Sonntag, 30. Mai 2010

Heben, Drücken, Beugen - fertig!

Die Einfachheit des Trainings, Teil weiß-ich-nicht:

Man nehme einen mehr oder weniger schweren Stein, hebe ihn, drücke ihn über Kopf und mache dann damit eine Kniebeuge. Davon 100 Wiederholungen. Fertig!

Wer danach nicht viele Muskeln spürt und atmet wie eine Dampflok, hat was falsch gemacht.

Oft genug bekomme ich die Frage, wie viel eine Olympische Hantelstange kostet. Nach meiner Antwort kommt zumeist die Retourmail: "Ok, das übersteigt mein Budget leider. Dann muss ich halt was anderes trainieren." - STOPP. Wer sagt, dass man Umsetzen, Drücken, Stossen und Kniebeugen mit Hanteln machen muss. Klar, Hanteln sind zum Gewichtheben gemacht. Steine, Baumstämme,... nicht. Sie sind vergleichsweise unkooperativ beim Training. Was sie umso wertvoller macht. Wer einen Stein bändigt, braucht neben Kraft und Technik auch Koordination, denn einen unhandlichen Stein zu kontrollieren bei explosiven Bewegungen ist alles andere als einfach.

Doch die Zeilen, die ich da geschrieben habe, sind fast schon zuviel des Guten. Einfach mal ausprobieren oder wie Dan John sagt: "Do it. Don't ask about reps or sets, just do it." Ich kann garantieren: das ist Training, dass seinen Sinn zu hundert Prozent erfüllt. Dafür ist nicht nur der Muskelkater Tage danach ein Indiz dafür!

Ein Meister im Umgang mit Steinen ist übrigens auch Steve Jeck. Der ist auf www.power-quest.cc im Interview mit mir zu hören. Hier noch ein Video von ihm, die Doku leg ich allen ans Herz. Sie zeigt mehr als "nur" Heben!



Glück Auf,

Dominik

Donnerstag, 27. Mai 2010

"Soul Lifter"



"Quäl dich du Sau", schrie Udo Bölts vor einigen Jahren bei der Tour de France einmal auf einer Bergetappe seinem Teamkollegen Jan Ullrich zu! Deftig formuliert aber genau das ist es, wie man beim Training zuwerke gehen muss auch! Dieser Satz geistert immer wieder in mir rum, bevor ich eine harte Einheit starte und ich nicht gleich voll motiviert bin. Wer sich quälen kann, wer Einsatz und Wille zeigt, ist dem überlegen, der das nicht tut. Klar gibt es immer welche, die besser, die stärker, die schneller oder ausdauernder sind. Aber wer Disziplin und Kampfgeist sowie Konstanz im Training zeigt, der hat eine Riesenwaffe in der Hand! Eine, die Langfristigkeit garantiert!

Das Video oben ist eines meiner Lieblings-Motivations-Sachen - Rocky beim Training! Ich denke, ihr gebt mir recht!

Selten kann jemand von sich behaupten, dass er den ganzen Tag mit 100 Prozent Fokus und Vorbereitung in eine Trainingseinheit gehen kann. Arbeit, private Dinge und sonstige Sachen nehmen uns ein und so ist das Leben. Damit sollte man einfach klar kommen. Perfekte Einheiten gibt es selten. Aber ich liebe die Einheiten, die vom Gefühl her kommen. Die nicht nach Plan laufen, den das Leben läuft oft nicht nach Plan und genauso ist es beim Training auch. Ich muss immer wieder ein wenig lächeln, wenn Leute stur und fest nach einem Plan trainieren. Nicht falsch verstehen, gegen Richtlinien und mit einem gewissen Plan zu trainieren, ist sogar sehr gut. Aber wenn dann jemand bei jedem Satz und bei jeder Wiederholung die Sekunden zählt, wo er exzentrisch arbeitet oder ähnlichen Schwachsinn, dann finde ich, ist das wirklich zuviel des Guten.

Chaostraining ist das, was oft sehr viel bringen kann, das Abwechslung in den Trainingsalltag bringen kann. Ich hatte gestern nach einem 10-Stunden-Arbeitstag etwa spätabends Frontkniebeugen und Schlittenziehen gemacht. Eigentlich hätte ich dann den Hut draufgehauen, es war schon spät genug. Wollte ich aber nicht. Was stand außerplanmäßig an. Wieder mal eine Leg Matrix (20 Kniebeugen, 20 Ausfallschritte, 20 Ausfallschritt-Sprünge, 10 Kniebeugen-Sprünge), dachte ich mir. Autsch, es wurde eine Leg-Matrix mal drei ohne Pause dazwischen. Heute schmerzt das Stiegen-Runtersteigen ein wenig :-) Aber das Gefühl ist gut!

Sobald ich mir meine Trainingshose angezogen hab und raus an die frische Luft bin, hatte sich ein Schalter umgelegt und ich wusste, das ich heute trotz vieler Sachen um mich dennoch 100 Prozent im Training geben kann. Ich war hellwach und top-motiviert. Und nach der Einheit war es umso besser. Holt euch dieses Gefühl ab, es kann einen den ganzen Tag oft retten!

Löst euch los von Fesseln gewisser Pläne, werdet zum "Soul Lifter", wie es Zach Even-Esh so schön sagt. Aber quält euch, sorgt für ständig neue Herausforderungen!

Ein gutes Wochenende, wenn ihr euch Beine machen wollt, probiert die "Leg Matrix" mal aus,

Dominik

P.S.: Hier ein Text zu solchen "Bein-Peinigern". Schwere Kniebeugen sind fein und sind ein Fixpunkt in Trainingsprogrammen von mir. Aber auch das hat es in sich. Siehe hier, weiterer Text von Tumminello: http://www.tmuscle.com/free_online_article_issue/issue_628#complex-approach-to-quads-hams

P.P.S.: Eine tolle Griffkraft-Übung wollte ich hier zeigen. Die kommt noch, keine Sorge!

P.P.P.S.: Mich freut, dass einige das Training von Coach Ethan Reeve aus dem vorvorigen Blogpost ausprobiert haben. Feine Sache, wer sich da reinkniet. Ein Sportskamerad schrieb von 100 Wiederholungen mit 50 Kilo. Das ist spitze, umgerechnet sind das 5 Tonnen, dafür muss man kein Rechengenie sein und das ist viel! Weiter so! Genauso freu ich mich für Janis, der das Seilklettern nach 9-Stunden-Arbeitstagen zu einem Fixpunkt macht, oder Katja, die regelmäßig ihren Schweinehund überwindet trotz viel Arbeit!

P.P.P.P.S.: Bevor mir die P's ausgehen :-) Von Coach Reeve hab ich noch eine weitere "Quälerei". Dazu mehr nächste Woche! Ähnlich heftig, was für "Soul Lifter"

Mittwoch, 26. Mai 2010

Einmal mehr ein Hoch auf Seilklettern!



Nick Tuminello hat in seinem sehr empfehlenswerten Blog über Seilklettern was gemacht. Ich gebe ihm absolut recht: Seilklettern ist ein Test, wie stark man wirklich ist relativ zu seinem Körpergewicht gesehen. Man kann nicht cheaten!

Danke für die vielen Rückmeldungen zum vorangegangenen Blog-Post. Wer es noch nicht gemacht hat: Ladet euch das Geschenk runter! Es geht um Training, das mit Seilklettern verwandt ist. Das sind relativ starke "Cousins". Wer diese beiden Dinge in sein Training einbaut, braucht oft gar keine externen Gewichter mehr. Ich habe vor wenigen Tagen mit einem ehemaligen Ringer aus der Türkei, der auch international unterwegs war, ein Gespräch geführt. Er sagte mir, dass neben dem spezifischen Training das Krafttraining vor allem aus Seiklettern und Liegestütze bestand und Kniebeugen und Ausfallschritte ohne Gewicht. Keine große Übungsauswahl oder? Aber glaubt mir: sie reicht!

Fight on,

Dominik

P.S.: Weitere Techniken und Tipps&Tricks gibt es auf meiner DVD "Gorilla Camp". Seilklettern kann jeder erlernen!

Sonntag, 23. Mai 2010

Kleines Geschenk und große Freude am Training


Ich höre mir gerade immer und immer wieder seit gestern ein Interview von Zach Even-Esh mit Coach Ethan Reeve an! Es ist fesselnd wie selten etwas zuvor!

Ich hab vor einigen Monaten mal von seinen damaligen Trainings als Ringer im College geschrieben. Sein Ziel: 100 Wiederholungen Standumsetzen mit dem Körpergewicht an der Hantel und 100 Klimmzüge. Das ganze in weniger als 15-18 Minuten, das war immer seine Richtmarke. Das ist brutal, eher brutalst. Wer das jemals schon gemacht hat, weiß warum. Wie oft hat Coach Reeve das damals gemacht? 365 Tage im Jahr. Richtig gelesen, 365 Tage im Jahr über zwei Jahre hinweg!

Das ist Beweis von Arbeitsmoral, das ist Beweis von Einsatz und Liebe zum Training, das ist Wille, der zum Erfolg führt. Coach Reeve hat sich mit diesem beinharten Einsatz wahrlich zum Erfolg gezwungen.

Ich liebe es, an Feier- oder Sonntagen wie heute zu trainieren. Hart zu trainieren, bis an die Grenze gehe ich da gerne. Zu Zeiten vor allem, wenn andere schlafen, wenn andere blau sind. Klar, auch ich mach mich blau, aber es ist vom Training. Training ist mehr als nur Training. Training lehrt Disziplin, lehrt Wille, lehrt Einsatzbereitschaft und Überwinden von Grenzen, lehrt Körper und Geist. In meinen Augen ist das ziemlich viel!

Ich weiß, es ist heute nicht leicht, in der Spaß- und Gewinnmaximierungsgesellschaft gegen den Strom zu schwimmen. Aber taucht ein in die Fluten, rudert ein wenig dagegen. Trainiert mehr, trainiert härter, trainiert dann, wenn andere nichts machen. Leute wie ein Coach Reeve haben das getan. Sie sind dahin gegangen, wo es weh tut. Die meisten Leute drehen dort um. Seid nicht so. Da wos ein wenig weh tut, gibts am meisten Fortschritt! Wer sich quält, kann weiter kommen, als einer der nur von seinem Talent lebt! Klar muss er härter arbeiten. Aber wer lernt, hart zu arbeiten, der ist immer dem voraus, der das nicht kann oder nicht will! Macht aus dem was ihr gelernt habt und das was ihr könnt im Training, das beste. Arbeitet hart an diesen Basics, härter als ihr es euch vorgestellt habt. Sachen wie Kreuzheben, Kniebeugen, Klimmzüge oder Dips kommen nie aus der Mode. Wer glaubt, es gibt was leichteres oder es gibt etwas, das solche fundamentale Sachen ersetzt, der irrt. Gibt es nicht! Diese Sachen funktionieren seit Jahrzehnten.

Hier ein kleines Geschenk für die Treue zum Blog und weil ich gerne schenke und weil es etwas ist, dass ebenfalls schwerst unterschätzt wird von vielen. "Das www.naturtraining.at Hangel-ABC" - etwas, das von mir kommt, jemand, der die Praxis liebt und für den Theorie grau ist. Klar ist das nicht für Jedermann/frau. Aber Leute, die damit was anfangen können, sind auf meinem Blog goldrichtig! Habt Spass daran, gebt es Freunden und Trainingskollegen weiter, tut gutes damit. Training kann so einfach sein, schrieb ich im letzten Blog-Eintrag. Training kann auch so schön sein. Vor allem dann, wenns hart wird. Dann wirds am allerbesten! Hier der Download-Link: http://naturtraining.at/download/skriptum-seminar.pdf

Rudert ein wenig gegen den Strom, ich weiß, dass es viele tun und das ist gut so. Geht an Tagen wie heute raus und seid stolz, dass ihr dazu fähig seid! Nicht wer redet gewinnt. Der, der Action macht, der der Gas gibt, der kommt zu was!

In diesem Sinne,

Dominik

P.S.: Hier noch mal der Link zum kleinen Geschenk von mir: http://naturtraining.at/download/skriptum-seminar.pdf. Viel Spass beim Ausprobieren. Dieses Training ist mächtig. Mächtiger, als man vielleicht denkt! Aber den eigenen Körper zu beherrschen, ist nunmal etwas sehr sehr gutes! Wer Unterarme will, die nicht so schnell aufgeben, wer einen starken Rücken und funktionelle Schultern möchte, der ist damit gut beraten. Das sagen Leute, die bei mir schon mal auf Seminaren damit in Berührung gekommen sind. Wer so trainiert, braucht sich übrigens auch um seine Figur für die kommende Sommerzeit nicht in die Hosen machen. Nicht, weil ich über sowas gern schreib, aber ich krieg laufend Mails mit Fragen wie "Was muss ich tun, damit ich im Sommer durchtrainiert rüberkomme."
P.P.S.: Das Steve-Maxwell-Seminar im Juli mit mir ist längst ausgebucht! Die Leute, die reserviert haben, bekommen in Balde alle Infos!

P.P.P.S.: Einer, vom ich viel lernen durfte schon in der Vergangenheit, ist Till Sukopp (www.tillsukopp.de). Schaut auch auf dessen Blog immer vorbei. Der Mann weiß wovon er schreibt. Ich habe Till schon live erlebt. Er ist ebenfalls Praktiker. Der auch dort hin geht, wos mal hart wird!

Freitag, 21. Mai 2010

So simpel - so erfolgreich!





Meine heutige Einheit in der Früh schaut fad aus auf den ersten Blick. Ich hab eine halbe Stunde nichts anderes gemacht als Seilklettern. Immer und immer wieder. Hatte mir die Uhr auf 30 Minuten gestellt und dann geschaut, wieviele Sätze ich zusammenbringe! Inspiriert durch den Blog-Eintrag von "Mr. Monkey Bar Gymnasium" Jon Hinds: http://jonnyhinds.blogspot.com/2010/05/traveling-to-tennessee.html


Glaubt mir, kein Muskel im Oberkörper ist dabei zu kurz gekommen, ich hab schon lang nicht mehr eine so intensive Einheit gehabt. Klar, hat auch das vortägige Umsetzen und die Frontkniebeugen etwas damit zu tun gehabt :-).

Es ist die Einfachheit des Trainings, die so wunderbar erfrischend ist. Ähnliches sagt auch Dan John mit seinem "one lift a day program". Es ist so simpel: Man nimmt eine gute schwere Grundübung und steckt etwas Blut und Schweiß in sie die nächsten Minuten. Und dann fertig. Punkt. Aus.

Ich bekomme manchmal Mails von Leuten, die fragen, ob ich dieses oder dieses Trainingstool empfehlen kann. Oder ob diese Übung oder die andere besser ist. Meine Antwort ist immer die gleiche: Alles kann funktionieren, wenn man nur hart genug damit arbeitet. Und das ist es, was oft fehlt. Es ist einfach über etwas zu schreiben oder zu sinnieren. Aber es erfordert um einiges mehr, um es dann auch in die Realität umzusetzen. Was mir auch immer wieder auffällt: Je weniger Möglichkeiten man hat, desto besser sind oft die Resultate. Nehmt das, was euch zur Verfügung steht und haut damit rein, dass die Fetzen fliegen. Dann kann nichts schief gehen!

Ein gutes Wochenende,

Dominik

P.S.: Wer Seilklettern lernen will, starke Greifer und einen muskulösen Rücken entwickeln möchte, für ist meine DVD "Gorilla Camp" sicher etwas. Oben rechts auf der Blog-Seite gibt es diese zu bestellen!

P.P.S.: Dranbleiben am Blog lohnt sich: Nächste Woche gibt es eine etwas in Vergessenheit geratene Unterarm-Übung.

P.P.P.S.: Ein Bild von Jon Hinds liefere ich hier noch nach: http://zacheven-esh.com/blog/uploaded/JHindsPW2.JPG. Schaut euch den Körperbau des Burschen an. Durchtrainiert bis auf den letzten Muskel. Übrigens: Er ist Vegetarier!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Ein weiterer Held

video

Und noch ein Vorbild in sportlicher Hinsicht liefere ich! Manfred Modrey (SK Vöest Linz) ist monatelang zuletzt durch die Gegend gelaufen und hat maßgeblich an der Organisation der Gewichtheber-Masters-EM in Linz mitgewirkt. Und er hat auch auf der Gewichtheber-Bühne noch einmal alles gegeben. Kein Wunder, Modrey hat jahrelange Erfahrung. Er war in der allgemeinen Klasse mal nur 4 Kilo vom damaligen Weltrekord im Reißen entfernt. Das sagt einiges. Nachzuhören im Interview auf www.power-quest.cc übrigens (einfach in die Suchfunktion seinen Namen eingeben)!

Modrey hat mit 53 Jahren noch einmal um Edelmetall mitgekämpft und es ist ihm mit Bronze aufgegangen. Highlight waren die 110 Kilogramm im Reißen mit 85 Kilo Körpergewicht. Er ist noch immer unheimlich schnell in der Bewegung, das ist im Video eindrucksvoll zu sehen. Beim Umsetzen im letzten Stoßversuch hat er sich dann verletzt. Er hatte 122 Kilo auf der Hantel, was Silber bedeutet hätte bei einem erfolgreichen Versuch.

Ich habe damals vor zwei Jahren Manfred kontaktiert, weil ich das Gewichtheben erlernen wollte. Er hat mir sofort Hilfe angeboten und mich zu einem persönlichen Training eingeladen. Für mich war es eine Ehrensache, ihn am Dienstag anzufeuern!

Das ihm sein Medaillenplan aufgegangen ist bei seiner Heim-Veranstaltung, war natürlich schön. Dass Gewichtheben neben Fokus und Explosion auch Taktik ist, bewies Modrey eindrucksvoll. Damit er in die nächsthöhere Gewichtsklasse, die bis 94 Kilo aufsteigen konnte, hat er am Wettkampftag drei Liter Wasser getrunken. Um 100 Gramm ging die Rechnung bei der Abwaage auf, Modrey ging damit einigen übermächtigen Kontrahenten in der 85er-Klasse aus dem Weg.



Zum Olympischen Gewichtheben möchte ich noch einen super Buchtipp geben. Tommy Kono's "Weightlifting - Olympic Style" ist ein must-read, wer diesen Sport erlernen will und nicht gleich auf Hilfe von einem versierten Trainer zurückgreifen kann. Ein super Werk mit vielen vielen wichtigen Detailsachen und wertvollen Tipps!

In diesem Sinne,

Dominik

Dienstag, 18. Mai 2010

Eine Königsdisziplin

video

Olympisches Gewichtheben ist eine der absoluten Königsdisziplinen im Kraftsport. Punkt.

Wer wirklich athletisch sein will, wer Muskeln an der so wichtigen hinteren Kette (Waden, hinter Oberschenkel, unterer Rücken sowie der gesamte Rückenbereich und Schultern sowie Unterarme) dazugewinnen will, wer schlichtweg Gewicht schnellkräftig bewegen möchte, der sollte sich am Olympischen Gewichtheben versuchen! Schleunigst!

Wer einen ersten Einblick in das ganze gewinnen möchte, hat momentan noch bis Samstag Zeit, sich einige Top-Athleten live anzuschauen. In Linz findet wie bereits hingewiesen die Masters-EM der Gewichtheber statt. Da sind Leute aus ganz Europa da, ehemalige Spitzenheber in der allgemeinen Klasse, es werden fantastische Leistungen gezeigt und das ganze ist top organisiert. Vor allem bekommt man Lust auf diese Sportart! Wer nicht weit von Linz weg wohnt und das tun einige meiner Blog-Leser, der sollte sich in den Sportpark Auwiesen bewegen. Erstens kann man alles hautnah miterleben und zweitens kann man Kontakte knüpfen und eventuell bei einem Verein anklopfen und die Technik zu erlernen. In Eigeninitiative kommt man klar auch ein bisschen voran, aber stimmt die Technik nicht, steht man schneller an als man glaubt. Nur mit Kraft geht gar nichts. Wichtig ist Technik und Schnellkraft. Und ersteres kann man eigentlich gut nur von einem versierten Trainer lernen!

Ich habe vor eineinhalb Jahren ernsthaft damit begonnen, bin nach wie vor ein Anfänger. Aber es macht ungemeinen Spass, ein Gewicht zur Hochstrecke zu bringen. Und ich merke Veränderungen deswegen an mir. Ich springe höher, ich laufe schneller und mir passen manche Leibchen und Hosen nicht mehr so gut wie früher :-)

Was aber das wichtigste ist: Man lernt im Training nie aus. Deswegen macht es einfach so großen Spass, immer neues zu erlernen. Gewichtheben darf in meinem "Trainings-Handwerkskasten" nicht mehr fehlen. Wie oben geschrieben: Es ist eine Königsdisziplin, die wie die Recken in Linz gerade beweisen, bis ins hohe Alter betrieben werden kann! Vorausgesetzt man macht es intelligent und mit ordentlicher Technik und Herangehensweise.

Ich habe oben ein Video zusammengestellt von einem besonderen Athleten. Johann Anglberger holte sich gestern Gold in der Klasse bis 62 Kilo. Der 58-Jährige aus dem Innviertel ist ein absolutes Vorbild. Er trainiert sechsmal (!) die Woche, lebt und atmet diesen Sport. Er trainiert seit 40 Jahren. Wer das nächste Mal wieder eine Ausrede auf sein Alter oder seine mangelnde Zeit für das Training sucht, der sollte sich einfach dieses Video nochmal anschauen. Ich werde in baldiger Zeit mal mit Johann ein Training mitmachen. Ich denke, dass man von so einem Topathleten einiges lernen kann!

Auf der Bühne in Linz war übrigens auch ein 86-Jähriger! Mehr brauche ich nicht mehr zu sagen glaub ich.

Try it, Action in der "real world" statt stundenlangen Forenbesuchen und Fachgequatsche ist gefragt, drauf,

Dominik

Freitag, 14. Mai 2010

Top-Veranstaltung und ein Top-Athlet


Ab morgen (bis nächste Woche Samstag) steigen in Linz (Oö) in der Sporthalle Auwiesen (ab 9 Uhr) die Masters-Europameisterschaften im Olympischen Gewichtheben! Wer in der Nähe wohnt, sollte vorbeischauen unbedingt. Da treten Leute an, die bis zu 190 Kilo reissen und das mit einem Alter von 40+! Mehr Infos sowie der genaue Zeitplan: www.mastersem2010linz.com/

Ich habe in der Vergangenheit solche Sachen meist nie ausgelassen. Gerade bei derartigen Wettkämpfen lernt man Leute kennen, sieht tolle Leistungen und bekommt Lust, den Sport auszuüben!

Es gibt gewaltig starke Leute auf dieser Erde. Pierre Peitzenmayer ist einer von ihnen. Hier eines seiner neuesten Videos. Beeindruckend:




Ein gutes Wochenende,

Dominik

Dienstag, 11. Mai 2010

Gorilla-Training nach unserem Vorbild



Zach Even-Esh setzt bei seinen Ringern auch dieses Training ein, wie im neuen Video hier zu sehen. Dazu brauch ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Hangeln ist Hammer und ist bei allen unseren Naturtrainings-Seminaren ein wichtiger Fixpunkt bisher gewesen. Dieses Training bringt Resultate, bringt Kraft, die wirklich die Bezeichnung "funktionell" kriegen kann!

Donnerstag ist Feiertag. Werft euch irgendwo auf einen Spielplatz in der Früh und macht einige Bewegungen an den Stangen! Ihr werdet in Minutenschnelle merken, dass das ernsthaftes Training ist! Und Spaß macht es obendrein trotz aller Anstrengung. Was will man mehr!

Glück Auf,

Dominik

P.S.: Die DVD "Gorilla Camp" gibts noch - siehe Button oben rechts am Blog. Das ist wirklich Top-Videomaterial, die dieses Thema behandelt. Meines Wissens gibt es zu dieser Art des Training nicht wirklich Material bisher. Sogar aus Amerika hat mir ein Käufer geschrieben und sich bedankt für einige Tipps. Er hat seine Klimmzüge um einiges verbessern können. Das freut mich sehr!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Seminar-Vorschau



Gestatten, das ist Oliver Klettner, bärenstarker Bursche, der in Wien studiert und aus Salzburg kommt. Gemeinsam werden ich und er im September ein Seminar geben. Oliver ist neben schwerstem Training mit dem eigenen Körpergewicht auch ein ausgebildeter Experte im Kettlebell-Training und dabei von Steve Cotter und http://www.kettlebell.eu/ zertifiziert! Mehr zum Seminar gibt es in Kürze! Oliver führt einen tollen, empfehlenswerten Blog auf http://springysteel.blogspot.com/ - Reinschauen lohnt sich!

Davor gilt es für mich, das Seminar mit Steve Maxwell am 24./25. Juli gut über die Bühne zu bringen. Es kommen fast täglich neue Anfragen. Ich werde in Kürze alles präsentieren mit Anmeldemodalitäten und Co. - sorry dass das bisher noch nicht ging wirklich, aber ich habe enorm viel zu tun!

Glück Auf,

Dominik

Montag, 3. Mai 2010

Ein Text, der viel Wahres beinhaltet


Bill Starr, so heißt es, schreibt bis heute seine Texte auf einer Schreibmaschine, er verneint das Internet. Recht hat er womöglich. Starr ist einer DER legendären Schreiber in der Kraftsportszene. Vor allem lebt er es selber vor.

Hier einer der wie ich finde besten Texte von ihm, der auf der Seite seines Freundes und Lehrlings Mark Rippetoe veröffentlicht wurde. Starker Tobak, aber vor allem Wahres ist da drinnen zu finden:

http://startingstrength.com/articles/keeping_strength_programs_starr.pdf

Übrigens, das oben am Bild ist Bill Starr. Mit knapp 300 Kilo an der Stange. Starr war kein Kraftdreikämpfer, sondern eigentlich olympischer Gewichtheber. Dennoch hat er um die Bedeutung von Kreuzheben und Co. gewusst. Und dabei auch Stärke bewiesen.

Empfehlenswert ist auch sein Buch "The strongest shall survive". Das liegt gerade auf meinem Schreibtisch! Starr schrieb schon in den 70er-Jahren von vielem, was noch heute gültig ist. Und liftete teilweise in FlipFlops und mit Stirnbändern - kultig! Auf diesem Weg weise ich gleich mal auch auf die kontroverse Seite www.70sbig.com hin. Wer massig und stark werden will - das ist der schnellste Weg dazu!

Glück Auf,

Dominik