Dienstag, 23. August 2016

Das Tier trainiert wie ein Tier

Samstag in der Nacht hat Conor McGregor wieder mal einen Kampfauftritt in der UFC (Ultimate Fighting Championship) gehabt. Wer es nicht weiß. Der Superstar der Szene wird seit längerem auch von Bewegungskünstler Ido Portal mittrainiert. Das ist auch in seinem unorthodoxen aber höchst erfolgreichen Kampfstil zu sehen.



Und erinnert an Training, das auch die Legende Rickson Gracie (hier am Blog kürzlich wieder mal gezeigt) immer wieder gemacht hat.

Ausbrechen aus dem eindimensionalen Eisentraining schadet ab und an nicht, Locomotion ist genauso wie Farmers Walk eine Sache, die nur wenige in ihrem Trainingsrepertoire haben. Leider.

Ausprobieren lohnt...

Freitag, 19. August 2016

Kombination Krabbeln-Tragen-Klettern in einem

Mit gemeinschaftlichem Training pusht man sich oft noch weiter als alleine. Hier ein Finisher, der gestern bei unserem allwöchentlichem Stadl-Workout auf die Pumpe und die Muskeln ging. Wenn das Herz rast und der Griff brennt, der Kopf nimma will und man als letzte Übung noch das Seil hoch (will-muss). Das ist etwas ganz anderes als frisch und ausgeruht den dicken Faden hoch gehen. Der Nutzeffekt ist aber enorm.

Das ganze wurde nach Dutzenden Klimmzügen, Dips, Baumstamm-Stemmen und mehreren Durchgängen Seil gemacht. In einer Stunde war alles gegrillt. Diese Kombi aus Krabbeln-Tragen-Klettern ist heftig:



Ein netter Tipp für Leute, die den Klimmzug SCHWERER machen wollen, ohne aber Zusatzgewicht verwenden wollen:

Slayer-Klimmzüge: Standen kürzlich auf Team-Andro in einem Artikel und wurden sofort für gut befunden von mir.

Man hängt in der untersten Position des Klimmzugs 7-8 Sekunden, zieht sich erst dann hoch. Dann runterlassen. Selbes Spiel wieder. Unten 7-8 Sekunden hängen, dann erst wieder ziehen. Brust an die Stange natürlich. Brutale Kontraktion und auch Streckung. Ganz ein anderes Tier als das halbe Rumgehample, das so mancher an der Klimmzug-Stange fabriziert.

Und wer noch gar keinen dieser KÖNIGSÜBUNG kann, der sollte sowas auch einbauen. Einfach hängen. 30 Sekunden. Damit baut man Griff und Basishängekraft auf für die zukünftige Klimmerei. Wer diese Übung auslässt, ist selber Schuld. Schon oft genug hier am Blog geschrieben. Klimmzug ist sowas von Basic und liegt in der (Affen)-Natur des Menschen...

Gutes Wochenende allerseits!

Mittwoch, 17. August 2016

Die Hongar-Attacke



Ein Schreiber der Extraklasse ist er schon mein Kollege Thomas.

Hier sein Bericht über unsere "Hongar-Attacke" letzten Freitag:

http://trainingsnomaden.blogspot.co.uk/2016/08/hongar_4.html#more

Solche Bergaufmärsche mit Gewicht sind eine mentale wie auch körperliche Sonderertüchtigung.

Danke an Ritzi auch für die Bilder!

Fight on...

P.S.: Folgt mir für regelmäßige Berichte auf Instagram - www.instagram.com/domifedo

P.P.S.: Wer die Doping-Thematik bei den Gewichthebern verfolgt, hier zwei sehr gute Artikel dazu aus aktuellem Olympia-Anlass:

http://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/deutsches-team/gewichtheber-juergen-spiess-aergert-sich-ueber-doping-bei-olympia-14390204.html

http://www.welt.de/sport/olympia/article157689823/Deutscher-Gewichtheber-unterstellt-Konkurrenten-Doping.html

Montag, 15. August 2016

Crossfit im Aufschwung

Crossfit ist ohne Zweifel die am meisten gewachsene Fitnessbewegung der letzten Jahre. Ich war letzte Woche interessierter Besucher eines großen Bewerbes in meiner Gegend! Was sich da die letzten Jahre getan hat, ist schon phänomenal. Ich kann mich erinnern, wie ich 2008 noch vor einer Handvoll Crossfittern in München ein Kettlebell-Seminar gegeben habe. Mittlerweile ist der Klub mehrere hundert Leute stark. Dass wir bevor das ganze wirklich populär wurde, schon ähnlich trainiert haben (Zirkel, Mischung versch. Trainingsarten), ist auch witzig. Zurück zum Bewerb. Mir sind einige Sachen aufgefallen. Denn was Erfolg hat, wirft auch Schatten. Crossfit musste sich zu Unrecht und Recht mancher Kritik schon aussetzen. Sei es schlampige Übungsausführung oder zweifelhafte Auswahl von Übungen (Olympic Lifts auf hohe Wiederholungen). Doch es gibt auch viel gutes zu sagen und das ist Thema dieses Posts. Mir fällt auf: - Keine andere Bewegung hat die Olympischen Hebeübungen wieder so in den Blickpunkt gerückt wie Crossfit. Das Resultat: viel mehr Heber, viel mehr Teilnehmer bei traditionellen Stemmerveranstaltungen, das Niveau steigt und steigt und es ist kein Ende in Sicht. Weltweit zu beobachtendes Phänomen. Und dank guter Referenten (Toroktiy, Klokov,...), die viele Crossfit-Boxen abgrasen, kommt auch guter Input von außen mittlerweile. Wird spannend. Die USA, jahrelang nur noch Nachläufer im Olympischen Heben, werden glaub ich in ein paar Jahren wieder ein paar Elite-Leute herausbringen.

Beim Wettkampf gut zu sehen war:

  • Die Elite also die Besten dort sind extrem gut austrainiert. Sind lean und haben gute Muskelmasse. Und haben vor allem auch eine sagenhafte Kraftausdauer. Denn die Workouts sind brutal. Auch die Damen sind allessamt Maschinen. Es ist halt ein feiner Grat. Wer überpaced und schlampig arbeitet, wird irgendwann einen (hohen) Preis dafür zahlen.

  • eine Rückkehr zu wirklich guten Cardio-Maschinen. Sprich Rudergerät oder das Assault-Bike (das früher Airdyne hieß). Auch Seilspringen und Co. - alles tausendmal besser als Stepper und Konsorten. Ich habe am Sonntag auch auf der Concept2-Rudermaschine gesessen. Ich sag nur soviel. 400 Meter Läufe sind vom Laktat her keine feine Sache, aber ein 1000 Meter Sprint auf dem Ergometer ist eins der brutalsten Trainingserlebnisse die es gibt.

  • was meiner Meinung nach auch gut ist, ist dass man auch in der Crossfit-Szene immer mehr von Low-Carb und dergleichen wieder abkommt. Ich hab einige Teilnehmer zwischen den Workouts essen sehen und das war nicht in diese Richtung. Für derart glykolitische Einheiten, die vor allem dieses Energiesystem beanspruchen und Kohlenhydrate dafür ein MUSS sind, wäre das mit Low-Carb auch eine schnell einmal problematische Geschichte. Adrenal Burnout und Co. - allesamt aufkommende Sachen, die man dann zu befürchten hat, wenn man dem Körper lange nicht das gibt, was er wirklich braucht.


  • Was mir auch immer gut gefällt, ist bei allem Wettkampf-Charakter der gute Zusammenhalt unter den Leuten. Sei es bei der Organisation solcher (großer) Events, die natürlich auch viele Helfer im Hintergrund brauchen. Und auch unter den Wettkämpfern selbst, die sich gegenseitig anfeuern und pushen. Find ich sehr sehr wichtig und gut! Wir sind nichtsdestotrotz alle eine kleine Gruppe. Denn betrachtet man die Gesellschaft allgemein, sind wir alle Sportbetreibenden mittlerweile große Außenseiter und nur ein kleiner Prozentsatz... Ich bin gespannt was noch alles kommt da in den nächsten Jahren...

Dominik

P.S.: Folgt mir auf www.instagram.com/domifedo - dort poste ich sehr sehr regelmässig! Ich hatte erst letzte Woche Freitag eine nette Einheit mit gleichgesinnten Kameraden. Mit Kettlebells wieder mal einen Berg hinauf. Ein Lungenputzer und Ganzkörper-Workout vom Feinsten. Ein Bericht darüber wird wohl noch folgen...

Sonntag, 3. Juli 2016

Die Kampfmaschine

Rickson Gracie, einer der gefürchtesten und erfolgreichsten MMA-Kämpfer der Geschichte. Mein Freund Steve Maxwell kennt ihn persönlich. Er erzählte mir einmal, dass wenn dich der im Griff hatte, kamst du nicht mehr aus. Eine Kampfmaschine. Hier eine geniale Doku im japanischen Fernsehen über ihn. Den Film "Choke" empfehle ich zudem. Hier sieht man auch, dass mit Körpergewichtstraining vieles erledigt wird in Vorbereitung auf große Kämpfe. Keine "secret routines", keine Mätzchen. Plain, old School calistenics:

Montag, 27. Juni 2016

Der nächste Olympiasieger steht vor der Tür!

Etwas mehr als vier Monate ist es her, da war Gewichthebe-Olympiasieger Dmitry Berestov da und hat beim USV Lochen im schönen Oberösterreich ein Seminar der Extraklasse gerockt! Für die, die da waren, ein wirklich einmaliges Erlebnis. Von einem der besten des Faches zu lernen, ist einfach etwas besonderes. Es war ein bunt gemischtes Team. Bundesliga-Stemmer und Staatsmeister, Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Jugendliche - alle gingen nach dem Tag zufrieden nach Hause. Jeder hatte viel gelernt. Und wurde dabei von einem Champion betreut, mit ihm an der Technik gefeilt und viel viel Knowhow vermittelt.

NUN gibt es erneut die Möglichkeit, mit einem Goldmedaillen-Gewinner zu arbeiten und von ihm zu lernen. Am 30. Oktober kommt nun niemand geringerer als Aleksey Torokthiy, seines Zeichens Olympiasieger in der Klasse bis 105 Kilo Klasse in London 2012. Der Ukrainer macht seit Monaten auch auf Youtube schon Karriere. Veröffentlicht dort Programme, die vor allem eines bringen: Erfolg (für jedermann/frau).





Ein massiver, sympathischer Athlet, der es noch immer drauf hat. Aber vor allem eben auch eines: Einer, der in punkto Programming und Wissens-Vermittlung wohl über alle anderen zu stellen sind, die derzeit auf diesem Gebiet ihr Wissen vermitteln. Beweise dafür gibt es genug. Hier sein Youtube-Kanal:

https://www.youtube.com/user/WeightliftingUkraine

Hochprofessionell etwa die Herangehensweise bei seinen Programmen. Ich bin gerade selbst in einem mittendrin und kann sagen, der Mann versteht sein Handwerk. Absolut.

Ich kann nur sagen. Wer etwas lernen will in einem Sport, der zu den Kernsportarten der Olympischen Bewegung seit jeher zählt, der hat nun noch einmal die Möglichkeit dazu in unseren Breiten. Alle Infos und Meldeformalitäten findet man auf http://janis.pro. Wer glaubt, das wäre nur was für Profis oder Spezialisten, der liegt übrigens falsch! Wer die Basics des Langhantel-Sports erlernen will, sollte sich so etwas nicht entgehen lassen. War schon beim Berestov-Gig so. Es wurde fast alles mit der leeren Stange absolviert. Weil alles andere nicht nötig war. Aber von einem Meister zu lernen ist tausendmal mehr wert als irgendwelche Tipps von einem Youtube-Lizenz-Coach entgegen zu nehmen.

Es ist zum ganzen auch ein Show-Event mit ihm geplant, wo Torokthiy seine Leistungen präsentieren wird. Wer einmal sehen will, wie schnell 200+ Kilogramm nach oben schnellen können, hat da nun die Möglichkeit zu!!!

Mehr wie gesagt hier: http://janis.pro. Torokthiy spricht Englisch, es ist zudem ein perfekt sprechender Deutsch-Russisch-Dolmetsch da (der sich obendrein im Gewichtheben fachlich auskennt) und die Infrastruktur in Lochen sucht ihresgleichen in Österreich. Der Verein wird sich dafür wieder schwer ins Zeug legen.

Viel mehr gibt es nicht mehr zu sagen. Die Einladung steht,

KRAFT FREI!

Dienstag, 14. Juni 2016

Traumbrot

Seit einigen Wochen komme ich in den vermehrten Genuss von gekeimtem Brot.


Das ist der absolute "Gold Standard", was Brotbacken betrifft. Besser geht's nicht. Basisch, die Nährstoffe aufgeschlossen und für den Körper gut verfügbar, dazu mehr Eiweiß und weniger Kohlenhydrate und absolut keine unnützen Zusatzstoffe. Niente.

Ein Top-Nahrungsmittel. Die derzeit "aufkeimende" Angst für Getreide kann damit easy entkräftet werden. Hier auch ein sehr guter Artikel zum Thema gekeimtes Brot:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/brot.html

Wer übrigens laufend Eindrücke von meinem Training, Essen und Lifestyle sehen will, ist auf http://instagram.com/domifedo immer laufend im Bilde!

Reinschauen lohnt sich da. Und reinbeißen in das vorhin erwähnte auch...

Dominik