Mittwoch, 10. Februar 2010

Rennbenzin statt Heizöl


Viel zu viele verkomplizieren ihre Ernährungsweise, weil sie damit glauben, dass es auch im Training noch besser läuft damit. Klar, wer sich gut ernährt, ist auch leistungsfähiger. Ich erkläre das vielen meiner Coachies immer so mit folgender Frage: "Würdest du in ein Rennauto Heizöl einfüllen?" Die Antwort ist klar: Nein! Und auch mit dem eigenen Körper verhält es sich gleich. Gesundes Essen ist Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung! Wer hauptsächlich von Fast-Food und Cola lebt, braucht sich nicht wundern, warum der Traumkörper keinen Zentimeter näherrückt!

Doch nach wie vor gilt: Training steht an erster Stelle, Ernährung und Regeneration sind die beiden stabilisierenden Eckpfeiler, um das Ziel des Fortschritts zu erreichen. Wer nicht hart und regelmässig trainiert, der kann sich ernähren, so gut er will. Es wird nicht viel besser werden!

Ich halte es einfach mit meiner Essensweise. Weil verkomplizieren in keinem Bereich des Lebens wirklich weiterhilft. Der Ansatz von Steve Reeves, einem ehemaligen Mr. Universum und sicher noch dem einen oder anderen als Herkules-Darsteller bekannt, hat da tolle Ansätze wie ich finde. Er aß an Trainingstagen (3mal in der Woche) gesund und low-carb und an trainingsfreien Tagen eher gesund und high-carb. Damit kann auch ich mich sehr anfreunden. Aber wie gesagt: viele Wege führen nach Rom und ein jeder Mensch ist da sehr individuell.
Meine Grundsätze: Frühstück essen, mehrere, kleinere Mahlzeiten am Tag, viel Wasser oder Kräutertee trinken, stressfrei essen, etwa 1,5-2 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht,...

Wovon ich dringlichst abraten würde, ist die Pläne von den meisten Bodybuildern der heutigen Tage zu kopieren. Immer wieder liest man davon ja in diversen Magazinen. Doch Vorsicht: diese Leute sind mit allen möglichen leistungsfördernden Chemikalien vollgepumpt. Sie können essen was sie wollen, das meiste steuern Steroide und Co. Das wurde mir durch einige Gespräche mit erfahrenen Leuten in dieser Materie auch erzählt. Also bitte: Finger weg von derartigen Ernährungsempfehlungen oder Sachen wie "in der Nacht aufstehen und einen Protein-Shake machen". Das ist Bullshit!

Aber zurück zu meiner Ernährungsweise. Hier ein Tag, wie er bei einem Training etwa bei mir ausschaut:

- Frühstück: 1 Tasse Kaffee, halber Liter Kräutertee, Omelett mit drei Eiern und Schinken sowie Käse, dazu 1 Apfel

- Vormittags-Snack: Handvoll Mandeln

- Mittag: Steak mit Spiegelei und Gemüse

- Nachmittags-Snack: Paprika mit ein paar Nüssen

- Abend: Thunfisch, Salat, Gemüse und ein halber Liter Rohmilch (mit Proteinpulver und Himbeeren)


Ein Satz von Steve Maxwell ist mir immer hängen geblieben: "Ich lebe nicht, um zu essen, sondern ich esse, um zu leben."

Das besagt eigentlich alles. Die Sache nicht verkomplizieren, aber schauen, dass man halbwegs einen straighten und vor allem gesunden Weg geht, dann unterstützt die Ernährung das harte Training bestens.
Und klar, jeder darf und soll auch mal sündigen. Auch ich lasse mir ab und an einen Kuchen schmecken oder trink mit Freunden mal ein Bier. Wir sind Menschen und keine Maschinen! Fight on,

Dominik

P.S.: Übermorgen gibts neues Videomaterial von effektivem Partner-Training, das überall machbar ist.

Kommentare:

Mr. Maison hat gesagt…

Hallo Dominik,
warum bist du eigentlich von der Warrior-Diet abgekehrt?
TESWR
Mr.Maison

Dominik Feischl hat gesagt…

hallo mr. maison!

bin schon vor längerer zeit wieder davon weggegangen!

war nicht praktikabel für mich persönlich, da ich oft lange bis am abend in der arbeit schuften muss. dann ist keine zeit für ausgiebig essen bzw. habe ich nicht die ruhe dafür!

und ich sehe es wie alles im leben, training oder sonstwo. wollte es einfach mal probieren damit ich mir meinen reim davon machen kann!