Donnerstag, 29. Dezember 2011

Running System

Jeder Mensch ist verschieden und so ist auch das Training oft grundverschieden. Wenn ich mir wie so gerne alte Bücher von Trainings-Legenden anschaue, deren Pläne lese und aber oft auch Magazine der neuen Generation durchblättere, im Internet auf Seiten von nun angesagten Trainern stöbere, so stosse ich meist auf verschiedene Sachen, immer wieder kommt was neues dazu, oft wird auch altes aufgewärmt und nicht selten einfach was kopiert, ein neuer Name hingegeben und das wars. Man muss sich deshalb vor allem einem bewusst sein: womöglich nicht alle aber zumindest viele Wege führen nach Rom in punkto Training!

Wer glaubt, mit dem Programm XY würde man so und so viel aufpacken, weil X + Y das ergibt und dies bei Mister oder Misses Z das ergeben hat, der täuscht. Bei jedem wird dieses Programm verschieden ansprechen! Jeder reagiert anders.

Der eine mag mit der Langhantel etwa Erfolge feiern, der andere hat seine Freude an der Kettlebell und wieder ein anderer mag einfach Training mit dem eigenen Körpergewicht am liebsten und schwört darauf! Und wenn man damit Erfolge hat, sollte man etwas darauf halten. Immer wieder zu SEINEN Basics zurückkehren, da man damit immer die besten Erfolge haben wird. Dan John nennt es seine "Standard Workouts". Und das ist die Essenz dieser Gedanken: es ist schwierig und oft von Irrwegen begleitet aber durch "Trial and Error" ein RUNNING SYSTEM für sich persönlich zu finden, egal was einem andere einsagen, weißmachen oder raten, das sollte das Ziel eines jeden sein! Klar ist Input/Kritik von außen immer gut, da man zu sich selbst nicht immer der beste Richter ist, aber dennoch sollte man innerlich etwas in sich gefestigt haben, von dem man weiß, es bringt einen im Training weiter! Und das spürt man nur selbst am besten, was einem gut tut. Als Beispiel: Nur weil überall gesagt wird, Kniebeugen sind die ultimative Übung, heißt das noch lange nicht, sie sind für einen selber ultimativ und gut. Man sollte es probieren, aber wenn einem das Gefühl und die Erfahrung dann sagen, 'lass es lieber', dann sollte man es lassen. Es gibt so viele andere Dinge. Viele Wege führen nach Rom.

Trainingsroutinen wie Unterhosen wechseln, um sein Running System zu finden, ist aber wohl keine zielführende Sache. Einmal dabei bleiben bei etwas, einmal auch etwas mehrere Wochen/Monate/Jahre durchziehen, macht viel mehr Sinn, bringt viel mehr Fortschritt. Erinnern wir uns an den letzten Post. An das PLP-Programm. 60 Tage durchziehen einen Plan, tagtäglich. Bringt Erfolge. Wenn man dabei bleibt. Ergebnisse, die aber bei jedem verschieden ausschauen. Dem einen bringts mehr, dem anderen weniger. Ersterer darf es ruhig immer wieder mal auspacken, letzterer ist gut beraten, was anderes zu tun aber vielleicht dem ganzen auch noch einmal eine Chance zu geben!

Zwei Dinge für langfristigen Trainingsfortschritt sind in meinen Augen besonders wichtig:

- Kontinuierlichkeit: einmal bei einem Plan bleiben und ihn längere Zeit machen. Danach aber für Abwechslung sorgen und was neues reinbringen. Nicht aber alles über den Haufen werfen. Selten war alles gut/schlecht.

- Messbarkeit: Man sollte seinen Fortschritt an Ergebnissen messen. Hab ich Gewicht zugelegt, konnte ich mehr Gewicht nehmen bei Übungen, hab ich abgenommen, war ich oft erkältet, war ich erschöpft? Zu oft täuscht einen das reine Gefühl, lieber auch auf Messinstrumente/Maßstäbe vertrauen und hier sehen, ob es Fortschritt gab. Wenn ja = gut, wenn nein = schlecht.

Es wird einem auch oft eingebleut, man möge Schwächen stärken. Ist das ein guter Rat oder nicht? Das Problem dabei ist: Man wird seine Stärken vielleicht vernächlässigen damit und ob das so gut ist, sei dahingestellt. Denn eine Butterbrot-Seite hat jeder und warum soll man die aufgeben, nur um so vieles andere besser zu machen. Oftmals sind schon viele draufgekommen, dass sie ein einstiges Talent verloren haben, weil sie es vergessen haben! Deshalb immer wichtig: Nie seine Stärken vernachlässigen, aber dennoch offen für neues sein. 80 Prozent beibehalten vom Running System und 20 Prozent für neues offen sein und testen, das ist ein gangbarer und guter Weg. Lieber immer wieder mal Dinge einbauen, aber nicht alles über den Haufen werfen, das bringt viel.

Und irgendwann wird man selbst spüren, jawohl, dieser Weg führt FÜR MICH nach Rom. Und das ist es, was man jedem wünschen sollte. Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

P.S.: Hinter mir liegt ein nettes Dreitages-Trainingslager. Erst der Besuch von Oliver und Patrick, dann ein zweitägiges Training mit Kameraden in Vorarlberg. Nun heißt es rasten, auftanken und dann folgt der nächste Angriff. Ich starte Silvester am liebsten mit einem Trainingsfeuerwerk...

Sonntag, 25. Dezember 2011

Bewegung




Es ist ruhig draussen, ein wenig ist Stille eingekehrt überall nach hektischen Tagen, nach Wochen des Kaufrausches überall, Leute, die überall umherirrten, um die letzten Geschenke noch zu bekommen. Schenken ist aber etwas schönes und was noch schöner ist, wir können uns auch SELBER beschenken. Mit einer Gabe, die jedem von uns mitgegeben wurde. Bewegung heißt dieses Geschenk. Bei aller Gemütlichkeit in diesen Tagen, bei den üblichen Kekse- und Essmarathons (was nichts verwerfliches ist), sollte man nicht vergessen drauf, dass man sich ein wenig rührt. Mal ein paar Minuten an die frische Luft geht, tief einatmet und das Blut im Körper in Bewegung bringt. Man kann vieles tun. Gehen reicht, aber es dürfen auch Kettlebell-Swings sein, ein paar Körpergewichts-Übungen, Hauptsache man bewegt sich. Das kann einen Riesenunterschied machen.

Genauso wie etwas anderes, dass ich vor einigen Wochen mal hier vorgestellt habe. Das "PLP-Programm" von Chad Waterbury. Kurz zusammengefasst: Man macht jeden Tag Klimmzüge, Liegestütze, Ausfallschritte und steigert jeden Tag um eine Wiederholung. So kommt über die Tage dann ein beachtliches Volumen zusammen, das einen aber nicht abschießt. Ein treuer Leser hat mir nun drüber Rückmeldung gegeben. Eine schöne Bescherung :-):

Pünktlich zu Weihnachten bin ich mit dem von Dir empfohlenen 60 Tage Programm fertig und muss mich ganz arg bei Dir bedanken. Es hat „gefühlt“ wirklich viel gebracht. Was ich schon nach ungefähr der Hälfte gemerkt habe ist, dass alles fester und fettfreier ist. Die Arme fühlten sich viel praller an. Auch bemerkte ich wie die Arbeitskleidung am Rücken bei manchen Bewegungen spannte, wo sie früher noch ganz locker war. Wie ich Dir ja sagte bin ich Postbote und muss aber auch sagen, dass ich die die letzten Wochen meine Beine beim Radfahren ständig spürte. Auch der obere Bauch ist viel fester und die Baumuskeln sind sehr deutlich zu sehen. Um es kurz zu machen es sind deutliche Ergebnisse sicht-, bzw fühlbar. Um es kurz zu machen es sind deutliche Ergebnisse sicht-, bzw fühlbar. In Zahlen kann ich es Dir leider nicht belegen, aber werde das Programm nächstes Jahr auch auf jeden Fall wieder durchziehen und dann vorher und nachher messen und wiegen. Was ich Dir aber auch ehrlich berichten will ist, dass es mir nicht immer leicht gefallen ist. Anfangs war ich noch begeistert und dachte; „das war es schon wieder?“ aber dann die letzte Woche war nicht mehr so lustig… kam meistens erst spät dazu zu trainieren und dann musste ich mich zum ersten Durchgang zwingen. Aber als der Anfang gemacht war zog ich es durch. Und es hat sich gelohnt. Fühle mich super…. Ganz vielen lieben Dank nochmal….

Was zeigt einem das? Man kann mit Beharrlichkeit, mit Wille und Durchsetzungsvermögen was weiterbringen, schon in 60 und weniger Tagen. Man muss nur dranbleiben. Täglich. Niemals vergessen, dass man sich selbst das schönste Geschenk machen kann. BEWEGUNG. Ein bekannter Philosoph hat mal gesagt: "Alles fließt, alles ist in Bewegung, nichts steht still..."


Weiterhin frohe Weihnachtsfeiertage!


P.S.: Ab morgen startet eine gute Trainingsattacke für die nächsten Tage. Oliver Klettner und Patrick haben sich für einen Trainingsbesuch angesagt. Wir machen die Turnhalle unsicher. Einen Tag später geht es dann ein Trainingslager mit Gregor, Janis, Karl, Lukas, Mark, Jürgen! Bewegung halt.


P.P.S.: Eine nette Kettlebell-Swings-Einheit kann in 10 Minuten vieles bewirken, vor allem ein gutes Gefühl nach etwas zu viel Essen. Einfach 25-15-10 WH machen und das viermal durch. Bumm. 200 Wiederholungen mit einer schönen Ganzkörperübung! Bewegung halt.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Reflektion

Wenige Tage noch sind es bis dieses Jahr ein Ende hat und ein neues beginnt. Zeit auch, um noch einmal ein wenig inne zu halten. Ich habe letztens wieder mein Trainingsjournal von heuer durchgeschaut, hab analysiert, hab gesehen, was ich getan habe! Man sieht Fortschritte oft nicht auf einen ersten Blick. Man sieht aber auch Stillstand oder Rückschritte nicht immer gleich. Deshalb ist es so wichtig, später Dinge zu reflektieren. Daraus dann Schlüsse ziehen, aber nie voreilig dabei sein. Was nehme ich nun mit aus 2011, was habe ich für Erfahrungen gemacht? Hier eine lose Auflistung, vielleicht hilft es dem einen oder anderen auch weiter...

1) Training: Wie überall im Leben war es oft ein Vor, aber auch manchmal ein Zurück oder ein Dahintreten auf der Stelle. Aber merke: Auch 5 Kilo Steigerung im Vergleich zum Vorjahr sind eine Steigerung. Das übersehen viele. Oder zwei Klimmzüge mehr in einem Satz als früher. Das sind alles Steigerungen! Mein Griff wurde definitiv stärker. Auch das PLP von Chad Waterbury habe ich zweimal durchgezogen für vier Wochen jeweils und damit gute Erfolge gehabt in Bezug auf leichte Hypertrophie. Was viele vielleicht nicht unter Training einordnen würden, aber sehr wohl dazugehört, ist verstärkte Mobility-Arbeit. Dank Steve Maxwell hab ich da viel gelernt und ich muss sagen, dann auch konsequent (fast täglich) angewendet. Der Ertrag: bessere Workouts, weniger Wehwehchen, rundum ein besseres Gefühl!

2) Ernährung: Ich habe übers Jahr hinweg mal längere Zeit mit Intermittent Fasting experimentiert und war damit eigentlich ganz erfolgreich. Vor allem die Leangains-Methode (täglich 16 Stunden Fasten/8 Stunden Essensfenster) war gut und hat das Körperfett reduziert. Nun teste ich die Pilon-Methode mit einem bis zwei 24-Stunden-Fastentagen wöchentlich! Mal schauen, was rauskommt. Empfehlenswert ist der Leitfaden diesbezüglich von Dr. John Berardi. zu finden und zum downloaden hier: http://www.precisionnutrition.com/intermittent-fasting

3) Trainingstool des Jahres: Eindeutig die Inch-Hantel, die ich 2011 erworben habe. Ein feines Gerät. Trainiert den ganzen Körper nebst einem Griff, der seinesgleichen sucht. Ein Old-School-Trainingsgerät vom Allerfeinsten. Auf www.gladiatortraining.eu gibts das ja nun auch nach ganz Deutschland versandkostenfrei! Mittlerweile bin ich auch im Besitz von FatGripz. Ebenfalls eine feine Sache. Man kann sich damit das Leben schwerer machen im Training, aber das hat nur gute Seiten an sich :-)

4) Literatur: Ich habe heuer wieder Bücher massenweise gelesen. Man lernt nie aus und vor allem, es gibt sehr sehr viele interessante Literatur. Nicht nur zu Training, zu vielen anderen Bereichen. Ein Werk möchte ich hervorheben, da ich es immer und immer wieder in die Hand nahm heuer: "Mass made simple" von Dan John.

Danke sagen möchte ich auch an alle, die mich begleitet haben heuer wieder. Die mit mir trainiert haben, die mir Tipps gaben, oder die mir weiterhalfen! DANKE!

In diesen Sinne, der Weg geht weiter, ein Ziel ist noch lange nicht erreicht...

P.S.: Zu den nahenden Feiertagen habe ich noch einige Workouts parat. Diese Tage gehören genützt. Wer nur schlemmt und faulenzt, dürfte auch nicht gänzlich erfüllt sein. Außer im Bauch :-)

Montag, 19. Dezember 2011

Mr. Lean ist zurück!

Mein Kamerad Oliver Klettner hat bei mir nun einen neuen Spitznamen: "Mr. Lean". Wer sich davon selbst überzeugen will, ich durfte mich von diesen Bildern schon vorab überzeugen:

http://springysteel.blogspot.com/2011/12/update.html

Und auf www.power-quest.cc gabs heuer auch schon ein Interview von mir mit ihm. Einer der bescheidensten Athleten, die ich kenne. Aber einer, der es drauf hat! Ein absoluter Fighter halt!

Samstag, 17. Dezember 2011

Alle Jahre wieder...

Alle Jahre wieder, kommt der Schnee...

Und das ist fein. Macht Laune, in der Winterlandschaft zu marschieren. Macht aber auch Laune, ihn von der Einfahrt wegzuschaufeln, so wie heute zeitig in der Früh. Viele fluchen, ich seh es als nette Bewegungstherapie an! Schneeschaufeln betätigt den ganzen Körper muskulär und systemisch.

Steve Maxwell und ich mussten heuer lachen, als wir uns um unsere "Schneeschaufel-Erlebnisse" austauschen. Er hat früher oft dem Nachbar freiwillig angeboten, dass er ihm auch die Einfahrt gleich noch mit freischaufelt :-) Nur um noch ein paar Minuten mehr seinen Körper zu betätigen! Eine vorbildhafte Einstellung. Man hilft und tut gleichzeitig was für sich. Wenngleich man das vom Nachbarn abhängig machen sollte :-) Wenn der ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat, sollte man ihm das selber machen lassen. Dann hilft es ihm am meisten!

Also weg vom Sofa und raus an die frische Luft, kalte Winterluft ist ungemein gut, Sauerstoff für den Körper! Wir wurden nicht geschaffen, um drinnen unsere Zeit dauernd zu verbringen!

Wer keinen Schnee hat momentan, muss auch nicht verzagen. Man kann draussen auch weiterhin fein trainieren. Es ist nicht zu kalt momentan. Man muss nur sein Training anpassen. Also viel Bewegung, wenig Pausen. Ein Zirkel bietet sich bestens ein. Etwa so einer hier:

- 150 Seilsprünge oder Hampelmänner
- 10-15 Liegestütze
- 20-25 Kniebeugen
- 5-10 Klimmzüge
- 15 Ausfallschritte jeweils links und rechts
- Wer eine Kettlebell sein eigen nennt, kann auch noch 20 Swings dazupacken

Sehr sehr simpel, ich weiß. Aber es braucht nichts Kompliziertes, um den Körper in Schuss zu halten oder zu bringen. Schaut man sich viele Athleten und deren Trainingspläne an, stolpert man immer wieder über die Basics.

Ein gutes Wochenende!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Unterarm-Gedanken

Wer starke Unterarme haben will, muss sie trainieren. Oft sehr speziell. Grundübungen alleine, wo die Unterarme natürlich reichlich beteiligt sind, reichen irgendwann oft nicht mehr.

Hier zwei tolle Übungen, um den Unterarmen noch mehr Leben einzuhauchen:

1) Wrist Roller: Das ist old school, wurde hier am Blog schon vorgestellt und ist wirklich einfachst selber gebaut. Ein Holzstück oder eine hartes PVC-Rohr mit 45-60 mm Durchmesser nehmen, Sparks reinbohren, Schnur befestigen. Daran kann man dann Gewichtsscheiben, Kettlebells oder sonstwas ranhängen und das Ding schön aufrollen. Immer und immer wieder. Bis die Unterarme platzen. War ein beliebter Finisher von Bodybuildern früher. Die wussten schon warum.

2) Reverse Curls: Ebenfalls ein Klassiker. Wer immer noch glaubt, er müsse Curls und Co. verteufeln, weils nicht "funktionell" ist, der erweist sich als ziemlich ignorant. Curls und vor allem Reverse Curls sind eine feine Übung, wenn man sie richtig einsetzt. Noch besser, wenn man sie mit einer kleinen Abänderung ausgeführt. Karl und ich haben gestern im Training Fatgripz, also Gummigriffe mit 55 mm Durchmesser auf die Langhantel hinaufmontiert. Damit sind die Unterarme noch mehr gefordert, es heißt mehr zupacken, mehr Muskelfasern werden aktiviert. Selbiges ist ja auch bei Klimmzügen an dicken Stangen oder unhandlichen Objekten der Fall. Eine tolle Übung! Obiges Bild ist übrigens der Governator persönlich beim Reverse Curlen!
Es braucht dabei nicht mal mehr viel Gewicht, nach wenigen Wiederholungen brennt der Arm! Karl hat da auch eine absolut feine Übung, mit der er sich und auch mich früher im Training bis an die Grenze brachte.
Das geht so:
Man nehme eine Langhantel (ohne Scheiben drauf). Man macht 20 Reverse Curls damit. Dann 30 Sekunden Pause. Und wieder 20 WH. Dieses Spiel macht man fünfmal durch. 100 Curls sind das gesamt bei wenig Pause dazwischen. Aua! Aber das gibt Unterarm-Kraftausdauer vom Feinsten. Nie mehr werden dann die Arme beim Klimmziehen oder Kreuzheben versagen. Das ist garantiert.

Hier noch ein interessantes, feines Gratis-Ebook, das ich vor Monaten mal gefunden habe. Vom Autor Denis Weis gibt es auch Podcasts im Netz. Ein Mann der alten Schule, lebt in Alaska, schrieb früher für die Strength&Health-Magazine:

http://www.elitefitness.com/ebooks/weis_old/forearms.PDF

Starke, muskulöse Unterarme sind keine Fiktion. Sie sind das Ergebnis harter Arbeit. Je mehr man sie bearbeitet, desto mehr werden sie wachsen. Geduld und Schweiß führen einen zu einem Paar, auf das man stolz sein kann...

Samstag, 10. Dezember 2011

Pure Griffkraft/Ganzkörperkraft

Wer mal einen der besten Griffkraft-Athleten Europas und der ganzen Welt bei der Arbeit sehen will, der sollte sich mein in Haltern aufgenommenes Video von Gabriel Sum ansehen. Das ist Griffkraft vom Allerfeinsten. Der mehrfache deutsche Meister und EM-Zweite lädt hier die originalschwere Inch-Hantel (76 Kilogramm, Coladosen-dicker Griff!!!) auf eine Hantelscheiben-Plattform. Auf Wiederholungen. Das braucht Ganzkörper-Power. Griff alleine ist zu wenig. Wer nicht seinen ganzen Körper anspannt und sich auf diese Sache konzentriert, wird daran scheitern. Mit meiner 38er-Inch hatten schon einige Leute Probleme, als sie sie bei mir probierten. Und auch die ist schwer, nicht zu vergleichen mit Kettlebell oder Kurzhantel oder sonstwas. Und dann eine doppelt so schwere auf WH zu heben, Respekt. Hier das Video:





Nur ganz ganz wenige konnten diese dann auch bisher Cleanen. Der erste soll US-Strongman-Legende Bill Kazmaier sein, der sie gleich dann auch noch pressen konnte. Auf Video gibt es einen Beweis durch den starken Briten Laine Snook, ein fast 2 Meter großer Baum mit Pranken wie ein Bär. Eine 2,38-inch dicke Hantel mit 76 Kilo zu cleanen, hammer.




Auf www.gladiatortraining.eu gibt es nun in Kürze diese legendären Inch-Hanteln, hab ich kürzlich entdeckt. Eine feine Sache wie ich finde. Ich werde da wohl in Balde wohl zupacken wieder. Die Inch macht süchtig...Gerade wenn man solche Athleten wie Gabriel sieht!

Übrigens: Mit dem Kerl hab ich ein Interview im Kasten. Ich werde es zu gegebener Zeit loslassen hier! Viele werden überrascht sein, wie er trainiert!

P.S.: Das ist ein Fernziel. Die 76er-Inch anzuheben und irgendwann vielleicht mal einen Clean hinsetzen. Die Reise geht weiter, harte Arbeit und Schweiß sind zu investieren, Geduld aufbringen und nie das Ziel vor Augen verlieren...

Freitag, 9. Dezember 2011

Simpel...

Es ist arschkalt draussen, man kommt spät von der Arbeit heim, es ist finster, man ist lange gesessen. Dann noch eine Einheit reinquetschen macht dennoch Sinn. Egal, denn ein bisschen was tun, ist immer besser als nix zu tun. Ausreden suchen ist leicht. Stattdessen zu handeln, ist schwerer aber tausendmal besser.

Gestern wieder einmal passiert, aber um 21 Uhr war für mich dennoch noch was drinnen. Ein Klassiker, immer wieder gut, einfach aber so was von effektiv und wenig zeitaufwendig. Keine Rekorde gebrochen, aber das braucht es auch nicht:

Einfach Supersätze Klimmzüge und Dips gemacht für 15 Minuten am Stück.

Geschwitzt, gekeucht, fertig danach. Gutes Gefühl, kleinen Abendsnack schmecken lassen und ab in die Falle.

Training kann so simpel sein. Simpel nicht einfach!

Ein absoluter Praktiker ist auch Alex Lechner a.k.a. One-Arm-Chinner. Auf seinem feinen Blog ist nun das hier zu lesen:

http://einfaches-training.blogspot.com/2011/12/barbarische-trainingseinheiten.html#more

Alex und ich haben auch schon über die Wirksamkeit von BWE-Übungen diskutiert. Und sind einer Meinung. Die können gewaltig viel. Steigerungen gibts immer und man kann nicht genug machen!

Also Vollgas voraus, das Wochenende ruft und damit auch viel Zeit für Training...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Haltern war eine Reise wert!




The more you compete, the better lifter and programmer you will become. You will learn more about training than the person that just fucks around in the weight room. Competing is essential.
Jim Wendler, Powerlifting-Gott und weiser Trainings-Prophet

Dieses Zitat sagt vereinfacht, warum ich letzten Samstag wieder Wettkampf-Luft schnupperte. In einem für mich völlig neuem Terrain, ohne jegliche Vorerfahrung, ohne großartige Vorbereitung, da ich das Equipment nur bedingt zur Verfügung hatte. Aber dennoch hat es Riesenspass gemacht, ich habe enorm viel gelernt über mich, über Training, hab supernette Leute kennengelernt und Wendler hat mit dieser Aussage einfach recht. Deshalb war das Thick Bar Meeting am 3. Dezember in der Glashütte Haltern (Gastgeber Hermann Korte) ein Erfolg, die Anreise über mehrere 100 Kilometer via Flieger hat sich ausgezahlt.

Dazu konnte ich sehen, dass meine Trainingsmethoden (Seilklettern, Hangeln, Gewichtstraining an der Lang- und Kurzhantel) eine sehr sehr gute Basis gebildet haben, um auch im Griffkraft-Wettkampfbereich mit bei der Musik zu sein, ich habe teilweise vorne schon reingeschnuppert. Und da waren Kapazunder am Start. Etwa der ehemalige EM-Zweite Gabriel Sum (sein Unterarm ist oben zu bewundern), der in Kürze wohl den 4er-Gripper von Ironmind schließt (das kann nur eine Handvoll Leute auf dieser Welt), ein ehem. Top-Powerlifter wie Stefan Falke (neuer deutscher Rekordhalter im Rolling Thunder), ein massiver Riese wie Marco Buhl oder ein Bankdrück-Weltmeister wie Walter Kurda und viele weitere.

Ein umfangreicher Wettkampfbericht findet sich auf http://www.k3k.de/

Ein Dank gilt Hermann Korte (für die Organisation dieses super Events), den Mitstreitern, meinem Top-Gastgeber Bossk (ein aufstrebender Trainer in Dortmund), Jürgen Reis (für ein Telefon-Coaching noch knapp vor dem Wettkampf), Gregor Sewald (einem meiner besten Trainingskameraden und Mitstreiter in Haltern) und allen, die sonst noch mitgeholfen haben.


Das Fazit des ganzen: Wer weiterkommen will, muss sich messen. Aber vorrangig nicht mit anderen, sondern mit sich selbst. Alleine und im Training gelingt das einfach nicht zu 100 Prozent. Man versteckt sich hinter einer Fassade, redet vieles schlecht oder gut. Aber nur im Wettkampf hat man Gewissheit, was man drauf hat oder nicht...

Hier ein erstes Video von einem meiner persönlichen Highlights. Konnte die 53er-Inch Hantel (Griff dicker wie eine Cola-Dose, dreht sich aus, da aus einem Guss) umsetzen und drücken beim ersten "Kennenlernen" mit ihr. Mehr zur Inch, eine 38er-Inch hat mir in der Vorbereitung die besten Dienste geleistet, kommt in Kürze hier am Blog. Ein mörderisch gutes Trainingstool!






Und das war eines der absoluten Halterner Highlights. Model-Athlet Stefan Falke, ein ehem. deutscher Bundesliga-Gewichtheber und Nationalteam-Powerlifter, stellt einen neuen deutschen Rekord im Rolling Thunder auf (111 kg) und löste damit den bekannten Strongman Heinz Ollesch als Bestleistungs-Inhaber ab.




Und hier noch ein weiterer Höhepunkt. Marco Buhl bewältigt 215 Kilogramm an der Trapbar. Mit dicken Griffen (Fatgripz) wohlgemerkt. Hammerleistung. Der Mann ist ein Kerl wie ein Baum!





P.S.: Auch ein Gabriel Sum wird in Kürze hier mehr vorgestellt! Dranbleiben lohnt sich wie immer.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Erster Tester

Kamerad Janis hat meine Klimmzug-Challenge von gestern bereits aufgenommen. Und bewiesen, dass er sehr gut Klimmziehen und statisch halten kann. Für mich keine Überraschung. Man siehe hier:

http://crossfit-kreuzlingen.blogspot.com/2011/11/diesel-crew-naturtraining-pull-up.html

Sowas ist ein idealer Finisher nach einer hochvolumigen Bodyweight-Einheit. Ich freue mich auf weitere Zusendungen.

Ein gutes Wochenende! Es gibt einiges zu tun. Mehr in Kürze!