Freitag, 4. November 2011

Cold Case


Nun kommen wieder die Trainingstage, wo einem die Kälte ins Gesicht zieht, wenn man draussen trainiert oder in einem ungeheiztem Raum. Doch das ist wahrlich nichts Schlechtes. Man zieht seine Einheit umso schneller durch, um warm zu bleiben, man spürt sich mehr und das Eisen, das Herz schlägt schneller und es härtet ab. Eine gestrige abendliche Einheit für den Rücken hat mir dieses Gefühl wieder gegeben und ich habe es genossen.

Und es gibt Vorbilder, die haben sich ebenfalls aus der Kälte nichts gemacht. Der Brite Reg Park (im Bild oben) etwa, ein mehrfacher Mr. Universe und einer, der vor der Zeit von Wachstumshormonen und Steroiden groß und massiv geworden ist. Mit schweren Grundübungen. Er hat im Winter wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hinter dem Haus seiner Eltern trainiert. Jeden zweiten Tag ist er mit mehreren Schichten Gewand und schweren Armeestiefeln bei Temperaturen unter Null Grad rausgestapft, hat seine Langhantel und die beiden Kurzhanteln, die er hatte, vom Schnee befreit und dann zwei Stunden gebeugt, gehoben und gecurlt, was das Zeug hielt.

Was einem das sagt: Mehr als tolle Trainingsutensilien oder eine warme Stube zählt der Einsatz und das Herz, dass man in seine Bemühungen steckt. Wo ein Wille, da ein Weg. Egal unter welchen Umständen. Deshalb raus am Wochenende und ran ans Eisen…

P.S.: Die HIT-Einheit, im letzten Post vorgestellt, ist etwas, wo einem sicher nicht kalt wird ;-)

1 Kommentar:

Janis Rajaonarivelo hat gesagt…

Es ist halt doch leichter zu jammern und Entschuldigungen parat zuhalten, als sich der Herausforderung zu stellen. Jeder der trainiert hat Anforderungen an sich aber nur wenig sind auch tatsächlich gewillt diese zu schaffen oder aus der gewohnten Struktur auszubrechen!