Dienstag, 21. November 2017

Ein unnachgiebiger Kämpfer

Farmer Karl ist hier am Blog eine Legende. Einer, der schon oft bewies, dass er NIEMALS aufgibt. Trotz vieler schwerer Schicksalsschläge, die ihn schon ereilten. Nicht ein Männerschnupfen oder sonstige Kleinigkeiten, schwere Dinge. Etwa eine Beinamputation, dazu familiäre Tiefschläge, über die man hier nicht sprechen muss. Trotzdem ließ sich der Farmer niemals unterkriegen.

Auch nicht von dem, was ihn im Sommer auf der Arbeit ereilte. Eine LKW-Ladeklappe quetschte ihm die Hand. Beinahe verlor er sie. Eine Katastrophe für einen, der in seinen Pranken mehr Kraft besitzt als wohl so mancher Gorilla. Der für seine Hangelpower und statische Haltekraft bekannt ist.

Karl musste notoperiert werden, seine Hand ist verdrahtet und war lange im Gips. Nach langwieriger Ruhephase ist Karl aber nun am Weg zurück. In kleinen Schritten. Aber er ackert. Und es wird jeden tag besser.

Dieses Video schickte er gerade aus der Reha in Tirol. Er ackert täglich hart. Schon frühmorgens. Oft unter Schmerzen. Aber er ackert. Und das ist gut so. So kennt man ihn. Farmer Karl, ne Legende.




Wer ihm gute Worte zukommen will, oder einfach Kontakt aufnehmen möchte, der kann das hier auf seiner Mail tun:

humerkarl et open-id punkt at


Freitag, 1. September 2017

Slow down - Die Entdeckung der Langsamkeit

Dieser Post hier regt schon sehr zum Nachdenken an. Heute wird immer nur von Gewichtssteigerung geredet, von mehr Gewicht, progressiver Steigerung und je brutaler ein Workout, desto cooler. Auch die sozialen Medien sind daran teilschuld. Doch ist nicht auch das Beherrschen einer Grundübung eine Steigerung?????

https://maxshank.com/speed/?inf_contact_key=2298b8eb4062672603f49615202c2102f1c84b8402ed0ce813d20fa085d00115

Ich bin mit dieser betont langsamen Ausführung von Übungen schon oft gut gefahren. Wurde danach in vielen Übungen komischerweise stärker.

Angeregt durch meinen Kollegen Janis, der grade auch verstärkt auf die Tempoausführung bei seinen Übungen achtet, hab ich das heute mit Klimmzügen mal auch so gemacht. 4 Sekunden hoch, 1 Sekunde oben halten, dann 5 Sekunden runter. Auf einmal werden fünf Wiederholungen in dieser Tonart richtig heftig. Und was auch genial ist. Man spürt die Muskeln in der Übung.

Ruhig mal etwas langsamer treten. Es zahlt sich tatsächlich aus.

Wie im oben verlinkten Post übrigens auch zu sehen. Der gute Max Shank ist ein TIER. Macht das diesen sauschweren Klimmzug und quatscht nebenher noch und kommt kaum außer Atem. Das täuscht, wie hart das wirklich ist.


Apropos Atem. Viel zu oft liest man heut von High Intensity Conditioning, also HIIT, Tabata und Co. Auf die Grundlagen-Ausdauer und lange aerobe Einheiten wird derzeit gut und gerne vergessen. Ein Fehler meiner Meinung nach. Aber dazu bald mehr...

Ein gutes Wochenende.

Sonntag, 27. August 2017

Steilhang-Könige


Mein Trainingskamerad Sesi und seine Staffelkollegen haben beim "Red Bull 400" einen Top-Erfolg gelandet. Bei diesem wahnwitzigen Bewerb wird die Skisprung-Schanze in Bischofshofen hinaufgesprintet. 75% Steilheit sollte alles aussagen. Laktatwahnsinn pur. Da brennt in wenigen Sekunden so ziemlich alles lichterloh. Ein zweiter Platz noch vor absoluten Ausdauerwundern wie den österreichischen Weltklasse-Biathleten spricht Bände.

Dass Hügelsprints - auch in dieser extremen Form - was können, wissen die Leser des Blogs hier.

Und auch, dass wir mit unserem vielseitigen Training nicht ganz verkehrt liegen. Auch wenn die letzten Wochen teilweise im Zeichen der Sprint-Spezialisierung standen. Immer wurde auf die Kraftbasis und Ausdauerfundament nicht vergessen. Sesi fährt mehrmals die Woche auf nüchternen Magen mit dem Rennrad zur Arbeit. Macht Eiseneinheiten mit Langhantel und Kettlebell. Ist auch an Ringen und anderen BWE-Sachen alles andere als ein Anfänger. Läuft mindestens einmal im Jahr zudem einen Halbmarathon. Ist am Rudergerät oder Assault Bike fast nicht zu biegen. Und und und. So etwas ist qualitativ hochwertige Vielseitigkeit. Und alles ist dabei auf Langfristigkeit ausgelegt. Es soll noch viele Jahrzehnte in dieser Tonart Spass machen....

Der Kollege schreibt selbst einen lesenswerten Blog. Und zwar hier: www.workout2day.at/blog

Schönen Sonntag noch...


Dienstag, 22. August 2017

Sonder-Angebot Inch und ein sehenswerter Film

Die Leser hier wissen sicherlich, dass ich ein Riesenfan der Old-School-Inch-Hantel bin. Wer starke Pranken entwickeln will, einen Griff, der wirklich was wert ist, kann das damit bestens tun.

Mein Freund Mark Dorninger bietet die Dinger in seinem Shop nur noch bis in den Herbst an. Sind schwer erhältlich diese Hanteln, die viele Jahre Strongman-Geschichte auf dem Buckel haben und lange Tradition. Hier mehr dazu: https://www.spodo.at/products.php?product=1_16&products_id=1630&Action=Search&searchstring=inch&searchresult=4

Dann gibt es noch eine neue Dokumentation über "Mr. Movement" Ido Portal. Sehr gut gemacht, wie ich finde:



Ich bin mal gespannt, was der groß gehypte Boxkampf Conor McGregor gegen Floyd Mayweather am kommenden Samstag so bietet! Ido ist ja einer der mithelfenden Trainer an der Seite des Iren...

Meine Rennradfahr-Ambitionen sind ebenfalls weiterhin voll am Laufenden. Ich sammle Kilometer und Höhenmeter en masse. Oft nebenher, da mich der etwas ältere Drahtesel von Zuhause in die Arbeit begleitet. Ich spare mir Geld und tanke Kondition. Ne feine Kombi. Obendrein macht es richtig viel Laune. Auch oft auf nüchternem Magen in der Früh. Ein herrliches Gefühl, wenn du die Vögel zwitschern hörst, die Sonne grad aufgeht und du kurbelst, was das Zeug hergibt. Daneben erhalte ich mit Simple&Sinister, dem genialen Kettlebell-Programm von Pavel Tsatsouline, hauptsächlich die Kraft. Alles andere läuft nebenher mit. Ich bin letzte Woche mit Mark im geschätzten Powerhaus in Salzburg zu einer spontan einberufenen Einheit zusammengekommen. Das Seil ging ich dabei hoch wie Butter. Obwohl ich es schon lange nicht mehr gemacht habe. Auch Kreuzheben und allerhand andere Challenges gingen gut von der Hand. Simple&Sinister kann ich einmal mehr nur heftigst empfehlen. Ist halt "uncool" und man kann damit in sozialen Medien nicht herumprahlen so wirklich.

Schöne Woche allerseits,

Dominik

Dienstag, 25. Juli 2017

Immer eine Reise wert


Die Nachricht traf mich vor wenigen Wochen wie ein Blitz, um Pumping Ercan's legendäres Gym in München soll es bald (2019) geschehen sein. Gestern Montag gabs einen weiteren Besuch dort. Wie immer eine Reise wert. Erstens, weil der Ort magisch ist und zweitens, weil auch der Hausherr immer der geblieben ist, der er ist: ein klasse Kerl, von dem man viel lernen kann, der megasympathisch ist und eine gewaltige Aura hat.

Wir haben uns da drin wieder mal nichts geschenkt. Wie ihr am Bild oben seht, war sogar ein Pump im Unterarm das Resultat :-) Meine beiden Begleiter und und Kameraden Sesi und Thomas haben feine Berichte auf ihren Seiten abgeliefert. Sehr lesenswert.

Sesis Bericht: https://www.workout2day.at/2017/07/25/pumping-ercan/

Thomas Bericht: http://wordpress.trainingsnomaden.de/ins-blaue-trainieren/

Wer dieses Stück deutsch-türkische Bodybuilding-Geschichte noch nicht gesehen hat, der sollte sich also sputen. Noch dazu, wenn man auf Maschinen trainieren kann dort, auf denen auch schon ein gewisser Arnold Schwarzenegger geackert hat. Mehr zum Thema Motivation braucht man also nicht zu sagen.

In dem Sinne, Angriff!

Bei Sesi und Kollegen läuft die Vorbereitung auf das Projekt "Red-Bull 400", einem unvergleichlichen Schanzenlauf in Bischofshofen. Megaharte Geschichte, Laktatübelkeit pur. Ich mache bei einigen Einheiten mit. Nebenher trete ich auch noch vermehrt in die Pedale. Habe mein Uralt-Rennrad wieder aktiviert und fahre damit zum Bahnhof von mir zuhause. Immerhin 44 Kilometer sind das pro Tag, mehrmals die Woche ergibt das ein nettes Nebenher-Pensum, wenn obendrein sportlich gefahren wird, weil man die letzten Tage und Wochen zuviel Tour de France geschaut hat :-)





Sonntag, 23. Juli 2017

Veranstaltungs-Hinweis Münga



Mein Kamerad Thomas Wulff veranstaltet im September einen sehr besuchenswerten Workshop. Ein phänomenales Vortragenden-Feld für einen lächerlichen Preis. Der Frühbucher-Bonus läuft heute ab, schrieb er mir.

Alle Infos gibt es hier: http://www.motionimpulse.com/event-bookings/free-arts-of-movement-convention-munich

Hier am Blog wurde es in letzter Zeit etwas ruhig. Liegt es an der Hitze oder an Schreibfaulheit, ich will keine Ausreden suchen. In Balde gibt es hier wieder einiges zu berichten aber auch!

Es tut sich auch nicht die Welt in meiner Trainingswelt. Ich arbeite weiter intensiv an Simple&Sinister (bestes Programm ever für mich!), gehe auf Berge, fahre viel mit dem Rennrad und auch ans Eisen geht es nach wie regelmässig. Morgen etwa auch nach München wieder mal.

Haltet die Ohren steif und habt einen genialen Sommer!

Montag, 5. Juni 2017

Janis Bond - Liftergrüße aus Moskau

Ein Beitrag geteilt von Janis.Pro (@raja_athletics) am

Zugegeben, der Titel ist an einen bekannten Filmhelden angelehnt. Aber mein Freund Janis Rajaonarivelo ist quasi ebenfalls ein Undercover-Agent, der eine Mission verfolgt. Wissbegierig, so habe ich ihn schon 2009 bei einem Hangel-Seminar bei Farmer Karl kennenlernen dürfen. Nach sechs Stunden Autofahrt aus Kreuzlingen in der Schweiz tauchte er bei uns auf und hinterließ einen bleibenden Eindrück. Training ist die Leidenschaft des Grenzpolizisten, der vor vielen Jahren aus Lettland flüchten musste.

Bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere stand nun eine "Bildungsreise" nach Moskau an. Dort, wo wahre Legenden des Langhantel-Sports zuhause sind seit Jahrzehnten und Olympisches Gewichtheben seit jäher groß geschrieben wird.

Dmitry Klokov und Dmitry Berestov sind zugkräftige Protagonisten dieser Sportart und ihre sportlichen Höchstleistungen sind dank Internet und sozialen Medien vielen bekannt. Sie waren auch Gastgeber des "5. Weightlifting Camp" und Janis in den zwei aufregenden und auch schweißtreibenden Wochen erneut ein interessierter Zeuge des Geschehens in den altehrwürdigen Hallen von Chehov. Er war so frei und hat mir danach ein Interview über das Erlebte gegeben.


1)      Janis du bist retour  aus Moskau, warst schon das zweite Mal dort. Kannst du schon wieder gehen oder hast du im Vergleich zum ersten Mal etwas anders gemacht?
Im Mai 2015 war ich beim aller ersten Weightlifting-Seminar von Dmitry Klokov und Dmitry Berestov. Damals hatte ich absolut keine Ahnung, was da auf mich zukommen würde. Ich hatte zwar schon erfahren, wie Klokov lehrt, da ich im Vorfeld bereits drei seiner Workshops besucht hatte, aber was in Moskau an Anforderungen an mich gestellt werden würde, hatte ich keinen blassen Schimmer. Dementsprechend hatte ich nach dem ersten Seminar einen Fersensporn vom aller Feinsten. Kannte ich bis dato nicht. Ich kann nur sage, dass ich die Menge an Nahrungsergänzungsmitteln diesmal hochgefahren wurde. Wir, die Teilnehmer, hatten das Glück von der Firma Trec Nutrition mit BCAA, Aminos, Creatin und Weightgainern versorgt zu werden.


2)      Dmitry Klokov ist der Mann, den man mittlerweile weltweit als DAS Gesicht des Gewichthebens kennt. Wie ist dein momentaner Eindruck von ihm? Was hat er in Zukunft noch vor?
Du sagst es! Er hat 50 Länder besucht, tausende von Menschen trainiert, ihnen das russische Gewichthebesystem gelehrt!!! Ich glaube es gibt kaum einen Anderen der in dieser Hinsicht an ihn heranreicht! Mein Eindruck von ihm ist, das er immer noch auf dem Teppich geblieben ist! Haben ein super Verhältnis zu einander. Er ist ein Arbeitstier, davon zeugen nicht nur seine Leistungen an der Stange und die Unterhaltung mit allerlei Spielereien mit der Langhantel, sonder auch seine anderen Unternehmungen. Sein neuestes Projekt nennt sich "Crosslifting".   

3)      Wie viele Einheiten habt ihr absolviert?
In 12 Tagen 18 Trainingseinheiten. Montag, Mittwoch, Freitag zwei Einheiten von 11:30-14:00 Uhr und 16:30-19:00 Uhr. Dienstag, Donnerstag, Samstag 11:30-14:00 Uhr plus am Nachmittag Sauna.


4)      Was waren die drei bewegendsten Momente, die du von dieser Reise mitnimmst?
Diese Frage ist nicht sehr leicht zu beantworten! Es sind so viele Momente die erwähnenswert wären. Wir sind am Flughafen wieder vom Olympiasieger von 2004, Dmitry Berestov, abgeholt worden, wo gibt es sowas?! Im Camp selbst haben sich so ziemlich alle an uns erinnert. Somit habe ich auch sehr viele alte Gesichter wieder getroffen. Desweiteren das Treffen mit zwei Freunden aus dem ersten Camp, @marcusphou aus Schottland und @mmajed aus Kuwait. Klokov zu sehen war natürlich auch der Hammer. Natürlich auch das Treffen mit einem der stärksten Gewichtheber und Strongman Russlands sopwie weltweit, Mischa Koklyaev.
Auch das Coaching von einem der besten russischen Trainer, Karaktscheew Dschumberi, der selbst noch aktiver Gewichtheber mit seinen 80 Jahren ist. Er kann noch immer Kniebeugen mit 100kg x 5 Wdh ausführen. Er ist der Trainer. 


5)      Du hast auf deinem übrigens sehr verfolgenswerten Instagram-Account RajaAthletics ein tolles Video mit einem alten Coach gepostet, der dich kniebeugen lässt. Um wen handelt es sich da und was genau hat er dir beigebracht?
Genau dieser Dschumberi hat mich auf meine falsche Atmung und meinen offenen Griff hingewiesen. Unverzichtbar, auf diese Sachen zu achten. Man muss gewillt sein zu lernen, um besser zu werden. 




6)      Was unterscheidet die Russen von den West-Athleten? Man sieht sie in ihrem Training viele Zusatzübungen machen und sie sind umfassend athletisch ausgebildet. Ist das ein großes Erfolgsgeheimnis?
Es gibt das RUSSISCHE SYSTEM!!! Ich glaube man kann sehr viel darüber in einschlägiger Literatur nachlesen. Ich habe gelernt, das es wichtig ist dynamische und statische Übungen zu trainieren. Wir sind sehr schwach in statischen Übungen. Wer schon mal ein Seminar von Klokov besucht hat, wird mir recht geben. Um Klokov zu zitieren, es ist wichtig seinen "muscle skill und muscle memory zu trainieren, believe in that position and understand the position!"
Es würde zu weit führen, jetzt das ganze System zu beschreiben, aber ich weiß und habe gesehen, dass nicht nur klassische Übungen trainiert werden, sondern auch einige "Bodybuilding Übungen". Genauso wichtig wie das Training, wird im russischen System die Regeneration betrachtet. Wer keine Sauna aufsucht oder sich nicht regelmäßig massieren lässt, wird nicht weit kommen!


WICHTIG: Diese Nachricht von meinem Kollegen Mark Dorninger trudelte nach meinem letzten Post herein:

Hi Dominik, ja das kann ich nur bestätigen! Das Assault Air Bike ist mörderisch.
Aus diesem Grund gibt es hier ein Sonderangebot für all deine Leser!
Statt 1099,- jetzt bei uns um 999,- inkl. Transport nach AT/DE
(oder auch Abholung in 6850 Dornbirn möglich nach Vereinbarung)

https://spodo.at/1_13/_/2052/fitness_athletik/fitnessgeraete_baenke/assault_air_bike.html

6850 Dornbirn möglich nach Vereinbarung)