Samstag, 12. Juni 2010

Beweglich bleiben


Kraft- und Ausdauertraining ist die eine Sache, Beweglichkeit und Mobilität beibehalten eine andere, ganz wichtige Komponente, wer langfristig am Ball bleiben möchte meiner Meinung nach. Es gibt zuviele Leute, die einige Jahre intensiv trainieren, gute Leistungen erreichen aber dann wegbrechen, weil sie sich verletzen, weil sie ausbrennen, weil der Körper einfach nicht mehr mitmacht bei den Steigerungen. Das muss nicht sein. Einerseits hilft eine halbwegs gute Planung mit Entlastungszeiten, aber auch das Hineinhorchen in den Körper ist irsinnig wichtig. Wer immer draufgeht mit voller Intensität ohne zu merken, dass der Körper eigentlich Pause braucht, wird früher oder später die Rechnung dafür bekommen! Intensität, aggressives Training und Gas geben ist wichtig, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Genauso sollte man auch ein wenig vom Drücker gehen, wenn der Körper und der Geist danach verlangen. Der Mensch ist keine Maschine, auch wenn man das manchmal glauben kann!

Seit längerer Zeit schon, vor allem aber nach dem Bodyweight-Training-Seminar mit Steve Maxwell voriges Jahr in Deutschland gehört Beweglichkeits- und Mobilitätstraining zu meinen fast täglichen Gebräuchen. Muss man das jetzt stundenlang machen? Nein! Ein paar Minuten reichen, wenn man konzentriert arbeitet!

Keine Angst, das ganze ist nicht fad. Es macht Spaß. Was ich mache? Zuerst rolle ich ein paar Minuten auf einem alten PVC-Rohr (Foam Rollering ist schon des längeren bekannt). Das ist wie eine Massage und bringt ordentlich Blut in die Regionen, wo man massiert. Was ich aber am liebsten mache, ist das Arbeiten mit einem Besenstiel. Richtig gehört!

Ich mache damit Schulterkreisen in alle Richtungen, dann gehe ich an Überkopfkniebeugen, welche eine gewaltige Übung sind und einen Großteil des Körpers abdecken durch ihre Komplexität. Danach noch Beckenkreisen, Katzenbuckel machen und ev. an der Klimmzugstange aushängen, was sehr gut für das Kreuz ist. Auch den Nacken und die Handgelenke bewege ich gut durch und fertig. Wer das regelmäßig macht, wird merken, dass er weit weniger verspannt ist, vor allem nach schweren Einheiten!

Dazu noch ein guter Tipp zum Wochenende: wer vor einem schweren Training etwa 300-500 mg Vitamin C (am besten aus natürlicher Quelle) zu sich nimmt, kann ev. einen ganz groben Muskelkater verhindern. Ich habe damit schon ganz gute Erfahrungen gemacht! Vor allem bei so hochlaktaziden Sachen wie der Leg Matrix, wo schwere Beine danach fast sicher sind. Neben Vitamin C hat mir da vor allem aber das Durchbewegen einen Tag später wie oben beschrieben gut geholfen.

Ein gutes Wochenende, Dienstag müsst ihr unbedingt meinen Blog lesen, ungewöhnliches aber gewaltig simples und effektives Training,

Bis dahin,

Dominik

P.S.: Nächste Woche kommt ein guter Blogeintrag über ungewöhnliches Training!

P.P.S.: Ein ÜBERRASCHUNGSGAST kündigt sich an.

P.P.P.S.: Hier mal reinschauen, das ist die neue Seite meines Kameraden Dr. Till Sukopp: www.kettlebellfitness.de

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hast Du Dich mit Rosch abgesprochen, dass ihr jetzt beide eine Beweglichkeitsroutine bringt? :D

Rosch hat gesagt…

Hi Dominik,

wichtiger Aspekt und auf keinen Fall zu vernachlässigen!

Hab passend zum Thema meine JM/DS-Routine vor ein paar Tagen auf meinem Blog behandelt.

In Sachen Prävention und Rehab eine wahre Wunderwaffe!


Gruß,
Rosch.