Donnerstag, 3. Juni 2010

Die Litvinov-Methode im Testlabor bei uns

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Montag hab ich mit meinen Leuten einen etwas ungewöhnlichen Finisher gemacht. Litvinov-Methode nennt Dan John das, angelehnt an den erfolgreichen russischen Ex-Hammerwerfer Sergej Litvinov. Der hatte eine ungewöhnliche Trainingsmethode. Er hat acht Frontkniebeugen mit 180 Kilo (!) gemacht und ist dann sofort im Anschluss die 400-Meter-Runde gesprintet. Wer jemals schon schnell eine solche Stadion-Runde gelaufen ist, weiß wie schwer das Herz pumpt, das Laktat in den Beinen brennt - ein selten unangenehmes Gefühl. Aber davor noch etwas schweres beugen, das ist Brutalität pur! Vor allem ist es ein unglaublich unangenehmes Gefühl nach schwerem Beugen wegzusprinten. Die Beine sind schwer und wollen alles andere, als noch weitere Arbeit leisten!

Dan John hat mehrere Varianten dieser Übung präsentiert. Ich habe das ganze schon mal mit Überkopf-Kniebeugen gemacht und dann wegsprinten, diesmal haben wir Kettlebell-Swings mit der 32er getestet. Und haben uns gleich vor einen Schlitten gespannt und zwei 16er-Ketllebells in der Rack-Position zum Sprinten dazu genommen. Zuerst 20-30 Swings (ich musste beim ersten Mal 40 machen, weil das Wegsprinten schief ging :-)) und dann auf Teufel komm raus weglaufen und das ganze viermal. Den Schlitten haben wir dann weggelassen, da das Gewicht nie wirklich mit wollte. Reicht aber auch so das Sprinten mit den Bells!

Ich muss sagen, das war hart an der Grenze. Nichts für einen schwachen Kreislauf oder für den blutigen Anfänger, das möchte ich dazusagen!

Aber wer seinen Körper zwingen will, Leistung zu bringen, wer Fett verbrennen will noch Stunden nach der Einheit, dem leg ich sowas ans Herz. Der metabolische Effekt auf den Körper ist enorm!

Testet das mal, glück auf,

Dominik

P.S.: Lest euch immer wieder auch in die Kommentare ein bei meinen Blogs. Da lassen Leute oft sehr gute Sachen etwa. Etwa kürzlich einer übers Seilklettern oder mein Kamerad Gregor mit einem tollen Sandsack-Tipp! Reinschauen lohnt sich und kostet nix! Genauso wie der Podcast auf www.power-quest.cc

P.P.S.: Wenn auch nicht ganz umsonst aber sehr günstig und vor allem hochqualitativ sind die Sachen von Mark Dorninger und www.spodo.at - Er hat nun eine Sonderpreis-Aktion im Laufen (http://www.spodo.at/index.php/cat/c376_Sonder-Aktionen-News.html). Ich sag nur, zugreifen. Übrigens: Ich bekomme für diese Werbung nix. Aber Mark ist ein Spezi von mir und vor allem bin ich von seinen Sachen überzeugt. Er liefert prompt und dazu beste Qualität - nicht nur bei Kettlebells!

Kommentare:

Simon Voggeneder hat gesagt…

Die Litvinov-Workouts sind zum Heulen. Ich habe nur die einfache Variante getestet und bin elendiglich verreckt.

Was ich für wichtig halte bei der Übung: Eine Übung mit möglichst viel Gewicht verwenden, die sauber ausführbar ist. Das maximiert den Effekt.

Frontkniebeugen sind wahrscheinlich das Nonplusultra, da Kniebeugen hinten bei Erschöpfung meist an Form verlieren. Das Original-Workout bestand auch aus 8 x 400 Pfund Frontkniebeugen und dann der Sprint.

Tödlich.

Dominik Feischl hat gesagt…

servus simon!

danke für deinen kommentar! freut mich dass du das ausprobiert hast - feine sache oder :-)

nun, ich hab noch nicht viele gesehen, die das mit 180 kg auf den schultern ausprobiert haben :-) ich bezweifle dass das viele können. litvinov brauchte jahre dafür, bis er auf diesem niveau war. auch er wird mit weniger angefangen haben, hundertprozentig!

nach meinen praxiserfahrungen langen 70-75% des 1RM. das killt die beine und den kreislauf genug :-)