Montag, 10. Januar 2011

Schuften für den Erfolg


Die Vorbereitungen für Costa Rica und den Besuch bei Steve Maxwell laufen trotz beruflicher Belastungen auf Hochtouren! Wir trainieren wie die Verrückten, um halbwegs gerüstet sein - natürlich treibt es einen an, wenn man ein Ziel vor Augen hat. Hauptaugenmerk liegt auf metabolischer Arbeit (die Zirkel von Steve kennt man und sind gefürchtet, das können glaub ich die Seminar-Besucher des vorigen Sommers bestätigen) und spezifischem Griffkraft-Training (fürs Brazilian Jiu-Jitsu). Gestern an meinem freien Tag stand eine Maximalkraft-Einheit an mit "schweren Geschützen". Doch dem nicht genug. Denn es gibt etwas, dass mindestens genauso gut wenn nicht sogar überlegen dem herkömmlichen Training ist - schwere, körperliche Arbeit!

Nach dem Vormittags-Training mit unter anderem einer netten Übungsvariation, die ich bald mal vorstellen werde hier (auch ein Latzug-Gerät kann sinnvoll sein, jawohl :-)), ging es wie gesagt am Nachmittag weiter. Diesmal aber mit etwas ungewöhnlicherem. Holzarbeit im steilen Gelände und nach "alter Arbeitsweise", sprich ohne viele technische Hilfsmittel. Wir haben dabei dem Vater eines Trainingskameraden geholfen. Macht Laune und ist nützlich. Manche mögen mit dem Vogel deuten und lachen über das unnötige Schwerer-Machen, aber ich denke, so falsch ist das nicht! Ich trage gerne schwere Sachen durch die Gegend, es stärkt den Körper gewaltig und ein Baumstamm ist ein komplett anderes Werkzeug wie eine Hantel. Schon ein Stein oder Sandsäck ändert das Wohlfühlverhalten beim Heben ziemlich. Aber das ist bei Gott keine neue Sache!

Gute amerikanische Ringer wie Dan Gable oder Ethan Reeve haben früher in ihren Sommerferien in der High-School-Zeit oft bei Bauern mehrere Wochen angeheuert und haben mitgeholfen wo es nur geht, es gab sogar eigene Camps für Ringer, wo nur Feld- und Waldarbeit den ganzen Tag gemacht wurde. Gable sprach davon, dass man davon Kraft bekam, die man mit keiner Hantel der Welt enwickeln kann.


Das bewahrheitet sich auch in meinen Erlebnissen mit Bauern. Einer meiner Nachbarn besuchte mich im Sommer während des Maxwell-Seminars und kletterte vor uns allen das Seil ohne Probleme hoch. Der Mann ist fast 60 und hat in seinem Leben noch nie einen Kraftraum von innen gesehen. Aber er hält sich mit Arbeit fit - war eindrucksvoll zu sehen! Einer meiner Freunde ist ebenfalls Bauer, ein kantiger, schnellkräftiger Bursche, der Kraft und Ausdauer hat ohne Ende! Mein Großvater hat oft zwei 50-Kilo-Kornsäcke gleichzeitig geschultert und zum Anhänger getragen!


Ich habe vor zwei Jahren ebenfalls auf einem Bergbauernhof freiwillig statt einem Sommerurlaub am Strand mitgewerkt und hart zugepackt. Aber ich schwöre, danach war ich wieder ein Stückchen fitter und robuster - war keine Sekunde ein Fehler bei aller Schufterei, die dort teilweise noch zu machen war wegen der Schwierigkeit des Geländes und der fehlenden technischen Hilfsmittel!

Also, wenn das nächste Mal Arbeit ansteht oder Hilfe wo gebraucht wird, packt einfach zu. Es ist nützlich, es ist funktionell und hat noch keinem geschadet!

Dominik

P.S.: Hier geniale Reaktionen zum Wintercamp letzten Samstag von Kameraden, die dabei waren:

http://crossfit-kreuzlingen.blogspot.com/2011/01/wintercamp-thomasreuth-iii_09.html

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