Sonntag, 26. Februar 2012

Verteufelte Übung

Viele alte Übungen sind heute vergessen, werden auch oft belächelt oder heruntergemacht. Wer etwa Curls verteufelt, hat noch nie in seinem Leben wirklich Strongman-Training gemacht. Da ist ein starker Bizeps von sehr wichtiger Bedeutung und etwas Isolationsarbeit schadet nicht, um diese Region zu stärken und verletzungsunanfälliger zu machen! Auch bei Hangeln und Co. und da vor allem bei Pegboard-Klettereien und natürlich am Seil schadet ein stärkerer Arm nie. Ich habe auch noch nie jemand gesehen, der viel curlen konnte und einen mickrigen Arm hatte.

Auch Drücken hinter den Nacken ("press behind neck") geht es ähnlich. Zweifelsohne eine delikate Übung, zweifelsohne etwas, dass nicht jeder machen sollte/kann. Denn auf schwere Wiederholungen und mit schlechter Technik ein sehr zuverlässiger Weg, um seine Schultern zu verletzen. Aber ich hab von Trainingshistoriker und Buchautor Randy Roach (Muscle Smoke and Mirrors) vor einigen Wochen einen tollen Hinweis bekommen. Statt im Sitzen die Übung im Stehen machen und mit leichterem Gewicht auf hohe Wiederholungszahlen (15 bis 25). Der Tipp war golden, ich habe seither mit dieser Übung keinerlei Schulterprobleme und krieg einen enormen Pump im Trapez und den Schulterköpfen. Übrigens die Lieblingsübung eines gewissen Don Howorth auch. Der ist im vorangegangenen Post im Bilde zu sehen! Viele andere Oldtimer schwörten ebenfalls darauf. Auch Steve Reeves übrigens mag höhere WH-Zahlen (bis zu 12 für 3 Sätze).

Aber noch einmal. Langsam an die Übung herangehen, sauber arbeiten und das Ego zurücknehmen, lieber weniger Gewicht, dafür mehr Konzentration auf saubere Ausführung. Tut es dennoch weh, weglassen. Geht es aber gut, Gratulation. Eine der Top-Übungen für breite Schultern.

Let's rock it...

P.S.: der gute Dr. Ken Leistner hat auch zum Thema Curls mal was nettes verfasst:
http://www.atomicathletic.com/articles/detail.asp?ArtID=73

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