Sonntag, 29. März 2009

Muster-Athleten



Olympische Gewichtheber zählen zu den schnellsten und explosivsten Athleten dieser Erde. Wer jemals schon einen Stemmer gesehen hat, der 200 Kilo umsetzt, weiß wie schnell dieser sein muss und ein solches Gewicht vom Boden auf Schulterhöhe zu bewegen. Heute war ein Bundesliga-Kampf meines Klubs SK Vöest Linz. Ich habe einige Athleten wie Attila Kiss (Ung) mit 160 kg Reißen und meinen Vöest-Klubkollegen Tashev Anani (Bul) mit 186 kg Umsetzen&Stoßen gefilmt, um zu veranschaulichen, was für gewaltige Leistungen diese Leute bringen. Anani war bei diesem Versuch nur 77,7 kg schwer, sprich er hat fast das zweieinhalbfache seines Körpergewichts bewältigt. Seine Bestleistung liegt übrigens bei 202 kg (!).

In Russland wurden auch Studien verfasst, die belegen, wie schnell Olympische Gewichtheber wirklich sind. So waren diese auf den ersten 10 bis 15 Metern schneller als so manche Weltklasse-Sprinter und konnten zudem bei Box-Jumps so hoch springen wie so mancher Elite-Hochspringer. Das sagt glaub ich alles.

Auch die Körperkraft wird durch die Übungen wie das Reißen, Umsetzen, Züge oder Frontkniebeugen sehr gut entwickelt. Man siehe sich nur die Leistungen des Russen Mikhail Koklyaev an, der als russischer Gewichtheber-Meister im Superschwergewicht auch bei den Strongman-Bewerben zu den Besten dieser Welt zählt.

Und by the way: Wenn man das Foto oben von einem griechischen Heber betrachtet. Olympisches Gewichtheben formt auch einen athletischen Körper! Leider ist die Sportart in vielen Ländern wie auch hier in Österreich längst in Vergessenheit geraten. Nur mehr in wenigen Klubs wird Gewichtheben praktiziert. In Fitness-Studios sind diese Übungen sowieso verpönnt bzw. kennt kein Mensch eine Reißkniebeuge oder ähnliches. Dabei bilden all diese Übungen das, was vielen Leuten in Zeiten der körperlichen Degeneration abgeht: real-world-strength!

Ich plane im Herbst, auch ein Seminar zum Thema „Olympisches Gewichtheben“ mit einem ehemaligen österreichischen Spitzenathleten abzuhalten. Ich hoffe auf Interesse, denn diese gewaltige Sportart hat es verdient, wieder mehr ins Blickfeld zu rücken!



Samstag, 21. März 2009

Mensch ist ein Naturwesen

Ich liebe Training mit Gewichten, seien es Langhantelstangen, Kettlebells, Sandsäcke, Kurzhanteln, Thick Bars oder sonstige Sachen. Dennoch hab ich manchmal ein bleiernes Gefühl nach dem Training. Umso befreiender ist die Betätigung mit dem eigenen Körpergewicht. Man muss sich nur spielende Kinder ansehen. Laufen, Sprinten, Klettern, Springen, Hüpfen, Hangeln, Werfen – der Mensch wurde für diese Tätigkeiten geschaffen und befindet sich hierbei vollständig in seinem Element. Nicht nur für Anfänger ist diese Art des Trainings die beste. Jedermann/Jederfrau kann davon profitieren!

Leider werden viele Fitnesswillige durch das Maschinentraining in den Studios völlig degeneriert. Die oft sündteuren Maschinen geben eine gewisse Bewegungsrichtung vor, eine Entfaltung darin ist meiner Meinung nach nur schwer möglich. Von lähmender Musik, negativen Leuten und einer unnatürlichen Umgebung ganz zu schweigen.

Ich bin stark für ein „Zurück in die Natur“. Dort kann sich der Trainierende vollständig entfalten. Die vorhin genannten Bewegungsarten stärken den Körper auf natürliche und effektive Weise! Es braucht weder eine sündhaft teure Studio-Mitgliedschaft noch ein Home-Gym, dass alle Stücke spielt. Nein, es braucht nur Wille und Ehrgeiz aus diesen Linien auszubrechen. Sich so bewegen, wie es die Jäger und Sammler in früheren Zeiten gemacht haben. Frische Luft im Freien atmen zu können, ist eines der größten Geschenke, die der Mensch in Anspruch nehmen kann. Leider sind sich dem nur wenige bewusst. Lieber wird am x-ten unerfolgreichen Trainingsplan gebastelt, das nächste Trainingswerkzeug bestellt oder der nächste Gang ins Studio geplant.

Diese Einheit (siehe auch die Videos unten) habe ich heute Samstag nach einer schweren Gewichthebe-Einheit am Vorabend durchgeführt. Es standen Hügelsprints, Hürden-Sprünge, Baumstamm-Hangeln und Medizinballwürfe am Programm. Ich bin danach nicht ausgepumpt gewesen. Ganz im Gegenteil: Es hat irsinnig Spaß gemacht, so zu trainieren, wie es dem Menschen angeboren ist. Und als angenehmen Nebeneffekt habe ich auch den Muskelkater vom Vortag auch beste Weise bekämpft!

Gebt diesem Training eine Chance, ihr werdet es nicht bereuen!

Dominik

P.S.: Wer mehr über Training in der Natur erfahren möchte, sollte sich für das exklusive Trainings-Seminar am 16. Mai gemeinsam mit dem Sportwissenschafter und renommierten Kettlebell-Experten Dr. Till Sukopp anmelden! Mehr Infos gibt es hier!





Sonntag, 15. März 2009

Schlittenziehen - Gratis Geschenk


Ich habe vor einigen Monaten einmal einen größeren Artikel über die hocheffektive Trainingsart Schlittenziehen geschrieben. Wer daran interessiert ist, soll mir einfach ein Email schießen! Kostet nichts und bietet ziemlich viel Info über eine Trainingsvariante, die nur schwer zu überbieten ist, wenn man starke und kompakte Beine entwickeln möchte! Was für Rocky gut genug war, sollte auch dem einen oder anderen weiterhelfen können :-)

Freitag, 13. März 2009

Farmer's Walk

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Das gilt im Training vor allem für die Griffkraft, die bei schweren Grundübungen wie Kreuzheben, Umsetzen, Reißen oder auch Bankdrücken sowie ballistischen Kettlebell-Variationen limitierend wirken kann. Eine Übung, die ich nicht mehr so schnell aus meinem Trainingsprogramm nehmen werde, um meine Greifer stärker zu machen, ist der „Farmer’s Walk“. Aus gutem Grund. Nicht nur, dass diese Übung, die bei Strongman-Bewerben schon seit Jahren gang und gäbe ist, den Griff unnachahmlich stärkt, fordert es auch den oberen Rücken, Beine und Bauchmuskeln zu verstärkter Arbeit. Und macht es deshalb zu einer idealen „Finisher-Übung“. Meist mache ich am Ende einer Einheit drei bis vier Durchgänge und steigere dabei jedes Mal das Gewicht. Ideal sind Kettlebells oder Kurzhanteln mit dickem Griff. Aber auch Sandsäcke oder sonstige Gerätschaft tut seinen (anstrengenden) Dienst.

Ein schweres Gewicht in die Hand nehmen und damit durch die Gegend marschieren – für mich einer der im positiven Sinne primitivsten Trainingsarten die es gibt. Wer es regelmäßig macht, wird nicht nur merken, dass seine Unterarme stärker und auch massiger werden. Sondern beim nächsten Satz schwerem Kreuzheben auch ein Dankgebet an den Himmel ausstoßen, weil der Griff nicht ausgelassen hat.

Ein dreifaches Hoch auf den „Farmer’s Walk“! Auf dem Video mache ich das ganze mit zwei Kettlebells auf jeder Seite (ca. 50 kg pro Arm). Das Schwierige ist nicht das Gewicht, normal nehme ich für einen "Farmer's Walk" mehr. Aber das rutschige und rollende Griffrohr, dass durch den dicken Durchmesser sehr schwer zu packen ist, macht das ganze nicht einfach. Dieses Griff-Gimmick hab ich von Gregor, einem sehr starken Seminarteilnehmer und findigen Bastler, geschenkt bekommen. Meine Hände waren nach einigen Walk's absolut am Ende. Davor stand nämlich Seilklettern mit Zusatzgewicht, Klimmzüge auf einem dicken Baumstamm, Ring-Dips und Baumstamm-Drücken an.

P.S.: Dieses Übung ist auch beim Kettlebell- und Naturtrainings-Seminar am 16. Mai mit Dr. Till Sukopp und meiner Wenigkeit ein Fixbestandteil des Programms. Schon ein Dutzend Teilnehmer hat sich für dieses Highlight angemeldet! Wer noch Interesse hat, sollte sich schnell melden. Ein Mail an mich und ich verrate alle Einzelheiten.

P.P.S.: Warum die US-Coaching-Legende Dan John auch auf diese Übung schwört und sie jedem ernsthaft trainierenden Athleten ans Herz liegt. In Balde ist es exklusiv auf www.power-quest.cc zu hören.


Mittwoch, 11. März 2009

Curl ist nicht gleich Curl

Ich mache ab und zu in meinem Trainings Bizeps-Curls. Was soll den das, wird sich mancher fragen? Das ist doch eine Isolations-Übung, wie sie Bodybuilder, Pumper und Toner zu gerne machen, wird die Funktionalitätstraining-Bewegung aufschreiben! Ich sage, kommt drauf an, wie mans macht!

Zu allererst ist einmal wichtig zu sagen, dass ein starker Bizeps enorm wichtig ist. Für sämtliche Drück- und Zugbewegungen und für Übungen wie den schweren Reifenflip oder Steinumsetzen umso mehr! Weltklasse-Diskuswerfer wie Ricky Bruch (drittes Video unten auf Minute zwei - ich empfehle aber das ganze Vid) oder Steinheber wie Steve Jeck, mit dem ich in Kürze ein Podcast-Interview für www.power-quest.cc mache, schwören neben schweren Training mit Grundübungen auch auf das konzentrierte Bearbeiten des Bizeps-Muskels.

Hierfür pumpen sie aber nicht mit endlosen "concentration curls" das Blut in den Muskel, sondern machen eine viel effektivere Variante - den "cheat curl". Dabei wird der ganze Oberkörper trainiert und der Bizeps kommt trotzdem nicht zu kurz. Es ist eine absolute Power-Übung, die ich jedem ans Herz legen kann. Ich hab sie deshalb auch in meinen Naturtrainings-Seminaren immer mit im Programm. Wer jemals schon einen schweren Stein gehoben hat, wird gemerkt haben, das vor allem Armkraft über Sieg und Niederlage entscheiden kann! Der Weltklasse-Highlander Bert Sorin zeigt wies geht auf dem folgenden Video!

Viel Spaß damit, ich bereue es nicht, wieder zur Curl-Fraktion zu gehören :-)

Dominik





Montag, 2. März 2009

Highland-Games, wir kommen!

Ich mag Leute, die Action machen und Gas geben. Zu viele Leute haben Ausreden für dies und das, weil sie dies und das machen müssten. Klar, es gibt für jede Angelegenheit eine Ausrede. Aber wer beim Training so ist, wird nicht weit kommen! Da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen! Bei meinen Seminaren durfte ich bislang nur ungemein motivierte Leute kennenlernen, ein jeder hatte etwas am Kasten und das ist es, was diese Treffen so wertvoll macht. Jeder kann Jedem etwas lernen, was gibt es schöneres, als sich zu vernetzen, denn so wird man stärker, lernt für sein Training und kann stolz auch sein Wissen und Können weitergeben!

Deshalb freut es mich umso mehr, dass sich auch für die Highland-Games schon einige Leute angemeldet haben! Diese steigen am Samstag, den 18. April in meinem Trainingszentrum in Thomasroith (Oberösterreich).

Ich habe meinen Trainingsplan ganz auf dieses Saisonhighlight nun ausgelegt. Wie einige meiner Kameraden, die daran teilnehmen auch! Denn dieser Sport verlangt eine Vielseitigkeit, wie sie seinesgleichen sucht. Kraft, Ausdauer, Technik, Schnelligkeit und Grips sind gefragt und genau das macht es so spannend!

Heute war die erste Vorbereitungs-Einheit. Simple but heavy:
Nachmittag:
Baumstamm-Umsetzen und Drücken 3x3
Reifen-Flip 4x6
Sandsack-Schultern 3x8 direkt gefolgt von Farmers Walk mit den Kettlebells 3x1

Abend:
Hantel Umsetzen 8x2


Und nicht vergessen: Action wird nicht vor dem Computer und bis spätnachts in Foren gemacht, sondern im realen Leben! Dort muss es abgehen, wenn man im Training Fortschritte machen will! Go heavy, go home - So einfach ist das!

greets,

Dominik

P.S.: Besonders freut mich, dass am 18. April auch wieder einige Leute kommen, die schon einmal bei mir waren. Harald und Mathias sind zwei, die im Training bedingungslos anschieben. Die Resultate zeigen, dass sie am richtigen Dampfer sind mit ihren knallharten Einheiten. Seht selbst auf diesen beiden Videos. Beeindruckend! Harald hat vorher noch nie Kreuzheben trainiert so richtig. 150 Kilo gleich mal zu ziehen, dass so mal wer nachmachen. Sein Erfolgsgeheimnis: Intensive Kettlebell-Arbeit seit Monaten, nachdem er bei mir auch ein Seminar zur Vertiefung besucht hat. Mathias hat Griffkraft ohne Ende, wie ich bei meinen Seminaren schon sehen durfte. Bei jemandem, der Klimmzüge mit mehreren Zehn-Kilo-Scheiben zusätzlich machen kann, ist das auch kein Wunder.