Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ungewöhnliche Wege zum Einarmigen


Den einarmigen Klimmzug zu erreichen, ist eine schöne Sache. Ich habe ihn mit harter, langer Arbeit erreicht, obwohl meine fast 90 Kilo Körpergewicht definitiv kein Vorteil sind. Dennoch gibt es dazu einfach keine Ausreden. Alex Lechner (http://einfaches-training.blogspot.com) schaffte ihn gar mit annähernd 100 kg!
Meine Ansichten, wie man zum Einarmigen kommt, differieren ein wenig mit den gängigen Meinungen. Die besten Fortschritte habe ich persönlich gemacht, als ich Seilklettern und Hangeln begonnen habe. Dies hat mir viel viel mehr gebracht, als die herkömmlich empfohlenen Sachen wie Klimmzüge mit Zusatzgewicht, negative einarmige, usw.!
Diese These wurde aber schon vor einem Jahrhundert aufgebracht, wie ich nun herausfand. Von Earle Liederman (siehe Bild oben) in seinem tollen Buch "Secrets of Strength".
Ich zitiere einen Bericht: "...Back in the 1850’s, Dr. George Barker Winship (67 inches, 160 pounds), a leading all-around strength athlete of those days, developed great upper-body strength by the following means. In the gymnasium he attended there was a fixed, inclined ladder. Hanging by both hands from one of the rungs of this ladder, and facing the upper end, Winship would launch himself upward to the top of the ladder in a series of pullups, rung by rung. When this became easy, he would do the same thing, only each time skipping a rung. Naturally this was a risky feat as the top of the ladder was approached. He then became able to skip two rungs. After several months of such training, he found that he head unknowingly gained the strength to do pullups with one arm. He then progressed by using only one hand for the hoistings, and finally became able to go up the ladder using only one arm and skipping two rungs on every pullup. Small wonder that he could easily hang suspended from the rung of a ladder by his little finger alone, or chin the bar with the same meager grip..."
Der Originalbericht im Buch ist auf den Seiten 119, 120, 121 zu finden: http://www.sandowplus.co.uk/Competition/Liederman/SecretsofStrength/sos-06.htm
Winship sprang also von Leitersprosse zu Leitersprosse. Liederman schrieb, dass man durch diese explosiven Bewegungen mehr Muskelmasse einsetzen musste und dadurch stärker wurde. Der Übertrag auf herkömmliche Klimmzüge sei enorm gewesen. Winship schaffte es in seinem Training soweit, dass er sogar mit einem Arm springen konnte.
Meine Erfahrungen decken sich mit Liedermans Berichten. Hangeln und das möglichst explosiv rocken definitiv und bringen einen wirklich vorwärts am Weg zum einarmigen Zug. Probiert das mal aus!
Davor gilt es aber mal, die Basis zu bauen. Sprich Klimmzüge über Klimmzüge. Dazu schon bald aber mehr! Dr. Till Sukopp und ich haben was Tolles auf Lager dazu!
Glück Auf,
Dominik

Kommentare:

taurus hat gesagt…

wie wahr, wie wahr!! die muskelbeanspruchung von hangeln ist einzigartig!


gruss taurus

Janis Rajaonarivelo hat gesagt…

Hi Dominik,
wollte nur anmerken das Dr. Gottlob einen wunderbaren Artikel über den Stellenwert des Klimzugs in der Evolution und auch im Sport geschrieben hat. Vielleicht kennt ihn der eine oder andere schon. Kann hier auf der Seite www.http://www.fitnesstribune.com/arc/por/AxelGottlob.html gelesen werden; Der Klimmzug - überholtes Relikt oder erneute Herausforderung?
Mit sportlichem Gruß

Dominik Feischl hat gesagt…

@ taurus: du bist ja gottseidank auch unter die hangler gegangen!

@ janis: danke für den super link. artikel ist sehr sehr gut!