Dienstag, 9. Juni 2009

Die Methode der Natur




Bewegen in freier Natur, Trainieren auf natürliche und athletische Weise, die noch dazu Spaß macht – Das ist es, wozu der Mensch geboren wurde und auf das ich immer wieder hinweisen werde. Nicht, um im stickigen Fitness-Studio auf einem von Dutzenden Steppern vor einem langweiligen Fernseh-Kanal und peitschender Musik sein Dasein zu fristen und zu glauben, etwas für seine Gesundheit zu tun.

Laufen, Krabbeln, Klettern, Sprinten, Hangeln, Springen, Schwimmen in frischer Luft sind die Tätigkeiten, wo ein Mensch zur körperlichen Entfaltung kommt. Die „Methode Naturelle“, eine vom Franzosen Georges Hébert entwickelte, hochinteressante Philosophie, beeinflusst mich sehr. Aufgegriffen wurde diese fast schon in Vergessenheit geratene Methode nun von Erwan le Corre, der sie Gott sei Dank wieder lehrt! Mehr Infos findet man auf der Homepage http://www.movnat.com/. Und auch das heute bekannte „Parkours“ ist stark an diese Wurzeln angelehnt. Über Wurzeln, Stock und Stein ging es auch bei der gestrigen Einheit im Wald mit mehreren Trainingskameraden!


Mein Training ist oft auf diese Art und Weise aufgebaut und auch dieser Tage beim 3. Power-Quest-Trainingslager in Dornbirn bei meinem Kameraden und Weltcup-Kletterer Jürgen Reis kam es voll zur Entfaltung. Der Natur-Fitnessparcours am Stadtrand bot mir dazu vielfältige Möglichkeiten. Und eine Einheit wird mir neben dem Training mit dem 70-jährigen Turner Dieter David (siehe letzte Blog-Beiträge) besonders in Erinnerung bleiben. Ein Lauf in (!) der Dornbirner Ache mit dem Karate-Weltmeister von 1994, Daniel Devigili. Ich durfte mit diesem Ausnahme-Athleten, der dazu auch unzählige Staatsmeister-Titel und einen dritten EM-Rang holte, eine ungewöhnliche Konditionierungs-Einheit im Fluss mitmachen und habe es keine Sekunde bereut. Das Laufen im knöcheltiefen Wasser (siehe Bild unten) ist eine besondere Herausforderung nicht nur für den gesamten Körper, sondern auch den Geist. Man muss ständig wachsam sein und jeder Schritt sollte wohlüberlegt sein, dass er ins Ungewisse geht. Wir mussten aber auch Stellen überwinden, wo uns das Wasser bis zum Hals stand, uns über riesige Steine den Weg bannen und Dämme hochklimmen, was Ausdauer, Kraft und Koordination stärkt. Alles in allem ein Wahnsinns-Erlebnis, für dass ich Daniel danken möchte. Der vielbeschäftigte Oberstabswachtmeister im Heeresleistungszentrum im Landessportzentrum Vorarlberg gibt selbst auch immer wieder Teambuilding-Seminare und dort sein umfangreiches und fundiertes Wissen weiter. Dazu coacht er seit mehreren Jahren schon den ehemaligen Formel1-Piloten und nunmehrigen Le-Mans-Fahrer Christian Klien erfolgreich.

Viel vom Training in der Natur gebe ich auch am 25. Juli beim Seminar „Gorilla Camp“ weiter. Dort werden wir uns nicht nur mit dem Entwickeln von unmenschlicher Griffkraft beschäftigen, sondern auch die natürliche Art des Trainings näher erläutern und in der Praxis erleben!

Denn das macht wirklich Spaß und in 20 Minuten hat man mehr erledigt, wie andere in zwei Stunden in einem Gym. Frische Luft gibt’s gratis dazu!

Das wird auch einer der Kerninhalte des Bodyweight-Trainings-Seminars von US-Guru Steve Maxwell sein, das ich diesen Sonntag in Frankfurt besuche! Auch ich will mich laufend fortbilden. Leute wie ein Steve Maxwell, ein Daniel Devigili oder ein Erwan le Corre haben einen riesigen Erfahrungsschatz!

Ich werde weiter davon berichten,

In diesem Sinne,

Euer Dominik

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