Freitag, 30. September 2011

Toller Denkanstoss

Martin Berkhan liefert einen wunderbar geschriebenen Denkanstoss fürs Wochenende:

www.leangains.com/2011/09/fuckarounditis.html

Die Ernährungsweise "Intermittent Fasting", die Martin propagiert, verfolge ich seit Monaten und das mit guten Erfolgen (vielleicht mal Thema eines zukünftigen Blogs - aber wer darüber wirklich was lernen will, der durchstöbere einfach die Seite, da steht alles, was man wissen muss!).

Der Bursche ist so stark wie er aussieht im übrigens: Beweis dafür, unter anderem ein 270-Kilo-Deadlift.

Fürs Wochenende ist ein weiteres Trainingsprojekt am Laufen. Der nächste "Spezial Farmers Walk". Das Top-Wetter gehört genützt!

Glück Auf!

Donnerstag, 22. September 2011

"Tort(o)ur" - Farmer's Walk mal noch anders...




Vor wenigen Tagen hab ich den Farmer's Walk wieder mal ins Bild gerückt am Blog. Gewicht auf lange Distanzen tragen ist ein Test für Körper und Geist. Und es geht noch extremer :-) Gestern ausprobiert das erste Mal!

Ein Kamerad und ich haben zwei 16-kg-Kurzhanteln (also 32 kg gesamt) auf einen steilen Berg bei uns in der Gegend getragen, der eigentlich auch ohne Gewicht hart zu erklimmen ist. Angeschrieben ist der Marsch áuf etwa 1000 Meter Seehöhe (etwa 650 Höhenmeter sind zu überwinden) mit 1:15 Stunden. Wir haben diese Zeit sogar unterboten mit 1:05 Stunden, was uns stolz macht, da wir ja dementsprechend bepackt waren. Denn der steile Weg da rauf mit unzähligen Stufen und Steinen war kein Honiglecken mit einem derartigen "Zusatzgepäck". Die Unterarme brennen genauso wie die Trapezmuskeln, die Schultern schmerzen und du atmest schwer und willst eigentlich jeden Moment auslassen. Wir haben im 1-Minuten-Intervall (Gymboss sei dank) getragen, das ging hervorragend so und ist ein guter Zeitparameter.

Eine verrückte Sache sowas und sicher nichts, was man regelmässig machen muss auf diese lange Art und Weise. Aber ein toller Reiz und ich empfehle jedem, aus den Alltäglichkeiten des Trainings ruhig mal auszubrechen. Und Farmer's Walks kann man sowieso nicht genug machen. Lieber zuviele als zu wenig. Es gibt wenige funktionellere Übungen.

Wenn um Farmer geht, darf natürlich auch "Farmer Karl" nicht fehlen. Er hat uns trotz seiner Beinprothese mit beeindruckender Art und Weise auf unserer "Tort(o)ur" begleitet und hat ein Video zusammengestellt. Viel Spass beim Schauen:





Neue "Tort(o)uren" sind bereits in Planung :-)

Sonntag, 18. September 2011

Daumen drücken

Im Schatten der großen Öffentlichkeit - wo lieber jedes Kreisliga-Fußballspiel eine wichtigere Bedeutung einnimmt - geht momentan einer der interessantesten und vielseitigsten Bewerbe im Kraftsport wieder mal über die Bühne. Der "Worlds Strongest Man 2011" steigt grad in den USA. Die Starter dort haben aber nicht nur riesige Roh-Kraft, auch enorme Kraftausdauer und eine enorme Ausdauer sind bei den Disziplinen gefragt. Wer mal ein Medley absolviert hat aus Überkopfdrücken von mehreren mit Wassern gefüllten Fässern, direkt gefolgt von Farmers Walk mit schwerem Gewicht und dann direkt gefolgt von Schlittenziehen, weiß, wieviele Qualitäten gleichzeitig gefragt sind.

Daumen drücken heißt es auf jeden Fall für den einzigen Mitteleuropäer, der sich im übermächtigen Feld der Amerikaner und Osteuropäer zu beweisen versucht. Alleine die Quali ist schon eine absolute Riesenleistung von Martin Wildauer. Der Tiroler ist zum zweiten Mal dabei, dort ist nur die absolute Elite am Start. Mittwoch und Donnerstag steigt das große Finale!

Die Quälerei, die diese Athleten in der Vorbereitung auf sich nehmen, lässt sich an diesem inspirierendem Trainingsvideo von Derek Poundstone erkennen. Wer danach nicht zum Training motiviert ist, macht irgendwas falsch:





Freitag, 16. September 2011

Eine Cola-Dose mit Eisenkugeln dran...


Seit kurzem befindet sich in meinem Trainings-Sortiment ein seltenes Stück. Eine Replica (Nachbau) der Thomas-Inch-Kurzhantel, die nur äußerst schwer in Europa und sonstwo zu bekommen sind. Das Original des britischen Strongman Thomas Inch wog 72 Kilo, meine sind bei 40 Kilo. Das Ding hat einen dicken Griff mit etwa 62 mm Durchmesser. Das entspricht etwa einer Cola-Dose. Also sehr dick. Dazu kommt, dass sie aus einem Guss ist. Dreht sich aus der Hand, wenn man sie hebt. Also teuflisch für den Griff, aber auch teuflisch für alles andere. Ich rudere, snatche und cleane diese Hanteln seit Wochen regelmässig und merke den ungemeinen Übertrag, den diese Old-School-Geräte auf alles andere haben. Mittlerweile klebe ich mit Panzertape auch Gewichtsscheiben drauf, um es schwerer zu machen, es geht nichts über Progression, auch wenn sie manchmal schleppend kommt. Aber man muss einfach dran bleiben!

Ich habe kürzlich in einem Studio wieder mal eine "normale" Kurzhantel auf Wiederholungen gerudert und leider war keine schwerere mehr vorhanden dort, denn es wäre noch viel mehr gegangen.

Diese Hantel ist seit Jahren auch bei Strongman-Veranstaltungen im Gebrauch, war es früher eine Kunst, sie zu heben vom Boden, gibt es mittlerweile Monster, die sie cleanen und sogar jerken können. Hier ist Griffkraft-Spezialist Laine Snook im Einsatz. Der Brite arbeitet momentan darauf hin, als erster Mensch die Inch zu snatchen:







Training mit dicken Stangen und Hanteln ist unvorstellbar effektiv. Nicht nur für die Griffkraft, für weit mehr. Ich denke da nur an Kampfsportler usw. - Ein Arm ist nie so dünn wie eine Langhantel, aber ungefähr auf die Inch könnte er hinkommen. Also ein viel besserer Übertrag! Lest auch in vergangenen Posts hier, ich habe schon mal eine günstige Selbstbauversion einer dicken Kurzhantel vorgestellt.

Gebt diesem Training eine ehrliche Chance, es hat noch keiner bereut und in früheren Jahren würde fast ausschließlich damit trainiert. Wer sich Typen wie einen Arthur Saxon oder Georg Hackenschmidt anschaut, sollte das bedenken...

P.S.: Ich habe kürzlich den stärksten deutschen Griffkraft-Sportler interviewt für Power-Quest. Zu was ihm alles die Inch verholfen hat, ist da unter anderem auch zu hören.

Donnerstag, 8. September 2011

Der etwas andere "Farmers Walk"

Es muss nicht immer die gleiche Routine sein, die man Woche ein, Woche aus macht. Man kann ruhig auch mal ausbrechen aus dem Trainingsalltag! So geschehen heute - wieder mal...

Nach Inspiration durch den von mir sehr geschätzten Strongman Derek Poundstone, der kürzlich dieses Foto veröffentlichte. Farmers Walks (eine der besten Übungen, die es gibt) auf einem Laufband, was will man mehr, Kettlebells sind nicht nur für Swings, Cleans oder Snatches da:



Zwei 16er-Kettlebells geschnappt und los ging heute der Marsch auf eine kleine Berghütte in meiner Nähe. Etwa 2 Kilometer berghoch. Jeder Schritt wird nach wenigen Metern zur Qual, Trapezius, Schultern und Unterarme brennen, Beine und Hüften bekommen auch ihr Fett ab und man atmet wie eine alte Dampflok. Der Körper als ganzes ist im Einsatz und dazu ist mentale Stärke gefragt, denn man will diese Kugeln jeden Moment auslassen. Sollte man aber nicht, denn der Weg wird nicht kürzer. Nach mehr als eineinhalb Stunden (ohne Bells brauche ich die Hälfte) hab ich es wieder zurück geschafft. Der Körper wird mich nun wohl noch Tage an diese Tortur erinnern. Aber es war mit Bestimmtheit ein gutes Training. Ungewöhnlich, aber solche Dinge sind oft die effektivsten!


Ein guter Buchtipp für solcherlei Aktionen: "Rock, Iron, Steel" von Steve Justa. Schwer zu kriegen, aber jeden Dollar wert. Ein Farmer aus Nebraska, der ungewöhnliche Dinge gewöhnlich gerne macht...

Dienstag, 6. September 2011

3D-Zugkraft

Das Training läuft und es läuft auf Hochtouren - gut so!

Die letzten Wochen waren davon geprägt, der Schweiß ist geflossen und wie würde ein guter Freund von mir sagen: "Weiter geht der Weg!"

Ein richtig wertvolles Trainingstool ist mir als eifrigen Gerätebastler seit heuer das sogenannte PEGBOARD oder Steckbrett geworden. Etwas, das es nur mehr sehr sehr selten wo zu sehen gibt. Schade drum! Neben Seilklettern entwickelt nichts mehr die Zugkraft (man hängt mehrere Sekunden immer einarmig und muss unter anderem enorm blockieren), die Kraftausdauer im Oberkörper und Koordination ist dazu gefragt! Es ist eine Art dreidimensionale Weiterentwicklung von Klimmzügen, es fordert enorm und es sind schon zahlreiche Leute, die glaubten, sie sind stark in Zügen, daran bei den ersten Versuchen gescheitert, oft ohne in das erste Loch gekommen zu sein. Bekannt ist eventuell noch eher die vertikale Version, die in den 70er-Jahren von den Ringern in den USA verwendet wurde. In so mancher High-School sind die Bretter noch zu finden, nützen tut sie fast keiner mehr. Wir haben uns aber eine horizontale Version auch gebastelt, da dieses Board noch schwerer zu bedienen ist. Man ist freihängend und kann mit dem Unterkörper nicht an der Wand mithelfen! Hier ein paar Ausschnitte von einem Trainingslager, wo die Post abging. Es standen ein Bergmarsch, mehrere Einheiten in der Kraftkammer und ein Training im Freien wie hier an - und das an nur einem Wochenende!





Und hier mein Trainingspartner Karl in action:





Was beim Pegboard vor allem gefragt ist, ist Blockierkraft (Haltekraft in einem gewissen Armwinkel). Und diese ist oft nur mäßig entwickelt bei vielen, man hat dann aber bei Dingen wie dem Pegboard absolut keine Chance. Sachen wie das von mir schon erwähnte ABC-Klimmziehen aber auch der langsame Ein-Minuten-Klimmzug schaffen dem Abhilfe! Auch einarmiges Hängen (natürlich mit nicht nach oben gezogenen Schultern) sind ebenfalls ein probates Gegenmittel gegen diese Schwäche! Wie gesagt, Pegboarden schaut leicht aus, ist es aber nicht! Ganz im Gegenteil.

Übrigens: Ruhig mal wieder auf www.power-quest.cc vorbeischauen, es würden wieder mal keine Mühen und Aufwand gescheut! Da ist eine absolute PERSÖNLICHKEIT als Interview online gegangen. Niemand geringerer als Mr. Bill Pearl, eine richtige Legende der Golden Era des Bodybuildings! Dieser ehemalige Mr. Universe trainiert auch heute noch wie ein Berserker. Steht um 5 Uhr früh auf und gibt in der Scheune hinter seinem Haus Vollgas. Man nehme sich ein Beispiel! Deshalb genug geschrieben, es gibt was zu tun!

P.S.: Herzlich danke möchte ich noch sagen für viele Unterstützungsbekundungen in den letzten Wochen, es zeigt, dass viele diese Seite geschätzt haben und jeder, der sich die Mühe gemacht hat, was zu schreiben, sei es als Kommentar oder als Mail, dem sei gedankt! Was daraus wird und was kommt, kann noch nicht gesagt werden. Was aber gesagt werden kann: Es wird weiter trainiert...