Dienstag, 7. April 2009

Beugen, Beugen, Beugen






In jedem ernsthaften Trainingsprogramm sollte sich auch die Kniebeuge finden. Denn wer ein Haus baut, der braucht auch ein Fundament und diese Hockbewegungen legen diese Grundplattform!

Ob Frontkniebeugen, Kniebeugen mit der Hantel hinten, Überkopf-Kniebeugen, Hackenschmidt-Kniebeugen, die einbeinige pistol-Variante und und und - Es gibt unzählige verschiedene Arten, wichtig ist, dass man mindestens eine davon macht.

Ich habe letztens mit einem bulgarischen Trainer ein längeres Gespräch übers Gewichtheben geführt, auch dort wird mit Wasser gekocht und eines hat er immer wieder wiederholt: "squat, squat, squat, the legs can't be strong enough." Dass dahinter aber beinharte, schweißtreibende Arbeit steht, sollte jedem klar sein!

Das schöne an Kniebeugen ist, dass sie den ganzen Körper stark machen. Wer viele Kniebeugen macht, legt an Muskelmasse zu und das nicht nur an den Beinen sondern auch am Oberkörper, da ein riesiger anaboler Stimulus erfolgt.

Ich mache derzeit dreimal die Woche Kniebeugen. Meine bevorzugten Varianten, da ich ja auch Olympisches Gewichtheben mache und diese den größten Übertrag auf Reißen und Umsetzen haben, sind Front- und Überkopfkniebeugen. Vor allem letztere sind eine gewaltige Herausforderung. Manche scheitern oft schon an der leeren Hantelstange bei ihren ersten Versuchen. Der gesamte Körper muss zusammenarbeiten um die Hantel über dem Kopf auszutarieren. Das Resultat bei oftmaliger Übung: Ein unvergleich starker unterer Rücken, starke Beine, die auch aus der Hocke unter schwerer Belastung aufstehen können und Flexibilität im gesamten Schultergürtel. Frontkniebeugen erfordern eine aufrechtere Haltung des Oberkörpers, die Belastung geht aber mehr in Richtung Oberschenkel.

Also ran an die Hantel, Ausreden zuhause lassen und Gas geben bei den Kniebeugen. Von John Grimek, dem legendären Mr. America der 40er-Jahre und dazu Olympia-Teilnehmer im Gewichtheben in Berlin 1936, wird erzählt, dass er nach seinen schweren Beugeeinheiten oft stundenlang nicht ordentlich gehen konnte.

Squat or die,

Dominik

P.S.: Ganz Oben ist auch der ehemalige Weltmeister John Davis zu sehen. Er hat in einer alten Kirche im Keller die meiste Zeit trainiert. Seine Kniebeugen-Technik ist vorbildlich (das Brett unter den Füßen empfehle ich aber nicht jedem!)

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