger oder Tom Platz, er konnte einarmige Klimmzüge mit über 95 Kilo Körpergewicht und hatte schon mit 18 Jahren 180 Kilo auf der Bank gedrückt - kurzum, Boyer Coe, ist eine Legende im Eisensport. Und er stand mir gestern in der Nacht via Live-Schaltung aus dem fernen Kalifornien Rede und Antwort. Zu hören ist das dann heuer noch auf www.power-quest.cc

Was zehn Klimmzüge mit 55 Kilo Zusatzgewicht bei ihm bewirkten, wie früh am Morgen er noch immer trainiert fünfmal die Woche mit 64 Jahren, wieso er auf Seilklettern schwört, warum er nächstes Jahr nach Köln kommt und wie einfach er es mit der Ernährung hält, ist dann zu hören!

Auch über Gripper haben wir uns unterhalten. Auch Boyer mag sie. Er trainiert damit immer wieder. Qualitativ hochwertige Gripper, an denen man ewig Freude hat und Popeye-Unterarme bekommt bei regelmässigem Gebrauch, gibt es hier. Der letzte Blogeintrag gibt Auskunft, wie man damit trainieren kann.

Es kann sich auf jeden Fall jeder auf das Interview freuen.

Boyer kommt übrigens auch in den Büchern von Randy Roach natürlich vor, sehr sehr umfassend. "Muscle Smoke and Mirrors" gibt es auf www.randyroach.ca, zu hören ist der kanadische Historiker auch auf dem Podcast natürlich. Nummer 338!

Informationen aus erster Hand!

Montag, 16. April 2012

Zupacken - Gripper


Jeder kennt ihn, viele unterschätzen und belächeln ihn. Den Gripper. Meist kennt man die Kaufhaus-Version, ein Plastikteil, dass schon nach wenigen Wiederholungen seinen Reiz verliert, da es zu leicht geht. Nein, hier geht es um richtige Gripper, welche die den Griff (crushing grip) wirklich trainieren. Ironmind etwa bietet einen solchen Qualitäts-Gripper und damit zu trainieren macht Sinn und Spass! Ich merke sofort: arbeite ich mit dem Gripper vermehrt, dann bin ich stärker beim Seilklettern, bei der Inch-Hantel, bei allen Sachen, wo man einen starken Griff braucht! Vom kräftigen Händedruck ganz zu schweigen. Wer viel mit solchen Teilen arbeitet, entwickelt "Schraubstock-Hände". Mein Kumpane Oliver hat mir von einem Freund von ihm erzählt, der regelmässig während dem Fernsehen einen Gripper schloss. Der hatte dadurch nach einigen Monaten Unterarme entwickelt, die Popeye alle Ehre gemacht hätten...
Ich habe mir schon vor Jahren einige Gripper von Ironmind zugelegt (diese sind von der Häufigkeit und Qualität die wohl besten) und musste diese mühsam damals noch aus den USA importieren. Mittlerweile hat aber etwa auch Mark Dorninger von Sport Dorninger diese im Angebot. Wer das Service von Mark kennt - er schickt etwa Kettlebells aus so schnell wie sonst keiner - der ist da in guten Händen. Hier sein Gripper-Angebot
Generell mache ich mit diesen Grippern ehern ein hochvolumiges Training, zwei bis dreimal die Woche (auf etwa 50-100 WH gesamt pro Einheit), das hat sich als erfolgreich herausgestellt. Manchmal mache ich auch Maximalkraftversuche. Ich konnte den 2,5er-Gripper schon schließen und das nur durch Training mit dem 1er und natürlich viel Seiklettern und Hangeln und dazu körperliche Arbeit wie Holzfällen und dergleichen. Irgendwann ist es auch mein Ziel, natürlich den 3er zuzubringen, der eine magische Grenze darstellt. Den 4er, das ultimative Teil, konnte bisher nur eine Handvoll Menschen auf dieser Erde zumachen...
Wer also "Schraubstock-Hände" will, ist mit Ironmind-Grippern gut beraten. Diese gibt es HIER.
Einen guten Wochenstart!

Mittwoch, 4. April 2012

Das beste Studio der Welt...



Ich war schon im Auto und am Weg ins Studio, etwas, dass ich immer wieder mal gerne einstreue. Wieder mal schwere Kurzhanteln rudern oder in einem Power Rack Kniebeugen absolvieren wollte ich, einfach mal einen anderen Reiz setzen. Aber es kam anders. Denn die Sonne lachte ins Gesicht und es duftete nach Frühling. Stattdessen bin ich ins beste Fitnessstudio gegangen und obendrein ist es gratis. Ich bin auf einem alten Trimm-Dich-Pfad im Stadtwald zeitig in der Früh unterwegs gewesen. Mehrere Kilometer gelaufen, das Herz pumpt, der Schweiß fängt zu fließen an und das Gefühl, frische Luft einzuatmen dabei ist göttlich. Die Vögel stimmen eifrig ihren Morgengesang an. Ich steuerte eine alte, wohl selten benutzte Klimmzugstange mitten zwischen Bäumen an. Schilder weisen noch darauf hin, dass das früher eine tolle Trainingsmöglichkeit war. Und auch heute ist das noch so. Und wird es immer sein. Ich habe 150 Klimmzüge gezogen und das Doppelte an Liegestützen (300) immer im Wechsel gemacht. Herrlich ist das, wenn man schwer atmet, alles zu ziehen beginnt, die Muskeln erwachen und dennoch ist es kein Gefühl der Verzweiflung. Als ich wieder am Heimweg war, hatte ich ein unbeschreibliches Hoch!


Danach war bei meinem Onkel noch Holz zum verarbeiten. Toll, der Körper bekam weiter sein Fett ab, schwere Holzprügel auf- und wieder abladen verschont wenige Muskeln! Derartige Dinge sind weitaus unkooperativer zu heben als Hanteln.


Danach fällt es auch leichter, wieder in einem Bürosessel zu sitzen. Ich kann jedem nur raten, es auszuprobieren. Vorausgesetzt, man respektiert die Natur, dann respektiert auch sie einen. Also nicht irgendwo abseits von Wegen herumtrampeln oder umherzuschreien. Am besten alleine seine Wege ziehen, die Momente aufzusaugen, Trimm-dich-Pfade aus den 70er- und 80er-Jahren, als ihre Hochzeit war, gibt es noch zuhauf. Man muss nur die Augen aufmachen und Gas geben.


Es braucht nicht viel, der eigene Körper kann Werkzeug genug sein. Wer das dann aber noch bisweilen mit Hanteln, Steinen, oder sonstwas kombiniert, wird ein allumfassendes, optimiertes Training haben. Es braucht wirklich nicht viel...