Dienstag, 14. Dezember 2010

Ein paar Gedanken...


Ein paar Gedanken, die mir heute durch den Kopf schossen nach dem Training zeitig in der Früh:

Der schwarze Kaffee weckt den müden Geist,
das Hirn arbeitet
und ist in Gedanken bereits ganz bei den nächsten 30 Minuten.
Ich fokussiere mich, gehe noch einmal alle Elemente der auf mich wartenden Einheit durch.
Unzählige Vorbilder wie ein Bill Pearl oder Berend Breitenstein sind um dieselbe Zeit bereits wach und trainieren, ein Gefühl, dass mich bestärkt.
Nur wenige Lichter brennen in den angrenzenden Häusern,
draussen ist es noch finster und bitterkalt.
Mein Körper wirft Schatten im Licht der Strassenlaterne,
ich bewege ihn durch, mache mich bereits für die kommende Tortur.
Die Klimmzug-Stange fühlt sich wie ein Fremdkörper an,
doch nach wenigen Runden bin ich eins mit der Winterkälte und dem Frost.
Ich werde von Minute zu Minute freier, mein Herz pumpt,
während ich Übung für Übung im Zirkel bewältige!
Ein zufriedenes Gefühl überkommt mich am Ende und vertreibt die Erschöpfung,
die warme Dusche danach erledigt den Rest.
Das Frühstück schmeckt, als hätte ich Mauern niedergerissen.
In diesen Momenten bin ich dankbar,
gesund zu sein, trainieren zu dürfen und Spass an der Bewegung zu haben...
P.S.: Noch ein guter Tipp, da ich immer wieder Fragen zum Unterarm-Training bekommte. Sachen wie Klimmzüge an dicken Stangen (dazu kommt ja in Kürze ein Top-Projekt von mir und Till Sukopp raus!), Seilklettern und Hangeln aber auch Dinge wie Reverse- und Wrist-Curls kann man nicht genug machen (am besten dreimal/viermal die Woche). Wer viel harte Arbeit, Schweiß und Zeit in seine Unterarme steckt, wird schlussendlich auch dicke bekommen. Mein Trainingspartner Willi etwa kann bei den meisten Pullovern nicht mal mehr die Ärmel hochkrempeln. Von Karl will ich erst gar nicht reden. Und auch ein weiterer Kamerad zeigte kürzlich seine um ein vielfaches verbesserte Griffkraft, nachdem ich ihm einige Monate eine gehörige Dosis Seilklettern verordnet habe. Er hat bei einem Vorturn-Wettbewerb zuerst ein fünf Meter langes Seil ohne Füße hochklettern müssen und von dort oben dann zwei Minuten an Ringen diverse Übungen erledigen müssen, ehe er wieder auf den Boden zurück durfte! Das verlangt viel Griffkraft.
Immer wieder lese ich von Leuten, bei denen der Griff bei Sachen wie Turnen, Kreuzheben, Kettlebell-Swings etc. sehr stark limitiert. Das muss nicht sein. Steckt Arbeit in die Greifer, dann wird das ganze. Ich kann mich ebenfalls noch erinnern, wie ich beim Hangeln oft nach wenigen Griffen auslassen musste. Ich habe an eigentlichen Nicht-Trainingstagen dann am Abend nach der Abend dennoch den Weg in meine Kraftkammer aufgesucht und eine halbe Stunde die Arme in allen möglichen Varianten bearbeitet, bis ich die Hände nicht mehr zusammenbekommen habe. Was daraus resultierte war ein mittlerweile ganz guter Griff. Das hat mir letztlich auch mal mein Freund, der starke Kraftdreikämpfer Andreas Jandorek, im Podcast-Interview auf www.power-quest.cc attestiert, was mich sehr gefreut hat!
Nicht zuletzt möchte ich auch meine DVD "Gorilla Camp" nicht unerwähnt lassen, die viele viele Griffkraft-Varianten präsentiert. Auch welche, die fast keiner kennt!

Kommentare:

taurus hat gesagt…

du hast vollkommen recht:

alles was man in einen starken griff investiert bekommt man doppelt und dreifach zurück?


gruß

Rabenflug hat gesagt…

liest sich gut, also der oberer teil